Abendgymnasium
Das Abendgymnasium führt nach einem einjährigen Vorkurs, einer einjährigen Einführungsphase und dem zweijährigen Kurssystem zur Hochschulreife. Der Unterricht findet mit Ausnahme des letzten Jahres abends statt. Schüler mit Realschulabschluss können in die Einführungsphase eintreten (vgl. auch Schulen des zweiten Bildungsweges).
Abendrealschule
Die Abendrealschule baut auf dem Hauptschulabschluss auf und bietet die Möglichkeit, neben dem Beruf in drei Jahren den Realschulabschluss zu erlangen.
Abfall
Abfälle sind bewegliche Sachen, deren sich der Besitzer entledigen will, oder deren geordnete Beseitigung zur Wahrung des Wohls der Allgemeinheit geboten ist.
Abfallbehandlung
Abfallbehandlung bzw. Abfallverwertung bezeichnen Verfahren der Abfallwirtschaft, die einer umweltschonenden Abfallverwertung oder -beseitigung dienen. Man unterscheidet: biologische Behandlung in Biomüll-, Grünabfall- oder Klärschlammkompostierungsanlagen einschließlich Häckselanlagen; mechanische Behandlung kombiniert mit biologischer in mechanisch-biologischen Anlagen, thermische Behandlung in Hausmüll- und Klärschlammverbrennungsanlagen sowie stoffliche Verwertung als Behandlung in Sortieranlagen, Verwendung zur Rekultivierung oder als Randdämme von Deponien sowie Verwertung im Rahmen der Rekultivierung von übertägigen Abbaustätten.
Abfallentsorgung
Die Abfallentsorgung umfasst die Einsammlung sowie die Verwertung und Beseitigung von Abfällen.
Abfallverwertung
Siehe Abfallbehandlung
Abgeurteilte
Abgeurteilte sind Angeklagte, gegen die Strafbefehle erlassen wurden bzw. Strafverfahren nach Eröffnung der Hauptverhandlung durch Urteil oder Einstellungsbeschluss rechtskräftig abgeschlossen worden sind. Ihre Zahl setzt sich zusammen aus den Verurteilten und aus Personen, gegen die andere Entscheidungen getroffen wurden. Bei der Aburteilung von Straftaten, die in Tateinheit (§ 52 StGB) oder Tatmehrheit (§ 53 StGB) begangen wurden, ist nur die Straftat statistisch erfasst, die nach dem Gesetz mit der schwersten Strafe bedroht ist. Werden mehrere Straftaten der gleichen Person in mehreren Verfahren abgeurteilt, so wird der Angeklagte für jedes Strafverfahren gesondert gezählt.
Abwasser
Abwasser setzt sich aus Schmutzwasser und aus Regen- und Fremdwasser zusammen und wird meist als Mischwasser über die öffentliche Kanalisation zur Abwasser- und Schlammbehandlung in kommunale Abwasserbehandlungsanlagen geleitet (Jahresabwassermenge). Schmutzwasser ist durch Gebrauch verändertes Wasser und kann aus häuslichen, (klein-) gewerblichen und industriellen Bereichen anfallen. Industrielles Schmutzwasser wird häufig direkt oder nach Vorbehandlung in betriebseigenen Behandlungsanlagen in die Kanalisation eingeleitet. Im Sinne der Erhebung gilt auch Kühlwasser als Abwasser, wird aber in jedem Fall getrennt ausgewiesen.
Abwasseraufkommen, kommunales
Das kommunale Abwasseraufkommen umfasst das in Trockenzeiten – also ohne Niederschlagsanteil – in die Sammelkanalisation eingeleitete häusliche, kleingewerbliche und industriell-gewerbliche Abwasser.
Abwasserbehandlung
Siehe biologische Abwasserbehandlung
Siehe chemische Abwasserbehandlung
Siehe mechanische Abwasserbehandlung
Siehe weitergehende Abwasserbehandlung in Behandlungsanlagen
Abwasserbeseitigung, Emittentengruppe
Umfasst Sickergruben und häusliche Abwässer. Diese verursachen u. a. Emissionen an Methan und Distickstoffoxid. Die Berechnung der Emissionen erfolgt an Hand ausgewählter Aktivitätsgrößen und spezifischen Emissionsfaktoren.
Abwassergebühr
Es werden die Kosten, die dem Abwasserentsorgungsunternehmen für den Abwassertransport und die Abwasserreinigung entstehen, je m3 Frischwasser in Euro erhoben. Der Preis setzt sich kalkulatorisch aus einer Schmutzwassergebühr (Kanalgebühr und Klärgebühr) sowie einer eventuell auf den m3 Frischwasser umgelegten Niederschlagswassergebühr zusammen. Er enthält normalerweise keine Mehrwertsteuer. Starkverschmutzerzuschläge der Industrie sowie eventuelle Abschläge oder Mengenrabatte sind nicht enthalten.
  • Einheitsgebühr, wird nach dem Frischwasserverbrauch (m3) berechnet und enthält sowohl die Kosten der Schmutzwasser- als auch der Niederschlagswasserentsorgung.
  • Gesplittete Abwassergebühr, differenziert nach den zwei Kostenträgern Schmutzwasser und Niederschlagswasser. Bei diesem Verfahren berechnet sich die Schmutzwassergebühr nach dem entsprechenden Frischwasserverbrauch (m3) und die Niederschlagswassergebühr je Quadratmeter versiegelter oder sonstiger Grundstücksfläche. Grundstücke mit stark versiegelten Flächen, die viel Regenwasser in die öffentliche Abwasserkanalisation einleiten werden dadurch stärker an den dafür anfallenden Kosten der Abwasserentsorgung beteiligt.
Abwasserpreis
Siehe Abwassergebühr
Ackerland
Dazu zählen die Flächen der als Hauptfrucht angebauten landwirtschaftlichen Feldfrüchte, des Gemüses, der Erdbeeren und sonstiger Gartengewächse, auch unter Glas, sowie die Flächen der Sonderkulturen. Des Weiteren zählen zum Ackerland alle zur Aktivierung von Zahlungsansprüchen (Betriebsprämien) stillgelegten bzw. freiwillig aus der landwirtschaftlichen Erzeugung genommenen Flächen sowie Wildäcker und Brache.
Additive Umweltschutzinvestitionen
Sind in der Regel separate, vom übrigen Produktionsprozess getrennte Maßnahmen, welche der Entsorgung von Abfällen (z. B. Verbrennungsanlage), dem Schutz von Gewässern (z. B. Kläranlage), der Lärmbekämpfung (z. B. Lärmschutzwand) oder der Luftreinhaltung (z. B. Abgasreinigungsanlage) dienen. Sie sind der Produktion vor- oder nachgeschaltet (End-of-Pipe), damit die durch den Produktionsprozess entstandenen Emissionen verringert und Umwelt-Standards eingehalten werden.
Siehe Umweltschutzinvestitionen
Adoptionen
Bei einer Annahme als Kind (Adoption) durch ein Ehepaar oder eine Einzelperson erhält das Kind den rechtlichen Status eines ehelichen Kindes des annehmenden Ehepaares bzw. der annehmenden Person. Diese Maßnahme ist häufig mit einschneidenden Veränderungen in der Lebenssituation des Kindes oder Jugendlichen verbunden. Damit die Entscheidung für eine Adoption die beste Wahl für das Wohl eines Kindes ist, müssen die biografischen und familialen Hintergründe der Kinder differenzierter betrachtet werden. Insgesamt werden drei Adoptionsformen abgegrenzt, die für die betroffenen Familien von unterschiedlicher Bedeutung sind:
Fremdadoptionen
Siehe Adoption durch Verwandte und Stiefeltern
Siehe Auslandsadoptionen
Adoption durch Verwandte und Stiefeltern
Bei einer Adoption durch Verwandte oder Stiefeltern lebt das Kind bereits häufig in der Familie, die Adoption soll der Legitimierung dieser Situation dienen. In diesen Fällen ist keine Adoptionsvermittlung nötig, eine Adoptionspflege kann meist entfallen.
Adsorbierbare organische Halogenverbindungen
Organische Halogene, meist Chlorverbindungen, die überwiegend gewerblichen Ursprungs sind. Die summarische Kenngröße AOX dient der Charakterisierung der (an Aktivkohle) adsorbierbaren, organisch gebundenen Halogenverbindungen, bezogen auf das bei der Analyse gebildete Chlorid.
Äquivalenzeinkommen
Das Äquivalenzeinkommen ist ein bedarfsgewichtetes Pro-Kopf-Einkommen je Haushaltsmitglied. Es wird ermittelt, indem das Haushaltsnettoeinkommen durch die Summe der Bedarfsgewichte der im Haushalt lebenden Personen geteilt wird. Jeder Person im Haushalt wird ein Gewicht zugewiesen: Die erste erwachsene Person bekommt stets das Gewicht 1. Jede weitere Person erhält ein Gewicht, das die Größenordnung des Mehrbedarfs berücksichtigen soll, der durch diese Person entsteht: Weitere Erwachsene und Kinder ab 14 Jahren erhalten das Gewicht 0,5, Kinder unter 14 Jahren das Gewicht 0,3. Das Haushaltsnettoeinkommen wird durch die Summe der Gewichte dividiert. Das so ermittelte Einkommen wird jeder Person im Haushalt als persönliches Äquivalenzeinkommen zugeschrieben.
AK-E
Siehe Arbeitskraft-Einheit
Allgemeinbildendes Gymnasium
Gliedert sich in das Gymnasium in Normalform (8 oder 9-jährig), das Pro-Gymnasium (nicht voll ausgebaut) und das Gymnasium in der Aufbauform (baut in der Regel auf der 7. Klassenstufe auf).
Allgemeinbildende Schulen
Die wichtigsten Schularten sind hier die Grundschulen, Werkreal-/Hauptschulen, Sonderschulen, Realschulen, Gymnasien und Gemeinschaftsschulen.
Allgemeine (Elektrizitäts-)Versorgung
Allgemeine (Elektrizitäts-)Versorgung im Sinne der Energiestatistik umfasst alle Unternehmen, unabhängig von Rechtsform und Eigentumsverhältnissen, die Strom zur Versorgung Dritter erzeugen oder beschaffen. Darunter fallen nicht die Stromerzeugung der Industrie und der Deutschen Bundesbahn.
Allgemeine Geburtenrate
Die allgemeine Geburtenrate (auch allgemeine Fruchtbarkeitsziffer, Fruchtbarkeitsrate) bezieht die Zahl der Lebendgeborenen auf 1 000 Frauen im Alter von 15 bis 44 Jahren.
Altautoverordnung
Die Altautoverordnung regelt, dass bestimmte Kraftfahrzeuge als Abfall entweder einer anerkannten Annahmestelle oder einem anerkannten Verwerterbetrieb zu überlassen sind. Betreiber von Annahmestellen, Verwertungsbetrieben und Schredderanlagen müssen Altautos und Restkarossen nach Maßgabe der für sie jeweils geltenden Anforderungen umweltverträglich behandeln, ordnungsgemäß und schadlos verwerten und gemeinwohlverträglich beseitigen.
Bei der endgültigen Abmeldung eines Pkw ist ein Verwertungsnachweis bei Verschrottung abzugeben, der vom dem Verwertungsbetrieb, bei dem das Fahrzeug entsorgt wird, ausgestellt wird. Wird das Fahrzeug nicht entsorgt (bzw. verschrottet) ist dies der zuständigen Kfz-Zulassungsbehörde schriftlich zu erklären.
Altenquotient
Der Altenquotient ist ein demographischer Indikator für die Unterhaltsleistungen, die die Erwerbsbevölkerung im Rahmen des Drei-Generationen-Verbundes für die ältere, nicht mehr im erwerbsfähigen Alter befindliche Bevölkerung erbringt (Bevölkerung im Alter von 65 und älter / Bevölkerung im Alter von 20 bis unter 65 x 100).
Siehe Jugendquotient
Altersspezifische Fruchtbarkeitsziffer
Lebendgeborene von Müttern eines Geburtsjahres auf 1 000 Frauen des gleichen Geburtsjahres.
Siehe Zusammengefasste Fruchtbarkeitsziffer
Altersspezifische Geburtenhäufigkeiten
Die Verteilung der Geburten über die Altersphasen der Frauen von 15 bis 44 Jahren (Anzahl der in den einzelnen Altersjahren von 15 bis 44 bzw. 49 Jahren geborenen Kinder / (Anzahl Frauen der gleichen Altersjahre / 1.000)) spiegelt im Zeitvergleich Veränderungen im generativen Verhalten mit Blick darauf wider, in welcher Altersphase die Entscheidung zu einem Kind realisiert wird.
Alter (Beschäftigung)
Das genaue Alter der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wird als Differenz zwischen dem jeweiligen Stichtag und dem Geburtsdatum ermittelt.
Ammen- und Mutterkühe
Kühe, die nicht gemolken werden und deren Milch nur von Kälbern verbraucht wird.
Ammoniak
Ammoniak (NH3) ist ein farbloses Gas mit beißendem Geruch. Es ist ein wichtiger Grundstoff der organischen Chemie und wird in der Industrie auch als Löse- und Kältemittel verwendet. Ammoniak wirkt in höheren Konzentrationen ätzend auf Haut und Schleimhäute und führt beim Einatmen zu Reizhusten und Brechreiz. In der Luft wird es rasch zu Ammonium-Verbindungen, die zu einer Eutrophierung (Überdüngung) von Vegetation und Gewässern führen und indirekt als Säurebildner die Versauerung der Böden verstärken (Waldschäden).
Amtspflegschaft
Die Amtspflegschaft ist eine vom Jugendamt ausgeübte Pflegschaft und erstreckt sich auf bestimmte Angelegenheiten der elterlichen Sorge. Sie dient der Fürsorge in persönlichen und wirtschaftlichen Belangen einer Person. Bestellte Amtspflegschaften bedürfen der ausdrücklichen Anordnung durch das Vormundschaftsgericht.
Unter bestimmten Umständen können Amtspflegschaft und Amtsvormundschaft nebeneinander bestehen.
Amtsvormundschaft
Die Amtsvormundschaft erstreckt sich grundsätzlich auf die gesamte elterliche Sorge (Personen- und Vermögenssorge). Die Amtsvormundschaft schließt also die Aufgaben der Amtspflegschaft mit ein.
Unter bestimmten Umständen können Amtspflegschaft und Amtsvormundschaft nebeneinander bestehen.
Andere Ausgaben
Dazu zählen freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Renten und Krankenversicherung, Versicherungsprämien/-beiträge (z. B. Private Krankenversicherungsbeiträge, Kfz-Versicherung), sonstige geleistete Übertragungen, Ausgaben für die Tilgung und Verzinsung von Krediten, Ausgaben für die Bildung von Sach- und Geldvermögen sowie sonstige nicht genannte Steuern.
Ankünfte
Zahl der Meldungen von Gästen in einer Beherbergungsstätte innerhalb des Berichtszeitraums, die zum vorübergehenden Aufenthalt eine Schlafgelegenheit belegten.
Anlage, genehmigungspflichtig
Anlagen (Prozessfeuerungsanlagen, Feuerungsanlagen), die lt. 4. BImSchV genehmigungspflichtig sind und für die Emissionserklärungen abgegeben werden müssen. Diese Anlagen umfassen verschiedene Herstellungsprozesse mit einer Vielzahl von emittierten Gasen und Stoffen (u.a. Stäube, organische und anorganische Gase).
Anlagevermögen
Das Anlagevermögen umfasst alle produzierten Vermögensgüter, die länger als ein Jahr wiederholt oder dauerhaft in der Produktion eingesetzt werden. Es gliedert sich in Ausrüstungen (Maschinen und Geräte (einschließlich militärischer Waffensysteme), Fahrzeuge), sonstige Anlagen (geistiges Eigentum (z. B. Forschung und Entwicklung, Software, Urheberrechte), Nutztiere und Nutzpflanzungen) und Bauten (Wohnbauten und Nichtwohngebäude, sonstige Bauten wie Straßen, Brücken, Tunnels, Flugplätze, Kanäle und ähnliches; einbezogen sind auch mit Bauten fest verbundene Einrichtungen wie Aufzüge, Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen). Die Berechnung des Anlagevermögens erfolgt nach der international gebräuchlichen Perpetual-Inventory-Methode, bei der davon ausgegangen wird, dass sich der heute vorhandene Kapitalbestand aus den Anlageinvestitionen der Vergangenheit zusammensetzt.
Siehe Kapitalstock
Siehe Kapitalintensität
Siehe Kapitalproduktivität
Siehe Brutto- und Nettoanlagevermögen
Siehe Wiederbeschaffungspreise
Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche an der Bodenfläche
Der Indikator (Siedlungs- und Verkehrsfläche (SuV) in Hektar (ha) / Bodenfläche in Hektar × 100) verdeutlicht bei hoher räumlicher Auflösung die regionalen Schwerpunkte des Siedlungsgeschehens und zeigt damit die Problemzonen der Flächeninanspruchnahme auf.
Die Siedlungs- und Verkehrsfläche setzt sich aus folgenden Flächenkategorien des Liegenschaftskatasters zusammen:
  • Gebäude- und Freifläche
  • Betriebsfläche ohne Abbauland
  • Erholungsfläche
  • Verkehrsfläche
  • Friedhofsfläche
AOX
Siehe adsorbierbare organische Halogenverbindungen
Aquakultur
Unter Aquakultur wird die Aufzucht oder Haltung von Wasserorganismen (insbesondere Fische, Krebs- und Weichtiere, Algen) unter kontrollierten Bedingungen mit dem Ziel der Produktionssteigerung (z. B. durch Zufütterung, Teichdüngung, Schutz vor natürlichen Feinden) verstanden. Im Gegensatz zur Fischerei sind die Wasserorganismen während der gesamten Aufzucht bis zum Verkauf im Besitz der Betreiber der Aquakulturanlagen.
Arbeiten im landwirtschaftlichen Betrieb
Hierzu zählen alle Feld-, Stall-, Wald- und Transportarbeiten, Buchführung, Organisation, Nachbarschaftshilfe in anderen landwirtschaftlichen Betrieben, Tätigkeiten in einem zum landwirtschaftlichen Betrieb gehörenden Nebenbetrieb (z. B. Brennerei), Vermarktung und Verkauf von selbsterzeugten landwirtschaftlichen Produkten, Arbeiten für die Unterhaltung der Betriebsgebäude und des Inventars, Tätigkeiten im Rahmen von »Ferien auf dem Bauernhof«.
Nicht dazu zählen Tätigkeiten in einem dem landwirtschaftlichen Betrieb angegliederten, jedoch rechtlich selbständigen Betrieb (z. B. Gasthof, Metzgerei).
Arbeitnehmer
Als beschäftigter Arbeitnehmer (Inland) zählt, wer als Arbeiter, Angestellter, Beamter, Richter, Berufssoldat, Soldat auf Zeit, Wehr- oder Zivildienstleistender, Auszubildender, Praktikant oder Volontär in einem Arbeits- oder Dienstverhältnis steht und hauptsächlich diese Tätigkeit ausübt. Dabei ist die Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden wöchentlichen Arbeitszeit unerheblich, d. h. dass u. a. auch geringfügig Beschäftigte und Heimarbeiter zu den Arbeitnehmern gehören.
Arbeitnehmerentgelt
Das Arbeitnehmerentgelt (Inland) umfasst sämtliche Geld- und Sachleistungen, die den innerhalb eines Wirtschaftsgebietes beschäftigten Arbeitnehmern aus den Arbeits- oder Dienstverhältnissen zugeflossen sind. Das Arbeitnehmerentgelt setzt sich zusammen aus den Bruttolöhnen und -gehältern sowie den tatsächlichen und unterstellten Sozialbeiträgen der Arbeitgeber.
Arbeitnehmer (Inländer)
Erwerbstätige
Arbeitskräfte
Personen im Alter von 15 Jahren und älter, die mit betrieblichen Arbeiten beschäftigt sind (Arbeiten im landwirtschaftlichen Betrieb).
Die Arbeitskräfte werden aufgrund der Dauer ihres Arbeitseinsatzes bzw. ihres Verwandtschaftsverhältnisses zum Betriebsinhaber unterteilt in:
Arbeitskräftebesatz in der Landwirtschaft
Der Arbeitskräftebesatz (Arbeitskraft-Einheit / (Landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) in Hektar (ha) / 100)) ist ein Maß für Produktivitätsfortschritte in der Landwirtschaft.
Arbeitskraft-Einheit
Die Arbeitskraft-Einheit (AK-E) ist die Maßeinheit der Arbeitsleistung einer im Berichtszeitraum mit betrieblichen Arbeiten vollbeschäftigten und nach ihrem Alter voll leistungsfähigen Person. Die Arbeitsleistung wird aus der je Arbeitskraft für den Arbeitsbereich Betrieb angegebenen Arbeitszeit ermittelt. Bei teilbeschäftigten Arbeitskräften wird ihre Arbeitsleistung an der Arbeitsleistung einer vollbeschäftigten Arbeitskraft gemessen und in Bruchteilen einer AK-E errechnet.
Bei den nichtständigen Arbeitskräften, wird die Arbeitsleistung in Arbeitstagen (1 Arbeitstag = 8 Stunden) erfasst. Die AK-E wird durch Bezug der geleisteten Arbeitstage auf die Arbeitstage insgesamt im Berichtszeitraum (ab 2010: 225) ermittelt.
Arbeitslosenquote
  1. Arbeitslose in Prozent aller zivilen Erwerbspersonen (abhängige zivile Erwerbstätige, Selbständige, mithelfende Familienangehörige, Arbeitslose)
  2. Arbeitslose in Prozent der abhängigen zivilen Erwerbspersonen (sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigte, Beamte, Arbeitslose).
Arbeitsmarkt
Die Ergebnisse der Arbeitsmarktstatistik beschränken sich auf den Nachweis der Arbeitslosen, der Arbeitslosenquote, der gemeldeten Arbeitsstellen und der Kurzarbeiter.
Arbeitsort
Die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten werden sowohl am inländischen Arbeitsort als auch am Wohnort im In- oder Ausland nachgewiesen.
Der inländische Arbeitsort ist die Gemeinde, in der der Betrieb liegt. Für die örtliche Abgrenzung betrieblicher Einheiten gilt der Gemeindebereich. Alle in einer Gemeinde liegenden Niederlassungen desselben Unternehmens können als eine örtliche Betriebseinheit angesehen werden.
Arbeitsplatzdichte
Die Arbeitsplatzdichte (Anzahl Erwerbstätige (am Arbeitsort) ∕ Bevölkerung im Alter von 15 bis unter 65 Jahren × 1000) gibt Auskunft über den Versorgungsgrad der Bevölkerung mit Arbeitsplätzen.
Arbeitsproduktivität
Die Arbeitsproduktivität bezeichnet das Verhältnis der preisbereinigten wirtschaftlichen Leistung (Bruttoinlandsprodukt, Bruttowertschöpfung) zum Arbeitseinsatz. Dabei wird der Arbeitseinsatz in Erwerbstätigenstunden (Arbeitsvolumen) oder nach der Anzahl der Erwerbstätigen gemessen. Infolge moderner Beschäftigungsverhältnisse (z. B. Teilzeit) ist die auf die Erwerbstätigenstunden bezogene Wirtschaftsleistung das zutreffendere Produktivitätsmaß.
Arbeitsproduktivität im Verarbeitenden Gewerbe (Index)
In Übereinstimmung mit den zentralen monatlichen Konjunkturindizes zum Auftragseingangs-, Produktions- und Umsatzindex wird der jährliche Index der Arbeitsproduktivität aktuell mit dem Basisjahr 2010 berechnet. Der Index zeigt die Entwicklung der Arbeitsproduktivität für den Berichtskreis der Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes (einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) mit 50 und mehr Beschäftigten (Berichtskreis 50+). Als Arbeitsproduktivität wird hierbei das Verhältnis des Produktionsindexes (Output) zum eingesetzten Arbeitsvolumen (Input) bezeichnet. Der Index der Arbeitsproduktivität wird als »Produktionsergebnis je Input-Komponente des Arbeitsvolumens« definiert. Berechnet werden die Beschäftigtenproduktivität und die Stundenproduktivität. Inputgröße für die Beschäftigtenproduktivität stellen die Beschäftigten (nach fachlichen Teilen) und für die Stundenproduktivität die geleisteten Arbeitsstunden (nach fachlichen Teilen) dar. Die Datengrundlage für die beiden Inputgrößen bildet der »Monatsbericht für Betriebe«. Die Arbeitsstunden für fachliche Teile stellen Schätzwerte dar. Die Schätzung erfolgt auf der Grundlage der aus den erhobenen Betriebsangaben vorliegenden durchschnittlichen Arbeitsstunden je Beschäftigten durch Multiplikation mit der Zahl der Beschäftigten in den fachlichen Betriebsteilen. Berechnet und dargestellt wird die Entwicklung der Produktivität für ausgewählte 2‑Steller der »Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008)«.
Arbeitsstunden
Als Arbeitsstunden gelten nur die tatsächlich geleisteten (nicht die bezahlten) Stunden aller tätigen Personen. Einbezogen werden auch geleistete Über-, Nacht-, Sonntags- und Feiertagsstunden. Unberücksichtigt bleiben ausgefallene oder versäumte Stunden, auch wenn sie bezahlt wurden.
Arbeitsvolumen
Das Arbeitsvolumen umfasst die tatsächlich geleistete Arbeitszeit aller Erwerbstätigen, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte, Richter, geringfügig Beschäftigte, Soldaten) oder als Selbstständige bzw. als mithelfende Familienangehörige eine auf wirtschaftlichen Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben. Hierzu zählen auch die geleisteten Arbeitsstunden von Personen mit mehreren gleichzeitigen Beschäftigungsverhältnissen. Hingegen gehören die bezahlten, aber nicht geleisteten Arbeitsstunden, beispielsweise Jahresurlaub, Elternzeit, Feiertage, Kurzarbeit oder krankheitsbedingte Abwesenheit nicht zum Arbeitsvolumen. Ebenfalls nicht erfasst werden die nicht bezahlten Pausen für das Einnehmen von Mahlzeiten sowie die Zeit für die Fahrten von der Wohnung zum Arbeitsplatz und zurück. Das Arbeitsvolumen umfasst somit die Gesamtzahl der während des Berichtszeitraums am jeweiligen Arbeitsort von Arbeitnehmern und Selbstständigen innerhalb einer Region tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden. Es berücksichtigt weder Intensität noch Qualität der geleisteten Arbeit. Das Arbeitsvolumen ergibt sich als Produkt aus Erwerbstätigenzahl und Arbeitszeit je Erwerbstätigen.
Siehe Standard-Arbeitsvolumen
Arbeitszeit
Als bezahlte Arbeitszeit gelten die geleisteten Stunden zuzüglich der bezahlten Ausfallstunden, zum Beispiel für gesetzliche Feiertage, bezahlten Urlaub, bezahlte Arbeitspausen sowie bezahlte Freizeit aus betrieblichen und persönlichen Gründen.
Mehrarbeitsstunden sind Arbeitsstunden, die über die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit der Arbeiter hinaus geleistet und nicht durch Gewährung von Freizeit an anderen Tagen ausgeglichen werden.
Armutsgefährdungsquote
Nach EU-Definition der Anteil der Personen in Privathaushalten, der mit weniger als 60% des mittleren Einkommens (Median des Äquivalenzeinkommens) der gesamten Bevölkerung auskommen muss. Sie bildet einen Indikator zur Messung relativer Einkommensarmut.
Asphaltmischanlagen
Mobile, Semimobile und stationäre Anlagen, in denen Ausbauasphalt dem Stoffkreislauf wieder zugeführt wird.
Aufgeklärter Fall
Ein aufgeklärter Fall ist die Straftat, die nach dem polizeilichen Ermittlungsergebnis ein mindestens namentlich bekannter oder auf frischer Tat ergriffener Tatverdächtiger begangen hat.
Aufgestellte Betten
Siehe Bettenausstattung
Aufkommen an Haus- und Sperrmüll je Einwohner
Der Indikator gibt die Menge der häuslichen Abfälle an, die ein Einwohner im Durchschnitt pro Jahr an die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (örE) in bereitgestellten Restmüllbehältern als Hausmüll oder zur gesonderten Sperrmüllentsorgung abgibt. Er bezeichnet die nach getrennter Erfassung von Wertstoffen sowie organischen und anderen Stoffen zur Entsorgung verbleibende Restabfallmenge aus privaten Haushalten. In Abhängigkeit vom jeweiligen Sammelsystem umfasst die Menge in regional unterschiedlichem Umfang auch zusammen mit Hausmüll eingesammelte hausmüllähnliche Gewerbeabfälle.
Ausbauasphalt
Ausbauasphalt ist durch Fräsen oder durch Aufbrechen eines Schichtenpaketes in Schollen gewonnener Asphalt, der anschließend z. B. als Heißmischgut oder Granulat dem Stoffkreislauf wieder zugeführt wird.
Ausbaugewerbe
  • 41.1 Erschließung von Grundstücken; Bauträger
  • 43.2 Bauinstallation
  • 43.3 sonstiger Ausbau.
  • Baugewerbe
Ausbaugröße der Kläranlagen
ist das Maß für die Klärkapazität, welche die maximalen Zuflüsse und Frachten festlegt, für die eine Kläranlage bemessen ist, um die geforderten Einleitungsbedingungen einzuhalten (Bemessungskapazität) Die Ausbaugröße wird in Einwohnerwerten (EW) ausgedrückt.
Ausbildung
Nachgewiesen werden sowohl der erreichte allgemeine Schulabschluss als auch die abgeschlossene Berufsausbildung der Beschäftigten. Die Angaben beziehen sich auf den höchsten Abschluss, auch wenn diese Ausbildung für die derzeit ausgeübte Tätigkeit nicht vorgeschrieben oder verlangt ist.
Als abgeschlossene Berufsausbildung wird die Ausbildung in einem anerkannten Lehr- oder Anlernberuf (Ausbildung im Sinne des Berufsbildungsgesetzes), Abschluss einer Berufsfach- oder Fachschule, Abschluss einer Fachhochschule, an einer wissenschaftlichen Hochschule bzw. Universität angesehen.
Ausbildungsbereich
Die Berufsbildungsstatistik unterscheidet folgende Ausbildungsbereiche:
  • Industrie und Handel
  • Handwerk
  • Landwirtschaft
  • Öffentlicher Dienst
  • Freie Berufe
  • Hauswirtschaft (städtischer Bereich)
Die Zuordnung der einzelnen Ausbildungsberufe zu den Ausbildungsbereichen richtet sich nach der allgemeinen Zuständigkeit für die jeweilige Berufsausbildung aufgrund des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO).
