Migration und Integration

Die Integration der im Land lebenden Migranten ist eine Aufgabe, der sich die Kommunen und Landkreise Baden-Württembergs schon seit langem widmen. Zum Beispiel vollzog sich die Integration der (Spät‑)Aussiedler überwiegend im ländlichen Raum. Der Integrationspolitik wird derzeit große öffentliche Aufmerksamkeit zuteil (vgl. Nationaler Integrationsplan der Bundesregierung 2007, Integrationsplan des Landes Baden-Württemberg 2008). Angesichts des hohen Migrantenanteils in Baden-Württemberg will eine wachsende Zahl von Kommunen die Lebensbedingungen und Lebenschancen der ortsansässigen Bevölkerung mit Migrationshintergrund weiter verbessern – für ein gutes und gleichberechtigtes Zusammenleben. Weil jede dritte Familie in Baden-Württemberg mittlerweile eine Migrantenfamilie ist, ist kommunale Familienpolitik heute immer auch kommunale Integrationspolitik.

Die Kommunen setzen das Thema auf die Tagesordnung, entwickeln integrationspolitische Zielsetzungen und setzen entsprechende Maßnahmen um – zum Teil mit finanzieller Unterstützung durch EU, Bund, Land oder Stiftungen. Dazu steht eine Reihe bewährter Strategien und Instrumente zur Verfügung: Je nach Ausgangslage vor Ort kann die kommunale Integrationspolitik durch Instrumente wie eine Bestandsaufnahme kommunaler Integrationsangebote, ein kommunales Integrationskonzept, die Gründung eines »Netzwerks Integration« oder die Durchführung von »Zukunftswerkstätten Familienfreundliche Kommune« mit Schwerpunkt Migration/Integration vorangebracht werden.

Wichtiger Erfolgsfaktor für kommunale Integrationspolitik ist: Das Thema sollte vor Ort Chefsache sein. Das gilt für beteiligte Entscheidungsträger aus der Verwaltung ebenso wie für Repräsentanten der Kommunalpolitik und für alle weiteren beteiligten Institutionen. Außerdem empfiehlt es sich, Integration als Querschnittsaufgabe zu verstehen und für eine konsequente Zusammenarbeit und Vernetzung aller relevanten Akteure zu sorgen. Entscheidend ist die niedrigschwellige Ansprache und aktive Beteiligung der Menschen mit Migrationshintergrund und ihrer Repräsentanten auf Augenhöhe. »Mit den Migranten und nicht für die Migranten handeln« sollte die Devise sein.

Fakten und Argumente

informieren über den Nutzen und mögliche Zielsetzungen von Unterstützungs- und Integrationsangeboten für Bürger/innen mit Migrationshintergrund

Praxisbeispiele

innovative Konzepte, erprobt in Baden-Württemberg

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