Lassen sich Entwicklungs- oder Beziehungsprobleme nicht durch ambulante oder teilstationäre Hilfeformen wie Erziehungsberatungen, sozialpädagogische Familienhilfen oder Tagesgruppenbetreuungen bewältigen, bietet die Kinder- und Jugendhilfe stationäre Hilfeformen an. Unterbringungsformen außerhalb des Elternhauses werden in Anspruch genommen, wenn die räumliche Trennung von überlasteten Eltern und Kindern in schwierigen Entwicklungsphasen nicht verhindert werden konnte. 7 746 Kinder und Jugendliche befanden sich im Jahr 2010 in einer Vollzeitpflegestelle. 78 Prozent lebten bei einer fremden Familie, 22 Prozent bei Verwandten. 9 von 10 waren unter 18 Jahre alt. In Heimerziehung oder in einer anderen betreuten Wohnform lebten 7 845 junge Menschen. 57 Prozent waren Jungen und junge Männer. 60 Prozent waren 12 bis 18 Jahre alt, 24 Prozent waren 18 Jahre und älter, unter 12 Jahre waren 16 Prozent der jungen Menschen. 69 Prozent lebten in einer Mehrgruppen-, 26 Prozent in einer Eingruppeneinrichtung, nur 5 Prozent in einer eigenen Wohnung. 766 jungen Menschen ab 10 Jahren wurde durch eine intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung geholfen. In vorrangig stationärer Form wurden 601 flexible Hilfen nach § 27 SGB VIII durchgeführt.
| Wie werden Jungen und Mädchen außerhalb des Elternhauses betreut? Beendete und am Jahresende andauernde Hilfen in Baden-Württemberg 2010*) | ||||
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| Vollzeitpflege | Heimerziehung, sonstige betreute Wohnform | Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung | Flexible Hilfen § 27 SGB VIII 1) | |
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*) Zahl der jungen Menschen in den entsprechenden Hilfearten 1) vorrangig stationär | ||||
| männlich | 3.988 | 4.506 | 466 | 411 |
| weiblich | 3.758 | 3.339 | 300 | 190 |
| zusammen | 7.746 | 7.845 | 766 | 601 |
Ausgewählte Ergebnisse der Kinder- und Jugendhilfe in Baden-Württemberg seit 1991
02.12.2011
© Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 2011 | ^