Ausfuhr
Bei der Ausfuhrstatistik wird als Bestimmungsland das Land nachgewiesen, in dem die Waren gebraucht oder verbraucht, bearbeitet oder verarbeitet werden sollen.
Die Ausfuhr wird als Spezialhandel nachgewiesen und enthält nur die unmittelbare Ausfuhr aus dem freien Verkehr.
Ausgaben/Einnahmen der laufenden Rechnung
Summe aller Ausgaben und Einnahmen, die im Rahmen des Verwaltungsvollzuges sowie des Betriebs von Einrichtungen meistens regelmäßig anfallen und nicht vermögenswirksam sind (z. B. Personalausgaben, laufender Sachaufwand, Zinsausgaben und –einnahmen, Zuweisungen und Zuschüsse für laufende Zwecke, Gebühreneinnahmen, Steuern), bereinigt um Zahlungen von gleicher Ebene. Sie enthält nicht die haushaltstechnischen Verrechnungen und die besonderen Finanzierungsvorgänge.
Ausgaben/Einnahmen der Kapitalrechnung
Summe aller Ausgaben und Einnahmen, die eine Vermögensveränderung herbeiführen oder der Finanzierung von Investitionen anderer Träger dienen und keine besonderen Finanzierungsvorgänge darstellen (z. B. Baumaßnahmen, Erwerb und Veräußerung von Sachvermögen, Zuweisungen und Zuschüsse für Investitionen, sonstige Vermögensübertragungen, Darlehensgewährungen und –rückflüsse), bereinigt um Zahlungen von gleicher Ebene. Sie enthält nicht die haushaltstechnischen Verrechnungen.
Ausgaben und Einnahmen der Kinder- und Jugendhilfestatistik
Erfasst werden nur unmittelbare Ausgaben - ohne kalkulatorische Kosten, interne Verrechnungen und durchlaufende Gelder - der einzelnen Gebietskörperschaften. Maßgebend ist der Aufwand der jeweiligen Gebietskörperschaft, der direkt für Leistungen an den Letztempfänger erbracht wird, nicht dagegen der Nachweis der haushaltsmäßigen Belastung auf jeder Ebene der Gebietskörperschaften. Dies bedeutet, dass Zuweisungen, Umlagen, Erstattungen und Darlehen der öffentlichen Haushalte untereinander ebenso wie durchlaufende Gelder nicht in der Statistik auftauchen.
Anteil der Ausgaben für den Umweltschutz am Bruttoinlandsprodukt
Die jährlichen Ausgaben für den Umweltschutz sind ein wichtiger Maßstab für die Umweltschutzanstrengungen der produzierenden Betriebe sowie der öffentlichen Hand. Der Indikator (Ausgaben für den Umweltschutz in jeweiligen Preisen in EUR / Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen in EUR) zeigt die Entwicklung der relativen Belastung der Volkswirtschaft durch Umweltschutzausgaben auf.
Die Ausgaben für den Umweltschutz in jeweiligen Preisen umfassen Investitionen für Anlagen des Umweltschutzes sowie laufende Ausgaben für deren Betrieb. Enthalten sind die Ausgaben der öffentlichen Hand (Gemeinden, Kreise, Eigenbetriebe, Zweckverbände und öffentliche Unternehmen) zu den Bereichen Abfallentsorgung und Abwasserbeseitigung sowie des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) für die Umweltbereiche Abfallentsorgung, Gewässerschutz, Lärmbekämpfung, Luftreinhaltung, Naturschutz und Landschaftspflege sowie Bodensanierung, ab 2006 zusätzlich der Umweltbereich Klimaschutz. Im Produzierenden Gewerbe sind erst ab 2003 zusätzlich zu den additiven Umweltschutzmaßnahmen auch die bezifferbaren integrierten Umweltschutzmaßnahmen mit erfasst. Zur besseren Vergleichbarkeit sind bei den Ausgaben zum Produzierenden Gewerbe auch für die Jahre ab 2008 die Angaben der Wirtschaftsabschnitte Abwasser- und Abfallentsorgung sowie Beseitigung von Umweltverschmutzungen (WZ2008) nicht einbezogen.
Ausländer
Als Ausländer gelten alle Personen, die nicht Deutsche im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes sind. Dazu zählen auch Personen, die staatenlos sind oder deren Staatsangehörigkeit ungeklärt ist.
Personen, die neben der deutschen noch eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzen, sind nicht als Ausländer gezählt. Ebenfalls nicht erfasst sind die nicht zur Bevölkerung zählenden Mitglieder der ausländischen Stationierungsstreitkräfte sowie der ausländischen diplomatischen und konsularischen Vertretungen mit ihren Familienangehörigen.
Ausländischer Schüler an allgemeinbildenden Schulen
Der Anteil ausländischer Schülerinnen und Schüler (Anzahl Schülerinnen und Schüler mit ausländischer Staatsangehörigkeit an öffentlichen und privaten allgemeinbildenden Schulen nach Schulart / Anzahl Schülerinnen und Schüler an diesen Schulen insgesamt nach Schulart × 100) gilt als Indikator für Integration im Bildungswesen. Der Vergleich der aktuellen Verteilung mit einem weiter zurückliegenden Referenzschuljahr ermöglicht Aussagen über den Wandel bei der Schulartwahl.
Ausländischer Schüler an beruflichen Schulen
Der Anteil ausländischer Schülerinnen und Schüler (Anzahl Schülerinnen und Schüler mit ausländischer Staatsangehörigkeit an öffentlichen und privaten beruflichen Schulen nach Schulart / Anzahl Schülerinnen und Schüler an diesen Schulen insgesamt nach Schulart × 100) gilt als Indikator für die Integration im Bildungswesen. Vielfältige Anstrengungen zur besseren Integration ausländischer Schülerinnen und Schüler sollten sich in steigenden Anteilen in den beruflichen Schulen abbilden, die auf einem höheren allgemeinbildenden Schulabschluss aufbauen (z. B. berufliches Gymnasium).
Ausländische Studierende nach Hochschulart
Der Anteil ausländischer Studierender ist ein Indikator für die internationale Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen im Land (Anzahl Studierende mit ausländischer Staatsangehörigkeit nach Hochschulart / Anzahl Studierende insgesamt nach Hochschulart × 100). Zu den Ausländern zählen alle Studierenden, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Dabei ist es unerheblich, ob sie ihre Studienberechtigung im Ausland oder in Deutschland (so genannte Bildungsinländer) erworben haben.
Auslandsadoptionen
Auslandsadoptionen sind die Adoptionen von nicht deutschen Kindern und Jugendlichen, die zum Zweck der Adoption ins Inland geholt wurden.
Auslastung der Krankenhausbetten
Der Auslastungsgrad der Betten (Anzahl Behandlungs-/Berechnungstage / (aufgestellte Betten × 365 Tage) × 100) gilt als Indikator dafür, ob Bettenmangel herrscht oder Überkapazitäten vorhanden sind. Angestrebt wird eine 85-prozentige Bettenauslastung.
Außenhandelsstatistik
Die Außenhandelsstatistik stellt den grenzüberschreitenden Warenverkehr Baden-Württembergs über die Grenzen der Bundesrepublik mit dem Ausland dar. Ausland im Sinne der Außenhandelsstatistik ist das Gebiet außerhalb der Bundesrepublik Deutschland.
Seit 1993 gliedert sich die Außenhandelsstatistik wegen der unterschiedlichen Erhebungsformen in den Intrahandel (Handel mit den EU-Ländern) und den Extrahandel (Handel mit den übrigen Ländern der Welt).
Ausstattungsbestand
Mit dem Ausstattungsbestand je 100 Haushalte kann die Anzahl der in den Haushalten vorkommenden Gebrauchsgüter, das heißt das mehrfache Vorhandensein von Gütern der gleichen Art, ermittelt werden.
Ausstattungsgrad
Mit dem »Ausstattungsgrad je 100 Haushalte« lässt sich feststellen, in welchen Haushalten die erfragten Gebrauchsgüter überhaupt vorhanden waren.
Ausstattungsgrad privater Haushalte mit Geräten der Unterhaltungselektronik
Der Indikator (Anzahl Haushalte, in denen entsprechende Gebrauchsgüter vorhanden sind / Anzahl Haushalte insgesamt × 100) zeigt für ausgewählte Geräte der Unterhaltungselektronik den Anteil privater Haushalte, die über diese Geräte verfügen.
Im Fokus stehen hier Aufnahme- und Wiedergabegeräte von Bild und Ton. Der Ausstattungsgrad der Haushalte mit Geräten der Unterhaltungselektronik gibt einen Hinweis auf den materiellen Wohlstand von privaten Haushalten und deren Möglichkeiten des Zugangs zu Unterhaltungs- und Kulturangeboten.
Ausstattungsgrad privater Haushalte mit Internetzugang und Breitbandanschluss
Der »Ausstattungsgrad privater Haushalte mit Internetzugang und Breitbandanschluss« (Anzahl Haushalte mit Internetanschluss ∕ Anzahl Haushalte insgesamt × 100) bzw. (Anzahl Haushalte mit Breitbandanschluss ∕ Anzahl Haushalte insgesamt × 100) beschreibt den Anteil der privaten Haushalte, die über Internetzugang und Breitbandanschluss verfügen. Die Verbreitung von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in privaten Haushalten ist ein wichtiger Indikator für den Entwicklungsstand einer Volkswirtschaft.
Austauschsaldo
Differenz zwischen den Bezügen und den Lieferungen von Energie in ein Wirtschaftsgebiet bzw. aus einem Wirtschaftsgebiet heraus.
Auszubildende
Auszubildende sind Personen, die aufgrund eines Ausbildungsvertrages nach dem Berufsbildungsgesetz eine betriebliche Berufsausbildung durchlaufen. Ihre Ausbildung erfolgt durch das unmittelbare Lernen am Arbeitsplatz oder in den betrieblichen bzw. überbetrieblichen Ausbildungswerkstätten in Verbindung mit dem gleichzeitigen Besuch einer Berufsschule mit Teilzeitunterricht (Duales Ausbildungssystem). Praktikanten, Volontäre, Umschüler und Rehabilitanden sind keine Auszubildenden.
Baufertigstellung
Als »fertig gestellt« ist ein Bauvorhaben anzusehen, wenn die Bauarbeiten weitgehend abgeschlossen sind und wenn erkennbar ist, dass das Gebäude bzw. die Wohnungen bereits bezogen oder bei leer stehenden Gebäuden bezugsfertig sind. Hierbei ist ohne Bedeutung, ob das Gebäude verputzt ist oder ob noch Schönheitsarbeiten vorzunehmen sind. Entscheidend für die Fertigstellung ist die Ingebrauchnahme und nicht die baupolizeiliche Schlussabnahme des Bauobjekts.
Baugenehmigung
Baumaßnahmen, durch die Wohn- oder Nutzraum zu- oder abgeht bzw. bauliche Veränderungen vorgenommen werden, sind genehmigungs- oder kenntnisgabepflichtig. Einzelheiten regelt die Bauordnung.
Baugewerbe
Zum Baugewerbe gehören wirtschaftliche Einheiten, deren Tätigkeit darin besteht, Hochbauten zu errichten (einschließlich Fertigteilbauten), Tiefbauarbeiten auszuführen oder bestimmte Spezialbauarbeiten vorzunehmen. Das Baugewerbe setzt sich zusammen aus dem Bauhauptgewerbe und dem Ausbaugewerbe.
Baugewerblicher Umsatz
Die dem Finanzamt für die Umsatzsteuer zu meldenden steuerbaren (steuerpflichtigen und steuerfreien) Beträge für Bauleistungen im Inland, und zwar einschließlich Umsätze aus Nachunternehmertätigkeit und aus Vergabe von Teilleistungen an Nachunternehmer und jeweils ohne dem Kunden in Rechnung gestellte Umsatzsteuer.
Bauhauptgewerbe
  • 41.2 Bau von Gebäuden
  • 42.1 Bau von Straßen und Bahnverkehrsstrecken
  • 42.2 Leitungstiefbau und Kläranlagenbau
  • 42.9 sonstiger Tiefbau
  • 43.1 Abbrucharbeiten und vorbereitende Baustellenarbeiten
  • 43.9 Sonstige spezialisierte Bautätigkeiten
Siehe Baugewerbe
Bauland
Das veräußerte Grundstück wird anhand des Bebauungs- und des Flächennutzungsplanes der Gemeinde einer der fünf Arten von unbebauten Grundstücken zugeordnet, die entweder nach dem Unterschied in der Erschließung (baureifes Land und Rohbauland) oder nach dem besonderen Verwendungszweck (Industrieland, Land für Verkehrszwecke und Freiflächen) zu bestimmen sind.
Baumassenabfall
Baumasseabfall ist der Überbegriff und umfasst Bodenaushub, Straßenaufbruch, Bauschutt und Baustellenabfälle.
Baumobst
Es wird die Gesamtfläche des Baumobstanbaus für die Obstarten Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen und Zwetschen sowie Mirabellen und Renekloden erhoben. Des Weiteren werden die Betriebszahlen und die Verwendung (Tafelobst/Verwertungsobst) für die jeweiligen Obstarten ermittelt. Die Erntemengen werden durch Angaben aus der Ernte- und Betriebserstattung Baumobst berechnet.
Baumschulflächen
Hierzu zählen Flächen zur Anzucht und Vermehrung von Obst- und Ziergehölzen sowie von Forstpflanzen, jedoch ohne forstliche Saat- und Pflanzgärten für den Eigenbedarf der Forstbetriebe und ohne Rebschulflächen und Rebschnittgärten. Flächen, die im Erhebungsjahr brachliegen, im darauf folgenden Jahr jedoch wieder als Baumschulfläche genutzt werden sollen, zählen auch dazu.
Baureifes Land
Eine Bebauung des Grundstücks ist sofort möglich. Das Land muss nach der baulichen Ordnung in der Gemeinde zur Bebauung anstehen.
Siehe Bauland
Beamte
Alle Bedienstete, die durch eine Ernennungsurkunde in das Beamtenverhältnis - auf Lebenszeit, Zeit, Probe, Widerruf - berufen worden sind.
Bedarfsmesszahl der Gemeinde
Die Bedarfsmesszahl der Gemeinde (§7 FAG) wird nicht aus der konkreten Aufgabenbelastung der Gemeinde ermittelt, weil es kein einigermaßen verlässliches Verfahren der objektiven Bedarfsmessung gibt. Deshalb wird der Bedarf für Finanzausgleichszwecke wie folgt errechnet:
Die Bedarfsmesszahl einer Gemeinde wird dadurch ermittelt, dass ihre Einwohnerzahl mit einem Kopfbetrag vervielfacht wird. Der Kopfbetrag beträgt bei Gemeinden mit
  1. 3000 oder weniger Einwohnern 100 vom Hundert
  2. 10000 Einwohnern 110 vom Hundert
  3. 20000 Einwohnern 117 vom Hundert
  4. 50000 Einwohnern 125 vom Hundert
  5. 100000 Einwohnern 135 vom Hundert
  6. 200000 Einwohnern 155 vom Hundert
  7. 500000 Einwohnern 179 vom Hundert
  8. 600000 oder mehr Einwohnern 186 vom Hundert
des sogenannten Grundkopfbetrages, dass dem Finanzbedarf der Gemeinden angemessen Rechnung getragen wird. Für die Gemeinden mit dazwischenliegenden Einwohnerzahlen gelten die entsprechenden dazwischenliegenden Beträge. Der (Grund-) Kopfbetrag wurde 2015 mit 1.163 Euro festgelegt.
Begleitscheinverfahren
Das Begleitscheinverfahren erfasst lückenlos den Weg gefährlicher Abfälle vom Abfallerzeuger über den Abfalltransporteur bis hin zum Abfallentsorger und ermöglicht so eine Kontrolle der ordnungsgemäßen Entsorgung gefährlicher Abfälle.
Beherbergungsbetriebe
Beherbergungsbetriebe sind Betriebe und Betriebsteile, die nach Einrichtung und Zweckbestimmung dazu dienen, mindestens zehn Gäste gleichzeitig vorübergehend zu beherbergen. Bei Campingplätzen müssen mindestens zehn Stellplätze vorhanden sein. Bis 2011 galt eine niedrigere Abschneidegrenze von neun und mehr Schlafgelegenheiten.
Beherbergung im Reiseverkehr
Unterbringung von Personen, die sich vorübergehend an einem anderen Ort als ihrem gewöhnlichen Wohnsitz aufhalten (Reisende).
Ein Aufenthalt gilt - in Anlehnung an die melderechtlichen Vorschriften- dann als "vorübergehend", wenn er die Dauer von zwei Monaten im Allgemeinen nicht überschreitet. Der vorübergehende Ortswechsel kann durch Urlaub und Freizeit, aber auch durch die Wahrnehmung privater und geschäftlicher Kontakte, den Besuch von Tagungen und Fortbildungsveranstaltungen, Maßnahmen zur Wiederherstellung der Gesundheit oder sonstige Gründe veranlasst sein.
Beistandschaft
Beistandschaft ist die Unterstützung eines alleinerziehenden, sorgeberechtigten Elternteils auf dessen Antrag durch eine Einzelperson oder das Jugendamt. Der Beistand wird durch das Vormundschaftsgericht bestellt, er unterstützt den Sorgeberechtigten bei der Ausübung der elterlichen Sorge. Beistandschaften können für bestimmte Angelegenheiten (z. B. Unterhaltsbeistandschaften) oder ohne eine genaue Festlegung der Aufgaben angeordnet werden.
Beitragspflichtige Einnahmen
Die beitragspflichtigen Einnahmen (Grundlohnsumme) nach § 8 Abs.2 und 3 RSAV (Risikostruktur-Ausgleichsverordnung) ist die Rechengröße, von dem der Beitrag der Mitglieder zur gesetzlichen Krankenversicherung berechnet wird.
Beitragssatz
Der allgemeine Beitragssatz nach § 241 SGB V ist der Prozentuale Anteil, der für die Krankenversicherung von den beitragspflichtigen Einnahmen der Mitglieder abgezogen wird. Er wird von Arbeitnehmer und Arbeitgeber je zur Hälfte getragen. Der Anteil für Zahnersatz in Höhe von 0,9 Prozent wird vom Arbeitnehmer allein bezahlt.
Belegungsdichte
Die Belegungsdichte gibt die durchschnittlich in einer Wohnung lebende Personenzahl (Einwohner / Anzahl Wohnungen insgesamt) an und erlaubt Aussagen zur Wohnungsversorgung und damit zur Befriedigung des Grundbedürfnisses Wohnen. Der Vergleich mit der durchschnittlichen Haushaltsgröße lässt Rückschlüsse auf die etwaige Nutzung von Wohnungen durch mehrere Haushalte (Personen je Wohnung > durchschnittliche Haushaltsgröße) oder theoretische Leerstände (Personen je Wohnung < durchschnittliche Haushaltsgröße) zu. Die Belegungsdichte ist eine rein rechnerische Größe, aus der z. B. Wohnungsleerstände oder Zweitwohnungen nicht herausgelöst werden können. Darüber hinaus werden keine Aussagen über die Qualität oder Angemessenheit der Wohnraumversorgung getroffen.
Bereinigte Ausgaben/Einnahmen
Ausgaben/Einnahmen nach Abzug haushaltstechnischer Verrechnungen sowie der von gleicher Ebene empfangenen Zahlungen. Die bereinigten Ausgaben/Einnahmen sagen aus, welche Ausgaben zur Aufgabenerfüllung erforderlich wären und welche Einnahmen zu deren Deckung bereitstanden. Sie lassen sich exakt nur für die Summe der Gemeinden/Gv. bilden. Bei der Betrachtung einzelner Körperschaftsgruppen oder Größenklassen wäre eine weitere Aufschlüsselung der Zahlungen von Gemeinden/Gv. zur Berechnung der »Zahlungen von gleicher Ebene« nötig, die die kommunale Haushaltstechnik nicht vorsieht. Die Einbeziehung der besonderen Finanzierungsvorgänge hängt von der Form der statistischen Darstellung ab.
Berufliches Gymnasium
Das berufliche Gymnasium wird in der Regel in der dreijährigen Aufbauform geführt, daneben existieren auch Schulen in sechsjähriger Aufbauform. Sie umfassen folgende Richtungen:
  • wirtschaftswissenschaftliche Richtung
  • technische Richtung
  • ernährungswissenschaftliche Richtung
  • agrarwissenschaftliche Richtung
  • sozialwissenschaftliche Richtung
  • biotechnologische Richtung.
Berufliche Qualifikation im Generationenvergleich
Verglichen wird das berufliche Bildungsniveau der jüngeren und älteren Generation (Bevölkerung nach Altersgruppen, Geschlecht und beruflichem Ausbildungsabschluss / Bevölkerung der jeweiligen Altersgruppe und Geschlecht insgesamt × 100). Somit ist ein Zeitvergleich zur Entwicklung des Humankapitals möglich.
Berufliche Qualifikation von Personen mit und ohne Migrationshintergrund
Verglichen wird das unterschiedliche Bildungsniveau von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund (Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund nach beruflichem Ausbildungs- bzw. Hochschulabschluss / Bevölkerung insgesamt × 100). Die schulische und berufliche Qualifikation ist wesentlich für die Lebenssituation, die Chancengleichheit, den Erfolg im Erwerbsleben und die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen.
Berufliche Schulen
Die beruflichen Schulen werden vor allem nach Schularten gegliedert:
Berufsakademie
Duale Hochschule
Berufsein- und Berufsauspendler
Für die Unterscheidung der Begriffe Ein- und Auspendler ist die Betrachtungsweise maßgebend. Vom Arbeitsort aus betrachtet sind
  • Berufseinpendler übergemeindliche Pendler, die nicht am Arbeitsort wohnen, vom Wohnort aus betrachtet sind
  • Berufsauspendler übergemeindliche Pendler, die nicht am Wohnort arbeiten.
Berufsfachschule
Die Berufsfachschule vermittelt je nach Dauer eine berufliche Grundbildung (1-jährige Berufsfachschule), eine berufliche Vorbereitung oder einen Berufsabschluss und fördert die allgemeine Bildung. Sie wird in der Regel als Vollzeitschule geführt. An bestimmten 2-jährigen Berufsfachschulen kann die Fachschulreife erlangt werden.
Berufskolleg
Das Berufskolleg baut auf der Fachschulreife, dem Realschulabschluss oder einem gleichwertigen Bildungsstand auf und wird in der Regel als Vollzeitschule geführt. Nach ein bis drei Jahren vermittelt es eine berufliche Qualifikation, wobei durch Zusatzunterricht oder in einem besonderen Bildungsgang die Fachhochschulreife erworben werden kann (vgl. auch Schulen des zweiten Bildungsweges).
Berufsoberschule
Die Berufsoberschule baut auf einer praktischen Berufserfahrung auf und vermittelt vor allem eine weitergehende allgemeine Bildung. Sie gliedert sich in Mittelstufe (Berufsaufbauschule) und Oberstufe (Technische Oberschule, Wirtschaftsoberschule). Die Berufsaufbauschule umfasst ein Jahr und führt zur Fachschulreife. Die Oberstufe führt in zwei Jahren zur fachgebundenen oder allgemeinen Hochschulreife (vgl. auch Schulen des zweiten Bildungsweges).
Berufspendler
Ein Berufspendler der Berufspendlerrechnung Baden-Württemberg ist als Erwerbstätiger definiert, der werktäglich zwischen Wohnort und Arbeitsort pendelt (Tagespendlerkonzept). Befindet sich die Arbeitsstätte eines Berufspendlers in der gleichen Gemeinde wie das Wohngrundstück, so handelt es sich um einen innergemeindlichen Berufspendler, andernfalls um übergemeindliche Berufspendler. Mangels tiefer gegliederter Informationen werden Erwerbstätige, die innerhalb einer Gemeinde pendeln und Erwerbstätige, die auf dem gleichen Grundstück wohnen und arbeiten, nicht unterschieden. Beide Personengruppen sind zu innergemeindlichen Pendlern zusammengefasst.
Berufsschule
Die Berufsschule vermittelt die für den Beruf erforderlichen fachtheoretischen Kenntnisse und vertieft die allgemeine Bildung. Sie führt über eine Grundbildung und eine darauf aufbauende Fachbildung gemeinsam mit einer Berufsausbildung oder einer Berufsausübung zu einem berufsqualifizierenden oder berufsbefähigenden Abschluss. Der Unterricht wird in Teilzeitform (teils auch als Blockunterricht) erteilt.
Die Berufsschule wird in den Typen der gewerblichen, kaufmännischen, haus- und landwirtschaftlichen oder pflegerisch-sozialpädagogischen Berufsschule geführt. Die Berufsschule soll für Jugendliche, die zu Beginn der Berufsschulpflicht kein Ausbildungsverhältnis nachweisen können, als einjährige Vollzeitschule (Berufsvorbereitungsjahr) geführt werden. Für den Ausbildungsberuf des Landwirts wurde das erste Ausbildungsjahr als Vollzeit-Berufsschule eingerichtet.
Berufsvorbereitungsjahr
Für Jugendliche, die zu Beginn der Berufsschulpflicht kein Ausbildungsverhältnis nachweisen können, wir die Berufsschule als 1-jährige Vollzeitschule (Berufsvorbereitungsjahr) geführt.
Beschäftigte in beruflicher Ausbildung
Personen, die als Auszubildende (öffentlich-rechtlicher Vertrag) oder zu ihrer Ausbildung im Angestellten- oder Arbeitsverhältnis beschäftigt sind. Zu diesem Kreis zählen neben den Auszubildenden nach dem Berufsbildungsgesetz auch Anlernlinge, Praktikanten, Volontäre, Schüler an Schulen des Gesundheitswesens sowie Teilnehmer an den von der Bundesagentur für Arbeit geförderten Maßnahmen zur beruflichen Fortbildung, Umschulung und betrieblichen Einarbeitung.
Besondere Finanzierungsvorgänge
Unter den besonderen Finanzierungsvorgängen sind die dem Gesamthaushalt einer Körperschaft ausgleichenden periodenübergreifenden Finanztransaktionen zusammengefasst.
  • Ausgaben
    • Schuldentilgung am Kreditmarkt
    • an die Sozialversicherung
    • an öffentliche Unternehmen und Ausland
    • an sonstigen inländischen Kreditmarkt
    • Rückzahlung innerer Darlehen
    • Zuführung an Rücklagen
    • Überschüsse aus Vorjahren
  • Einnahmen
    • Schuldenaufnahme am Kreditmarkt
    • bei der Sozialversicherung
    • Aufnahme innerer Darlehen
    • Entnahme aus Rücklagen
    • Überschüsse aus Vorjahren
Beteiligung am Erwerbsleben (Erwerbskonzept)
Die Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung gliedert sich nach der Beteiligung am Erwerbsleben in Erwerbspersonen und Nichterwerbspersonen.
Betreuungsquote der Kinder unter 3 Jahren
Die Betreuungsquote (Kinder in Kindertageseinrichtungen unter 3 Jahren + Kinder in der Kindertagespflege unter 3 Jahren) / Kinder unter 3 Jahren insgesamt × 100) gibt Hinweise auf die Betreuungssituation von Kleinkindern unter 3 Jahren. Kinder, die sowohl in öffentlich geförderter Kindertagespflege als auch in Kindertageseinrichtungen betreut werden, werden dabei nicht doppelt gezählt.
Ausreichende Betreuungsmöglichkeiten sind eine wesentliche Voraussetzung zur zufriedenstellenden Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit für Väter und Mütter. Allein Erziehenden ermöglicht dies i.d.R. erst eine Erwerbstätigkeit.
Betreuung einzelner junger Menschen
Unterstützung junger Menschen durch drei unterschiedliche ambulante Hilfearten:
  • Erziehungsbeistand oder Betreuungshelfer: Unter Beibehaltung des sozialen Umfeldes und der bestehenden Familienstrukturen soll das Kind bzw. der Jugendliche in seiner Verselbständigung gefördert werden. Diese Hilfen werden auch durch Jugend- oder Vormundschaftsrichter angeordnet.
  • Soziale Gruppenarbeit: Die Teilnahme an sozialer Gruppenarbeit soll Kindern und Jugendlichen bei der Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensproblemen helfen. Es wird dabei auf ein gruppenpädagogisches Konzept zurückgegriffen, um die Entwicklung der Heranwachsenden durch soziales Lernen in der Gruppe zu fördern.
Betriebe des öffentlichen Rechts
  • Kirche, kirchliche Anstalt oder dergleichen, Anstalt oder Stiftung des öffentlichen Rechts,
  • Gebietskörperschaften: Bund, Land, Bezirk, Kreis, Gemeinde, Bezirks-, Kreis- oder Gemeindeverband.
  • Betriebe in der Hand von juristischen Personen
Betriebe des privaten Rechts
Betriebe in der Hand von juristischen Personen
Dies sind Betriebe, deren Inhaber juristische Personen sind, und zwar:
Betriebe in der Hand von natürlichen Personen
Hierzu zählen alle Betriebe, deren Inhaber natürliche Personen sind, und zwar Einzelpersonen, Ehepaare, Geschwister, Erbengemeinschaften, BGB-Gesellschaften, offene Handelsgesellschaften, Kommanditgesellschaften oder Personengemeinschaften.
Dabei werden unterschieden:
Betriebsgründung
Als Betriebsgründungen gelten alle Gründungen, die von einer juristischen Person (AG, GmbH etc.), Personengesellschaft (OHG, KG etc.) oder einer natürlichen Person angezeigt werden. Bei der Gründung einer Hauptniederlassung durch eine natürliche Person gilt die weitere Voraussetzung, dass diese in das Handelsregister oder die Handwerksrolle eingetragen sein muss oder mindestens eine Person beschäftigt wird. Bei den Betriebsgründungen kann eine größere wirtschaftliche Substanz vermutet werden.
Neugründungen
Betriebsinhaber
Der Betriebsinhaber ist diejenige natürliche oder juristische Person, für deren Rechnung der Betrieb bewirtschaftet wird, ohne Rücksicht auf die jeweiligen individuell gestalteten Eigentumsverhältnisse.
Betriebswirtschaftliche Ausrichtung der Betriebe
Die betriebswirtschaftliche Ausrichtung (BWA) beschreibt den Produktionsschwerpunkt eines Betriebs. Die BWA ergibt sich aus dem Anteil des Standardoutputs jedes einzelnen Produktionsschwerpunkts am gesamten Standardoutput des Betriebes.
Als »Spezialbetriebe« gelten die Betriebe, gilt die mehr als zwei Drittel ihres Standardoutputs über einen Produktionsschwerpunkt erzielen.
