Aussage

Der Indikator »Straftatenhäufigkeit« gibt Hinweise auf die Kriminalitätsbelastung der Bevölkerung bzw. die innere Sicherheit sowie Entwicklungstendenzen der Kriminalität.

In der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) werden die von der Polizei bearbeiteten rechtswidrigen (Straf-) Taten einschließlich der mit Strafe bedrohten Versuche ausgewiesen. Nicht enthalten sind Ordnungswidrigkeiten, politisch motivierte Straftaten und Verkehrsdelikte. Die PKS kann kein exaktes Abbild der tatsächlichen Kriminalitätslage und -entwicklung liefern. Dies liegt u. a. an dem je nach Deliktart und -schwere unterschiedlich großen Dunkelfeld, jenen Straftaten also, die der Polizei nicht bekannt werden. Neben einer tatsächlichen Kriminalitätsänderung können auch Änderungen im Anzeigeverhalten, der polizeilichen Kontrolle, der statistischen Erfassung sowie des Strafrechts die Straftatenhäufigkeit beeinflussen.

Schaubild: Straftatenhäufigkeit in Baden-Württemberg seit 1985 – Polizeilich bekannt gewordene Straftaten je 100.000 Einwohner

Ergebnisse

Die Straftatenhäufigkeit in Baden-Württemberg bewegt sich in der langfristigen Betrachtung seit 1985 mit einer über die Jahre mittleren Straftatenhäufigkeit von 5 587 auf einem etwa gleichbleibenden Niveau. Im Berichtsjahr 2010 betrug die Straftatenhäufigkeit 5 324 bekannt gewordene Fälle bezogen auf 100 000 Einwohner. Unter den im Jahr 2010 rund 230.000 von der Polizei ermittelten Tatverdächtigen war mit 75 % der weit überwiegende Anteil männlich, 25 % der Tatverdächtigen waren weiblich. Unter den Tatverdächtigen waren 72 % und damit der weitaus größte Teil erwachsene Personen mit mindestens 21 Jahren, 10 % entfielen auf die Personengruppe der Heranwachsenden zwischen 18 und 21 Jahren, 13 % auf Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren und die restlichen 5 % auf Kinder unter 14 Jahren.

Definition / Berechnung
Anzahl polizeilich bekannte Fälle / (Einwohner / 100.000)
Die Straftatenhäufigkeit (in der Polizeilichen Kriminalstatistik »Häufigkeitszahl« genannt) ist die Zahl der bei der Polizei bekannt gewordenen Straftaten bezogen auf 100 000 Einwohner.
Datenquelle
Polizeiliche Kriminalstatistik, Landeskriminalamt Baden-Württemberg
Mögliche regionale Gliederung
Gemeinde, Kreis, Land
Periodizität
Jährlich
Nächste Aktualisierung
Juni 2012
Tatverdächtige und Straftatenhäufigkeit in Baden-Württemberg seit 1985
JahrTatverdächtigeStraftaten-
häufigkeit1)
insge-
samt
männlichweiblichdarunter
Erwachsene 21 Jahre und älterHeranwachsende 18 bis unter 21 JahreJugendliche 14 bis unter 18 Jahre
AnzahlStraftaten je 100.000 EW

1) In der Polizeilichen Kriminalstatistik Häufigkeitszahl genannt.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik, Landeskriminalamt Baden-Württemberg.

1985163.316123.92839.388120.31918.69418.3985.548
1986163.017123.20239.815120.15718.62617.6965.664
1987163.803124.39739.406122.96518.16516.2375.638
1988165.818125.96139.857126.56117.34715.6225.404
1989167.327127.55639.771128.12716.84615.4425.269
1990174.216133.46740.749133.30317.29716.1245.183
1991176.024135.60540.419134.69017.95416.1205.330
1992188.010145.62042.390143.01419.03717.9425.863
1993205.876160.23545.641159.19820.51218.4596.103
1994205.943158.43047.513156.01419.53520.7815.701
1995208.976159.95749.019154.15320.01623.3565.640
1996217.038165.52551.513157.40420.70926.1015.718
1997227.394174.11353.281164.11221.28227.4565.770
1998229.213174.63454.579162.31122.20828.8495.553
1999227.753173.05854.695158.88323.00029.0955.445
2000228.445173.43855.007159.53923.47829.5045.389
2001233.286177.63555.651161.57124.37330.6995.473
2002244.106185.34558.761172.88024.99930.8625.643
2003229.002173.96455.038163.31523.90028.2915.456
2004267.576203.31364.263191.60928.11133.3556.111
2005252.028192.39059.638180.52826.94431.8575.773
2006248.316187.67660.640178.15225.78831.8895.680
2007250.371188.62961.742178.46325.71933.5035.694
2008238.684179.82658.858170.88424.52431.7305.505
2009232.349174.28258.067166.47324.33530.3735.387
2010230.283171.94958.334166.33123.77528.8045.324

infopunkt

Weiterführende Informationen

08.09.2011 11:50:44


© Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 2011 | ^