Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg führt die Absolventenbefragung im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst zusammen mit den staatlichen Fachhochschulen in Baden-Württemberg und einer Kunstakademie durch. Die erste Befragungsphase wurde im Jahr 2008 durchgeführt, nachdem im Vorfeld im Jahr 2006 eine Pilotstudie, eine sogenannte Machbarkeitsstudie, stattgefunden hatte. Befragt werden jeweils zwei Abschlussjahrgänge, die drei Jahre auseinander liegen.
Die Absolventenbefragung liefert den Hochschulen wichtige Informationen über ihre Stärken und Schwächen, die sie zur Identifikation von Innovationspotentialen oder zur Verbesserung von Forschung und Lehre nutzen können. Aber auch Personen mit Hochschulzugangsberechtigung, die einen Abschluss an einer Fachhochschule anstreben, können die Ergebnisse dieser Studie heranziehen, um sich über Studiumsbedingungen und ihre beruflichen Möglichkeiten zu informieren. Sie erhalten Entscheidungshilfe bei den Fragen, auf was sie bei der Wahl des Studienfachs und der Hochschule besonders achten müssen.
Die Erhebung erfolgt mittels Online-Fragebogen, der im Vorfeld der ersten Befragung gemeinsam mit den Hochschulen entwickelt wurde und aus verschiedenen thematischen Modulen besteht. Erfragt werden einerseits objektive Aspekte, die den Studiumsverlauf sowie den beruflichen Werdegang vor, während und nach dem Studium betreffen. Wie gut gelingt Absolventen unterschiedlicher Studienrichtungen der Berufseinstieg? Wie lange dauert die Bewerbungsphase und wie viele Bewerbungsversuche sind notwendig? Ein besonderes Augenmerk wird auch auf die subjektive Beurteilung der aktuellen beruflichen Situation gerichtet. Die Jobchancen nach erfolgreichem Studiumsabschluss und die Zufriedenheit mit dem ausgeübten Beruf beeinflusst nicht nur die allgemeine Lebenszufriedenheit. Sie setzt auch Maßstäbe für die retrospektive Bewertung des absolvierten Studiums. Wie zufrieden sind die Absolventen zurückblickend mit ihrem Studium insgesamt? Was sollte nach ihrer Meinung verbessert werden?
© Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 2011 | ^