Als »Verbundbetriebe« werden diejenigen Betriebe bezeichnet, bei denen der Standardoutput eines Produktionszweiges weniger als zwei Drittel, aber mindestens ein Drittel des gesamten Standardoutputs des Betriebes ausmacht.
Bettenausstattung
Alle betriebsbereit aufgestellten Betten im Krankenhaus (ohne Betten in Untersuchungs- und Funktionsräumen sowie Betten für gesunde Neugeborene).
Betten und sonstige Schlafgelegenheiten
Der Bestand stellt ab auf die Normalbelegung, ohne Berücksichtigung behelfsmäßiger Schlafgelegenheiten (z. B. Schlafcouchen, Liegen, Kinderbetten), die bei Überbelegung zusätzlich zur Verfügung stehen. Das Angebot bezieht sich auf die am letzten Öffnungstag im Berichtsmonat tatsächlich angebotenen Beherbergungsmöglichkeiten.
Bevölkerung
Zur Bevölkerung zählen alle Personen, die in dem betreffenden Gebiet ihren ständigen Wohnsitz haben. Personen, die mehrere Wohnungen innehaben, werden der Bevölkerung der Gemeinde zugerechnet, in der sich die Hauptwohnung im Sinne des § 17 Absatz 2 Meldegesetz befindet. Nicht zur Bevölkerung zählen die Angehörigen der ausländischen Stationierungsstreitkräfte sowie der ausländischen diplomatischen und konsularischen Vertretungen mit ihren Familienangehörigen.
Bevölkerungsfortschreibung
Die Bevölkerungsfortschreibung weist die Zahl und die Zusammensetzung der Bevölkerung (Geschlecht, Alter, Familienstand und Staatsangehörigkeit) sowie ihre Veränderungen nach.
Die aktuellen Bevölkerungszahlen (Bevölkerungsstand) ergeben sich durch Fortschreibung der Ergebnisse der jeweiligen letzten Volkszählung (derzeit Zensus 2011) mit Angaben der Statistiken der Geburten und Sterbefälle sowie der Wanderungsstatistik. Ferner fließen Staatsangehörigkeitswechsel, sonstige Bestandskorrekturen und Gebietsänderungen und zum Nachweis des Familienstandes die Daten zu Eheschließungen, Ehescheidungen und Lebenspartnerschaften ein. Dabei liegen die Merkmale in unterschiedlicher regionaler Gliederungstiefe vor. Geschlecht, Alter und Staatsangehörigkeit (deutsch/nicht-deutsch) liegen bis auf Gemeindeebene vor. Der Familienstand wird bis zur Kreisebene bereitgestellt und einzelne Staatsangehörigkeiten werden bis zur Landesebene berechnet.
Bezeichnung der Zeiträume in der Landwirtschaft
Jahreszahlen (z. B. 1996) gelten für Kalenderjahre bzw. Erhebungsjahre; Jahreszahlen, die durch einen Schrägstrich verbunden sind (z. B. 1995/96), beziehen sich auf einen Zeitraum von 12 Monaten aus beiden Kalenderjahren, wie Wirtschaftsjahr 1. Juli bis 30. Juni, Forstwirtschaftsjahr 1. Oktober bis 30. September und dergleichen.
BF
Siehe selbstbewirtschaftete Gesamtfläche
Binnenschifffahrt
Schiffsgüterumschlag (Versand und Empfang) in den Häfen, Lösch- und Ladestellen des Landes.
Bioabfall
Siehe Biomüll
Biologische Abwasserbehandlung
Abbau der im Abwasser enthaltenen organischen Stoffe durch die Tätigkeit von Mikroorganismen unter Sauerstoffzufuhr in Belebungsanlagen (Belebtschlammanlagen), Tropfkörpern oder vergleichbaren Anlagen mit oder ohne vorhergehende mechanische Behandlung. Es können sich weitergehende Verfahrensstufen anschließen wie Phosphatelimination, Nitrifikation und Denitrifikation.
Siehe weitergehende Abwasserbehandlung
biologische Behandlung
Siehe mechanisch-biologische Anlagen
Biomüll
Getrennt gesammelte, biologisch abbaubare nativ und derivativ organische Abfallanteile, wie z. B. organische Küchenabfälle oder Gartenabfälle.
Bodenaushub
Natürlich gewachsenes, nicht kontaminiertes, z. T. bereits verwendetes Erd- oder Felsmaterial.
Branchenkonzentration der Beschäftigten
Die Branchenkonzentration (Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Betrieben in den drei beschäftigungsstärksten Branchen (Abteilungen der WZ 2008) / Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Betrieben in allen einbezogenen Branchen (Abteilungen 08 bis 82 und 85 bis 96 der WZ 2008) × 100) ist ein Gradmesser für die Spezialisierung der Wirtschaft in Bezug auf Tätigkeitsbereiche in einer Region. Je höher die Branchenkonzentration ist, umso stärker wird die Abhängigkeit der in einer Region beschäftigten Arbeitnehmer von wenigen Branchen und ggf. auch von wenigen Arbeitgebern sein. Dies kann einerseits für die Beschäftigung von Vorteil sein, wenn die führenden Branchen bzw. Arbeitgeber stabil und wachstumsorientiert sind. Andererseits birgt dies auch Risiken für die Beschäftigung wie eine starke Abhängigkeit von branchenspezifischen Konjunkturverläufen bzw. Strukturveränderungen oder auch von der speziellen wirtschaftlichen Entwicklung und den Entscheidungen weniger Arbeitgeber.
Der Indikator ist auch abhängig von der regionalen Gliederungsebene bzw. von der Größe der betrachteten Region: So ist die Branchenvielfalt auf Landesebene größer als in den einzelnen Kreisen. Da sich zudem die Zusammensetzung der drei wichtigsten Branchen zwischen den Kreisen unterscheidet, erfolgt auf den übergeordneten Regionalebenen ein gewisser Ausgleich zwischen den Branchen. Die Branchenkonzentration liegt deshalb tendenziell umso niedriger, je mehr (strukturell unterschiedliche) Regionaleinheiten zusammengefasst werden. Deshalb beschränkt sich die Darstellung auf die eine Ebene der Stadt- und Landkreise.
Weiterhin ist der Indikator abhängig von der Wirtschaftszweiggliederung, insbesondere davon, welche Tätigkeiten im Einzelnen zu einer »Branche« zusammengefasst werden. Eine Änderung der Branchenzuschnitte wie zuletzt bei der Umstellung auf die Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008) beeinflusst daher die Ergebnisse mit.
Der Indikator bezieht sich ausschließlich auf die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Jahresende, die stellvertretend für die große Masse der Arbeitnehmer stehen. Nicht einbezogen sind geringfügig Beschäftigte, Selbstständige, Beamte und mithelfende Familienangehörige. Die Branchen werden mit den Abteilungen (2-Steller) der Systematik der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008) gleichgesetzt. Berücksichtigt sind die Abteilungen 08 bis 82 und 85 bis 96 der WZ 2008, also insgesamt 78 Branchen. Die Abteilungen 05 bis 07 werden nicht mitgezählt, da sie in Baden-Württemberg nicht belegt sind. Nicht einbezogen sind außerdem die Land- und Forstwirtschaft, Fischerei, die Öffentliche Verwaltung, private Haushalte und exterritoriale Organisationen.
Bruttoanlageinvestitionen
Die Bruttoanlageinvestitionen umfassen den Wert der Anlagen, die von inländischen Wirtschaftseinheiten erworben werden, um sie länger als ein Jahr im Produktionsprozess einzusetzen. Sie setzen sich zusammen aus:
  • Ausrüstungen (Maschinen und Geräte einschl. militärischer Waffensysteme)
  • Bauten (Wohnbauten, Nichtwohnbauten)
  • sonstigen Anlagen (größtenteils bestehend aus Forschung und Entwicklung, Software und Datenbanken).
Bruttoinlandsprodukt
Das Bruttoinlandsprodukt umfasst den Wert aller innerhalb eines Wirtschaftsgebietes während einer bestimmten Periode produzierten Waren und Dienstleistungen. Es entspricht der Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche zuzüglich der Gütersteuern und abzüglich der Gütersubventionen. Die Bruttowertschöpfung, die zu Herstellungspreisen bewertet wird, ergibt sich für jeden Wirtschaftsbereich aus dem Bruttoproduktionswert zu Herstellungspreisen abzüglich der Vorleistungen zu Anschaffungspreisen.
Bruttonationaleinkommen
Das Bruttonationaleinkommen (früher Bruttosozialprodukt) gilt als die umfassendste Größe für die Einkommen der Inländer. Das Bruttonationaleinkommen umfasst im Gegensatz zum Nettonationaleinkommen zu Marktpreisen (= Primäreinkommen der Volkswirtschaft) auch die gesamtwirtschaftlichen Abschreibungen. Das Primäreinkommen beinhaltet nicht nur die Erwerbs- und Vermögenseinkommen sondern auch die vom Staat empfangenen Produktions- und Importabgaben abzüglich der vom Staat geleisteten Subventionen (Nettoproduktionsabgaben), die zu den staatlichen und damit den gesamtwirtschaftlichen Primäreinkommen zählen. Werden nur die Erwerbs- und Vermögenseinkommen ohne »Produktions- und Importabgaben abzüglich Subventionen« nachgewiesen, so entspricht dies dem Nettonationaleinkommen zu Faktorkosten (Volkseinkommen).
Bruttoproduktion
Die Bruttoproduktion umfasst die gesamte pflanzliche und tierische Erzeugung einschließlich der für die Viehhaltung bereitgestellten Wirtschaftsfuttermittel.
Bruttosozialprodukt
Siehe Bruttonationaleinkommen
Bruttostromerzeugung
Als Bruttostromerzeugung wird die an den Generatorklemmen gemessene elektrische Arbeit bezeichnet.
Siehe Elektrizitätserzeugung
Bruttowertschöpfung
Siehe Bruttoinlandsprodukt
Brutto- und Nettoanlagevermögen
Das Anlagevermögen wird brutto und netto dargestellt. Bei Anwendung des Bruttokonzepts werden die Anlagen mit ihrem Neuwert ohne Berücksichtigung der Wertminderung ausgewiesen, während beim Nettokonzept die seit dem Investitionszeitpunkt aufgelaufenen Abschreibungen abgezogen sind. Das Verhältnis von Netto- zu Bruttoanlagevermögen wird als Modernitätsgrad bezeichnet. Dieses Maß drückt aus, wie viel Prozent des Vermögens noch nicht abgeschrieben sind und gibt damit Aufschluss über den Alterungsprozess des Anlagevermögens.
Siehe auch Kapitalstock, Kapitalintensität, Kapitalproduktivität und Wiederbeschaffungspreise.
BWA
Siehe betriebswirtschaftliche Ausrichtung der Betriebe
CH4
Siehe Methan
Chemischer Sauerstoffbedarf
Menge an gelöstem Sauerstoff in mg/l, die zur völligen chemischen Oxidation organischer Stoffe im Wasser benötigt wird. Der CSB ist ein Maß für die organische Gesamtbelastung des Abwassers und damit ein Indikator für die Leistungsfähigkeit der biologischen Abwasserbehandlung.
Chemische Abwasserbehandlung
Hierzu zählen chemische und chemisch-physikalische Verfahren der Abwasserbehandlung wie Neutralisation, Fällung, Flockung, Osmose, Elektrodialyse oder Adsorption.
CO
Siehe Kohlenmonoxid
CO2
Siehe Kohlendioxid
Siehe Kohlendioxid‑Emissionen, energiebedingt (Quellenbilanz)
Siehe Kohlendioxid‑Emissionen, energiebedingt (Verursacherbilanz)
Siehe Kohlendioxid‑Emissionen, prozessbedingt
CSB
Siehe chemischer Sauerstoffbedarf
Dauergrünland
Dauergrünland umfasst alle Grünlandflächen, die außerhalb der Fruchtfolge – das heißt ohne Unterbrechung durch andere Kulturen – genutzt werden und zur Futter- oder Streugewinnung bzw. zum Abweiden bestimmt sind. Dauergrünlandflächen sind dementsprechend Wiesen, Mähweiden, Weiden sowie Hutungen und Streuwiesen. Auch Grünlandflächen mit Obstbäumen als Nebennutzung und Gras- oder Heugewinnung als Hauptnutzung (z. B. Streuobstwiesen) gehören hierzu, ebenso wie die vorübergehend aus der landwirtschaftlichen Erzeugung genommenen Grünlandflächen, für die ein Beihilfe-/Prämienanspruch besteht.
Dauerkulturen
Landwirtschaftliche Kulturen außerhalb der Fruchtfolge, die den Boden während eines Zeitraums über mehrere Jahre (fünf Jahre und länger) hinweg beanspruchen, wie Obstanlagen, Rebflächen oder Baumschulen. Auch Weihnachtsbaumkulturen außerhalb des Waldes und andere Dauerkulturen wie z. B. Korbweidenanlagen zählen hierzu.
Nicht dazu gehören jedoch Erdbeeren, Hopfen oder Spargel, auch wenn diese über mehrere Jahre auf derselben Fläche wachsen.
Demontagebetriebe für Altfahrzeuge
Betriebe, in denen Altfahrzeuge zum Zweck der nachfolgenden Verwertung behandelt werden. In den Demontageanlagen werden die Fahrzeuge zunächst trockengelegt, alle flüssigen Medien werden entfernt, im Anschluss daran werden die Fahrzeuge zerlegt. Dabei werden einzelne Komponenten so weit demontiert, dass einzelne Teile als gebrauchte Ersatzteile wieder auf den Markt kommen.
Denitrifikation
Reduktion von oxidierten Stickstoffverbindungen (Nitrat, Nitrit) durch Bakterien zu elementarem (gasförmigem) Stickstoff. Die Denitrifikation setzt bauliche Ausführungen voraus, die sauerstofffreie Zonen schaffen.
Siehe Nitrifikation
Deponie
Abfallentsorgungsanlage, in der Abfälle der verschiedensten Art zeitlich unbegrenzt abgelagert werden.
Siehe Deponieklassen
Deponieklassen
In Abhängigkeit von den abzulagernden Abfällen werden Deponien in 5 Klassen eingeteilt:
  1. DK 0 = für inerte und unbelastete Abfälle wie Bodenaushub.
  2. DK I = für schadstoffarme und weitestgehend mineralisierte Abfälle, mit geringem organischen Anteil
  3. DK II = für höherwertig mit Schadstoffen belastete Abfälle, die auch einen höheren biologischen Anteil haben als diejenigen in Deponieklasse I
  4. DK III = für gefährliche Abfälle
  5. DK IV = Untertagedeponien im Salzgestein; gefährliche Abfälle
Direkteinleitung
umfasst die Einleitung von industriell-gewerblichem Abwasser (unbehandelt oder nach Abwasserbehandlung) direkt in ein Gewässer.
Siehe Indirekteinleitung
Distickstoffoxid
Distickstoffoxid ist neben Methan (CH4) und Kohlendioxid (CO2) als direkt klimawirksames Gas (Treibhauseffekt) relevant. Die wichtigsten Quellen für N2O-Emissionen sind mikrobielle Umsetzungen von Stickstoffverbindungen. Diese erfolgen sowohl unter natürlichen Bedingungen als auch infolge Stickstoffeintrags durch Landwirtschaft, Industrie und Verkehr. Als ein zunehmend an Bedeutung gewinnender Verursacher von N2O-Emissionen ist der katalytische Abbau von Kfz-Abgasen, vornehmlich von Stickoxiden, zu sehen. N2O findet vereinzelt unter dem Namen »Lachgas« noch Verwendung als Anästhetikum in der Medizin.
DK
Siehe Deponieklassen
Duale Hochschule (früher Berufsakademie)
Aus den ehemaligen Berufsakademien Baden-Württembergs, sowie deren Außenstellen, wurde zum 01.03.2009 die Duale Hochschule Baden-Württemberg gegründet. Die Duale Hochschule vermittelt in Zusammenarbeit mit Ausbildungsstätten eine wissenschaftsbezogene und zugleich praxisorientierte Berufsausbildung. Zugangsvoraussetzung ist eine allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder die Fachhochschulreife sowie ein mit einer geeigneten Ausbildungsstätte abgeschlossener Ausbildungsvertrag.
Durchschnittliches Heiratsalter Lediger
Aus der Altersgliederung der als Ledige heiratenden Männer und Frauen wird das Durchschnittsalter berechnet (mit den Besetzungszahlen der einzelnen Altersjahre gewichteter Durchschnitt). Das durchschnittliche Heiratsalter und die Entwicklung der Heiratszahlen sind ein Indikator für die Veränderungen in den Einstellungen zu Ehe und Familie.
Durchschnittliche Aufenthaltsdauer
Der als Quotient Übernachtungen/Ankünfte errechnete Wert gibt die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste im Beherbergungsbetrieb an; sie kann rechnerisch, z. B. in Orten mit Sanatorien und Kurkrankenhäusern, höher sein als die Zahl der Kalendertage des Berichtszeitraums.
Siehe Ankünfte
Siehe Übernachtungen
Durchschnittliche Betriebsgröße
Die Frage der Flächenausstattung (Landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) in Hektar (ha) / Anzahl Betriebe) ist für einen landwirtschaftlichen Betrieb von zentraler Bedeutung, da Grund und Boden die Grundlage speziell der pflanzlichen Produktion bildet. Die Entwicklung der durchschnittlichen Betriebsgröße ist ein Indikator für die Intensität des Strukturwandels in der Landwirtschaft.
Siehe Landwirtschaftlich genutzte Fläche
Durchschnittliche Kaufwerte von Bauland
In die Erhebung einbezogen werden durch Kauf erworbene, unbebaute Grundstücke (Bauland), die im Baugebiet der Gemeinde liegen und eine Fläche von 100 qm und mehr haben.
Durchschnittliche Kinderzahl je Frau
Als statistisches Maß für die Zahl der Kinder, die eine Frau im Laufe ihres Lebens zur Welt bringt, wird die »zusammengefasste Geburtenziffer« zu Grunde gelegt. Dazu wird zunächst ermittelt, wie viele Kinder in einem Berichtsjahr von Frauen in den einzelnen Altersjahren zwischen 15 und 45 bzw. 50 Jahren geboren wurden – üblicherweise bezieht man die Geborenenzahlen auf jeweils 1 000 Frauen gleichen Alters. Durch die Aufsummierung dieser »altersspezifischen Geburtenziffern« erhält man eine Maßzahl, die zum Ausdruck bringt, wie viele Kinder von 1 000 Frauen während der Lebensphase von 15 bis 45 bzw. 50 Jahren zur Welt gebracht werden. Es handelt sich dabei um keine echte Verlaufsbetrachtung eines Frauenjahrgangs über seine Geburtenphase hinweg, sondern um eine Beschreibung der Geburtenverhältnisse in dem jeweiligen Berichtsjahr. Gleichwohl lässt sich die auf diese Weise berechnete Geburtenrate als Indikator für die durchschnittliche Kinderzahl je Frau interpretieren.
EAK
Siehe Europäischer Abfallkatalog
EAV
Siehe Europäisches Abfallverzeichnis
EGW
Siehe Einwohnergleichwert
Ehelösungen
Hierzu zählt die Lösung der Ehe durch gerichtliches Urteil, also durch Ehescheidung oder Aufhebung der Ehe und die Beendigung der Ehe durch Tod des Ehepartners.
Eheschließungen
Alle standesamtlichen Trauungen im Inland, mit Ausnahme der Fälle, in denen beide Ehegatten Mitglieder der im Bundesgebiet stationierten ausländischen Streitkräfte sind oder wenn beide Ehepartner ihren Wohnsitz im Ausland haben.
Eigenfläche
Hierzu zählt die selbstbewirtschaftete landwirtschaftlich genutzte Fläche, die im Eigentum des Betriebsinhabers steht. Flächen, die vom Betriebsinhaber als Nutznießer oder in Erbpacht bewirtschaftet werden, sind dabei den eigenen landwirtschaftlich genutzten Flächen gleichgestellt.
Eigentümerquote
Die Eigentümerquote (Anzahl Gebäude bzw. Wohnungen, die vom Eigentümer selbst bewohnt werden / Anzahl bewohnte Wohneinheiten insgesamt × 100) gibt Aufschluss darüber, wie viele Baden-Württemberger sich bereits den Traum von den »eigenen vier Wänden« verwirklichen konnten. Berücksichtigt werden nur Gebäude bzw. Wohnungen in Wohngebäuden, ohne solche in Wohnheimen.
Einpendler- und Auspendlerquoten
Die Einpendlerquote definiert sich als Anteil der Einpendler über die Grenze der jeweiligen Region an den Erwerbstätigen am Arbeitsort in Prozent.
Die Auspendlerquote ist der Anteil der Auspendler über die Grenze der jeweiligen Region an den Erwerbstätigen am Wohnort in Prozent.
Einbehaltene Lohnsteuer
Die »einbehaltene Lohnsteuer« ist die vom Arbeitgeber an das Finanzamt abgeführte und in die Lohnsteuerkarte eingetragene Lohnsteuer.
Einbürgerung
Eine Einbürgerung ist der Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft durch behördlichen Bescheid auf Grund gesetzlicher Beurkundungen.
Einfamilienhausanteil
Der Einfamilienhausanteil (Anzahl Wohngebäude mit einer Wohnung / Anzahl Wohngebäude insgesamt × 100) ist eine Kenngröße zur Beschreibung der regionalen Bebauungsstruktur. Ein hoher Wert für den Einfamilienhausanteil weist auf eine eher lockere Bebauung hin.
Einfuhr
Bei der Einfuhrstatistik wird als Ursprungsland das Land nachgewiesen, in dem die Waren gewonnen oder hergestellt worden sind oder ihre letzte wesentliche und wirtschaftlich gerechtfertigte Be- oder Verarbeitung erfahren haben.
Die Einfuhr wird als Generalhandel nachgewiesen und enthält neben der unmittelbaren Einfuhr in den freien Verkehr auch die Einfuhr auf Lager (Freizone und Zolllager) sowie einige Sonderfälle.
In der Einfuhrstatistik für Bundesländer ist zu berücksichtigen, dass in der Regel das Bundesland, für welches die Waren letztlich bestimmt sind, nicht bekannt ist und an dessen Stelle das erste bekannte Zielland tritt. Es ist somit durchaus möglich, dass die für ein bestimmtes Bundesland nachgewiesenen Einfuhrerzeugnisse letztlich in einem anderen Bundesland verbraucht oder weiterverarbeitet werden.
Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen
Diese eigenständige Leistungsform ist keine erzieherische Hilfe und setzt neben einer (drohenden) seelischen Behinderung voraus, dass die Entwicklung des jungen Menschen und seine Eingliederung in die Gesellschaft nicht unerheblich beeinträchtigt werden.
Nach Bedarf wird die Eingliederungshilfe in ambulanter Form, in Tageseinrichtungen für Kinder, durch geeignete Pflegepersonen und in Einrichtungen (z. B. in einem Heim) oder in sonstigen Wohnformen geleistet.
Einhufer
Hierzu zählen Pferde, Ponys, Esel und Maultiere.
Einkommensteuer
Siehe festgesetzte Einkommensteuer
Siehe Gemeindeanteil an der Einkommensteuer
Siehe Gemeindeanteil an der Einkommensteuer
Siehe Gesamtbetrag der Einkünfte
zur Einkommensteuer veranlagte Steuerpflichtige
Einkommensteuerpflichtige
In der Einkommensteuerstatistik werden alle natürlichen Personen erfasst, für die eine Einkommensteuerveranlagung durchgeführt wurde. Im Bereich der veranlagten lohnsteuerpflichtigen Arbeitnehmer ergeben sich deshalb Überschneidungen mit der Lohnsteuerstatistik. Zusammen veranlagte Ehegatten werden grundsätzlich als ein Steuerpflichtiger ausgewiesen.
Unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sind natürliche Personen, die im Inland einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Die unbeschränkte Steuerpflicht erstreckt sich auf sämtliche, das heißt in- und ausländische Einkünfte. Beschränkt einkommensteuerpflichtig sind dagegen natürliche Personen, die im Inland weder einen Wohnsitz noch ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Sie unterliegen nur mit ihren inländischen Einkünften der Steuerpflicht.
Einkommen und Einnahmen
Alle Einnahmen der Haushalte aus (selbstständiger und unselbstständiger) Erwerbstätigkeit, aus Vermögen, aus öffentlichen und nichtöffentlichen Transferzahlungen sowie aus Untervermietung bilden das Haushaltsbruttoeinkommen. Das Bruttoeinkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit enthält nicht die Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung. In die Einnahmen aus Vermögen wurde internationalen Gepflogenheiten folgend eine sogenannte unterstellte Eigentümermiete eingerechnet. Hierbei wird deren Nettowert berücksichtigt. Das heißt, Aufwendungen für die Instandhaltung des selbstgenutzten Wohneigentums werden vom errechneten Eigentümermietwert abgezogen. In Einzelfällen kann dies bei entsprechend hohen Aufwendungen einzelner Haushalte zur Nachweisung negativer Eigentümermietwerte bzw. Vermögenseinnahmen führen. Ebenfalls nicht enthalten sind die Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung.
Das Haushaltsnettoeinkommen errechnet sich, indem vom Haushaltsbruttoeinkommen Steuern zum Einkommen (einschließlich Solidaritätszuschlag) sowie die Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung abgesetzt werden. Das so entstandene Haushaltsnettoeinkommen wird ergänzt um Einnahmen aus dem Verkauf von Waren (z. B. Verkauf von Gebraucht-Pkw) sowie sonstige Einnahmen. Die so ermittelten ausgabefähigen Einkommen und Einnahmen werden auch als verfügbares Einkommen der Haushalte bezeichnet.
Einnahmen aus der Auflösung und Umwandlung von Sach- und Geldvermögen sowie aus Kreditaufnahme sind nicht Bestandteil der Einkommen.
Anteil der Einpersonenhaushalte
Insbesondere für wohnungspolitische und raumplanerische Entscheidungen, aber auch im Hinblick auf die erforderliche Infrastruktur einer Gemeinde stellt der Anteil der Einpersonenhaushalte an allen Privathaushalten (Anzahl Einpersonenhaushalte / Anzahl Privathaushalte insgesamt × 100) eine wichtige Planungsgrundlage dar.
Einschulungen an Grundschulen
Beschrieben werden die Anteile der frühzeitig, normal oder verspätet eingeschulten Kinder (Anzahl Einschulungen an Grundschulen nach Art der Einschulung / Anzahl Einschulungen an Grundschulen insgesamt × 100). Diese Anteile sind in Hinblick auf den Übergang von Kindertageseinrichtungen in die Grundschule wichtig. Im Rahmen der Bestrebungen zu einer Verkürzung der Gesamtschulzeit und zur Anpassung an international übliche Einschulungsrhythmen wird angestrebt, möglichst viele Kinder frühzeitig einzuschulen. Das Einschulungsalter hat auch Auswirkungen auf die Verweildauer in Kindertageseinrichtungen und damit auf deren Auslastung.
Die Bewertung nach »frühzeitig, normal oder spät« bezieht sich auf die im jeweiligen Schuljahr gültige Stichtagsregelung. Diese wurde seit dem Schuljahr 2004/05 schrittweise vom 30.06. auf den 30.09. verschoben.
Einwohnergleichwert
Einheit (EGW) zum Vergleich der Verschmutzung von gewerblichem oder industriellem Abwasser mit der von häuslichem Abwasser. Dabei wird von einem fünftägigen biochemischen Sauerstoffbedarf des Abwassers (BSB5) von 60g pro Einwohner und Tag ausgegangen, der für den biologischen Abbau benötigt wird.
Einwohnerwert
Ergibt sich als Summe aus Zahl der angeschlossenen Einwohner und dem Einwohnergleichwert (EGW) (EW = E + EGW).
Einwohnerzahl der Gemeinden
Als Bezugsgröße Einwohner wird bei Berechnungen im kommunalen Finanzausgleich (FAG) grundsätzlich die in der amtlichen Bevölkerungsstatistik ermittelte Einwohnerzahl zum 30.6. des Vorjahres verwendet.
Im Jahr 2015 wird die auf der Grundlage der Volkszählung 1987 weitergeführte Bevölkerungsfortschreibung zum 30.06.2012 zu 25 Prozent und die auf der Grundlage des Zensus 2011 weitergeführte Bevölkerungsfortschreibung zum 30.06.2014 zu 75 Prozent berücksichtigt. (Siehe § 30 FAG i .V. m. § 39 Abs. 36 FAG).
Einwohner je niedergelassenem Arzt
Der Indikator (Einwohner (EW) / Anzahl niedergelassene Allgemeinärzte und praktische Ärzte) beschreibt die ambulante Versorgungssituation durch in den Praxen des Landes tätige Ärzte.
Niedergelassene Ärzte – auch als Ärzte in freier Praxis bezeichnet – sind in der Regel die erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Problemen. Sie sind für die ambulante Versorgung der Bevölkerung zuständig.
Siehe Fachärzte
Einzelunternehmen
Hierbei ist der Inhaber eine Einzelperson bzw. ein Ehepaar.
Siehe Betriebe in der Hand von natürlichen Personen
Elektrizitätserzeugung
Elektrizitätserzeugung ist die in einer bestimmten Zeitspanne erzeugte elektrische Arbeit (Maßeinheit: kWh). Es wird zwischen der Bruttostromerzeugung und der Nettostromerzeugung unterschieden.
Als Bruttostromerzeugung wird die an den Generatorklemmen gemessene elektrische Arbeit bezeichnet; nach Abzug des Kraftwerkseigenverbrauchs ergibt sich die Nettostromerzeugung.
Der Eigenverbrauch eines Kraftwerkes umfasst die elektrische Arbeit, die die Neben- und Hilfsanlagen eines Kraftwerkes zum Betrieb selbst benötigen.
Elektroaltgeräte
Abfälle gebrauchter elektrischer und elektronischer Geräte, deren Komponenten teilweise als gefährlicher Abfall entsorgt werden müssen. In den Geltungsbereich des Elektro- und Elektronikaltgerätegesetzes fallen alle die Geräte, die zu ihrem Betrieb elektrische Ströme oder elektromagnetische Felder benötigen. Ausgeschlossen sind solche Elektro-/Elektronikaltgeräte, die Teil eines anderen Geräts sind oder Geräte, die nicht selbständig betrieben werden können.
