Verdienste in Baden-Württemberg

Was ist die vierteljährliche Verdiensterhebung?

Die vierteljährliche Verdiensterhebung ist eine laufende Erhebung über die Bruttoverdienste und die bezahlten Arbeitszeiten von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Ziel ist die kurzfristige Bereitstellung von aktuellen Daten über die Höhe der Bruttoverdienste und die Beobachtung von konjunkturellen Einflüssen auf die Verdienst- und Arbeitszeitentwicklung.

Das Erhebungskonzept

Die vierteljährliche Verdiensterhebung wird als repräsentative Stichprobenerhebung bei ca. 4.500 Erhebungseinheiten (i.d.R. Betriebe mit mehr als 10 Beschäftigten) in Baden-Württemberg bzw. 40.500 Erhebungseinheiten im gesamten Bundesgebiet durchgeführt. Der Erhebungsbereich umfasst das Produzierende Gewerbe und den Dienstleistungsbereich. Die Daten werden unterteilt nach Voll- und Teilzeitbeschäftigung, nach Geschlecht sowie nach fünf qualifikations- bzw. tätigkeitsabhängigen Leistungsgruppen (vom leitenden bis zum ungelernten Arbeitnehmer) erhoben.

Welche Ergebnisse können zur Verfügung gestellt werden?

Vierteljährlich:

  • Bruttomonats- und Bruttostundenverdienste (mit und ohne Sonderzahlungen)
  • bezahlte Wochenarbeitszeiten

Jährlich:

  • Bruttojahresverdienste (mit und ohne Sonderzahlungen)
  • Jahresdurchschnitte, berechnet aus den vierteljährlichen Ergebnissen

Wofür werden die Daten benötigt?

Informationen über die Höhe der Verdienste und ihre Entwicklung sind insbesondere für Zwecke der Geld-, Konjunktur- und Tarifpolitik wichtig. Neben zahlreichen privaten Interessenten zählen zu den Hauptnutzern:

  • die Bundesministerien (Berechnung von Vergleichseinkommen und des Lohnabstandsgebots)
  • die Europäische Zentralbank und die Bundesbank
  • Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften, Hochschulen und die Wissenschaft
  • kirchliche und kommunale Institutionen (Berechnung von Erbbauzinserhöhungen)
  • Versicherungen und Unternehmen (Gleitberechnung von Betriebsrenten, Preisen in Lieferverträgen etc.)

© Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 2011 | ^