Die Indizes der Bruttomonats- und Bruttostundenverdienste werden aus den Ergebnissen der vierteljährlichen Verdiensterhebung errechnet. Berechnungsgrundlage sind die Bruttoverdienste ohne Sonderzahlungen von vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmern im Produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich. Sie stellen die durchschnittliche Verdienstentwicklung bei konstanter Zusammensetzung der Arbeitnehmerschaft dar. Dabei bleibt die Anzahl der Arbeitnehmer im Basiszeitraum für alle Berichtsquartale konstant und nur die Verdienste variieren. Die Indizes zeigen somit, wie sich die durchschnittlichen Bruttoverdienste der Arbeitnehmer verändert hätten, wenn im jeweiligen Vergleichszeitraum die gleiche Struktur der Arbeitnehmerschaft bestanden hätte wie im Basiszeitraum.
Mit Erscheinen der Ergebnisse der Vierteljährlichen Verdiensterhebung für das 1. Quartal 2011 wurde der Index der durchschnittlichen Bruttomonats- und Bruttostundenverdienste vom bisherigen Basiszeitraum 1. Quartal 2007 = 100 auf das neue Basisjahr 2010 = 100 umgestellt. Die Tabellen enthalten die umbasierten Indexwerte auf der neuen Basis. Diese Indizes ersetzen die bisher veröffentlichten Werte.
Aus den angegebenen Indexzahlen lässt sich die Indexentwicklung nach Punkten als Differenz zwischen neuem und altem Indexwert berechnen. In Prozent errechnet sich die Indexentwicklung nach der Formel:
Der Reallohnindex wird aus den Ergebnissen der vierteljährlichen Verdiensterhebung und der Entwicklung der Verbraucherpreise errechnet. Berechnungsgrundlage ist der Index der Bruttomonatsverdienste mit Sonderzahlungen in Gegenüberstellung mit dem Verbraucherpreisindex in Baden-Württemberg. Dargestellt werden die prozentualen Veränderungsraten des Beobachtungsquartals im Vergleich zum Vorjahresquartal.
16.06.2011
© Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 2011 | ^