Hinweise zur Nutzung und Methode des Demografie-Spiegels

Der Demografie-Spiegel ist ein Instrument, mit dem wichtige demografische Entwicklungen in den Gemeinden Baden-Württembergs schnell eingeschätzt werden können. Er unterteilt sich in zwei Bereiche, die von der Startseite aus getrennt abgerufen werden können:

Demografisches Profil

Innerhalb des demografischen Profils finden Sie verschiedene Grafiken zur Bevölkerungsentwicklung insgesamt, zur natürlichen Bevölkerungsentwicklung, zu Wanderungsbewegungen und zur Altersstruktur. Sie zeigen einerseits Sachverhalte im Zeitablauf oder im Detail für die betrachtete Gemeinde und andererseits demografische Indikatoren der Gemeinde im Vergleich zu den Werten der entsprechenden Gemeindegrößenklasse, des Kreises oder des Landes. Diese Werte dienen als Vergleichsmaßstab, um die Gemeindewerte in den Gesamtkontext einordnen zu können. Kurze Texte erläutern den dargestellten Sachverhalt.

Unter den Grafiken sind mit dem Symbol Symbol Tabelle gekennzeichnete Links zu Tabellen mit weiterführenden Informationen aufgelistet.

Das Symbol Symbol Karte bezeichnet einen Link in unser interaktives Kartenprogramm. Dort können Sie die Werte Ihrer Gemeinde anhand von Karten im Vergleich zu anderen Kommunen analysieren.

Themenfelder

Für die 6 Themenfelder familienfreundliches Wohnen, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Wirtschaft, Bildung und Qualifikation, ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger, Kommunalfinanzen und Kaufkraft wurden 23 Indikatoren berechnet. Die hier dargestellten Sachverhalte wirken sich einerseits auf die demografischen Entwicklungen vor Ort aus, sie werden andererseits aber auch von demografischen Faktoren wie Alterung oder Schrumpfung beeinflusst.

Navigation durch die Tabelle

In der Tabelle werden die Indikatorwerte für die betrachtete Kommune, die Gemeindegrößenklasse, den Kreis und das Land dargestellt. Auf der rechten Seite der Tabelle finden Sie für jeden Indikator Links auf Tabellen mit weiteren Daten, auf eine Karte und einen Erläuterungstext mit der Definition und dem Aussagegehalt des Indikators sowie eine Karteninterpretation.

Um Ihnen auf den ersten Blick eine Einschätzung der Gemeindewerte zu ermöglichen, zeigt das farbige Quadrat wie die Gemeinde im Vergleich zu anderen Kommunen dasteht.

Gemeindevergleich

Die Kommunen wurden anhand der Indikatorenwerte in fünf Klassen gleicher Häufigkeit (Quintile) eingeteilt. Das heißt: Für jeden Indikator wurden die Werte der 1 102 Gemeinden Baden-Württembergs der Größe nach sortiert. Dann wurden 5 Gruppen gebildet, die jeweils 220 Gemeinden enthalten – die sogenannten Quintile. Das Fünftel der Gemeinden mit den günstigsten Werten wird in der Tabelle und in der Karte dunkelgrün dargestellt, die 20 % der Gemeinden mit den ungünstigsten Werten hellgelb.

Das heißt für eine Gemeinde mit hellgelber Markierung aber nicht zwangsläufig, dass der Indikatorwert »objektiv betrachtet« ungünstig ist, sondern lediglich, dass 4 Fünftel der Gemeinden bessere Werte aufweisen.

Bitte beachten Sie auch, dass das durchschnittliche Landesergebnis für einen Indikator nicht zwangsläufig im Wertebereich des mittleren Quintils liegen muss. Der Landeswert kann im Extremfall auch im Wertebereich des günstigsten oder ungünstigsten Fünftels liegen. Das liegt dann daran, dass bei der Berechnung des Landeswertes die großen Kommunen stärker ins Gewicht fallen und den Landeswert dann entsprechend nach oben ziehen oder nach unten drücken können.

Neben dieser »interkommunalen« Vergleichsmöglichkeit liefern die Werte für die Gemeindegrößenklasse, den Kreis und für Baden-Württemberg einen weiteren Vergleichsmaßstab. Die Markierung als »günstig« oder »ungünstig« bezieht sich aber immer auf den Vergleich mit den anderen Kommunen. Es ist deshalb denkbar, dass beispielsweise die Bewertung für eine Kommune »eher ungünstig« ist, obwohl der Wert für die Gemeindegrößenklasse, den Landkreis und/oder das Land sogar schlechter ist.


© Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 2010 | ^