Emissionsfaktoren, Straßenverkehr
Grundlage für die Ableitung der fahrleistungsspezifischen Emissionsfaktoren in der Gliederung nach Fahrzeuggruppen und Straßenkategorien bietet das »Handbuch Emissionsfaktoren des Straßenverkehrs (HBEFA)«. Herausgegeben wurde das Handbuch in verschiedenen Versionen, erstmals 1995, durch INFRAS, Mario Keller et. al., in Bern. Bei der im Juli 2014 vorgelegten Version 3.2 lag das Hauptaugenmerk auf der Aktualisierung der Emissionsfaktoren Euro 5/V und 6/VI von Pkw, Lieferwagen und schweren Motorwagen (schwere Nutzfahrzeuge, Linien- und Reisebusse), da insbesondere bei Euro 5/V nun genügend Messwerte vorliegen, um belastbare Aussagen machen zu können. Aus diesem Grund wurden die Straßenverkehrsemissionen ab 1995 neu berechnet und revidiert. Die Konzepte und Modellansätze aus HBEFA 3.1 blieben weitestgehend unverändert. Weitere Informationen zum Handbuch, Version 3.2, sind auch unter http://www.hbefa.net/ verfügbar.
Bei den vorliegenden Berechnungen werden für insgesamt zehn verschiedene Verkehrssituationen jeweils in Kombination mit vier unterschiedlichen Längsneigungsklassen für jede Fahrzeuggruppe Emissionsfaktoren ermittelt. Dazu werden für die jeweilige Straßenkategorie typische Flottenstrukturen bezogen auf die einzelnen Fahrzeuggruppen vorgegeben. Diese Flottenstruktur berücksichtigt insbesondere das unterschiedliche Emissionsverhalten der in den einzelnen Fahrzeuggruppen zusammengefassten Fahrzeugarten. Zusätzlich werden Kaltstart-Emissionsfaktoren für die Pkw und Lkw < 3,5 t ermittelt. Damit werden die durch die Kaltstarts erzeugten zusätzlichen Emissionen bei den Emissionsberechnungen berücksichtigt.
Berechnungsgrundlagen zur Ermittlung der Emissionsfaktoren nach Fahrzeuggruppen und Straßenkategorien sind:
  • Zusammensetzung der Fahrsituationen nach Verkehrssituationen
  • Dynamische Flottenstruktur der Otto-Pkw mit G-Kat, Diesel-Pkw und Lkw ≥ 3,5 t nach Straßenkategorien
Siehe Straßenverkehr, Emittentengruppe
Emittentengruppen / Sektoren
Siehe Abwasserbeseitigung, Emittentengruppe
Siehe genehmigungspflichtige Prozessanlagen, Emittentengruppe
Siehe Gewinnung und Verteilung von Brennstoffen, Emittentengruppe
Haushalte und Kleinverbraucher), Emittentengruppe
Siehe Hausmülldeponien, Emittentengruppe
Siehe Industrie / Feuerungen, Emittentengruppe
Siehe Kompostierungen, Emittentengruppe
Siehe Landwirtschaft, Emittentengruppe
Siehe Lösemittelanwendungen, Emittentengruppe
Siehe nicht genehmigungspflichtige Prozesse und Anwendungen, Emittentengruppe
Siehe öffentliche Kraftwerke, Emittentengruppe
Siehe Prozesse / Produktanwendungen, Emittentengruppe
Siehe sonstiger Verkehr, Emittentengruppe
Siehe Straßenverkehr, Emittentengruppe
Empfänger laufender Hilfe zum Lebensunterhalt
Es handelt sich um Personen, denen grundsätzlich Leistungen für mindestens einen Monat im Wesentlichen in Form von monatlichen Regelsätzen gewährt werden. Wer laufende Hilfe zum Lebensunterhalt bezieht, kann daneben auch Hilfe in besonderen Lebenslagen erhalten. Diese Personen werden dann auch unter den Empfängern der betreffenden Hilfearten erfasst und nachgewiesen.
EMZ
Siehe Ertragsmesszahl
Endenergieverbrauch
Verbrauch von Energieträgern durch den Endverbraucher bzw. Absatz von Energieträgern an den Endverbraucher. Nicht enthalten ist insbesondere der Energieeinsatz für Umwandlung bzw. Weiterverarbeitung von Primärenenergieträgern (z. B. Stromproduktion, Raffinerien etc.).
Endenergieverbrauch privater Haushalte je Einwohner
Der Endenergieverbrauch der privaten Haushalte (Endenergieverbrauch privater Haushalte in Gigajoule (GJ) / Einwohner (EW)) gibt Auskunft über die Verwendung von Energieträgern für Heizung und Warmwasserbereitung sowie den Stromverbrauch für Beleuchtung und elektrische Geräte in den privaten Haushalten. Der Anteil der privaten Haushalte am gesamten Endenergieverbrauch im Land liegt bei rund 30 %. Damit tragen die Haushalte auch wesentlich zu den CO2-Emissionen bei.
Energetische Verwertung
Bei der energetischen Verwertung werden Abfälle mit hohem Heizwert als Ersatz für herkömmliche Energieträger zur Strom- und Wärmeerzeugung eingesetzt. Diese Abfälle werden als Ersatzbrennstoffe bezeichnet. Sie ersetzen fossile Energieträger und tragen dadurch zur Ressourcenschonung bei. Moderne Umwelttechniken sorgen dabei für eine optimale Verbrennung der Ersatzbrennstoffe und einer Abgasreinigung nach gesetzlichen Vorgaben oder darüber hinaus. So können umweltbeeinträchtigende Schadstoffemissionen wirksam verhindert werden.
Siehe Abfall
Siehe Abfallbehandlung
Energiebilanz
In der Energiebilanz werden das Aufkommen, die Umwandlung und die Verwendung von Energieträgern in der Volkswirtschaft oder in einem Wirtschaftsraum für einen bestimmten Zeitraum möglichst lückenlos und detailliert nachgewiesen. Die Zeilen- und Spaltengliederung der Energiebilanz wird in einer international gebräuchlichen Bilanztabelle in Form einer Matrix dargestellt.
Energieproduktivität
Die Energieproduktivität dient als Maßstab für die Effizienz im Umgang mit den Energieressourcen. Sie wird ausgedrückt als Verhältnis von Bruttoinlandsprodukt zum Primärenergieverbrauch und verdeutlicht die Wirtschaftsleistung eines Landes je Einheit verbrauchter Primärenergie. Je höher die volkswirtschaftliche Gesamtleistung je Einheit eingesetzter Primärenergie, umso effizienter nutzt die Volkswirtschaft die Primärenergie. Infolge der mit dem Energieverbrauch verbundenen Umweltbelastung und der Verknappung der Energierohstoffe wird der Steigerung der Energieproduktivität eine zentrale Bedeutung beigemessen.
Definition / Berechnung
Zeitreihe: Bruttoinlandsprodukt (verketteter Index) / Primärenergieverbrauch (Index)
Niveau: Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen in EUR / Primärenergieverbrauch in Gigajoule (GJ)
Energieträger
Stoffe und physikalische Erscheinungsformen der Energie, aus denen direkt oder durch eine oder mehrere Umwandlungen nutzbare Energie gewonnen werden kann. Unterschieden wird nach Primär- oder Sekundärenergieträgern. Bei den Primärenergieträgern handelt es sich um Energieträger die keiner Umwandlung unterworfen wurden. Dies sind Stein- und Braunkohlen (roh), Hartbraunkohle, Erdöl, Erdgas, Grubengas, die erneuerbaren Energieträger sowie die Kernenergie. Sekundärenergieträger sind Energieträger die aus Umwandlung von Primärenergieträgern entstehen. Dies sind alle Stein- und Braunkohlenprodukte sowie Mineralölprodukte, Gichtgas, Konvertergas, Kokerei-/Stadtgas, Strom und Fernwärme.
Energieverbrauch des Verkehrs
Der Energieverbrauch des Verkehrs wird in die folgenden Sektoren untergliedert
Er umfasst den Energieverbrauch bei der Erstellung von Jahresfahrleistungen, soweit sie statistisch erfassbar sind. Der Energieverbrauch des Verkehrs wird nur zum Teil durch unmittelbare statistische Erhebungen erfasst. Die Angaben der Energiebilanz beruhen im Allgemeinen auf Statistiken über die Lieferungen an Verkehrsträger. Zum Teil werden auch Marktforschungsergebnisse verwendet.
Entgelte
Entgelte sind die Summe der Bruttobezüge (Bar- und Sachbezüge ohne jeden Abzug) der tätigen Personen ohne Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung (Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung).
Entwicklung der Schülerzahl an allgemeinbildenden Schulen
Es wird die zurückliegende Entwicklung der Schülerzahlen an den öffentlichen und privaten allgemeinbildenden Schulen seit dem Schuljahr 1980/81 aufgezeigt und die erwartete Entwicklung der Schülerzahlen bis zum Schuljahr 2025/26 prognostiziert.
Das Schuljahr 2014/15 bildet die Basis für die Modellrechnung der Schülerzahlen. Die demografische Entwicklung sorgt nach diesen Berechnungen in den kommenden Jahren bis 2025 für einen weiteren Rückgang der Gesamtschülerzahl der allgemeinbildenden Schulen, der allerdings durch die aktuelle Zuwanderung deutlich gebremst wird.
Solche Modellrechnungen der Schülerzahl im Land auf Basis aktueller Bevölkerungsvorausrechnungen werden bereits seit etwa 25 Jahren regelmäßig im Abstand von meist zwei bis drei Jahren durchgeführt. Aufgrund der derzeitigen grundlegenden Änderungen im Schulwesen des Landes, ist für die kommenden Jahre eine jährliche Aktualisierung der Berechnungen geplant.
Entwicklung und Produktivität des Wassereinsatzes
Die Gewinnung und Nutzung von Wasser sowie besonders die mit den Abwasserableitungen verbundenen Stoff- und Wärmeeinträge stellen einen erheblichen Eingriff in den natürlichen Wasserkreislauf dar. Wasservorkommen unterliegen aufgrund ihrer vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten als Trinkwasser, Rohstoff, Kühlmittel sowie als Lösungs- und Transportmittel unterschiedlichen, teilweise konkurrierenden Nutzungsansprüchen. Ein Großteil der Wassermenge, die der Natur entnommen wird, wird in Industriebetrieben und vor allem von Energieversorgern verwendet. Die Wasserproduktivität, also das Verhältnis von Wirtschaftsleistung zum Wassereinsatz, gibt Aufschluss über die Effizienz der Nutzung von Wasserressourcen.
  • Zeitreihe
    • Bruttoinlandsprodukt (verketteter Index; 1995 = 100) / Wassereinsatz (Index; 1995 = 100)
    • Bruttowertschöpfung (verketteter Index; 1995 = 100) / Wassereinsatz (Index; 1995 = 100)
  • Niveau
    • Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen in EUR / Wassereinsatz in Kubikmeter
    • Bruttowertschöpfung in jeweiligen Preisen in EUR / Wassereinsatz in Kubikmeter
Die Angaben zum Wassereinsatz sind Ergebnisse der Wasserflussrechnungen.
Erfassungsgrenzen der Agrarstatistik
Landwirtschaftliche Betriebe (seit 2010):
Betriebe mit 5 Hektar (ha) und mehr landwirtschaftlich genutzter Fläche oder mit weniger als 5 Hektar Fläche, aber mit mindestens einer der folgenden Erzeugungseinheiten:
  • 10 Rinder
  • 50 Schweine
  • 10 Zuchtsauen
  • 20 Schafe
  • 20 Ziegen
  • 1 000 Stück Geflügel
  • 0,5 ha Hopfen
  • 0,5 ha Tabak
  • 1,0 ha Dauerkulturen im Freiland oder je
    • 0,5 ha Obstanbau-, Reb- oder Baumschulfläche
    • 0,5 ha Gemüse oder Erdbeeren im Freiland
    • 0,3 ha Blumen oder Zierpflanzen im Freiland
    • 0,1 ha Kulturen unter Glas oder anderen begehbaren Schutzabdeckungen
    • 0,1 ha Speisepilze.
Forstbetriebe:
Betriebe mit mindestens 10 Hektar Waldfläche oder Fläche mit schnellwachsenden Baumarten.
Die Erfassungsgrenzen wurde im Lauf der Jahre mehrfach angehoben, deshalb sind die in den Zeitreihen angegebenen Werte nicht immer unmittelbar miteinander vergleichbar.
Für Viehbestandserhebungen und Anbauerhebungen gelten teilweise eigene Erfassungsgrenzen.
Erfassungsgrenzen vor 2010
Erhebungsumfang (Umsatzsteuer)
Es werden grundsätzlich alle Unternehmen erfasst, die für das betreffende Jahr eine Umsatzsteuer-Voranmeldung abgegeben haben und Lieferungen und Leistungen von mehr als 17 500 Euro aufweisen.
Erneuerbare Energieträger
Erneuerbare Energieträger sind natürliche Energievorkommen, die auf permanent vorhandene oder auf sich in überschaubaren Zeiträumen von wenigen Generationen regenerierende Energieströme zurückzuführen sind. Dazu gehören zum Beispiel Wasserkraft, Windenergie, Solarenergie, Fotovoltaik, Biomasse in Form von Gasen und nachwachsenden Rohstoffen, Abfall biologischen Ursprungs und die Geothermie.
Ernteerträge für Gemüse und Obst
Nachgewiesen wird marktfähige Ware, gleichgültig ob sie voll verwendet werden kann oder nicht.
Die Ergebnisse der Obsternte der Jahre 1995 bis 1996 basieren bei Äpfeln, Birnen, Süßkirschen, Pflaumen/Zwetschgen, Mirabellen/Renekloden und Pfirsichen auf der Ergänzenden Ernteermittlung, bei Sauerkirschen, Aprikosen, Walnüssen und Beerenobst auf den Schätzungen der amtlichen Berichterstatter.
Die Darstellung der Obsternten im Marktobstbau beruht seit 1990 auf den Schätzungen der amtlichen Berichterstatter. Lediglich bei Äpfeln handelt es sich um die Messung ermittelter Ergebnisse der Ergänzenden Ernteermittlung.
Ernteerträge für landwirtschaftliche Feldfrüchte und Grünland
Eingebrachte Ernte; für Getreide auf 14% Feuchtigkeit umgerechnet. Bei den Hektarerträgen handelt es sich um die endgültigen Ernteschätzungen der amtlichen Berichterstatter, die mit den auf Stichprobenbasis gewonnenen Messungsergebnissen der Besonderen Ernteermittlung (Getreide und Kartoffeln) koordiniert werden.
Ertragsentwicklung ausgewählter Getreidearten
Anhand der Ertragsentwicklung (Erntemenge in Dezitonnen (dt) / Anbaufläche in Hektar (ha)) ausgewählter Getreidearten wird der technische Fortschritt (Anbautechnik, Züchtung, Düngung, Pflanzenschutz, etc.) im Ackerbau deutlich.
Ertragsmesszahl
Die Ertragsmesszahl (EMZ) eines Grundstücks ist ein Maß für die relative Ertragsfähigkeit bei ortsüblicher Bewirtschaftung. Sie beruht auf der Bodenschätzung und kann bis auf wenige Ausnahmefälle Werte zwischen 7 und 100 einnehmen. Der beste Boden erhielt die Wertzahl 100.
Erwachsene
Erwachsene sind 21 Jahre oder älter; sie werden nach dem allgemeinen Strafrecht abgeurteilt.
Erwerbslose
Als erwerbslos gelten Personen ohne Arbeitsverhältnis, die sich um eine Arbeitsstelle bemühen, kurzfristig, d.h. innerhalb von 2 Wochen für eine Beschäftigung verfügbar waren und in den letzten 4 Wochen aktiv eine Beschäftigung gesucht haben, unabhängig davon, ob sie beim Arbeitsamt als Arbeitslose gemeldet sind.
Erwerbspersonen
Zu den Erwerbspersonen rechnen die Erwerbstätigen und die Erwerbslosen.
Erwerbstätigenquote
Die Erwerbstätigenquote (Anzahl Erwerbstätige im Alter von 15 bis unter 65 Jahren / Bevölkerung im gleichen Alter × 100 bzw. Anzahl Erwerbstätige im Alter von 20 bis unter 65 Jahren / Bevölkerung im gleichen Alter × 100) spiegelt die Erwerbsbeteiligung der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter wider.
Insbesondere vor dem Hintergrund der sogenannten "Lissabon-Strategie", einem Maßnahmenkatalog, den die Staats- und Regierungschefs der EU im Jahr 2000 beschlossen haben und der durch das neue, auf 10 Jahre angelegte Wirtschaftsprogramm »Europa 2020« fortgeschrieben wurde, kommt der Erwerbstätigenquote eine besondere Bedeutung zu.
Erwerbstätigenquote der Frauen
Die Erwerbstätigenquote der 15- bis unter 65-jährigen Frauen (Anzahl erwerbstätige Frauen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren / Weibliche Bevölkerung im gleichen Alter × 100) spiegelt die Erwerbsbeteiligung der Frauen im erwerbsfähigen Alter wider.
Alternativ kann dieser Indikator auch für die Frauen im Alter von 20 bis unter 65 Jahren / Weibliche Bevölkerung im gleichen Alter × 100 berechnet werden.
Insbesondere vor dem Hintergrund der sogenannten »Lissabon-Strategie«, einem Maßnahmenkatalog, den die Staats- und Regierungschefs der EU im Jahr 2000 beschlossen haben und der durch das neue, auf 10 Jahre angelegte Wirtschaftsprogramm »Europa 2020« fortgeschrieben wurde, kommt der Erwerbstätigenquote der Frauen eine besondere Bedeutung zu.
Erwerbstätige nach Wirtschaftssektoren
Der Indikator (Erwerbstätige (am Arbeitsort) nach Wirtschaftssektor / Erwerbstätige (am Arbeitsort) insgesamt × 100) liefert Informationen über den Anteil der Erwerbstätigen im jeweiligen Wirtschaftssektor.
Erziehungsmaßregeln
Erziehungsmaßregeln sind Erteilung von Weisungen, Erziehungsbeistandschaft und Heimerziehung. Dabei sind Weisungen Gebote und Verbote, die die Lebensführung der Jugendlichen regeln. Erziehungsbeistandschaft ist die Unterstützung der Sorgeberechtigten bei der Erziehung. Heimerziehung oder sonstige betreute Wohnform ist die Unterbringung in einer geeigneten Familie oder in einem Heim.
Europäischer Abfallkatalog
Der Europäische Abfallkatalog (EAK) klassifiziert die Abfallarten innerhalb der EU und ersetzt seit 1999 die Klassifizierung der Abfälle nach dem LAGA-Katalog (Länderarbeitsgemeinschaft Abfall). Der EAK folgt dem Leitgedanken, die branchenspezifische Herkunft der Abfälle als Grundlage für die Abfallgliederung heranzuziehen. Dadurch kann es vorkommen, dass Abfälle gleicher Zusammensetzung mit unterschiedlichen Schlüsseln zu kennzeichnen sind, je nachdem, wo sie entstanden sind. Diese herkunftsbezogene Zuordnung der Abfälle führt dazu, dass eine direkte Gegenüberstellung des EAK mit dem LAGA Katalog nicht möglich ist.
Siehe Europäisches Abfallverzeichnis
Europäisches Abfallverzeichnis
Seit 2002 regelt das Europäisches Abfallverzeichnis (EAV) die Bezeichnung von Abfällen sowie deren Einstufung nach dem Grad der Überwachungsbedürftigkeit und löst damit den Europäischen Abfallkatalog (EAK) ab.
EW
Siehe Einwohnerwert
Existenzgründungsquote
Die Existenzgründungsquote (Betriebsgründungen mit wirtschaftlicher Substanz / (Einwohner / 10000) wird als ein wichtiger Indikator der wirtschaftlichen Entwicklung und Innovationskraft einer Volkswirtschaft bewertet. Existenzgründungen dienen der Sicherung und dem Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit. Sie sind bedeutsam für den Strukturwandel und der Entstehung neuer Arbeitsplätze. Der Indikator trifft keine Aussage darüber, in welchem Maße die neu gegründeten Betriebe tatsächlich am Markt aktiv geworden sind oder wie erfolgreich sie waren.
Exportquote
Die Exportquote im Verarbeitenden Gewerbe (Auslandsumsatz in EUR / Umsatz in EUR × 100) gibt Auskunft darüber, wie groß die Bedeutung ausländischer Märkte für die einheimische Industrie ist.
Extrahandel
Der Extrahandel (Handel mit den Ländern der Welt, ausgenommen die Länder der EU) wird auf der Grundlage von Warenbegleitpapieren über die Zollämter ermittelt. Im Rahmen der Extrahandelsstatistik sind – bis auf wenige Ausnahmen – Warensendungen von weniger als 1000 Euro von der Anmeldung befreit.
Siehe Außenhandelsstatistik
Fachärzte
Zu den Fachärzten (eigentlich Gebietsärzte) zählen alle Fachgebietsrichtungen, die in der Weiterbildungsordnung der Ärzte festgelegt sind, also auch die Allgemeinmediziner.
Ärzte ohne abgeschlossene Weiterbildung sowie praktische Ärzte zählen nicht zu den Gebietsärzten.
Fachschule
Die Fachschule hat die Aufgabe, nach abgeschlossener Berufsausbildung und praktischer Bewährung oder nach einer geeigneten beruflichen Tätigkeit von mindestens fünf Jahren eine weitergehende fachliche Ausbildung im Beruf zu vermitteln (z. B. Fachschule für Technik, Meisterschule, Landwirtschaftsschule). Vorbereitungskurse zur Meisterprüfung dauern bei Vollzeitunterricht meist ein Jahr. Fachschulen für Technik sind in der Regel zweijährige Vollzeitschulen. Lehrgänge bei Abend- oder Wochenendunterricht sind entsprechend länger.
Fachsemester
Fachsemester sind die in einem Studiengang absolvierten Semester. Soweit diese von der Hochschule anerkannt werden, zählen hierzu auch Semester aus anderen Studiengängen, die im In- und Ausland absolviert wurden.
Fächergruppe
Eine Fächergruppe besteht aus einer Zusammenfassung fachlich verwandter Studienfächer an Hochschulen.
Familie
Die Familie im statistischen Sinn umfasst alle Eltern-Kind-Gemeinschaften, das heißt Ehepaare, nichteheliche (gemischtgeschlechtliche) und gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften sowie alleinerziehende Mütter und Väter mit ledigen Kindern im Haushalt. Einbezogen sind in diesen Familienbegriff – neben den leiblichen Kindern – auch Stief-, Pflege- und Adoptivkinder ohne Altersbegrenzung. Damit besteht eine Familie immer aus zwei Generationen (Zwei-Generationen-Regel): Eltern/-teile und im Haushalt lebende ledige Kinder.
Familienarbeitskräfte
Neben den Betriebsinhabern gehören hierzu auch ihre sowohl auf dem Betrieb lebenden als auch mit betrieblichen Arbeiten beschäftigten Familienangehörige in Betrieben der Rechtsform Einzelunternehmen.
Festgesetzte Einkommensteuer
Die tarifliche Einkommensteuer, vermindert um die Steuerermäßigungen; erhöht um die Nachsteuer oder anderer Zuschlagsteuern und bereits in Anspruch genommener Ansprüche, ergibt die festzusetzende Einkommensteuer.
Feuerungsanlage
Industrielle Feuerungsanlage
Finanzausgleich
Es ist grundsätzlich zu unterscheiden zwischen dem Finanzausgleich (FAG) zwischen den Bundesländern und den Kommunalen Finanzausgleichen, welche zwischen den Kommunen eines Landes unter Beteiligung des Landes selbst durchgeführt werden.
Siehe Kommunaler Finanzausgleich
Forschungs- und Entwicklungs-Intensität
Die Forschungs- und Entwicklungs-Intensität (FuE-Intensität) (Ausgaben für Forschung und Entwicklung der Wirtschaft, der Hochschulen und der außeruniversitären Forschungseinrichtungen in EUR / Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen in EUR × 100) gibt Auskunft darüber, wie viel Prozent der Wirtschaftsleistung für Forschung und Entwicklung ausgegeben werden. Eine hohe FuE-Intensität gilt als eine entscheidende Basis für zukünftige Innovationen und internationale Wettbewerbsfähigkeit.
Forstbetriebe
Technisch-wirtschaftliche Einheiten, die für Rechnung eines Inhabers (Betriebsinhaber) bewirtschaftet werden und keine der für landwirtschaftliche Betriebe geltenden Erfassungsgrenzen (der Agrarstatistiken) erreichen, aber über mindestens 10 ha Waldfläche oder Fläche mit schnell wachsenden Baumarten (sogenannte Kurzumtriebsplantagen) verfügen.
Fossile Energieträger
In der erdgeschichtlichen Vergangenheit insbesondere aus abgestorbenen Pflanzen entstandene feste, flüssige und gasförmige Brennstoffe wie Kohle, Erdöl, Erdgas, Holz und sonstige Energieträger wie Sulfitablauge, Raffineriegas, Altreifen.
Freie Waldorfschule
Private Ersatzschule mit besonderer pädagogischer Prägung (R. Steiner). Die Klassenstufen 1 bis 12 werden weitgehend als einheitlicher Bildungsgang geführt, Klassenstufe 13 bereitet auf die Hochschulreife (Abitur) vor.
Freiflächen
Das Grundstück befindet sich im Baugebiet der Gemeinde, ohne dass eine Bebauung im üblichen Sinne vorgesehen ist. Vielmehr handelt es sich um Grünflächen, Parkanlagen, Sport-, Spiel-, Zeltplätze und ähnliches, die z. B. zu Erholungszwecken dem öffentlichen Gebrauch dienen.
Siehe Bauland
Freiheitsstrafe
Freiheitsstrafe ist zeitig begrenzt, wenn das Gesetz nicht lebenslange Freiheitsstrafe androht. Das Höchstmaß der zeitig begrenzten Freiheitsstrafe ist 15 Jahre, das Mindestmaß ein Monat.
Fremdarbeitskräfte
Siehe Arbeitskräfte
Fremdbezug von Wasser
Wassermenge, die nicht selbst gewonnen, sondern von einem anderen Unternehmen, aus dem öffentlichen Netz, anderen Bundesländern oder dem Ausland bezogen wird.
Fremdwasser
In die Kanalisation durch Undichtigkeit der Kanäle eindringendes Grundwasser oder unerlaubt über Fehlanschlüsse beispielsweise von Dränagen oder Quellen eingeleitetes Wasser (z. B. Regenwasser) sowie Schmutzwasserkanälen zufließendes Oberflächenwasser. Fremdwasser erhöht die in der Abwasserbehandlungsanlage zu behandelnde Wassermenge und verändert deren Beschaffenheit.
Frischwassermaßstab
Hierbei handelt es sich um die vom Wasserversorgungsunternehmen an den Letztverbraucher verkaufte Wassermenge, die zur Berechnung der Abwasserkosten als Mengenparameter herangezogen wird.
Gartenbauerzeugnisse
Nachgewiesen werden hier die Erzeugnisse des Erwerbsgartenbaus. Anzugeben ist der Anbau von Gemüse, Spargel, Erdbeeren, Blumen und Zierpflanzen im Freiland und unter Glas. Auch der Vermehrungsanbau von Blumenzwiebeln und -knollen sowie die gezielte Erzeugung von Saat- und Pflanzgut in Gartenbausämereien zählen hierzu. Neben dem Anbau von Gartenbauerzeugnissen auf dem Ackerland sind auch der Anbau von Baumschulerzeugnissen und Obst mit einbezogen.
Gaserfassung auf Deponien
Bei anaerobem Abbau von organischen Abfällen auf Deponien entsteht neben Kohlendioxid überwiegend Methan. Aus Gründen des Emissionsschutzes ist dieses Gas mittels geeigneten Anlagen zu fassen. Zudem besitzt es auf Grund des Methangehaltes einen hohen Energiewert (Biogas).
Gebäude
Gebäude sind selbstständig benutzbare, überdachte Bauwerke, die auf Dauer errichtet sind und von Menschen betreten werden können. Sie dienen dem Schutz von Menschen, Tieren oder Sachen. Dabei kommt es auf die Umschließung durch Wände nicht an. Gebäude in diesem Sinne sind auch selbstständig benutzbare, unterirdische Bauwerke. Unterkünfte, wie z. B. Baracken, Gartenlauben, Behelfsheime und dergleichen, die nur für begrenzte Dauer errichtet oder von geringem Wohnwert sind, werden – ebenso wie behelfsmäßige Nichtwohnbauten und frei stehende selbstständige Konstruktionen – nicht zu den Gebäuden gerechnet.
Gebietsärzte
Siehe Fachärzte
Gebühren
Gebühren sind wie Steuern und Beiträge öffentliche Abgaben und werden einseitig von der öffentlichen Hand festgesetzt, sie unterscheiden sich damit wesentlich von der auf vertraglicher Vereinbarung beruhenden privatrechtlichen Entgelten.
Gebühren sind entweder Benutzungs- oder Verwaltungsgebühren, je nachdem ob die Leistung in der Benützung einer öffentlichen Einrichtung (z. B. Bäder, Wasserversorgung) oder in der Inanspruchnahme einer Tätigkeit von Behörden (Amtshandlungen) besteht.
Grundsätzlich steht es im Ermessen der Gebietskörperschaft, ob sie die Benützung ihrer Einrichtungen öffentlich-rechtlich durch Gebühren oder privatrechtlich durch Entgelte regelt.
Geburtenrate
Die Geburtenrate (auch rohe Geburtenrate, Geburtenziffer) bezieht die Zahl der Lebendgeborenen auf 1 000 Einwohner.
Geburtensaldo
Der Geburtensaldo ist die Differenz aus Lebendgeborenen und Gestorbenen.
Gefährdungseinschätzung
Eine Gefährdungseinschätzung liegt vor, wenn dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt werden, es sich daraufhin einen unmittelbaren Eindruck von dem Minderjährigen und seiner persönlichen Umgebung verschafft hat (z. B. durch einen Hausbesuch, den Besuch der Kindertageseinrichtung oder der Schule, der eigenen Wohnung des/der Jugendlichen oder die Einbestellung der Eltern ins Jugendamt) und die Einschätzung des Gefährdungsrisikos anschließend im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte erfolgt ist. Zu einer gemeldeten Gefährdungseinschätzung können auch weitere vereinbarte Hausbesuche oder zusätzliche Recherchearbeiten gehören.
Gefährliche Abfälle
Abfälle, die nach ihrer Art, Beschaffenheit oder Menge in besonderem Maße gesundheits-, luft- oder wassergefährdend, explosibel oder brennbar sind oder Erreger übertragbarer Krankheiten enthalten oder hervorbringen können und an deren Überwachung und Beseitigung nach dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz besondere Anforderungen zu stellen sind. Um welche Abfälle es sich im Einzelnen handelt, legt die Verordnung zur Bestimmung von besonders überwachungsbedürftigen Abfällen (BestbüAbfV) fest.
