Indikatoren zum Thema »Erwerbstätigkeit«

Aussage

Die Erwerbstätigenquote der 15- bis unter 65-jährigen Frauen spiegelt die Erwerbsbeteiligung der Frauen im erwerbsfähigen Alter wider. Insbesondere vor dem Hintergrund der sogenannten Lissabon-Strategie, einem Maßnahmenkatalog, den die Staats- und Regierungschefs der EU im Jahr 2000 beschlossen haben, kommt der Erwerbstätigenquote der Frauen eine besondere Bedeutung zu.

Referenzwert

Im Rahmen der Lissabon-Strategie der Europäischen Union ist u. a. als Ziel die Erhöhung der Frauenerwerbstätigenquote bis 2010 auf 60 % vorgegeben.

Schaubild: Erwerbstätigenquote der 15- bis unter 65-jährigen Frauen in Deutschland 2009 nach Bundesländern

Ergebnisse

Die Erwerbstätigenquote der 15- bis unter 65-jährigen Frauen liegt in Baden-Württemberg im Jahr 2009 bei knapp 70 %. Damit nimmt Baden-Württemberg im Vergleich der Bundesländer und Deutschland auch in Sachen Erwerbsbeteiligung der Frauen eine Spitzenposition ein. Das Ziel einer Erhöhung der Erwerbsbeteiligung der Frauen bis 2010 auf 60 %, wie in den Lissabon-Kriterien formuliert, konnte somit in Baden-Württemberg, wie auch in allen Bundesländern, bereits erreicht werden. Der bundesdeutsche Durchschnitt liegt im Jahr 2009 bei 66 %.

Definition / Berechnung
Anzahl erwerbstätige Frauen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren / Weibliche Bevölkerung im gleichen Alter × 100
Die statistische Abgrenzung der Frauenerwerbstätigenquote folgt den Vorgaben von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften. Die Angaben für das Land Baden-Württemberg sind also EU-weit vergleichbar.
Datenquelle
Mikrozensus bzw. EU-Arbeitskräfteerhebung.
Länderergebnisse: Statistisches Bundesamt.
Mögliche regionale Gliederung
Land; Stadtkreis Stuttgart, Region, Regierungsbezirk nicht nach EU-Abgrenzung.
Periodizität
Jährlich
Nächste Aktualisierung
Juni 2011
Erwerbstätigenquote der 15- bis unter 65-jährigen Frauen in Deutschland in ausgewählten Jahren nach Bundesländern
BundeslandErwerbstätigenquote1)
19911995200020052009
%

1) Abgrenzung gemäß Eurostat.

Baden-Württemberg 58,758,561,364,769,7
Bayern62,161,162,564,369,2
Berlin64,759,857,057,863,5
Brandenburg68,357,557,561,170,1
Bremen53,250,055,155,062,3
Hamburg59,258,060,562,267,8
Hessen55,855,158,961,566,5
Mecklenburg-Vorpommern65,858,656,759,767,7
Niedersachsen50,752,955,958,964,3
Nordrhein-Westfalen47,849,153,557,361,9
Rheinland-Pfalz53,753,457,360,766,2
Saarland46,944,852,355,960,9
Sachsen67,756,858,060,768,5
Sachsen-Anhalt68,056,854,257,967,7
Schleswig-Holstein55,356,958,761,866,1
Thüringen67,257,260,659,969,3
Deutschland57,255,357,860,666,2

infopunkt

Weiterführende Informationen

21.12.2010


© Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 2011 | ^