Berufliche Qualifikation

Indikatoren zum Thema »Bildung, Kultur«

Aussage

Wesentlich für die Lebenssituation, die Chancengleichheit, den Erfolg im Erwerbsleben und die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen ist ihre schulische und berufliche Qualifikation. Der Indikator zeigt das unterschiedliche Bildungsniveau von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund und kann damit auch als Gradmesser für die Integration von Migranten in unserer Gesellschaft dienen.

Ergebnisse

Bei der beruflichen Qualifikation zeigen sich große Unterschiede zwischen Baden-Württembergern mit und ohne Migrationshintergrund. Die jungen Migranten in Baden-Württemberg haben im Durchschnitt ein geringeres Niveau bei den formalen allgemeinen Schulabschlüssen, was sich zwangsläufig auch auf das Niveau der beruflichen Bildung der jungen Menschen mit Migrationshintergrund auswirkt. Dieses liegt beträchtlich unter dem ihrer deutschen Altersgenossen ohne Migrationshintergrund. Im Jahr 2010 hatten knapp 27 % der 25- bis unter 35-jährigen Migranten keinen beruflichen Ausbildungsabschluss. Bei den gleichaltrigen Baden-Württembergern ohne Migrationshintergrund waren das lediglich gut 7 %. Knapp 24 % der jungen Menschen ohne Migrationshintergrund absolvierten erfolgreich eine Hochschulausbildung, dies traf aber nur auf 16 % der jungen Migranten zu.

Schaubild: Berufliche Qualifikation der Baden-Württemberger im Alter von 25 bis unter 35 Jahren mit und ohne Migrationshintergrund

Berufliche Qualifikation der Bevölkerung in Baden-Württemberg im Alter von 25 bis unter 35 Jahren*) mit und ohne Migrationshintergrund 2010 nach Geschlecht
Merkmalnoch in beruflicher Ausbildungohne beruflichen bzw. Hoch­schulabschlussLehrausbildung1)Meister-/
Techniker­ausbildung2)
Fachhoch-/
Hochschul­abschluss3)

*) Mit Angaben zum beruflichen Ausbildungs- bzw. Hochschulabschluss.

1) Einschließlich eines beruflichen Praktikums, eines Berufsvorbereitungsjahres und berufsqualifizierenden Abschlusses an Berufsfach-/Kollegschulen sowie einer 1-jährigen Schule des Gesundheitswesens.

2) Einschließlich eines Fachschulabschlusses, eines Abschlusses der Fachschule in der ehemaligen DDR, einer 2- oder 3-jährigen Schule des Gesundheitswesens, einer Fachakademie oder einer Berufsakademie .

3) Einschließlich eines Abschlusses an einer Verwaltungsfachhochschule, eines Ingenieurschulabschlusses und Promotion. -

Personen mit Anlernausbildung wurden im Gegensatz zu früheren Veröffentlichungen nicht berücksichtigt.

Quelle: Ergebnisse des Mikrozensus.

Personen ohne Migrationshintergrund5,57,553,010,423,6
Männer6,57,551,111,623,3
Frauen4,57,554,99,124,1
Personen mit Migrationshintergrund5,826,646,55,016,1
Männer6,424,847,96,114,8
Frauen5,328,245,3(3,9)17,2
Definition / Berechnung

Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund nach beruflichem Ausbildungs- bzw. Hochschulabschluss / Bevölkerung insgesamt × 100

Zu den Personen mit Migrationshintergrund zählen neben den zugewanderten und in Deutschland geborenen Ausländern auch Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit, wie Spätaussiedler, eingebürgerte Personen, die Kinder von Spätaussiedlern und von Eingebürgerten sowie die Kinder ausländischer Eltern, die bei der Geburt zusätzlich die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten haben (nach der sogenannten »Ius Soli«- Regelung) und Kinder mit einseitigem Migrationshintergrund, bei denen nur ein Elternteil Migrant ist.
Wichtig: Bei der Bestimmung des Migrationshintergrunds wird nur die Zuwanderung ab 1950 berücksichtigt.
Die Anteile nach beruflichen Ausbildungsabschlüssen beziehen sich auf den Personenkreis mit Angaben zum beruflichen Ausbildungs- bzw. Hochschulabschluss.
Datenquelle
Mikrozensus
Mögliche regionale Gliederung
Land
Periodizität
Jährlich
Nächste Aktualisierung
2013

26.02.2013


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