Geldstrafe
Geldstrafe ist nur bei Verurteilungen nach allgemeinem Strafrecht möglich. Sie wird in Tagessätzen verhängt und beträgt mindestens 5 und höchstens 360 volle Tagessätze. Die Höhe eines Tagessatzes wird unter Berücksichtigung der persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Täters festgesetzt.
Geldvermögen
Die befragten Haushalte haben zu folgenden Geldvermögensarten Angaben gemacht:
  • Bausparguthaben: Angespartes Guthaben noch nicht ausgezahlter Bausparverträge, einschließlich aller sonstigen privaten Guthaben bei Bausparkassen (einschließlich Zinsen und staatliche Zulagen).
  • Sparguthaben: Bei Banken und Sparkassen im In- und Ausland unbefristet angelegte Gelder, die nicht für den Zahlungsverkehr bestimmt sind (einschließlich Zinsen).
  • Sonstige Anlagen bei Banken/Sparkassen: Fest- u. Termingelder (einschließlich Sparbriefe) in- und ausländischer Kreditinstitute sowie Guthaben auf Tagesgeldkonten (einschließlich Zinsen).
  • Wertpapiere: Hierzu zählen Aktien, Rentenwerte, Investmentfonds sowie sonstige Wertpapiere und Vermögensbeteiligungen.
  • Aktien: In- und ausländische Wertpapiere, in denen Anteilsrechte an einer Aktiengesellschaft (AG, KGaA) verbrieft sind.
  • Rentenwerte: Laufende Inhaberschuldverschreibungen in- und ausländischer Emittenten (Aussteller der Wertpapiere). Im Einzelnen sind dies Pfandbriefe, Kommunalobligationen, sonstige Bankschuldverschreibungen (einschließlich Zertifikate), staatliche Schuldtitel (z. B. Bundes-, Länder- bzw. Stadtanleihen, Bundesobligationen sowie -schatzbriefe) und Industrieobligationen.
  • Investmentfonds: Hierzu zählen von Kapitalanlagegesellschaften verwaltete Fonds, wie z. B.: Aktienfonds (Beteiligungspapiere in- und ausländischer Aktiengesellschaften), Immobilienfonds (offene und geschlossene Fonds), Rentenfonds (verschiedene festverzinsliche Wertpapiere), Geldmarktfonds (Termingelder, Schuldscheindarlehen), sonstige Fonds (Mischfonds, Indexfonds, AS-Fonds, Dachfonds; Hedge-Fonds).
  • Sonstige Wertpapiere und Vermögensbeteiligungen: u.a. Timesharing und Anteile an Unternehmen, soweit diese keine Aktiengesellschaften sind (z. B. Anteile an Personengesellschaften, Genossenschaften und an Gesellschaften mit beschränkter Haftung).
Neben den o.g. Geldvermögensarten wurde zudem das an Privatpersonen verliehene Geld (auch Kautionen, z. B. Mietkautionen) in das jeweilige Geldvermögen des (verleihenden) Haushaltes aufgenommen. Auch Versicherungsguthaben zählen zum Geldvermögen privater Haushalte (siehe Versicherungsguthaben). Unberücksichtigt bleiben Bargeldbestände, Guthaben auf Girokonten und Ansprüche von Haushaltsmitgliedern (Anwartschaften) aus gesetzlichen und betrieblichen Alterssicherungssystemen (einschließlich Direktversicherungen).
Von diesem Bruttogeldvermögen werden zur Errechnung des Nettogeldvermögens die (Rest-) Schulden aufgenommener Konsumenten- und Ausbildungskredite abgezogen:
  • Konsumentenkredite: Kredite von Banken, Sparkassen und sonstigen Kreditgebern zum Kauf von Konsumgütern (z. B. Pkw, Möbel, Urlaubsreise). Hierzu zählen auch geliehene Gelder von Privatpersonen für Konsumzwecke.
  • Ausbildungskredite: z. B. BAföG, Bildungskredite, Meister‑BAföG, Studiengebührendarlehen, Studienkredite, sonstige Ausbildungskredite.
Geleistete Arbeitsstunden
Alle auf Baustellen und Bauhöfen im Inland tatsächlich geleisteten Stunden, gleichgültig, ob sie von Arbeitern, Polieren, Schachtmeistern und Meistern, Inhabern, Familienangehörigen oder Auszubildenden geleistet werden. Nicht einbezogen sind die für Bürotätigkeiten geleisteten Arbeitsstunden.
Gemeindeanteil an der Einkommensteuer
Seit 1970 steht den Gemeinden ein Anteil an der Einkommensteuer zu. Er beträgt 15 % des Aufkommens im Land an Lohn- und Einkommensteuer sowie 12 % des Aufkommens an Zinsabschlag.
Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer
Die Gemeinden erhalten einen Anteil von 2,2 v.H. am Umsatzsteueraufkommen.
Gemeinschaftsschule
Den Kern der Gemeinschaftsschule bildet die Sekundarstufe I, das heißt, die Klassenstufen 5-10. In allen Fällen, in denen eine Grundschule zur Gemeinschaftsschule gehören soll, bildet diese Grundschule die Primarstufe der Gemeinschaftsschule, das heißt, die Klassenstufen 1-4. Die Gemeinschaftsschule ist in den Klassenstufen 5-10 (Sekundarstufe I) verpflichtende Ganztagsschule. Da an der Gemeinschaftsschule alle Bildungsstandards angeboten werden, sind auch alle Abschlüsse möglich, der Hauptschulabschluss (nach Klasse 9 oder 10), Realschulabschluss (nach Klasse 10) oder das Abitur, sofern die Gemeinschaftsschule eine Sekundarstufe II anbietet.
Gemeldete Arbeitsstellen
Es handelt sich um sozialversicherungspflichtige oder geringfügige (Mini-Jobs) oder sonstige (z. B. Praktika- und Traineestellen) Stellen mit einer vorgesehenen Beschäftigungsdauer von mehr als sieben Kalendertagen, die den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern in gemeinsamen Einrichtungen zur Besetzung gemeldet wurden.
Genehmigungspflichtige Prozessanlagen, Emittentengruppe
Anlagen die nach §4 BImSchV genehmigungspflichtig sind. Für diese Anlagen müssen Emissionserklärungen abgegeben werden. Die Angaben zu den Emissionen einzelner Schadstoffe werden von der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) bereitgestellt.
Generalhandel
Siehe Einfuhr
Gesamtbetrag der Einkünfte
Der Gesamtbetrag der Einkünfte ist in § 2 Abs. 3 Einkommensteuergesetz abgegrenzt. Er errechnet sich im Wesentlichen als Saldo aus den positiven und negativen Einkünften der sieben Einkunftsarten des § 2 Abs. 1 Einkommensteuergesetz unter Berücksichtigung bestimmter Abzugsbeträge.
Gesamtquotient der Erwerbsbevölkerung
Dargestellt wird, wie viele Personen, die noch nicht oder die bereits nicht mehr dem Erwerbsleben zugehören durch die wirtschaftliche Leistungskraft der Erwerbsbevölkerung getragen werden müssen (Bevölkerung im Alter bis unter 15 und im Alter von 65 Jahren und älter / Bevölkerung im Alter von 15 bis unter 65 Jahren). Der Gesamtquotient sagt nichts über die finanzielle Belastung der Erwerbstätigen aus.
Gesamtwirtschaftliche Darstellung
Darstellung der einzelnen Positionen mit Einnahme- Ausgabegruppierungen der kommunalen Haushaltssystematik VwV Baden-Württemberg.
Gesetzliche Krankenversicherung
Pflichtmitglieder sind alle Mitglieder, bei denen das Bruttoeinkommen unterhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt. Krankenversicherte Arbeitslose, landwirtschaftliche Unternehmer, mitarbeitende Familienangehörige, Rehabilitanden, selbstständige Künstler, Publizisten, Studenten, Praktikanten und Auszubildende ohne Entgelt werden ebenfalls als Pflichtmitglieder eingestuft.
Gesplittete Gebühr
Der Abwasserpreis wird getrennt nach Schmutzwasser (je m3 Frischwasser) und Niederschlagswasser (je m2 versiegelte Fläche) erhoben.
Gestorbene
Ohne Totgeborene und gerichtliche Todeserklärungen.
Getötete
Verunglückte im Straßenverkehr
Gewaltdelikte
Zu den Gewaltdelikten zählen vor allem gefährliche und schwere Körperverletzungen einschließlich Körperverletzungen mit Todesfolge, aber auch Raubdelikte, Mord, Totschlag und Vergewaltigung.
Gewerbeabmeldung
Gewerbeabmeldungen umfassen
  • die Aufgabe eines Betriebes durch vollständige Aufgabe oder Umwandlung
  • den Fortzug eines weiterhin bestehenden Betriebes in den Bereich einer anderen Gewerbemeldebehörde und
  • die Übergabe eines weiterhin bestehenden Betriebes wegen Rechtsformwechsel, Gesellschafteraustritt oder Erbfolge, Verkauf oder Verpachtung.
Gewerbeanmeldung
Gewerbeanmeldungen umfassen
  • die Neuerrichtung eines Betriebes durch Neugründung oder Umwandlung,
  • den Zuzug eines bereits bestehenden Betriebes aus dem Bereich einer anderen Gewerbemeldebehörde und
  • die Übernahme eines bestehenden Betriebes wegen Rechtsformwechsel, Gesellschaftereintritt oder Erbfolge, Kauf oder Pacht.
Gewerbesteuer
Die Gewerbesteuer gehört zu den Realsteuern, die im Gegensatz zu den Personensteuern (z. B. Einkommen- und Körperschaftsteuer) nicht die Leistungsfähigkeit einer Person besteuert, sondern den im Gewerbebetrieb erwirtschafteten Ertrag. Ihr unterliegt jeder stehende Gewerbebetrieb, soweit er im Inland betrieben wird. Die Besteuerungsgrundlage für die Gewerbesteuer bildet der Gewerbeertrag, welcher sich aus den Vorschriften des Einkommensteuer- bzw. Körperschaftsteuergesetzes errechnet, vermehrt und vermindert um die in §§ 8 und 9 des Gewerbesteuergesetzes bezeichneten Beträge. Abzüglich der Freibeträge nach § 11 (1) Gewerbesteuergesetz bildet der gekürzte Gewerbeertrag die Grundlage zur Ermittlung des Steuermessbetrages. Dieser einheitliche Steuermessbetrag ist zu zerlegen, wenn Betriebsstätten in mehreren Gemeinden unterhalten werden. Das Aufkommen der Gewerbesteuer steht nach Artikel 106 Abs. 6 GG grundsätzlich den Gemeinden zu.
Gewerbesteuer je Einwohner
Die Gewerbesteuer ist die bedeutendste Gemeindesteuer und eine wichtige Finanzierungsquelle der Gemeinden. Das Gewerbesteueraufkommen je Einwohner (Gewerbesteuereinnahmen abzüglich Gewerbesteuerumlage in EUR / Einwohner) gibt grundsätzlich Hinweise auf die Wirtschaftskraft einer Gemeinde. Da von der Gewerbesteuer an Land und Bund eine in den Jahren unterschiedliche Umlage abzuführen ist, werden hier nur die Nettoeinnahmen betrachtet.
Gewinnung und Verteilung von Brennstoffen, Emittentengruppe
Hier werden Methan-Emissionen aus den Teilbereichen Erdöl- und Erdgasgewinnung sowie deren Raffination und Verteilung zusammengefasst. Die Ermittlung erfolgt je nach Einzelbereich u. a. mit Hilfe von Energieangaben der amtlichen Statistik und des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) sowie Angaben zu Erdgastransport und -verteilung des Bundesverbandes der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW).
Gewogener Durchschnittshebesatz
Der gewogene Durchschnittshebesatz ist ein für Gruppen von Gemeinden (z. B. eines Landkreises, einer Einwohnergrößenklasse und das Land insgesamt) für jede Realsteuerart ermittelter Prozentsatz (Summe Istaufkommen x 100/ Summe Grundbeträge).
Global Warming Potential
Der GWP-Wert eines Stoffes gibt sein Treibhauspotential, also seinen potentiellen Beitrag zur Erwärmung der bodennahen Luftschichten, relativ zum Treibhauspotential von CO2 an, d. h. der GWP-Wert für CO2 = 1.
Großvieheinheiten
Die Großvieheinheit (GV) ist ein Umrechnungsschlüssel für die verschiedenen Nutzvieharten. Ihre Berechnung basiert auf dem Lebendgewicht der einzelnen Tiere, wobei 500 kg Lebendgewicht einer Großvieheinheit entspricht und auf den ganzjährig im Betrieb gehaltenen Durchschnittsbestand bezogen ist.
Zur Berechnung der Großvieheinheiten (GV) in der Agrarstatistik wird der folgende Umrechnungsschlüssel verwendet:
Viehkategorien GV
  • Einhufer 0,950
  • Kälber und Jungrinder unter 1 Jahr alt 0,300
  • Rinder 1 bis unter 2 Jahre alt 0,700
  • Rinder 2 Jahre und älter 1,000
  • Geflügel 0,004
  • Ferkel 0,020
  • Zuchtsauen 0,300
  • andere Schweine 0,120
  • Schafe unter 1 Jahr alt 0,050
  • Schafe 1 Jahr und älter 0,100
  • Ziegen 0,080
Grünabfälle
Hierbei handelt es sich um überwiegend aus privaten Haushaltungen stammende Gartenabfälle wie Baum-, Strauch- und Rasenschnitt, die separat und nicht über die Biotonne mit erfasst werden. Des Weiteren in öffentlichen Parkanlagen, auf Friedhöfen sowie als Straßenbegleitgrün anfallende pflanzliche Abfälle.
Grundgebühr
Sie setzt sich aus der Trinkwassergrundgebühr für die Bereitstellung von Trinkwasser und die Benutzung eines haushaltsüblichen Wasserzählers sowie einer eventuell vorhandenen Abwassergrundgebühr für die Beseitigung von Abwasser zusammen. Sie wird zusätzlich zur mengenbezogenen Gebühr (Trinkwasserpreis, Abwasserpreis) erhoben und enthält beim Trinkwasser 7 % Mehrwertsteuer.
Grundleistungen
Grundleistungen nach § 3 Asylbewerberleistungsgesetz sollen den notwendigen Bedarf der Leistungsberechtigten an Ernährung, Unterkunft, Heizung, Kleidung, Gesundheits- und Körperpflege sowie Gebrauchs- und Verbrauchsgütern im notwendigen Umfang durch Sachleistungen decken. Unter besonderen Umständen können anstelle der Sachleistungen auch Wertgutscheine und Geldleistungen erbracht werden.
Zusätzlich erhalten Leistungsempfänger einen monatlichen Geldbetrag (Taschengeld) für die persönlichen Bedürfnisse des täglichen Lebens. Die so gewährte individuelle Hilfeleistung ist insgesamt geringer als die korrespondierenden Leistungen der Hilfe zum Lebensunterhalt.
Grundschule
Ihr Auftrag ist die Vermittlung von Grundkenntnissen und Grundfertigkeiten sowie die Entfaltung der verschiedenen Begabungen in einem gemeinsamen Bildungsgang. Sie umfasst in der Regel vier Schuljahre. Danach erfolgt der Übergang auf eine weiterführende Schule.
Grundschulförderklasse
Einrichtungen, die Kinder, die vom Schulbesuch zurückgestellt wurden, auf den Besuch der Grundschule vorbereiten. Die Grundschulförderklassen traten ab dem Schuljahr 1991/92 an die Stelle der allgemeinen Schulkindergärten und werden an Grundschulen geführt.
Grundwasser, angereichertes
Angereichertes Grundwasser ist echtes Grundwasser mit anteilig infiltriertem Oberflächenwasser. Das Oberflächenwasser wird dabei zur Erhöhung des Grundwasserangebots in Versickerungsbecken, -gräben oder -brunnen zur Versickerung gebracht (künstliche Grundwasseranreicherung). Im Untergrund gleicht sich dieses Wasser nach entsprechend langer Fließstrecke und Verweilzeit an die Eigenschaften natürlicher Grundwässer an.
Grundwasser
Der Teil des unterirdischen Wassers, das Hohlräume der Erdrinde vollständig füllt, keinen natürlichen Austritt besitzt (Quellwasser) und sich unter der Wirkung von Schwer- und Druckkraft frei bewegt.
GV
Grossvieheinheiten
GWP
Siehe Global Warming Potential
Gymnasium
Vermittelt eine breite und vertiefte Allgemeinbildung, die zur Studierfähigkeit führt. In der Normalform baut das Gymnasium auf der Grundschule auf und umfasst 9 bzw. im 8-jährigen gymnasialen Bildungsgang 8 Schuljahre. Nicht voll ausgebaute Gymnasien führen die Bezeichnung Progymnasium. Eine Kurzform des Gymnasiums stellt das Aufbaugymnasium dar, das die Klassenstufen 8 bis 13 oder 11 bis 13 umfasst.
Siehe Allgemeinbildendes Gymnasium
Siehe Berufliches Gymnasium
Häusliche Abfälle
Sie setzen sich zusammen aus Haus- und Sperrmüll, getrennt erfassten Wertstoffen (ohne Recyclingbaustoffe und ohne Wertstoffe, die von gewerblichen Betrieben angeliefert wurden) und Wertstoffgemischen aus Haushalten sowie Bioabfällen.
Haupteinkommensperson
Durch die Festlegung einer Haupteinkommensperson lassen sich Mehrpersonenhaushalte nach unterschiedlichen Merkmalen (z. B. Alter, Geschlecht, Familienstand, soziale Stellung) einheitlich gliedern. Als Haupteinkommensbezieher gilt grundsätzlich die Person (ab 18 Jahren) mit dem höchsten Beitrag zum Haushaltsnettoeinkommen.
Haupterwerbsbetrieb
Ein Betrieb, in dem das Einkommen des Betriebsinhabers (und ggf. seines Ehegatten) aus betrieblichen Quellen höher ist als das Einkommen aus außerbetrieblichen Quellen. Das Gegenstück ist der Nebenerwerbsbetrieb. Die Typisierung in Haupt- und Nebenerwerb erfolgt nur für Betriebe in der Rechtsform eines Einzelunternehmens.
Bis 2007 spielte neben der Relation von betrieblichen und außerbetrieblichen Einkommen die Arbeitsleistung (ausgedrückt in Arbeitskraft-Einheiten) je Betrieb eine Rolle.
Danach galten als Haupterwerbsbetriebe solche Betriebe, in denen
  • das betriebliche Arbeitsvolumen, berechnet in Arbeitskraft-Einheiten, 1,5 AK-E und mehr beträgt,
  • das betriebliche Arbeitsvolumen mindestens 0,75 und weniger als 1,5 AK-E beträgt und bei denen der Anteil des betrieblichen Einkommens am Gesamteinkommen des Betriebes 50 % und mehr beträgt bzw. kein außerbetriebliches Einkommen vorliegt.
Hauptmieter
Mietzuschussberechtigte Hauptmieter von Wohnraum (§ 3 Abs. 1 Wohngeldgesetz, jedoch ohne Untermieter und Heimbewohner)
Haus- und Grundbesitz, Immobilienvermögen
Die Angaben zum Haus- und Grundbesitz erstrecken sich auf das gesamte Eigentum an unbebauten Grundstücken, Gebäuden und Eigentumswohnungen im In- und Ausland, unabhängig davon, ob diese Immobilien selbst errichtet, gekauft oder durch Schenkung bzw. Erbschaft erworben wurden oder ob sie selbst genutzt oder vermietet werden. Die Frage nach dem Haus- und Grundbesitz umfasste folgende Immobilienarten:
  • Einfamilienhäuser (auch mit Einliegerwohnung)
  • Zweifamilienhäuser
  • Wohngebäude mit drei und mehr Wohnungen
  • Eigentumswohnungen (auch Zweit- und Freizeitwohnungen)
  • Sonstige Gebäude (Wochenend- und Ferienhäuser, Lauben und Datschen in Kleingärten, kombinierte Wohn- und Geschäftsgebäude sowie Betriebsgebäude, die nicht für eigene geschäftliche Zwecke genutzt werden)
  • Unbebaute Grundstücke (ohne landwirtschaftlich genutzte Flächen).
Zur Ermittlung des Immobilienvermögens machten die Haushalte folgende Angaben:
  • Einheitswert: Steuerlicher Richtwert für Grundstücke und Gebäude, der durch das zuständige Finanzamt festgelegt wird. Er liegt in der Regel erheblich unter dem Verkehrswert.
  • Verkehrswert: Der geschätzte Preis, der im Falle des Verkaufes zum Erhebungszeitpunkt unter Berücksichtigung des Kaufpreises, der Wohnlage und Investitionen erzielt werden könnte.
  • Immobilienkredite/Hypothekenrestschuld: Die Restschuld ist die Summe der tatsächlich noch zu leistenden Gesamttilgungen für Darlehen (Hypotheken, Baudarlehen u. Ä.), die von den Haushalten für den Erwerb beziehungsweise die Instandsetzung des Haus- und Grundvermögens aufgenommen wurden.
Haus- und Nutzgärten
Gartenflächen, auf denen für den eigenen Bedarf Gartenbauerzeugnisse (Obst, Gemüse, Zierpflanzen) oder Kartoffeln angebaut werden, auch Grabeland auf dem Acker außerhalb der Fruchtfolge.
Nicht zu den Haus- und Nutzgärten rechnen die Flächen des Feldgemüsebaus und des Erwerbsgartenbaus, sowie private Parkanlagen, Rasenflächen und Ziergärten.
Haushalte und Kleinverbraucher, Emittentengruppe
Die Emittentengruppe Haushalte und Kleinverbraucher (GHD) wird in drei Teilsektoren unterteilt:
  • Kleinfeuerungsanlagen der Haushalte
  • Kleinfeuerungsanlagen der sonstigen Kleinverbraucher (Kleingewerbe, Dienstleistungsbetriebe, öffentliche Einrichtungen, landwirtschaftliche Betriebe sowie Militäreinrichtungen)
  • Sonstige Betreiber von genehmigungspflichtigen Feuerungsanlagen größer 1 Megawatt.
Datengrundlage für die Ermittlung der Emissionen sind Energieverbrauchsmengen, differenziert nach den drei Teilsektoren Haushalte, Kleinverbraucher und Sonstige Betreiber, gemäß Energiebilanz für Baden-Württemberg.
Die Berechnungen der Emissionen erfolgen differenziert für die drei Teilsektoren. Für die Teilsektoren Haushalte und Kleinverbraucher auf der Basis der Energieverbrauchsmengen differenziert nach Brennstoffarten unter Anwendung durchschnittlicher spezifischer Emissionsfaktoren.
Haushaltsbruttoeinkommen
Zum Haushaltsbruttoeinkommen zählen alle Einnahmen der Haushalte aus (selbständiger und unselbständiger) Erwerbstätigkeit, aus Vermögen (darunter auch die so genannte unterstellte Miete), aus öffentlichen und nichtöffentlichen Transferzahlungen sowie aus Untervermietung. Dabei werden die Einkommen aller zum jeweiligen Haushalt rechnenden Personen zusammengefasst.
Haushaltsgröße
Als Haushaltsgröße wird die Gliederung der Haushalte nach der Zahl der Haushaltsmitglieder bezeichnet, wobei in der Regel von der »Bevölkerung in Privathaushalten« ausgegangen wird.
Haushaltskunden
Haushaltskunden sind gemäß § 3 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) Letztverbraucher, die Energie überwiegend für den Eigenverbrauch im Haushalt oder für den einen Jahresverbrauch von 10 000 kWh nicht übersteigenden Eigenverbrauch für berufliche, landwirtschaftliche oder gewerbliche Zwecke kaufen.
Haushaltstechnische Verrechnungen
  • Innere Verrechnungen (Erstattungen von Ausgaben des Verwaltungshaushalts zwischen Aufgabenbereichen, Zinsen für innere Darlehen)
  • Zuführungen zwischen den Teilhaushalten
  • Kalkulatorische Kosten (Abschreibungen, Verzinsung des Anlagekapitals und Einnahmegegenbuchung).
Sie beinhalten haushaltsinterne Verrechnungen, die für die finanzstatistische Darstellung zur Vermeidung von Doppelzählungen eliminiert werden.
Hausmüllähnliche Gewerbeabfälle
Hausmüllähnliche Gewerbeabfälle sind die in Gewerbebetrieben anfallenden Abfälle, die nach Art und Menge dem Hausmüll ähnlich, gemeinsam mit diesem der Entsorgung zugeführt werden (zum Beispiel Küchen- oder Kantinenabfälle, Verpackungsmaterial, Kehricht).
Hausmülldeponien, Emittentengruppe
Hausmülldeponien verursachen durch die Ablagerung organischer Abfälle u. a. Emissionen an Methan (CH4). Die Berechnung der Methan-Emissionen erfolgt an Hand der Menge abgelagerter organischer Abfälle und spezifischen Werten zur Deponiegasbildung, Methan-Anteil und Deponiegaserfassungsgrad.
Hausmüllverbrennungsanlage
Abfallbehandlungsanlage, in der Abfälle durch unterschiedliche Verfahren (z. B. Verbrennung, Pyrolyse) thermisch behandelt werden. Bei entsprechender Zulassung dürfen auch einzelne gefährliche Abfälle unter Einhaltung der zulässigen Grenzwerte verbrannt werden.
Hebesatz
Von der Gemeinde für das jeweilige Kalenderjahr festgesetzter Prozentsatz, der auf die Messbeträge der Realsteuern angewandt wird, und der für die einzelnen Realsteuerarten in aller Regel unterschiedlich hoch ist.
Siehe gewogener Durchschnittshebesatz
Heizenergie in Neubauten
Der Indikator gibt Auskunft über die Bedeutung der verschiedenen Energieträger für die Beheizung von fertiggestellten Neubauten (Neugebaute Wohn- und Nichtwohngebäude differenziert nach überwiegender Heizenergie / Anzahl Wohn- und Nichtwohngebäude insgesamt × 100). Er bezieht sich rein auf die überwiegend verwendete Heizenergie. Er trifft keine Aussagen zum Energieverbrauch und auch nicht zu den Anteilen der genutzten Heizenergien im Gebäudebestand.
Heranwachsende
Heranwachsende sind 18 bis unter 21 Jahre alt; sie können entweder nach dem allgemeinen oder nach dem Jugendstrafrecht abgeurteilt werden.
Siehe Jugendstrafe
Herkunftsländer
Für die Erfassung ist grundsätzlich der ständige Wohnsitz oder gewöhnliche Aufenthalt der Gäste maßgebend, nicht dagegen deren Staatsangehörigkeit.
Hilfe zum Lebensunterhalt
In besonderen Fällen erhalten Leistungsberechtigte gemäß dem Asylbewerberleistungsgesetz anstelle der Grundleistungen Leistungen, die dem SGB XII entsprechen. Hilfe zum Lebensunterhalt kann als laufende oder einmalige Hilfe gewährt werden.
Hochschulen
Zu den Hochschulen zählen die Universitäten, Pädagogischen Hochschulen, Kunsthochschulen und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (ehemals Fachhochschulen) sowie die Duale Hochschule Baden-Württemberg. Alle acht Berufsakademien mit Außenstellen, sowie die Verwaltungsakademie Stuttgart wurden zur Dualen Hochschule Baden-Württemberg zusammengefasst. Die Duale Hochschule Baden-Württemberg ist zum Wintersemester 2008/2009 erstmals in der Statistik enthalten.
Hochschulen für Angewandte Wissenschaften
Die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW; früher Fachhochschulen) bereitet in einem aus sechs Studiensemestern und zwei Praxissemestern bestehenden Studium auf berufliche Tätigkeiten vor, die die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden oder die Fähigkeit zu künstlerischer Gestaltung erfordern. Zugangsvoraussetzung ist in der Regel die Fachhochschulreife.
Hochschulsemester
Zu den Hochschulsemestern zählen alle Semester, die insgesamt an einer deutschen Hochschule (einschl. Urlaubssemester) studiert wurden. Das erste Hochschulsemester bezeichnet somit den erstmaligen Beginn eines Studiums an einer deutschen Hochschule.
Höchstbeträge für zuschussfähige Miete
Wohngeld wird nicht für unangemessen hohe Wohnkosten geleistet. Bei der Leistung des Wohngeldes wird die ermittelte Miete/ Belastung nicht berücksichtigt, soweit sie einen bestimmten Höchstbetrag übersteigt. Die Höchstbeträge hängen von der Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder und der Mietenstufe der betreffenden Gemeinde ab. Die Höchstbeträge steigen mit zunehmender Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder und der Mietenstufe der betroffenen Gemeinde.
Indirekteinleitung
Industriell-gewerbliches Abwasser, das über die öffentliche Kanalisation zur Abwasserbehandlung in kommunale Kläranlagen eingeleitet wird.
Siehe Direkteinleitung
Indirekte N2O-Emissionen
Indirekte N2O-Emissionen entstehen in erster Linie durch Umwandlungsprozess von abgelagerten stickstoffhaltigen Verbindungen aus der Atmosphäre. Im Gegensatz zu den direkten Emissionen der Landwirtschaft entstehen die indirekten Emissionen auf sekundärem Wege. Zu den indirekten Emissionen zählen außerdem N2O-Emissionen, die durch Auswaschungsvorgänge von gedüngten Böden (Mineraldünger, Gülle) entstehen.
Siehe Distickstoffoxid
Industrieland
Das Grundstück ist im Bebauungsplan als reines Industriegebiet ausgewiesen oder ist für eine überwiegend industrielle Nutzung vorgesehen.
Siehe Bauland
Industrielle Feuerungsanlagen
Industrielle Feuerungsanlagen dienen der Erzeugung von Wärme, Prozessdampf, Strom usw.. Sie bestehen aus einem oder mehreren Kesseln und einem gemeinsamen Kamin. Bei entsprechender Genehmigung dürfen als Brennstoff Abfälle zur Verwertung eingebracht werden. Die Feuerungsanlagen werden nach Größenklasse unterschieden:
  • Feuerungsanlagen kleiner als 1 Megawatt (MW) Feuerungswärmeleistung – sind nach der 4. BImSchV (Stand 1983) nicht genehmigungspflichtig.
  • Feuerungsanlagen mit einer Feuerungswärmeleistung zwischen 1 bis 50 MW – sind nach der TA-Luft (Stand 1986) genehmigungspflichtig und unterliegen bestimmten Grenzwerten für die Emissionen.
  • Feuerungsanlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von 50 MW und mehr – sind genehmigungspflichtige Anlagen nach der Großfeuerungsanlagenverordnung (GFAVO); für diese Anlagen gelten strengere Emissionsgrenzwerte.
Industrie / Feuerungen, Emittentengruppe
Die Feuerungsanlagen (einschließlich industrieller Kraftwerke und Anlagen der sonstigen Energieumwandlung) gliedern sich in zwei Teilbestände:
  • Genehmigungspflichtige Feuerungsanlagen (umfasst Anlagen nach der TA-Luft, Großfeuerungsanlagen sowie Prozessfeuerungsanlagen). Die Berechnung der Emissionen erfolgt betriebsspezifisch auf der Basis der jährlichen Energieverbrauchsmengen gemäß den Energiestatistiken der amtlichen Statistik, verknüpft mit den aus Emissionserklärungen ermittelten einzelbetrieblichen Emissionsfaktoren. Ab dem Berechnungsjahr 2000 ist die Datengrundlage die Emissionserklärungen für das Jahr 2000.
  • Nicht genehmigungspflichtige Feuerungsanlagen (Anlagen mit unter 1 Megawatt Feuerungswärmeleistung). Die Emissionen werden berechnet durch Verknüpfung der in der amtlichen Statistik ermittelten Brennstoffmengen mit durchschnittlichen verbrauchsspezifischen Emissionsfaktoren für die verschiedenen Schadstoffe.
Inlandskonzept
Erwerbstätige
Innovationsindex
Der Innovationsindex ist ein Indikator für die Innovationskraft einer Region. In hoch entwickelten Volkswirtschaften gelten Innovationen als entscheidende Grundlage für Wachstum und Beschäftigung. Der Indikator setzt sich aus den beiden Teilindizes »Niveau« und »Dynamik« zusammen.
In den Niveauindex gehen die jeweils aktuellsten Werte folgender sechs Einzelindikatoren ein:
  • Forschungs- und Entwicklungsausgaben bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt
  • Personal in Forschung und Entwicklung bezogen auf die Erwerbspersonen insgesamt
  • Erwerbstätige in industriellen Hochtechnologiebranchen bezogen auf die Erwerbstätigen insgesamt
  • Erwerbstätige in wissensintensiven Dienstleistungen bezogen auf die Erwerbstätigen insgesamt
  • Erwerbstätige, die in wissenschaftlich-technischen Berufen arbeiten, bezogen auf die Erwerbstätigen insgesamt
  • Patentanmeldungen beim Europäischen Patentamt je 1 Mill. Einwohner.
Der Dynamikindex umfasst die jahresdurchschnittlichen Veränderungsraten dieser sechs Indikatorenreihen in der Regel seit Ende der 90er-Jahre. Die Werte der Indikatorenreihen wurden standardisiert, so dass der jeweils höchste Indikatorenwert den Wert 100 und der kleinste Indikatorenwert den Wert 0 erhält. Alle Indikatoren gehen mit dem gleichen Gewicht in die Teilindizes »Niveau« und »Dynamik« ein, die abschließend im Verhältnis 3:1 zum Innovationsindex zusammengefasst werden.
Institutionelle Beratung
Durch Beratungen in Erziehungs-, Familien- und Jugendberatungsstellen soll Heranwachsenden bei der Klärung und Bewältigung individueller und familienbezogener Probleme die notwendige Unterstützung gewährt werden.
Integrierte Umweltschutzinvestitionen
Integrierte Umweltschutzinvestitionen sind vor allem dadurch gekennzeichnet, dass sie Emissionen erst gar nicht oder in geringerem Umfang entstehen lassen (vorsorgender Umweltschutz). Beispiele sind die Kreislaufführung von Stoffen oder die Nutzung von Reaktionswärme (Wärmetauscher). Integrierte Anlagen stellen in der Regel einen nicht klar definierbaren, oft nur durch Schätzung bezifferbaren Teil einer größeren Anlage dar.
Siehe Umweltschutzinvestitionen
Internetkäufe nach Art der Waren und Dienstleistungen
Der Indikator »Internetkäufe nach Art der Waren- und Dienstleistungen« (Anzahl Internetnutzer, die eine bestimmte Gütergruppe online bestellt hat / Anzahl Internetnutzer insgesamt × 100) gibt an, welche Güter von privaten Internetnutzern online gekauft wurden.
Intrahandel
Die Angaben über den Intrahandel (Handel mit den EU-Ländern) müssen im Rahmen einer direkten Befragung bei den betroffenen Unternehmen gewonnen werden. Grundsätzlich sind alle Privatpersonen von der Auskunftspflicht zur Intrahandelsstatistik befreit.
Die Befreiung gilt auch für Auskunftspflichtige, deren im Intrahandel getätigten jährlichen Versendungen in andere EU-Mitgliedsstaaten oder Eingänge aus anderen EU-Mitgliedsstaaten den statistischen Wert von 500 000 Euro im Vorjahr oder im laufenden Jahr nicht überschritten haben.
Siehe Außenhandelsstatistik
Investitionen
Investitionen sind definiert als der Wert aller im Geschäftsjahr aktivierten Bruttozugänge an Sachanlagen. Nicht berücksichtigt sind Auslandsinvestitionen.
Investitionsausgaben der öffentlichen Haushalte je Einwohner
In der Finanzstatistik versteht man unter Investitionsausgaben der öffentlichen Hand (Bund, Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände und Zweckverbände) im engeren Sinne die Sachinvestitionen (Sachinvestitionen/Einwohner), d.h. Ausgaben für Baumaßnahmen sowie Ausgaben für unbewegliches und bewegliches Sachvermögen. Im Gegensatz zum Investitionsnachweis in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen werden die Ausgaben nicht mit den Erlösen aus Verkäufen saldiert
Investitionsausgaben der öffentlichen Haushalte dienen als ein Indikator für eine zukunftswirksame staatliche Ausgabenpolitik, die zur Erhöhung des Wachstumspotenzials der Wirtschaft beitragen. »Zukunftswirksam« werden sie in vielen Fällen erst in Verbindung mit anderen Ausgaben. Zum Beispiel bleibt die Investition in Schulgebäude ohne Investition in Bildung – sprich das Einstellen von Lehrern – unwirksam. Somit kann die Höhe der öffentlichen Investitionen allein nicht die Qualität oder die Nachhaltigkeit staatlicher Ausgaben ausreichend erfassen.
Investitionsintensität im Bereich Verkehr und Lagerei
Die Investitionsintensität (Investitionen in EUR / Anzahl Tätige Personen) wird als Indikator für das Tempo der Modernisierung der Produktion oder für Produkt- und Verfahrensinnovationen und damit als Anhaltspunkt für die Entwicklung des Kapitaleinsatzes verstanden.
Die Dienstleistungsbranche Verkehr und Lagerei setzt sich aus Unternehmen und Einrichtungen der Bereiche Landverkehr mit Unternehmen größtenteils des Eisenbahnverkehrs, der Bereiche Schifffahrt und Luftfahrt, sowie Unternehmen der Lagerei und Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für den Verkehr, wie beispielsweise Frachtumschlag oder Speditionen, zusammen.
Investitionsintensität im Bauhauptgewerbe
Die Investitionsintensität (Investitionen in Mill. EUR / Anzahl der Beschäftigten) wird als Indikator für das Tempo der Modernisierung der Produktion oder für Produkt- und Verfahrensinnovationen und damit als Anhaltspunkt für die Entwicklung des Kapitaleinsatzes verstanden.
Investitionen stellen eine wichtige Größe für die Beobachtung der wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft dar. Investitionen von Unternehmen führen zu einer Erhaltung, Ausweitung oder Verbesserung des Produktionspotentials.
Investitionsintensität im Bereich Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen
Die Investitionsintensität ((Investitionen in EUR/1.000) / Anzahl Tätige Personen) wird als Indikator für das Tempo der Modernisierung der Produktion oder für Produkt- und Verfahrensinnovationen und damit als Anhaltspunkt für die Entwicklung des Kapitaleinsatzes verstanden.
Der Wirtschaftsbereich der Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen umfasst die Freiberufler, wie zum Beispiel Rechts-, Steuer- und Unternehmensberater, Wirtschaftsprüfer, Architekten und Ingenieure. Auch technische, physikalische und chemische Untersuchungsbüros, Forschung und Entwicklung, Werbung und Marktforschung und das Veterinärwesen zählen dazu.
Investitionsintensität im Bereich Information und Kommunikation
Die Investitionsintensität (Investitionen in EUR / Anzahl Tätige Personen) wird als Indikator für das Tempo der Modernisierung der Produktion oder für Produkt- und Verfahrensinnovationen und damit als Anhaltspunkt für die Entwicklung des Kapitaleinsatzes verstanden.
Der Wirtschaftsbereich Information und Kommunikation umfasst das Verlagswesen, die Herstellung, den Verleih und Vertrieb von Filmen und Fernsehprogrammen, Kinos, Tonstudios und das Verlegen von Musik, Rundfunkveranstalter, Telekommunikation, die Erbringung von Dienstleistungen der Informationstechnologie sowie Informationsdienstleistungen.
Investitionsintensität im Einzel-/Kraftfahrzeughandel
Die Investitionsintensität ((Investitionen in EUR/1000) / Anzahl der Tätigen Personen) wird als Indikator für das Tempo der Modernisierung der Produktion oder für Produkt- und Verfahrensinnovationen und damit als Anhaltspunkt für die Entwicklung des Kapitaleinsatzes verstanden.
Investitionen stellen eine wichtige Größe für die Beobachtung der wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft dar. Investitionen von Unternehmen führen zu einer Erhaltung, Ausweitung oder Verbesserung des Produktionspotentials.
Investitionsintensität im Gastgewerbe
Die Investitionsintensität (Investitionen in EUR / Anzahl Tätige Personen) wird als Indikator für das Tempo der Modernisierung der Produktion oder für Produkt- und Verfahrensinnovationen und damit als Anhaltspunkt für die Entwicklung des Kapitaleinsatzes verstanden.
Investitionen stellen eine wichtige Größe für die Beobachtung der wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft dar. Investitionen führen zu einer Erhaltung, Ausweitung oder Verbesserung des Produktionspotentials.
Investitionsintensität im Verarbeitenden Gewerbe
Die Investitionsintensität (Investitionen in EUR / Anzahl Beschäftigte) wird als Indikator für Produkt- und Verfahrensinnovationen und damit als Anhaltspunkt für die Entwicklung des Kapitaleinsatzes verstanden. Investitionen von Unternehmen/Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes führen auf der Angebotsseite zur Erhaltung, Ausweitung oder Verbesserung des Produktionspotentials. Auf der Nachfrageseite wirken sich Investitionen positiv auf Beschäftigung und Einkommen aus.
Investitionsquote
Die Investitionsquote bezeichnet den Anteil der Bruttoanlageinvestitionen am Bruttoinlandsprodukt.
Investitionsquote im Verarbeitenden Gewerbe
Investitionen von Unternehmen bzw. Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes führen auf der Angebotsseite zur Erhaltung, Ausweitung oder Verbesserung des Produktionspotentials. Auf der Nachfrageseite wirken sich Investitionen positiv auf Beschäftigung und Einkommen aus. Die Investitionsquote (Investitionen in EUR / Umsatz in EUR x 100) gibt Aufschluss über die Investitionsdynamik.
Jahresfahrleistungen
Die Ermittlung der Fahrleistungen je Fahrzeuggruppe auf Autobahnen und sonstigen Außerortsstraßen sowie auf Ortsdurchfahrten (klassifizierten Innerortsstraßen) erfolgt ausgehend von der Straßendatenbank des Landes sowie den Ergebnissen der Straßenverkehrszählungen 1985, 1990, 1995, 2000,2005 und 2010. Die Fortschreibung für die Jahre zwischen den ausführlichen Straßenverkehrszählungen erfolgt anhand der laufenden Berechnungen der Fahrleistungen auf der Basis der automatischen Zählstellen. Aufgrund der Umstellung der Erhebungsmethodik bei der ausführlichen Straßenverkehrszählungen ab 2005 handelt es sich teilweise um revidierte Werte.
Die Ermittlung der Innerortsfahrleistungen basiert auf mehreren Datenquellen. Für die Ortsdurchfahrten, das heißt die klassifizierten Straßen im Innerortsbereich, werden wie oben erläutert die Verkehrsstärken aus den ausführlichen Straßenverkehrszählungen abgeleitet. Die auf nicht klassifizierten Straßen im Innerortsbereich erbrachten Fahrleistungen werden für Stadtkreise und Landkreise getrennt ermittelt. Bei den Stadtkreisen wurde bereits für 1990 auf die für Belastungsgebiete (Katastergebiete) vorliegenden Untersuchungsergebnisse zurückgegriffen. Die Fortschreibung 1995, 2000, 2005 und 2010 erfolgte auf der Grundlage einzelner aktueller Verkehrszählungen der Stadtkreise unter Berücksichtigung der Entwicklung auf den Ortsdurchfahrten laut Straßenverkehrszählung. Die Fahrleistungen auf nicht klassifizierten Innerortsstraßen der Landkreisgemeinden errechnen sich aus dem Vergleich der für das Land errechneten Innerortsfahrleistungen insgesamt mit den Zählergebnissen für Ortsdurchfahrten in den Landkreisgemeinden zuzüglich der für die Stadtkreise insgesamt ermittelten Innerortsfahrleistungen.
Jahresrechnung für Trink- und Abwasser
Nachgewiesen wird, welchen Betrag in Euro ein Verbraucher jährlich für Trink- und Abwasser im Durchschnitt bezahlt (Wasserabgabe an Haushalte in Kubikmeter pro Einwohner (EW) und Jahr × Kubikmeterpreis für Trink- und Abwasser + Grundgebühr für Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung pro Einwohner und Jahr).
Die Berechnungen erfolgen gemeindebezogen. Für die Aggregation der Ergebnisse auf Kreis- bzw. Landesebene werden mit der Einwohnerzahl gewichtete Durchschnittswerte gebildet. Die Gemeinden und Wasserversorgungsunternehmen rechnen den Trinkwasserverbrauch von Haushalten zusammen mit dem von gewerblichen und sonstigen Kleinverbraucher über einen Wasserzähler ab. Der Anteil der Haushalte hieran wird auf 85 % geschätzt.
Joule
Hierbei handelt es sich um eine Maßeinheit für eine einheitliche Darstellung der Energieverbrauchsmengen. Die Umrechnung der einzelnen Energieträger von spezifischen Mengeneinheiten in Joule erfolgt auf der Grundlage ihrer Heizwerte (spezifische Energieinhalte).
Jugendhilfe
Die Jugendhilfe umfasst Hilfen für Kinder und Jugendliche unter 27 Jahren der öffentlichen und der freien Träger der Jugendhilfe nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz, Achtes Buch Sozialgesetzbuch. Sie umfassen:
Jugendliche
Jugendliche sind 14 bis unter 18 Jahre alt; ihre Aburteilung erfolgt nach dem Jugendstrafrecht.
Siehe Jugendstrafe
Jugendquotient
Der Jugendquotient gibt die Anzahl der Bevölkerung unter 20 Jahre an der Bevölkerung im Alter von 20 bis unter 65 Jahre in Prozent wieder.
Siehe Altenquotient
Jugendstrafe
Sie findet bei Jugendlichen (14 bis unter 18 Jahre alt) und Heranwachsenden (18 bis unter 21 Jahre alt) Anwendung, die eine Tat begehen, die nach allgemeinen Vorschriften mit Strafe bedroht ist. Das Mindestmaß der Jugendstrafe beträgt sechs Monate Freiheitsentziehung, das Höchstmaß zehn Jahre.
Kameralistik
Ein Verfahren der Buchführung, das im Gegensatz zur kommunalen Doppik die Einnahmen und Ausgaben betrachtet, jedoch nicht die Erträge und Aufwendungen.
Kanalisation
Siehe Kanalnetz
Kanalnetz
Das Kanalnetz ist ein Leitungssystem, das ausschließlich dazu bestimmt ist, Siehe Abwasser zu sammeln und abzuleiten. Dabei unterscheidet man Mischkanalisation und Trennkanalisation.
Kapitalintensität
Die Kapitalintensität zeigt das Verhältnis zwischen Kapitalstock und Zahl der Erwerbstätigen und misst damit den durchschnittlichen Kapitaleinsatz je Erwerbstätigen.
Kapitalproduktivität
Die Kapitalproduktivität zeigt das Verhältnis zwischen Bruttoinlandsprodukt bzw. Bruttowertschöpfung und Kapitalstock.
Kapitalstock
Vor der VGR-Revision 2011 wurde der jahresdurchschnittliche Bestand an Bruttoanlagevermögen in Preisen eines Basisjahres als Kapitalstock bezeichnet und als Mittelwert aus dem Jahresanfangsbestand des Berichtsjahres und dem Jahresanfangsbestand des Folgejahres berechnet. Mit der Revision 2011 ist dies nicht mehr möglich. Als Indikator für die Entwicklung des Kapitalstocks dient seither der Kettenindex für das preisbereinigte Bruttoanlagevermögen.
Kettenindex
Ein Kettenindex ergibt sich aus der Multiplikation von Teilindizes (Wachstumsfaktoren), die sich jeweils auf das Vorjahr beziehen und somit ein jährlich wechselndes Wägungsschema haben. Er wird auf ein Referenzjahr bezogen (derzeit 2010) und gibt für das jeweilige Berichtsjahr an, wie sich z. B. das preisbereinigte Wirtschaftswachstum seit dem Referenzjahr entwickelt hat.
Kinder
Kinder sind bis 14 Jahre alt. Gegen sie wird zwar polizeilich ermittelt, sofern sie straffällig wurden, doch sind sie im Sinne des Gesetzes noch nicht strafmündig, sodass eine gerichtliche Verurteilung nicht möglich ist.
Kläranlage
Anlage zur Behandlung von Abwasser (Abwasserbehandlungsanlage).
Klärschlamm
Allgemeiner Oberbegriff für die beim Klärprozess (bei der mechanischen, biologischen und weitergehenden Abwasserbehandlung) anfallenden wässrigen Rückstände (Schlämme). Je nach Abwasserbeschaffenheit und Behandlungsverfahren kann Klärschlamm umwelt- oder gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten (beispielsweise Krankheitskeime, Schwermetalle, organische Verbindungen wie Dioxine und halogenierte Kohlenwasserstoffe etc.). Bezogen auf die Trockensubstanz besteht Klärschlamm ganz überwiegend aus organischen Stoffen. Der Klärschlamm wird mit dem Ziel der nachfolgenden Verwertung und/oder Entsorgung in Behandlungsanlagen Verfahren unterzogen, die dem Schlamm seine Fäulnisfähigkeit entziehen. Zur Volumenreduktion erfolgt in weiteren Verfahrensstufen eine Entwässerung.
Körperschaften
Zu den Körperschaften gehören:
  • Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien, Gesellschaften mit beschränkter Haftung)
  • Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften
  • Betriebe gewerblicher Art von juristischen Personen des öffentlichen Rechts (öffentlich-rechtliche Kreditanstalten und öffentliche Sparkassen, öffentliche Versorgungs- und Verkehrsbetriebe, sonstige Betriebe gewerblicher Art von juristischen Personen des öffentlichen Rechts)
  • Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit und Sonstige Körperschaften.
Körperschaftssteuer
Siehe Körperschaftsteuerpflichtige
Körperschaftsteuer
Die Körperschaftsteuer ist eine besondere Art der Einkommensteuer für Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen.
Das zu versteuernde Einkommen ergibt sich entsprechend dem Berechnungsablauf laut Steuerbescheid, wobei vom Bilanzgewinn/-verlust ausgehend sämtliche Zu- und Abschläge dargestellt werden. In gleicher Weise wird die Berechnung der festgesetzten bis hin zur verbleibenden Körperschaftsteuer detailliert wiedergegeben. Der allgemein in der Körperschaftsteuerstatistik verwendete Begriff des Gesamtbetrags der Einkünfte lehnt sich an den der Einkommensteuerstatistik an.
Siehe Körperschaftsteuerpflichtige
Körperschaftsteuerpflichtige
Nach Art der Steuerpflicht unterscheidet man: Unbeschränkt Steuerpflichtige und beschränkt Steuerpflichtige.
Unbeschränkt körperschaftsteuerpflichtig sind nach § 1 KStG die Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen, die ihre Geschäftsleitung oder ihren Sitz im Inland haben. Die unbeschränkte Körperschaftsteuerpflicht erstreckt sich auf sämtliche in- und ausländische Einkünfte (§ 1 Abs. 2 KStG), soweit nicht für bestimmte Einkünfte Sonderregelungen – zum Beispiel in Doppelbesteuerungsabkommen und anderen zwischenstaatlichen Vereinbarungen – bestehen.
Beschränkt körperschaftsteuerpflichtig sind nach § 2 KStG die Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen, die weder ihre Geschäftsleitung noch ihren Sitz im Inland haben, mit ihren inländischen Einkünften.
Kohlendioxid‑Emissionen, energiebedingt (Quellenbilanz)
Kohlendioxid-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger. Die Darstellung erfolgt quellenbezogen und beruht auf dem Primärenergieverbrauch gemäß Energiebilanz (gegliedert nach Umwandlungsbereich und Endenergieverbrauchssektoren). Die quellenbezogene Darstellung bedeutet, dass die Emissionen am Ort der Entstehung, d. h. am Standort der Emissionsquelle (Anlage; Ort des Verkehrsgeschehens) nachgewiesen werden. Unberücksichtigt bleiben dabei die mit dem Importstrom verbundenen Emissionen. Hingegen sind die Emissionen, die bei der Erzeugung von Strom für den Export entstehen, in vollem Umfang einbezogen.
Siehe Kohlendioxid‑Emissionen, energiebedingt (Verursacherbilanz)
Kohlendioxid‑Emissionen, energiebedingt (Verursacherbilanz)
Kohlendioxid-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger. Die Darstellung erfolgt verursacherbezogen und beruht auf dem Endenergieverbrauch gemäß Energiebilanz. Die verursacherbezogene Darstellung bedeutet, dass die Emissionen aus der Strom- und Fernwärmeerzeugung den sie verursachenden, d. h. die Strom und Fernwärme verbrauchenden Sektoren zugerechnet werden. Die Zuordnung der CO2-Emissionen der Fernwärmeerzeugung auf die Endverbraucher (Industrie, Haushalte und Gewerbe) erfolgt anhand eines landesspezifischen Fernwärmefaktors, der sich aus dem Brennstoffeinsatz für die Fernwärmeerzeugung und dem gesamten Wärmeverbrauch im Bundesland errechnet (für regional tiefer gegliederte Darstellung anhand von kreisspezifischen Fernwärmefaktoren). Beim Energieträger Strom erfolgt die Berechnung der dem Endverbrauch zuzurechnenden Emissionsmenge auf Grundlage des Brennstoffverbrauchs aller Stromerzeugungsanlagen auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Der hierzu benötigte Faktor (Generalfaktor) ergibt sich als Quotient der Summe der Emissionen aller deutschen Stromerzeugungsanlagen, soweit sie für den inländischen Verbrauch produzieren, und der Summe des inländischen Stromendverbrauchs. Ein Importüberschuss wird dabei unter Anlehnung an die Substitutionstheorie so bewertet, als sei er in inländischen Stromerzeugungsanlagen der allgemeinen Versorgung hergestellt worden. Aufgrund dieser modellhaften Berechnungsmethode ausgehend vom bundesweiten Stromsplit weichen die CO2-Emissionen des Stromverbrauchs auf Ebene der Bundesländer von den in der Quellenbilanz dargestellten Emissionen der Stromerzeugung im Bundesland ab.
Siehe Kohlendioxid‑Emissionen, energiebedingt (Quellenbilanz)
Kohlendioxid
Kohlendioxid (CO2)ist wegen der Auswirkung auf das Klima (Treibhauseffekt) umweltrelevant. CO2 ist das wichtigste Treibhausgas mit einem Wirkungsanteil von ca. 90% an den gesamten klimarelevanten Spurenstoffen. Kohlendioxid wird bei der Verbrennung fossiler Energieträger freigesetzt.
Siehe Kohlendioxid‑Emissionen, energiebedingt (Quellenbilanz)
Siehe Kohlendioxid‑Emissionen, energiebedingt (Verursacherbilanz)
Kohlendioxid‑Emissionen, prozessbedingt
Kohlendioxid‑Emissionen, die bei industriellen Prozessen wie der Herstellung von Hüttenaluminium, Kalk, Glas und Zementklinker entstehen.
Kohlenmonoxid
Kohlenmonoxid (CO)entsteht im Wesentlichen bei unvollständiger Verbrennung in Motoren und Feuerungsanlagen. Für die Verteilung in der Umwelt ist insbesondere die Emissionshöhe maßgebend. So ist der Beitrag der Kraftfahrzeuge zur CO-Immission besonders hoch einzuschätzen. Großräumig spielt die CO-Immissionsbelastung nur eine untergeordnete Rolle; sie ist in ländlichen Gebieten zu einem erheblichen Teil auf natürliche Quellen zurückzuführen. Hohe Belastungen treten nur in Emittentennähe (Kraftfahrzeugverkehr) auf. Die Konzentrationen fallen mit der Entfernung von der Quelle schnell ab. Die wesentliche Schadwirkung des Kohlenmonoxids liegt in seiner den Sauerstoff verdrängenden Affinität zum Hämoglobin und zum Teil auch anderen Hämoproteinen. Die Affinität des CO gegenüber Hämoglobin ist ca. 240 mal höher als die des Sauerstoffs. Hierdurch kann Sauerstoff schon durch geringe CO-Konzentrationen verdrängt werden.
Kohlenwasserstoffe
Siehe VOC
Kolleg
Es vermittelt bei entsprechendem Bildungsstand (z. B. Fachschulreife oder Realschulabschluss) nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder einem gleichwertigen beruflichen Werdegang eine auf der Berufserfahrung aufbauende allgemeine Bildung. Es umfasst mindestens zweieinhalb Schuljahre in Tagesunterricht und führt zur Hochschulreife.
Siehe Schulen des zweiten Bildungsweges
Kommunaler Finanzausgleich
Nach den Bestimmungen in § 32 des Gesetzes über den kommunalen Finanzausgleich (FAG) ermittelt das Statistische Landesamt die für die Durchführung des kommunalen Finanzausgleichs erforderlichen Bemessungsgrundlagen. Die vorläufigen Leistungen werden vierteljährlich berechnet, die endgültigen werden nach Abschluss des Jahres im zweiten Quartal als Abschlusszahlung durch Bescheid festgesetzt
Aktuelle Bekanntmachungen zum kommunalen Finanzausgleich wie die Bekanntmachungen zu den vierteljährlichen Zahlungen der Leistungen im kommunalen Finanzausgleich und des Gemeindeanteils an der Umsatzsteuer, den Haushaltserlass und andere finden Sie auf den Internet-Seiten des Finanzministeriums Baden-Württemberg [Finanzministerium/Bekanntmachungen].
Kommunaler Haushalt
Der Haushaltsplan stellt in den einzelnen Abschnitten die geplanten und getätigten Einnahmen und Ausgaben einer Kommune dar. Neben echten Ein- und Auszahlungen werden auch Verrechnungen zwischen einzelnen Haushaltsstellen gebucht, die zu keinen echten Zahlungen führen.
Der Haushalt ist entsprechend der Vorgaben der Verwaltungsvorschrift über die Gliederung und Gruppierung der kommunalen Haushalte in Baden-Württemberg aufzustellen.
Zurzeit herrscht in Baden-Württemberg noch die kamerale Haushaltsführung vor, doch buchen einige Gemeinden seit 2007 nach den Regeln der kommunalen Doppik (NKHR). [http://www.nkhr-bw.de/]
Kommunales Abfallaufkommen
Das kommunale Abfallaufkommen umfasst alle den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern überlassenen Abfallarten wie Hausmüll, Sperrmüll, hausmüllähnliche Gewerbeabfälle, Biomüll und Grünabfälle, Wertstoffe einschließlich Verpackungen, Baurestmassenabfälle, Klärschlamm aus kommunalen Anlagen, produktionsspezifische Massenabfälle, Fäkalien, Fäkalschlamm, Rückstände aus der Kanalisation und Wasserreinigungsschlämme aus öffentlichen Anlagen.
Kommunales Finanzvermögen
In Anlehnung an die Definitionen des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG 1995), werden im Rahmen der Statistik des Finanzvermögens von den öffentlichen Haushalten und den öffentlichen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen (FEU) des Staatssektors folgende Vermögensarten befragt:
  • Bargeld und Einlagen
  • Wertpapiere (ohne Anteilsrechte) und Finanzderivate
  • Ausleihungen (Kredite)
  • Anteilsrechte
  • Sonstige Forderungen.
Mit dem kommunalen Finanzvermögen kann somit neben der Passivseite der öffentlichen Finanzsituation (Schuldenstandstatistik) auch die Aktivseite dargestellt werden. Sie bildet jedoch lediglich einen Teil der Bilanzposten der Aktivseite eines Jahresabschlusses.
Kommunale Doppik
Die kommunale Doppik – als Variante der kaufmännischen Buchführung – wird die bestehende kamerale Buchführung der Kommunen in den nächsten Jahren ablösen. Im Jahr 2004 durch die Innenminister der Bundesländer verabschiedet, ist die Doppik seit 2005 in einzelnen Ländern bereits rechtskräftig vorgeschrieben. In Baden-Württemberg haben bis dato einzelne Pilot-Kommunen auf Doppik umgestellt. Das künftige kommunale Rechnungswesen – erweitert gegenüber der traditionellen Doppik – ermöglicht die Darstellung von Ressourcenertrag und -verbrauch (Ressourcenverbrauchskonzept) und verbindet darüber hinaus eine voll integrierte Liquiditätsrechnung (= Finanzrechnung).
Siehe NKHR
Kompostierungen, Emittentengruppe
Verursachen durch Gärprozesse u. a. Methan- und Distickstoffoxid-Emissionen. Die Berechnung erfolgt anhand von kompostierten Abfallmengen aus der amtlichen Statistik und Stoffspezifischen Emissionsfaktoren.
Kompostierungsanlagen
Abfallentsorgungsanlagen, in denen biologisch abbaubare organische Stoffe in verwertbare Komposte umgewandelt werden, ausgenommen Einrichtungen zur Eigenkompostierung unabhängig von ihrer Größe.
Konsumausgaben des Staates
Die Konsumausgaben des Staates entsprechen dem Wert der Güter, die vom Staat selbst produziert werden, (jedoch ohne selbst erstellte Anlagen und Verkäufe) sowie den Ausgaben für Güter, die als soziale Sachtransfers den privaten Haushalten für ihren Konsum zur Verfügung gestellt werden.
Kosten des Bauwerkes
Als Kosten des Bauwerks werden die zum Zeitpunkt der Baugenehmigung veranschlagten Kosten der Baukonstruktion (einschließlich Erdarbeiten), die Kosten der Installation, deren betriebstechnische Anlagen und die Kosten für betriebliche Einbauten sowie für besondere Bauausführungen erfasst ( inklusive der Mehrwertsteuer).
Kraft-Wärme-Kopplung
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist die gleichzeitige Umwandlung von eingesetzter Energie in elektrische Energie und in Nutzwärme in einer ortsfesten technischen Anlage.
Kraftfahrzeugbestand
Der Bestand an Kraftfahrzeugen mit amtlichen Kennzeichen und seine Veränderungen (Neuzulassungen, Besitzumschreibungen, Löschungen) werden aus dem Zentralen Fahrzeug-Register des Kraftfahrt-Bundesamtes ermittelt, das wiederum auf den Meldungen der Kraftfahrzeug-Zulassungsstellen basiert.
Siehe Leichte und schwere Nutzfahrzeuge
Kraftwerkseigenverbrauch
Elektrische Arbeit, die in den Neben- und Hilfsanlagen einer Erzeugungseinheit (z. B. eines Kraftwerkblocks oder eines Kraftwerks) zur Wasseraufbereitung, Brennstoffversorgung, Rauchgas-Reinigung, Kessel-Wasserspeisung, verbraucht wird. Er enthält nicht den Betriebsverbrauch.
Siehe Elektrizitätserzeugung
Krankenhäuser
Krankenhäuser im Sinne der Statistik sind seit 1990 Einrichtungen die:
  • der Krankenhausbehandlung oder Geburtshilfe dienen,
  • fachlich-medizinisch unter ständiger ärztlicher Leitung stehen, über ausreichende, ihrem Versorgungsauftrag entsprechende diagnostische und therapeutische Möglichkeiten verfügen und nach wissenschaftlich anerkannten Methoden arbeiten,
  • mit Hilfe von jederzeit verfügbarem ärztlichem, Pflege-, Funktions- und medizinisch-technischem Personal darauf eingerichtet sind, vorwiegend durch ärztliche und pflegerische Hilfeleistung Krankheiten der Patienten zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten, Krankheitsbeschwerden zu lindern oder Geburtshilfe zu leisten, und in denen
  • die Patienten untergebracht und verpflegt werden können.
Die Statistik beinhaltet auch die mit den Krankenhäusern verbundenen Ausbildungsstätten. Ausgenommen sind Krankenhäuser im Straf- oder Maßregelvollzug sowie Polizeikrankenhäuser.
Verwaltungsrechtlich wird zwischen öffentlichen, freigemeinnützigen und privaten Krankenhäusern unterschieden.
Krankenhausdiagnosen
Krankenhausdiagnosen (Einzelne Hauptdiagnosen nach Geschlecht / Diagnosen insgesamt nach Geschlecht × 100) zeigen, wie häufig verschiedene Krankheiten zur vollstationären Behandlung in einem Krankenhaus führen.
Jedem in den Krankenhäusern vollstationär versorgten Behandlungsfall ist, differenziert nach Alter und Geschlecht, eine Hauptdiagnose zugeordnet, die auf Basis der Internationalen Klassifikation der Krankheiten, 10. Revision (ICD 10) erfolgt. Die Hauptdiagnose wird definiert als die Diagnose, die nach Analyse als diejenige festgestellt wird, die hauptsächlich für die Veranlassung des stationären Krankenhausaufenthalts des Patienten verantwortlich ist. »Nach Analyse« bedeutet die Evaluation der Befunde am Ende des stationären Aufenthalts.
Krankenstand
Der Krankenstand berechnet sich aus der Anzahl der arbeitsunfähig erkrankten Pflichtmitglieder (mit Entgeltfortzahlungsanspruch für mindestens 6 Wochen), deren Arbeitsunfähigkeit dem Versicherungsträger (Krankenkasse) auf Grund einer Bescheinigung nach § 3 Lohnfortzahlungsgesetz (LFZG) oder anderen Meldungen bekannt werden und die Arbeitsunfähigkeit am Stichtag (1. des Monats) bestanden hat, in Relation zu den Pflichtmitglieder.
Kreislaufnutzung
Liegt vor, wenn Wassermengen laufend umgewälzt und für den-/dieselben Zweck/e genutzt werden. Dabei werden jeweils nur relativ geringe Mengen durch Zuleitung von außen ergänzt. Erfasst wird diejenige Wassermenge, die erforderlich wäre, wenn für die einzelnen Umläufe jeweils Frischwasser eingesetzt würde. Wasser, das nacheinander mehreren Verwendungszwecken dient (Mehrfachnutzung) und anschließend abgeleitet wird, ist kein Kreislaufwasser.
Kühlwasser
Wasser, das zum Kühlen von Produktions- und Stromerzeugungsanlagen verwendet wird.
Kulturorchester
Die Entwicklung der Besucherzahlen erlaubt Rückschlüsse auf die Nutzung dieses Angebots. Zu den Besucherzahlen zählen neben den Zuhörern am Sitz des Orchesters auch die Besucher bei Gastspielen. Aufgrund ihrer überregionalen Bedeutung u.a. durch Gastspielreisen ins Ausland sind unsere Kulturorchester Aushängeschilder für das kulturelle Angebot Baden-Württembergs.
Kunsthochschulen
Sie dienen der Kunst auf den Gebieten der Musik, der darstellenden Kunst und der bildenden Kunst durch Lehre, durch die Entwicklung künstlerischer Formen und Ausdrucksmittel und durch freie Kunstausübung. Im Rahmen ihrer Aufgaben bereiten sie insbesondere auf künstlerische Berufe sowie auf diejenigen kunstpädagogischen Berufe vor, deren Ausübung besondere künstlerische Fähigkeiten erfordert.
KUP
Siehe Kurzumtriebsplantage
Kurzarbeiter
Beschäftigte Arbeitnehmer, bei denen wegen eines vorübergehenden Arbeitsausfalles mehr als 10 Prozent der betriebsüblichen Arbeitszeit ausfallen und die Anspruch auf Kurzarbeitergeld haben.
Kurzumtriebsplantage
Hierbei handelt es sich um bewirtschaftete Forstflächen, auf denen schnell wachsende Holzpflanzen (meist Pappeln, Weiden oder Robinien) mit dem Ziel der Energie- und Zellstoffgewinnung angebaut werden. Die Umtriebszeit einer Kurzumtriebsplantage (KUP), das heißt, die Zeit zwischen der ersten Aussaat/Anpflanzung der Bäume und der Ernte des Endprodukts, beträgt bis zu 20 Jahre.
LAGA
Siehe Europäischer Abfallkatalog
Landesaußenwanderung
Zur Landesaußenwanderung gehören die Zu- und Fortzüge über die Grenzen des Landes Baden-Württemberg. Diese Wanderungen über die Landesgrenze teilt sich auf in die Wanderung mit den anderen Bundesländern und mit dem Ausland.
Landesbinnenwanderung
Darunter werden Wanderungen zwischen den Gemeinden innerhalb des Landes Baden-Württemberg verstanden.
Landwirtschaft, Emittentengruppe
Durch die Viehhaltung, Wirtschaftsdünger- und Düngemittelanwendung sowie Bodennutzung entstehen direkte Emissionen an Methan, Distickstoffoxid und Staub. Die Berechnung der Emissionen erfolgt an Hand ausgewählter Aktivitätsgrößen (z. B. Viehbestand nach Tierarten) und zugehöriger spezifische Emissionsfaktoren. Durch Ablagerungs- (Depositions-) und Auswaschungsvorgänge von stickstoffhaltigen Verbindungen entstehen zusätzlich sogenannte indirekte N2O-Emissionen.
landwirtschaftliche Betriebe
Ab 2010 Betriebe mit mindestens 5 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche oder mit weniger als 5 Hektar Fläche, aber mit bestimmten tierischen oder pflanzlichen Mindesterzeugungseinheiten.
Erfassungsgrenzen in der Agrarstatistik
Landwirtschaftlich genutzte Fläche
Zur landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF) zählen alle Flächen, die als Ackerland (einschließlich Erwerbsgartenbau), Dauergrünland, Haus- und Nutzgärten, Obstanlagen, Baumschulen, Rebflächen, Korbweiden-, Pappelanlagen und Weihnachtsbaumkulturen außerhalb des Waldes genutzt werden, einschließlich der stillgelegten sowie vorübergehend aus der landwirtschaftlichen Erzeugung genommenen Flächen. Dauerhaft aus der landwirtschaftlichen Produktion genommene Flächen, Waldflächen, Kurzumtriebsplantagen sowie Gebäude- und Hofflächen zählen nicht hinzu.
Land für Verkehrszwecke
Das Grundstück soll für den öffentlichen Verkehr (Wege, Straßen, Brücken) verwendet werden. Als Erwerber kommt daher nur die Öffentliche Hand in Frage. Land für private Verkehrsanlagen (Privatwege und Privatparkplätze) wird dieser Position nicht zugeordnet, vielmehr gehören diese Grundstücke zum baureifen Land, Rohbau- oder Industrieland.
Siehe Baureifes Land
Lastenzuschuss
Lastenzuschussberechtigt ist für den eigengenutzten Wohnraum der Eigentümer eines eigenen Hauses, der Eigentümer einer Eigentumswohnung und der Inhaber eines eigentumsähnlichen Dauerwohnrechts.
Lebendgeborene
Kinder, bei denen nach der Trennung vom Mutterleib entweder das Herz geschlagen, oder die Nabelschnur pulsiert oder die natürliche Lungenatmung eingesetzt hat.
Lebensgemeinschaft
Unter einer Lebensgemeinschaft wird im Mikrozensus eine Lebenspartnerschaft verstanden, bei der beide Lebenspartner ohne Trauschein in einem Haushalt zusammen leben und gemeinsam wirtschaften.
Lebenspartnerschaft
Siehe Lebensgemeinschaft
Legehennen
Legehennen sind alle Hennen, die zur Produktion von Eiern gehalten werden und mindestens ein halbes Jahr alt sind. Noch nicht legereife Tiere, die aber bereits als Legehennen aufgestallt sind, zählen ebenfalls dazu.
Lehramt
Der Begriff bezieht sich auf die höchste vom Lehrer abgelegte Lehramtsprüfung bzw. die erworbene Unterrichtsberechtigung. Die »Studenten mit einem angestrebten Lehramt« enthalten nur Angaben zu den Studierenden im Erst- und Zweitstudium, ohne Studierende in Aufbau-, Ergänzungs-, Erweiterungs- und Zusatzstudiengängen.
Lehrer
Vollzeitbeschäftigte: Lehrer im Beamten- oder Angestelltenverhältnis, die mit voller Pflichtstundenzahl im Schuldienst beschäftigt sind.
Teilzeitbeschäftigte: Lehrer im Beamten- oder Angestelltenverhältnis, deren Pflichtstundenzahl mindestens 50 % – aber weniger als 100 % – eines Vollbeschäftigten beträgt.
Sonstige Lehrer: Lehrer mit weniger als 50 % der Pflichtstundenzahl eines Vollbeschäftigten; Religionslehrer im Dienstverhältnis einer Kirche (unabhängig von ihrem Beschäftigungsumfang); Lehrer im Vorbereitungsdienst; Seminarlehrer u. ä.
Lehramt: Der Begriff bezieht sich auf die höchste vom Lehrer abgelegte Lehramtsprüfung bzw. die erworbene Unterrichtsberechtigung.
Leichte und schwere Nutzfahrzeuge
Unter die Kategorie Lastkraftwagen (Lkw) fallen alle Kraftfahrzeuge, die vorwiegend zum Transport von Gütern geeignet sind. Fahrzeuge bis zu einem höchstzugelassenen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen zählen zu den leichten Nutzfahrzeugen (LNF), alles darüber zu den schweren Nutzfahrzeugen (SNF). Das maximale Gewicht darf 38 Tonnen nicht überschreiten.
Leichtverletzte
Verunglückte im Straßenverkehr
Leinwände und Besuche in Kinos
Kinos gehören zu den populärsten kulturellen Einrichtungen. Die Besucherzahlen je Einwohner geben Auskunft über die Intensität der Nutzung dieses Angebots. Gezählt werden die Besuche in ortsfesten Kinos. Zeitlich begrenzte Sonderveranstaltungen (z. B. Open-Air-Kinos) sind hierin nicht enthalten.
Leistungsgruppen
Siehe Leistungsgruppe 1
Siehe Leistungsgruppe 2
Siehe Leistungsgruppe 3
Siehe Leistungsgruppe 4
Siehe Leistungsgruppe 5
Leistungsgruppe 1
Zur Leistungsgruppe 1 gehören Arbeitnehmer in leitender Stellung mit Aufsichts- und Dispositionsbefugnis. Hierzu zählen z. B. auch angestellte Geschäftsführer, sofern deren Verdienst zumindest teilweise erfolgsunabhängige Zahlungen enthält. Eingeschlossen sind ferner alle Arbeitnehmer, die in größeren Führungsbereichen Dispositions- oder Führungsaufgaben wahrnehmen (z. B. Abteilungsleiter) und Arbeitnehmer, mit Tätigkeiten, die umfassende kaufmännische oder technische Fachkenntnisse erfordern. In der Regel werden die Fachkenntnisse durch ein Hochschulstudium erworben.
Leistungsgruppe 2
Hierzu zählen Arbeitnehmer mit sehr schwierigen bis komplexen oder vielgestaltigen Tätigkeiten, für die in der Regel nicht nur eine abgeschlossene Berufsausbildung, sondern darüber hinaus mehrjährige Berufserfahrung und spezielle Fachkenntnisse erforderlich sind. Die Tätigkeiten werden überwiegend selbstständig ausgeführt. Dazu gehören auch Arbeitnehmer, die in kleinen Verantwortungsbereichen gegenüber anderen Mitarbeiter Dispositions- oder Führungsaufgaben wahrnehmen (z. B. Vorarbeiter, Meister).
Leistungsgruppe 3
Hierzu gehören Arbeitnehmer mit schwierigen Fachtätigkeiten, für deren Ausübung in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung, zum Teil verbunden mit Berufserfahrung, erforderlich ist.
Leistungsgruppe 4
Hierzu gehören angelernte Arbeitnehmer mit überwiegend einfachen Tätigkeiten, für deren Ausführung keine berufliche Ausbildung, aber besondere Kenntnisse und Fertigkeiten für spezielle, branchengebundene Aufgaben erforderlich sind. Die erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten werden in der Regel durch eine Anlernzeit von bis zu zwei Jahren erworben.
Leistungsgruppe 5
Ungelernte Arbeitnehmer mit einfachen, schematischen Tätigkeiten oder isolierten Arbeitsvorgängen, für deren Ausübung keine berufliche Ausbildung erforderlich ist. Das erforderliche Wissen und die notwendigen Fertigkeiten können durch Anlernen von bis zu drei Monaten vermittelt werden.
Letztverbraucher
Letztverbraucher im Sinne der Erhebung sind Haushalte, Kleingewerbe, Industriebetriebe und öffentliche Einrichtungen (wie Krankenhäuser, Bäder, Feuerwehr, öffentliche Grünanlagen und Schulen), mit denen der Wasserversorger das abgegebene Wasser unmittelbar abrechnet. Die Wasserabgabe von Wasserversorgungsunternehmen an Mitgliedsgemeinden ist keine Abgabe an Letztverbraucher, sondern Abgabe zur Weiterverteilung, sofern die Mitgliedsgemeinden die Wasserabrechnung mit den Letztverbrauchern selbst vornehmen.
LF
Siehe landwirtschaftlich genutzte Fläche
LIKI/BLAK
Hinweis auf Referenzindikatoren, die zusammengestellt werden im Rahmen der Länderinitiative für einen länderübergreifenden Kernindikatorensatz (LIKI) bzw. des Bundesländer Arbeitskreises Nachhaltige Entwicklungen (BLAK NE).
LNF
Siehe Leichte und schwere Nutzfahrzeuge
Lösemittelanwendungen, Emittentengruppe
Umfasst Prozesse, bei denen NMVOC-Emissionen nicht ausgehend von der Produktion sondern von der Einsatzmenge an Lösemitteln entstehen. Dazu gehören im industriellen Bereich in erster Linie Lackanwendungen, Oberflächenbehandlungen, Druck- und Vervielfältigungsvorgänge, Klebstoffanwendungen sowie der Lösemitteleinsatz in Chemischen Reinigungen. Dazu kommen Lösemittelanwendungen im Haushaltsbereich wie Seifen, Wasch- und Putzmittel sowie Körperpflegemittel.
Lohnkosten
Siehe Lohnstückkosten.
Lohnsteuer
Die Lohnsteuer ist eine besondere Erhebungsform der Einkommensteuer. § 38 Abs. 1Einkommensteuergesetzes: Bei Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit wird die Einkommensteuer durch Abzug vom Arbeitslohn erhoben (Lohnsteuer). Die Lohnsteuer entsteht zum Zeitpunkt, an dem der Arbeitslohn dem Arbeitnehmer zufließt.
Siehe einbehaltene Lohnsteuer
Lohnsteuerpflichtige
In der Lohnsteuerstatistik werden alle zur Einkommensteuer veranlagten oder nicht veranlagten lohnsteuerpflichtigen Arbeitnehmer erfasst, deren Lohnsteuerkarten/-belege einen eingetragenen Bruttolohn aufweisen. Als Arbeitnehmer gelten Personen, die in einem Arbeits- oder Dienstverhältnis stehen oder standen und daraus Einnahmen beziehen; dazu zählen auch die nicht mehr im Arbeitsleben stehenden Versorgungsempfänger im Sinne des § 19 Abs. 1 Nr. 2Einkommensteuergesetz. Ehegatten, bei denen beide Teile Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit beziehen, gelten grundsätzlich als ein Steuerpflichtiger. Nur in den Tabellen mit Individualnachweis werden Ehegatten mit beiderseitigem Bruttolohn getrennt ausgewertet.
Lohnstückkosten
Die Lohnstückkosten bezeichnen die Relation der Lohnkosten (Arbeitnehmerentgelt je Arbeitnehmer [Personenkonzept] bzw. Arbeitnehmerentgelt je Arbeitnehmerstunde [Stundenkonzept]) zur Arbeitsproduktivität (Bruttoinlandsprodukt – preisbereinigt, verkettet – je Erwerbstätigen [Personenkonzept] bzw. je Erwerbstätigenstunde [Stundenkonzept]).
Lohnstückkosten im Verarbeitenden Gewerbe (Index)
In Übereinstimmung mit den zentralen monatlichen Konjunkturindizes zum Auftragseingangs-, Produktions- und Umsatzindex wird der jährliche Index der Lohnstückkosten aktuell mit dem Basisjahr 2010 berechnet. Der Index zeigt die Entwicklung der Lohnstückkosten für den Berichtskreis der Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes (einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) mit 50 und mehr Beschäftigten. Als Lohnstückkosten wird hierbei das Verhältnis der bezahlten Entgelte (Input) zum Produktionsindex (Output) bezeichnet.
Die Inputgröße stellt die bezahlten Entgelte nach fachlichen Teilen dar (Datengrundlage für die Inputgröße ist der »Monatsbericht für Betriebe«). Die bezahlten Entgelte für fachliche Teile stellen Schätzwerte dar, wobei die Schätzung auf der Grundlage der aus den erhobenen Betriebsangaben vorliegenden durchschnittlichen Entgelte je Beschäftigten durch Multiplikation mit der Zahl der Beschäftigten in den fachlichen Betriebsteilen, erfolgt.
Luftschadstoffe
Hierbei handelt es sich um den Oberbegriff für die gemäß EU-Rahmenrichtlinie zur Luftqualität als hauptsächliche Schadstoffe bezeichneten:
Marginal Beschäftigte
Als marginal Beschäftigte werden Personen angesehen, die als Arbeiter und Angestellte keine voll sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ausüben, jedoch nach dem Labour-Force-Konzept der Internationalen Arbeitsorganisation als Erwerbstätige gelten, wenn sie in einem einwöchigen Berichtszeitraum wenigstens eine Stunde gegen Entgelt gearbeitet haben. Dazu zählen in Deutschland insbesondere ausschließlich geringfügig Beschäftigte und Beschäftigte in Arbeitsgelegenheiten (sog. »Ein-Euro-Jobs«).
Marktobstbau
Der Marktobstbau umfasst Obstanlagen bzw. Obstflächen, auf denen Baumobst in Hauptnutzung angebaut ist. Baumobst ist als Hauptnutzung anzusehen, wenn auf der betreffenden Fläche außer dem Baumobst keine anderen Kulturen angebaut werden oder wenn außer dem Baumobst andere Kulturen angebaut sind, deren Erlös aber geringer ist als der erzielbare Erlös aus der Baumobsternte oder wenn es sich um Neuanpflanzungen von Baumobst handelt, gleichgültig ob mit oder ohne Unter- bzw. Zwischenkultur. In der Regel wird die Ernte ganz oder zum überwiegenden Teil zum Verkauf kommen.
Maßnahmen des Familiengerichts
Maßnahmen des Familiengerichts werden in Folge einer Gefährdung des Kindeswohls eingeleitet. Die Anrufung des Familiengerichts kann darauf zurückzuführen sein, dass die Personensorgeberechtigten nicht bereit oder in der Lage sind, die Gefahr für das Kind abzuwenden oder bei der Gefährdungseinschätzung mitzuwirken oder aber einer Inobhutnahme widersprechen oder die Anrufung auf andere Weise eingeleitet wird. Zu diesen familiengerichtlichen Maßnahmen gehört u.a. der Sorgerechtsentzug.
Mastschweine
Zur Schlachtung vorgesehene Schweine mit 50 kg und mehr Lebendgewicht (einschließlich Eber und ausgemerzte Zuchttiere), ohne die zur Zucht bestimmten Sauen mit einem Lebendgewicht von 50 kg und mehr.
MBA
Siehe Mechanisch-biologische Anlagen
Mechanisch-biologische Anlagen
Mechanisch-biologische Verfahren (MBA) dienen dazu, das Abfallvolumen in zwei Stufen zu reduzieren und den Restabfall in Stoffströme zu trennen. In einer ersten Stufe werden die Abfälle von eventuell vorhandenen Schad- und Störstoffen befreit, in Teilströme aufgegliedert und zerkleinert (mechanische Behandlung). Danach folgt im zweiten Schritt i. d. R. eine aerobe Behandlung durch verschiedene Rotteverfahren (biologische Behandlung).
Mechanische Abwasserbehandlung
Abscheiden von Schwimm-, Schweb- und Sinkstoffen aus dem Abwasser auf mechanischem Wege.
Mechanische Behandlung
Siehe Mechanisch-biologische Anlagen
Median
Der Median ist der mittlere Wert einer aufsteigend geordneten Datenreihe. Das heißt beim Einkommen, dass die eine Hälfte der Bevölkerung mehr, die andere Hälfte weniger Einkommen zur Verfügung hat.
Medienbestand und Entleihungen in kommunalen Bibliotheken
Der Indikator Medienbestand und Entleihungen (Anzahl Medieneinheiten in öffentlichen Bibliotheken in kommunaler Trägerschaft / (Einwohner / 100)) und (Anzahl Entleihungen in öffentlichen Bibliotheken in kommunaler Trägerschaft / (Einwohner / 100)) informiert über den Medienbestand der Bibliothek und die Höhe der Entleihungen durch den Nutzer. Als Medieneinheiten zählen nicht nur gedruckte Medien, sondern auch elektronische (z. B. CD-ROM, DVD, Tonträger).
Als die am stärksten genutzte außerschulische Bildungs- und Kultureinrichtung, bieten die öffentlichen Bibliotheken einen Zugang zu Information und Wissen aller Art und sind wesentlicher Bestandteil der kommunalen Weiterbildungsinfrastruktur.
Mehrfachnutzung
Unter Mehrfachnutzung wird der Einsatz eines Wasservolumens für verschiedene nacheinander erfolgende Nutzungen einschließlich der Wiederverwendung aufbereiteten Wassers verstanden. Erfasst wird diejenige Wassermenge, die erforderlich wäre, wenn für die einzelnen Verwendungszwecke des mehrmalig genutzten Wassers jeweils Frischwasser eingesetzt würde.
Methan
Methan ist ein direkt klimarelevantes Gas (Treibhauseffekt) und wird hauptsächlich aus Hausmülldeponien und durch die Landwirtschaft (Viehhaltung) emittiert.
Miete
Miete ist das Entgelt für die Gebrauchsüberlassung von Wohnraum aufgrund von Mietverträgen o.ä. Nutzungsverhältnissen einschließlich Umlagen, Zuschlägen und Vergütungen.
Mietenstufe
Die Zugehörigkeit zu einer Mietenstufe richtet sich nach dem Mietenniveau von Wohnraum der Hauptmieter und der vergleichbar mietähnlich Nutzungsberechtigten, die allgemeines Wohngeld beziehen. Das Mietenniveau gibt an, um wie viel Prozent die Quadratmetermieten in einer Gemeinde von den durchschnittlichen Mieten im Bundesgebiet für vergleichbaren Wohnraum abweichen. Den einzelnen Mietenstufen entsprechen folgende Mietenniveaus:
  • Mietenstufe Mietenniveau in %
  • I unter –15
  • II -15 bis unter –5
  • III –5 bis unter 5
  • IV 5 bis unter 15
  • V 15 bis unter 25
  • VI 25 und mehr
Mietzuschuss
Antragsberechtigt sind Mieter (Hauptmieter, Untermieter) von Wohnraum, Nutzungsberechtigte von Wohnraum bei einem dem Mietverhältnis ähnlichen Nutzungsverhältnis, insbesondere Inhaber eines mietähnlichen Dauerwohnrechts sowie Bewohner eines Heimes im Sinne des Heimgesetzes.
Migrantenanteil
Der Migrantenanteil ist der prozentuale Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung (Bevölkerung mit Migrationshintergrund / Bevölkerung insgesamt × 100).
Durchschnittlicher Milchertrag
Der durchschnittliche Milchertrag je Kuh (Milcherzeugung in Kilogramm (kg) / durchschnittlicher Milchkuhbestand) ist eine Leistungskennziffer der tierischen Produktion. Als Zeitreihe betrachtet, gibt sie Hinweise auf den technischen Fortschritt (Haltung, Fütterung, Melktechnik, Züchtung, Tiergesundheit, etc.) in der Milchproduktion.
Milchkühe
Hierzu gehören alle Kühe, die zum Zweck der Milchproduktion in den land- und forstwirtschaftlichen Betrieben aufgestallt sind. Ammen- und Mutterkühe sowie Schlacht- und Mastkühe sind dabei nicht mit eingeschlossen.
Mischhaushalte
Es gibt in der Wohngeldstatistik zwei Formen von Mischhaushalten:
  • Mischhaushalte, in denen der Antragsteller "Transferleistungsempfänger" und damit nicht selbst wohngeldberechtigt ist, jedoch mindestens einer der übrigen Mitbewohner und
  • Mischhaushalte, in denen der Antragsteller selbst wohngeldberechtigt ist, in dessen Gesamthaushalt aber auch Transferleistungsempfänger leben.
Mischkanalisation
Kanalsystem, in dem Schmutz- und Niederschlagswasser gemeinsam gesammelt und abgeleitet werden.
Siehe Kanalnetz
Mitversicherte Familienangehörige
In der Familienversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung können nach § 10 SGB V der Ehegatte, der Lebenspartner und die Kinder des Mitglieds kostenlos mitversichert werden.
Modernitätsgrad
Siehe Brutto- und Nettoanlagevermögen
N2O
Siehe Distickstoffoxid
Nährstoffelimination
Entfernung oder erhebliche Reduzierung von Stickstoff- und Phosphorverbindungen aus dem Abwasser zur Verhinderung des Nährstoffeintrages in die Gewässer und infolgedessen deren Eutrophierung.
Nahrungsmittelproduktion
Die Nahrungsmittelproduktion schließt nur die Mengen ein, die für den menschlichen Verzehr und an Rohprodukte für gewerbliche Zwecke (einschließlich Eigenverbrauch) verfügbar sind. Darunter fallen sowohl die pflanzlichen Erzeugnisse, die für die menschliche Ernährung direkt verwendet werden oder zur Verarbeitung im Nahrungsmittel produzierenden Gewerbe dienen, als auch die tierischen Erzeugnisse aus den verschiedenen Zweigen der landwirtschaftlichen Veredelungswirtschaft.
Natürliche Bevölkerungsbewegung
Die natürliche Bevölkerungsbewegung umfasst die Veränderung von Zahl und Struktur der Bevölkerung durch Geburten, Sterbefälle, Eheschließungen und gerichtliche Ehelösungen. Es werden nur Fälle nachgewiesen, die von deutschen Standesämtern beurkundet wurden. So wird zum Beispiel ein erheblicher Anteil von Geburten ausländischer Kinder im jeweiligen Heimatland beurkundet.
Nebenerwerbsbetrieb
Ein Betrieb, in dem das Einkommen des Betriebsinhabers (und ggf. seines Ehegatten) aus außerbetrieblichen Quellen höher ist als das Einkommen aus betrieblichen Quellen. Das Gegenstück ist der Haupterwerbsbetrieb. Die Typisierung in Haupt- und Nebenerwerb erfolgt nur für Betriebe in der Rechtsform eines Einzelunternehmens.
Bis 2007 spielte neben der Relation von betrieblichen und außerbetrieblichen Einkommen die Arbeitsleistung (ausgedrückt in Arbeitskraft-Einheiten) je Betrieb eine Rolle.
Danach galten als Nebenerwerbsbetriebe solche Betriebe, in denen
  • das betriebliche Arbeitsvolumen, berechnet in Arbeitskraft-Einheiten, weniger als 0,75 AK-E betrug,
  • das betriebliche Arbeitsvolumen mindestens 0,75 und weniger als 1,5 AK-E betrug und das außerbetriebliche Einkommen des Betriebsinhabers und/oder seines Ehegatten größer war als das betriebliche Einkommen.
Nettoinvestitionsrate
Allgemeine Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt abzüglich ordentlicher Kredittilgung und Kreditbeschaffungskosten. Wichtiges Merkmal für die kommunale Eigenfinanzierungskraft. Ab 2003 nur in grober Näherung ermittelbar.
Nettonationaleinkommen
Siehe Bruttonationaleinkommen
Nettoneuverschuldung des Landes je Einwohner
Damit wird die Differenz der staatlichen Schuldenstände zwischen zwei Zeitpunkten bezeichnet, d.h. die getilgten (alten) Verbindlichkeiten werden berücksichtigt. Die Nettoneuverschuldung des Landes je Einwohner (Bruttoverschuldung abzüglich aller Tilgungen, Abgänge und evtl. Berichtigungen aus dem Vorjahr des Landes in EUR / Einwohner (EW)) gibt Hinweise auf die Nachhaltigkeit der aktuellen Finanzpolitik des Landes und der Gemeinden/Gemeindeverbände.
Nettostromerzeugung
Zieht man von der Bruttostromerzeugung den Kraftwerkseigenverbrauchs ab, ergibt sich die Nettostromerzeugung. Der Eigenverbrauch eines Kraftwerkes umfasst die elektrische Arbeit, die die Neben- und Hilfsanlagen eines Kraftwerkes zum Betrieb selbst benötigen.
Siehe Elektrizitätserzeugung
Neue Anlagen
Die neuen Anlagen gliedern sich in Ausrüstungen, sonstige Anlagen und Bauten. Zu den Ausrüstungen zählen Maschinen und Geräte (einschließlich militärische Waffensysteme), Betriebs- und Geschäftsausstattungen und Fahrzeuge sowie ähnliche nicht fest mit den Bauten verbundene Anlagen. Die sonstigen Anlagen umfassen Investitionen in geistiges Eigentum (Forschung und Entwicklung, Software und Datenbanken, Urheberrechte, Suchbohrungen) sowie Nutztiere und Nutzpflanzungen. Die Ergebnisse der sonstigen Anlagen werden bei Veröffentlichungen mit den neuen Ausrüstungen zusammengefasst. Bei den Bauten werden neben Wohn- und Nichtwohngebäuden auch sonstige Bauten (Straßen, Brücken, Flugplätze, Kanäle u.Ä.) und die mit Bauten fest verbundenen Einrichtungen wie Aufzüge, Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen, gärtnerische Anlagen und Umzäunungen berücksichtigt.
Siehe Bruttoanlageinvestitionen
Neue Ausrüstungen und sonstige Anlagen
Siehe Neue Anlagen
Neue Bauten
Siehe Neue Anlagen
Neugründung
Neugründungen werden unterschieden in Betriebsgründungen und sonstige Neugründungen.
Gewerbeanmeldungen
Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge nach schulischer Vorbildung
Dargestellt wird die schulische Vorbildung der Auszubildenden, die einen Ausbildungsvertrag in einem anerkannten Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) oder der Handwerksordnung (HwO) abgeschlossen haben. Gezählt werden Ausbildungsverträge, die im Berichtsjahr neu abgeschlossen, angetreten und nicht im Berichtsjahr wieder vorzeitig gelöst wurden.
NH3
Siehe Ammoniak
Nichterwerbspersonen
Alle Personen, die keinerlei auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben oder suchen (zum Beispiel Kinder, Rentner und Nur-Hausfrauen).
Nichterwerbstätige (soziale Stellung)
Alle Bezieher von Pensionen aus öffentlichen Kassen und/oder Renten aus öffentlichen Sozialeinrichtungen, Sozialhilfeempfänger(innen), Altenteiler(innen), nicht oder nicht mehr im Erwerbsleben stehende Personen, die vom eigenen Vermögen (Vermietung, Verpachtung) oder von privaten Unterstützungen und dergleichen leben, ferner Studenten/Studentinnen, die einen eigenen Haushalt führen. Die Zuordnung zu den Nichterwerbstätigen erfolgt auch dann, wenn kleinere oder unregelmäßige Einkünfte aus Erwerbstätigkeit vorhanden waren.
Bei Personen in Elternzeit mit einem ungekündigten Arbeitsvertrag gilt die soziale Stellung vor Antritt des Erziehungsurlaubes; ansonsten sind diese den »Nichterwerbstätigen« zuzuordnen.
Nichtwohngebäude
Nichtwohngebäude sind Gebäude, die überwiegend für Nichtwohnzwecke (gemessen an der Gesamtnutzfläche) bestimmt sind.
Nicht genehmigungspflichtige Prozesse und Anwendungen, Emittentengruppe
Umfassen z. B. Landwirtschaftliche Viehhaltung, Kleingewerbe, Hafenumschlag und Feuerwerke, mit vor allem Staub-Emissionen. Die Berechnung der Emissionen erfolgt an Hand ausgewählter Aktivitätsgrößen und spezifischen Emissionsfaktoren.
Nicht ständig beschäftigte Arbeitskräfte
Nicht ständig beschäftigte Arbeitskräfte stehen in einem auf weniger als sechs Monate abgeschlossenen Arbeitsverhältnis zum Betrieb.
Bis 2007 wurden Arbeitskräfte dann zu den nicht ständig Beschäftigten gezählt, wenn sie weniger als drei Monate beschäftigt waren. Ab 2010 liegt diese Grenze bei unter 6 Monaten.
Siehe Saisonarbeitskräfte
Niederschlagswassergebühr
Sie wird für die Beseitigung von Regenwasser erhoben. Die anfallenden Kosten werden entweder auf den m3 Frischwasser bezogen und sind dann im Abwasserpreis enthalten oder sie werden als Niederschlagswassergebühr flächenbezogen (z. B. je m2 versiegelter Fläche) in EUR je m2 erhoben (gesplittete Gebühr). Grundstücke mit stark versiegelten Flächen, die viel Regenwasser in die öffentliche Abwasserkanalisation einleiten werden dadurch stärker an den dafür anfallenden Kosten der Abwasserbeseitigung beteiligt. Die Angaben dazu liegen nur auf Gemeindeebene vor.
Siehe Oberflächenwassergebühr
Nitrifikation
Oxidation von Ammonium (NH4) durch Bakterien über Nitrit zu Nitrat. Die Nitrifikation erfolgt hauptsächlich erst nach der weitergehenden Oxidation der organischen Verbindungen und setzt eine niedrige Schlammbelastung, ausreichende Sauerstoffzufuhr und Abwassertemperaturen über 12°C voraus.
Siehe Denitrifikation
NKHR
Neues Kommunales Haushalts- und Rechnungswesen [http://www.nkhr-bw.de/]
Siehe kommunale Doppik
NMVOC
Non Methane Volatile Organic Compounds, ein Sammelbegriff flüchtiger Organischer Verbindungen ohne Methan (CH4). Wird Methan summarisch mit einbezogen spricht man von VOC.
NO
Stickstoffmonoxid
Siehe Stickoxide
NO2
Stickstoffdioxid
Siehe Stickoxide
NOX
Siehe Stickoxide
Nutzfläche
Als Nutzfläche (ohne Wohnfläche) gilt entsprechend DIN 277 derjenige Teil der Netto-Grundrissfläche (ohne Wohnfläche), der der Zweckbestimmung und Nutzung des Bauwerks dient. Zur Nutzfläche gehören nicht die Konstruktions-, Funktions- und Verkehrsflächen.
O3
Siehe Ozon
Oberflächenwasser
Wasser natürlicher und künstlicher oberirdischer Gewässer (Flüsse, Seen, Talsperren, Teiche, usw.).
Oberflächenwassergebühr
Siehe Niederschlagswassergebühr
Obstanlagen
Als Obstanlagen zählen die ertragsfähigen und noch nicht ertragsfähigen Anlagen von Obstbäumen und Beerensträuchern sowie Nüssen ohne Unterkultur oder mit Unterkultur, wenn Obst die Hauptnutzung darstellt.
Nicht zu den Obstanlagen rechnen reine Erdbeeranlagen, Obstanlagen auf Äckern, Wiesen und Weiden, bei denen die Hauptnutzung die landwirtschaftlichen Feldfrüchte oder der Futterertrag (Gras, Heu) bilden sowie der Obstbau in Haus- und Kleingärten für den Eigenbedarf der Gartenbesitzer.
Öffentliche Kraftwerke, Emittentengruppe
Umfasst Kraftwerke der allgemeinen Versorgung, Heizkraftwerke, Fernheizwerke sowie kommunale Abfall- und Klärschlammverbrennungsanlagen.
Die Berechnungen der Emissionen basieren auf den Emissionserklärungen gemäß Emissionserklärungsverordnung (ab dem Berechnungsjahr 2000 ist die Datengrundlage die Emissionserklärungen für das Jahr 2000), sowie Daten über die eingesetzten Brennstoffmengen gemäß Energiestatistiken der amtlichen Statistik.
Öffentliche Schulen
Schulen, die von einer Gemeinde, einem Landkreis oder einem Schulverband gemeinsam mit dem Land oder vom Land allein getragen werden.
Öffentliche Straßen
Dargestellt sind die Straßenlängen der klassifizierten Straßen Baden-Württembergs. Die Daten über die Straßen des »überörtlichen Verkehrs« gründen sich auf eine in fünfjährigem Turnus stattfindende »Große Bestandsaufnahme«, in die auch Angaben über Fahrbahnbreite und Deckenart einbezogen sind. Bei der so genannten »Längenstatistik« handelt es sich um eine Fortschreibung der fünfjährlich erhobenen Grunddaten anhand der jährlichen straßenbaulichen Veränderungen.
Öffentlich geförderte Kindertagespflege
Tagespflege ist die zeitweise, familienergänzende und -unterstützende Betreuung von Kindern bei einer Tagesmutter oder einem Tagesvater.
Die »Förderung mit öffentlichen Mitteln« bezieht sich nicht ausschließlich auf die Gewährung einer laufenden Geldleistung an die Tagespflegepersonen. Es werden auch solche Kinder zur Statistik gemeldet, bei denen das Jugendamt (nur) die Vermittlung des Kindes zu einer geeigneten Tagespflegeperson und/oder die Beratung der Kindertagespflegeperson oder der Eltern übernommen hat.
Ökologischer Landbau
Der landwirtschaftliche Betrieb produziert pflanzliche und/oder tierische Erzeugnisse nach den Grundsätzen der Verordnung (EG) Nummer 834/2007 über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen.
Orientierungsstufe
An einem Standort (Konstanz) werden die Klassenstufen 5 und 6 schulartübergreifend geführt. Die Normalform der schulartabhängigen Orientierungsstufe wird nicht gesondert ausgewiesen; deren Schüler-, Klassen- und Lehrerzahlen sind in den Ergebnissen für Werkreal-/Hauptschule, Realschule und Gymnasium enthalten.
Ortsprinzip
Addiert man die Erwerbstätigen, die an ihrem Wohnort arbeiten und die Einpendler, dann erhält man die Erwerbstätigen nach dem Arbeitsortprinzip.
Addiert man die Erwerbstätigen, die an ihrem Wohnort arbeiten und die Auspendler, dann erhält man die Erwerbstätigen nach dem Wohnortprinzip.
Ozon
Ozon ist ein starkes Oxidationsmittel. Erhöhte Konzentrationen können Menschen, Tiere, Pflanzen und Materialien schädigen. Im Gegensatz zu den anderen Luftschadstoffen ist Ozon auch ein wichtiges natürliches Spurengas in der Erdatmosphäre. Die natürlichen Ozonkonzentrationen in bodennahen Luftschichten betragen etwa 60 μg/m3. Ursache für den sommerlichen Anstieg der Konzentrationen über das natürliche Niveau sind chemische Reaktionen, die durch die Sonneneinstrahlung ausgelöst werden (photochemische Reaktionen). Hierbei bilden sich aus den Vorläufersubstanzen, den Stickoxiden (NOX) und flüchtigen organischen Verbindungen (VOC), Photooxidantien wie Ozon, Wasserstoffperoxid usw..
Pachtfläche
Die Pachtfläche ist die vom Betrieb landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF), die gegen Entgelt (in Geld, Naturalien oder sonstigen Leistungen) und auf Grund eines schriftlichen oder mündlichen Pachtvertrags zur Nutzung übernommen worden ist. Dabei wird danach unterschieden, ob diese Flächen von Familienangehörigen (Eltern, Großeltern, Geschwistern, Kindern des Betriebsinhabers und/oder dessen Ehegatten) – so genannte »Familienpachtungen« – oder von sonstigen (natürlichen oder juristischen) Personen gepachtet sind.
Bei den zugepachteten Flächen kann es sich um die Pacht von Einzelgrundstücken und/oder um die Pacht eines gesamten Betriebes (geschlossene Hofpacht) handeln. Nicht zum Pachtland gehören unentgeltlich zur Bewirtschaftung erhaltene landwirtschaftlich genutzte Flächen (LF).
Pädagogische Hochschulen
Wissenschaftliche Hochschulen, die in erster Linie zum Lehrer an einer Grund-, Haupt-, Real- oder Sonderschule ausbilden. Ihr Besuch ist in der Regel nur mit der allgemeinen oder fachgebundenen Hochschulreife möglich.
Pendler
Als Pendler werden alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bezeichnet, deren betrieblicher Arbeitsplatz nicht mit der Wohnsitzgemeinde übereinstimmt. Nach der Richtung der Pendlerwanderung wird zwischen Auspendlern und Einpendlern unterschieden. Personen, die von der Wohnsitzgemeinde in eine andere Gemeinde zur Arbeit fahren, gelten als Auspendler. Betrachtet man dieselben Pendler dagegen von den Zielgemeinden her, in denen die Arbeitsstätten liegen, so spricht man von Einpendlern.
In der Statistik werden die Pendlerströme nach dem Überschreiten der regionalen Gebietsgrenzen unterschieden. So wird getrennt nach Pendlern über die Gemeinde-, Kreis- und Landesgrenzen. Dabei werden die Pendler innerhalb dieser Grenzen nicht als Pendler ausgewiesen.
Siehe Pendlersaldo
Pendlersaldo
Der Pendlersaldo ist die Differenz von Einpendlern zu Auspendlern. Einpendlerüberschüsse weisen auf ein Überangebot an Arbeitsplätzen bezogen auf die ansässige Bevölkerung hin. Umgekehrt charakterisieren Auspendlerüberschüsse ein Defizit an Arbeitsplätzen.
Siehe Pendler
Perinatale Sterbefälle
Totgeborene und Gestorbene in den ersten sieben Lebenstagen.
Personalausgaben
Personalausgaben sind die Aufwendungen der Gebietskörperschaften für ihre Bediensteten.
Sie setzen sich zusammen aus Beamtenbezügen (einschließlich Pensionen), Angestelltenvergütungen, Arbeiterlöhnen und sonstigen Personalausgaben (Aufwandsentschädigungen, Vergütungen für nebenamtlich Tätige und auch personalbezogene Nebenausgaben wie Beihilfen, Unterstützungen, usw.).
Personalausgaben des Landes und der Gemeinden je Einwohner
Der Indikator (Personalausgaben des Landes in EUR / Einwohner (EW)) bzw. (Personalausgaben der Gemeinden/Gemeindeverbände (Gv.) in EUR / Einwohner (EW)) gibt Hinweise auf die finanzielle Belastung des Landes sowie der Gemeinden durch Personal- und Versorgungsausgaben. Versorgungsausgaben stellen einen wachsenden Ausgabenblock für die öffentlichen Haushalte dar, der ihren künftigen finanziellen Handlungsspielraum einschränkt. Pensionen (als Teil der Versorgungsausgaben) sind ein Teil der Personalkosten und werden allein vom öffentlichen Arbeitgeber und noch nahezu ausschließlich unmittelbar aus seinem laufenden Haushalt gezahlt.
Personal im öffentlichen Dienst
Zum Personal im öffentlichen Dienst zählen Beamtinnen/Beamte, Richterinnen/Richter, Soldatinnen/Soldaten und Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer.
Personengesellschaften
Hierzu zählen Betriebe, die von mehreren Inhabern gemeinschaftlich bewirtschaftet werden. Personengemeinschaften haben keine eigene Rechtspersönlichkeit. Im Einzelnen zählen hierzu die Erbengemeinschaft, BGB-Gesellschaften, Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), Offene Handelsgesellschaft, Kommanditgesellschaft und andere Personengemeinschaften mit Gesellschaftsvertrag.
Siehe Betriebe in der Hand von natürlichen Personen
PEV
Siehe Primärenergieverbrauch
Pflegequote
Die Pflegequote (Pflegebedürftige nach Altersgruppen und Geschlecht / (Einwohner nach Altersgruppen und Geschlecht / 1000)) gibt Hinweise auf den Pflegebedarf von Personen unterschiedlicher Altersgruppen. Als Pflegebedürftige gelten Personen, die entsprechend dem Pflegeversicherungsgesetz in die Pflegestufen 1, 2 oder 3 (in Ausnahmefällen auch Pflegestufe 0) eingruppiert sind und die Leistungen (Pflegegeld, ambulante Pflegeleistungen oder Unterbringung in stationären Einrichtungen) erhalten.
Pflegestufen
Sie sind Ausdruck für die Höhe der Pflegebedürftigkeit und Grundlage für die Gewährung von Leistungen nach dem Pflegeversicherungsgesetz, abgestuft nach drei Pflegestufen:
  • Pflegestufe I = erheblich Pflegebedürftige
  • Pflegestufe II = Schwerpflegebedürftige
  • Pflegestufe III = Schwerstpflegebedürftige
  • Pflegestufe III (Härtefälle) kann in besonders gelagerten Fällen zur Vermeidung von Härten gewährt werden, wenn ein außergewöhnlich hoher und intensiver Pflegeaufwand vorliegt, der weit über das übliche Maß der Pflegestufe III hinausgeht.
Phosphorelimination
  1. Entfernung von Phosphat durch Fällung mithilfe anorganischer Salze (meist Aluminium- und Eisensalze sowie Kalk als Fällungsmittel). Dabei bilden sich schwer lösliche Phosphorsalze, die sich absetzen oder herausgefiltert werden.
  2. Zunehmend wird auch die biologische Phosphatelimination mithilfe von Mikroorganismen angewendet.
Photooxidantien
Diese sekundären Luftverunreinigungen entstehen aus Stickoxiden und reaktiven Kohlenwasserstoffen (VOC) unter Einwirkung von ultraviolettem Licht. Zu den Reaktionsprodukten, in ihrer Gesamtheit als photochemischer Smog bezeichnet, zählen Ozon und Peroxiacetylnitrat (PAN), Peroxide, Aldehyde, organische Säuren und weitere Verbindungen. Als Leitsubstanz der Photooxidantien wird Ozon angesehen.
PM10-Staub
Als Feinstaub werden Stäube mit einer Korngröße von maximal 10 Mikrometer Durchmesser bezeichnet. Partikel unterhalb dieser Größe sind lungengängig und können bis in die Bronchien gelangen. Seit dem 1.1. 2005 gelten EU-weit spezielle Immissionsgrenzwerte: 40 µg/m3 Jahresmittelwert sowie 50 µg/m3 Tagesmittelwert, max. 35 Überschreitungen/Jahr.
PM2,5-Staub
Als Feinststaub werden Stäube mit einer Korngröße von maximal 2,5 Mikrometer Durchmesser bezeichnet. Partikel unterhalb dieser Größe wirken besonders gesundheitsgefährdend, da sie bis in die Alveolen (Lungenbläschen) vordringen können.
Präsenz von Frauen und Männern in den Parlamenten
Der Indikator (Anzahl Abgeordnete im Parlament nach Geschlecht / Anzahl Abgeordnete im Parlament insgesamt × 100) gibt Hinweise auf die Präsenz von Frauen und Männern in den Parlamenten.
Preiskonzept
Die Waren und Dienstleistungen können in jeweiligen Preisen, d. h. in Preisen des jeweiligen Berichtsjahres, oder preisbereinigt und somit frei von Preiseinflüssen dargestellt werden. Die Preisbereinigung erfolgt auf der Grundlage einer jährlich wechselnden Preisbasis (Vorjahrespreisbasis).
Primärabfälle
Primärabfälle umfassen das kommunale Abfallaufkommen vor der Verwertung und Behandlung der Abfälle sowie getrennt erfasste, stofflich verwertbare und biologisch behandelbare Abfälle wie zum Beispiel Grünabfälle und Biomüll oder Wertstoffe.
Primäreinkommen der privaten Haushalte
Das Primäreinkommen der privaten Haushalte (einschließlich privater Organisationen ohne Erwerbszweck) enthält die Einkommen aus Erwerbstätigkeit und Vermögen, die den inländischen privaten Haushalten zugeflossen sind. Zu diesen Einkommen gehören im Einzelnen das Arbeitnehmerentgelt, die Selbstständigeneinkommen der Einzelunternehmen und Selbstständigen, die auch eine Vergütung für die mithelfenden Familienangehörigen enthalten, der Betriebsüberschuss aus der Produktion von Dienstleistungen aus eigengenutztem Wohneigentum, sowie die netto empfangenen Vermögenseinkommen (einschließlich des Erwerbs von Finanzserviceleistungen, indirekte Messung (FISIM)).
Primäreinkommen der Volkswirtschaft
Siehe Bruttonationaleinkommen
Primärenergieverbrauch
Der Primärenergieverbrauch ergibt sich aus der Summe der im Land gewonnenen Primärenergieträger, den Bestandsveränderungen sowie dem Saldo aus Bezügen und Lieferungen und umfasst die für die Umwandlung und den Endverbrauch benötigte Energie.
Private Schulen
Schulen in nicht öffentlicher (freier) Trägerschaft. Der Begriff beinhaltet keine Aussage über die Form des Zugangs, da auch private Schulen grundsätzlich allen offen stehen.
Privathaushalt
Haushalt
Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinden/Gemeindeverbände
Die Pro-Kopf-Verschuldung (Schuldenstand der Gemeinden bzw. Gemeindeverbände (Gv.) und deren Eigenbetriebe am Kreditmarkt in EUR / Einwohner (EW)) gibt Hinweise auf einen etwaigen Konsolidierungsbedarf des Gemeindehaushaltes sowie des Haushaltes des Landkreises.
Er ist ein häufig verwendetes Kriterium für den interkommunalen Vergleich. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Pro-Kopf-Verschuldung in Relation zum Stand der Aufgabenerfüllung, der örtlichen Steuerkraft etc. zu setzen ist. Insbesondere ist auch zu berücksichtigen, inwieweit die Gemeinde Aufgaben (und somit ggf. Schulden) aus dem Kämmereihaushalt ausgegliedert und auf kommunale Eigenbetriebe oder Kapitalgesellschaften übertragen haben.
Eigenbetriebe sind rechtlich unselbständig. Die Schulden der Krankenhäuser in Höhe von insgesamt 64,4 Millionen Euro sind in diesem Indikator nicht enthalten.
Ferner ist zu beachten, dass die Schulden der rechtlich selbständigen Einrichtungen derzeit noch nicht anteilig den beteiligten Gemeinden zugeordnet werden können und daher nicht enthalten sind. Da der Prozess von Auslagerungen kommunaler Aufgaben – und somit ggf. der Schulden – in rechtlich unselbständige oder rechtlich selbständige Einrichtungen mit einer regional recht unterschiedlichen Dynamik abläuft, sind folglich Vergleiche lokaler Einheiten mit der nötigen Vorsicht zu interpretieren.
Pro-Kopf-Verschuldung der Länder, ihrer Gemeinden/Gemeindeverbände und FEU zusammen
Die Pro-Kopf-Verschuldung (Kreditmarktschulden der Länder, ihrer Gemeinden bzw. Gemeindeverbände (Gv.) und der FEU in EUR / Einwohner (EW)) gibt Hinweise auf den Konsolidierungsbedarf der Länder- und Gemeindehaushalte.
Da die Verschuldung des Bundes und dessen Sondervermögen nicht berücksichtigt sind, gibt der Indikator keine Auskunft über die Gesamtbelastung der Bevölkerung infolge der Verschuldung.
Berücksichtigt sind die Schulden der Kernhaushalte, Eigenbetriebe und der Öffentlichen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen, an denen die öffentliche Hand unmittelbar oder mittelbar mit über 50 % des Stimmrechts oder des Nennkapitals beteiligt ist (FEU).
Pro-Kopf-Verschuldung des Landes
Die Pro-Kopf-Verschuldung (Schuldenstand des Landes am Kreditmarkt in EUR / Einwohner (EW)) gibt Hinweise auf den Konsolidierungsbedarf des Landeshaushaltes.
Erfasst sind die Schulden des Kernhaushalts ohne die landeseigenen Betriebe. Landesbetriebe dürfen sich nach §26 LHO nicht verschulden. Die Schulden der rechtlich selbständigen Einrichtungen des Landes sind in diesem Indikator nicht enthalten.
Problemabfälle
Gefährliche und sonstige gesondert zu entsorgende Abfälle aus Haushalten und Kleingewerbe wie Lacke, Lösungsmittel, Altreifen, Haushaltschemikalien, Pflanzenschutzmittel usw. Problemabfälle werden getrennt über kommunale Sammelstellen oder Umweltmobile erfasst, um die Schadstofffracht der übrigen Siedlungsabfälle gering zu halten.
Produktbezogene Umweltschutzinvestitionen
Es handelt sich um Investitionen in Verfahrensumstellungen zur Herstellung umweltfreundlicherer Produkte soweit sie durch gesetzliche oder behördliche Vorschriften bzw. Auflagen oder aufgrund von Selbstverpflichtungen erfolgt sind.
Prozesse / Produktanwendungen, Emittentengruppe
Durch Herstellungsprozesse der Industrie z. B. Adipinsäure, Ruß usw. entstehen Emissionen an Methan und Distickstoffoxid. Die Emissionsberechnung erfolgt anhand von Produktionsangaben der amtlichen Statistik verknüpft mit spezifischen Emissionsfaktoren. N2O-Emissionen entstehen auch durch Produktanwendungen z. B. von »Lachgas« (N2O) als Narkosemittel im medizinischen Bereich.
Prozessfeuerungsanlage
Feuerungsanlage, bei der das Rauchgas mit dem zu verarbeitenden Gut direkt in Verbindung kommt (z. B. Zementbrennofen). Diese Anlagen sind nach der TA Luft genehmigungspflichtig.
Pumpspeicherkraftwerk
Ein Pumpspeicherkraftwerk ist ein Speicherkraftwerk, dessen Speicher ganz oder teilweise durch gepumptes Wasser (Pumpwasser) gefüllt wird. Die Erzeugung aus natürlichem Zufluss wird in der Energiebilanz der Wasserkraft und damit den Erneuerbaren Energieträgern zugeordnet.
Pumpstromverbrauch
Strom, der in einem Pumpspeicher-Wasserkraftwerk zur Förderung des Speicherwassers aus dem Unterbecken in das Oberbecken verbraucht wird.
Siehe Pumpspeicherkraftwerk
Quellwasser
Ein örtlich begrenzter, natürlicher Grundwasseraustritt, auch nach künstlicher Fassung.
Quote der Wohngeldhaushalte
Der Indikator (Anzahl Privathaushalte, die Wohngeld (als Mietzuschuss oder Lastenzuschuss) empfangen / Anzahl Privathaushalte insgesamt × 100) spiegelt den Anteil der Haushalte wider, die auf Unterstützungsleistungen angewiesen sind.
Räumliche Bevölkerungsbewegung
Die räumliche Bevölkerungsbewegung (Wanderung), umfasst die Veränderung der Bevölkerung nach Zahl und Struktur (Alter, Geschlecht, Familienstand, Staatsangehörigkeit) durch Zu- bzw. Fortzüge. Unberücksichtigt bleiben Umzüge innerhalb der Gemeinden (Ortsumzüge).
Die Zahl der Wanderungen in einem bestimmten Zeitraum ist in der Regel etwas größer als die Zahl der in dieser Zeit gewanderten Personen, da bei einer Person, die mehrmals umzieht, jeder Wanderungsfall entsprechend oft erfasst wird. Die Wanderungsstatistik umfasst die Landesaußenwanderung und die Landesbinnenwanderung.
Realschule
Baut auf der Grundschule auf und umfasst 6 Schuljahre. Sie vermittelt eine erweiterte allgemeine Bildung als Grundlage einer Berufsausbildung oder weiterführender, insbesondere berufsbezogener schulischer Bildungsgänge und schließt mit einem Abschlussverfahren (Realschulabschluss) ab.
Realsteuern
Realsteuern sind die Grundsteuer A und B und die Gewerbesteuer(§ 3 Abgabenordnung).
Rebflächen
Hierzu zählen die mit Reben (Keltertrauben, Tafeltrauben) bestockten Flächen und Jungfelder sowie die Rebbrache als gegenwärtig nicht mit Reben bestockte Fläche, die für eine Bepflanzung mit Reben vorbereitet wird. Rebschulen und Rebschnittgärten einschließlich der Unterlagenschnittgärten zählen ab 2010 zu den Baumschulen.
Recycling
Wiederverwendung und Verwertung von Abfällen, Nebenprodukten oder Endprodukten aus einem Produktionsprozess für die Herstellung neuer Produkte oder alternativ: Gewinnung von Rohstoffen aus Abfällen, ihre Rückführung in den Wirtschaftskreislauf und die Verarbeitung zu neuen Produkten (stoffliche Verwertung).
Regelleistungen
Die Regelleistungen dienen der Deckung des täglichen Bedarfs an Ernährung, Unterkunft, Heizung, Kleidung, Gesundheits- und Körperpflege sowie Gebrauchs- und Verbrauchsgütern des Haushalts der Leistungsberechtigten. Sie werden entweder in Form von Grundleistungen oder als Hilfe zum Lebensunterhalt gewährt.
Nach einer rechtlich anerkannten Leistungsdauer von insgesamt mindestens 48 Monaten sind den Empfängern die erhöhten Ansprüche der Hilfe zum Lebensunterhalt zu gewähren.
Regenentlastungsanlagen
Einrichtungen der Kanalisation oder der Abwasserbehandlungsanlage, die das System bei starken Regenereignissen entlasten bzw. den Abfluss des dann stark verschmutzten Regenwassers regulieren.
Regionale Zuordnung
Die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten werden am inländischen Arbeitsort nachgewiesen. Der inländische Arbeitsort ist die Gemeinde, in der der Betrieb liegt, in dem sie beschäftigt sind.
Reine Wohngeldhaushalte
Reine Wohngeldhaushalte sind Haushalte, in denen alle Haushaltsmitglieder Wohngeld erhalten.
Reinwasser
Wasser, das ohne vorhergehende Aufbereitung oder Mischung mit qualitativ höherwertigem Wasser direkt als Trinkwasser an Letztverbraucher abgegeben werden kann.
Siehe Rohwasser
Restabfall
Nach Abschöpfung der Abfälle zur Verwertung sowie nach der getrennten Erfassung von Problemabfällen aus Haushalten und Gewerbe den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern angedienter Abfall.
Restedeponien
Dies sind durch den Hausmüllbeseitigungsplan gesondert ausgewiesene Deponien, die Reststoffe z. B. aus Müllverbrennungsanlagen aufnehmen sollen.
Rohbauland
Das Grundstück befindet sich im Baugebiet der Gemeinde und steht im Zuge der baulichen Entwicklung der Gemeinde in absehbarer Zeit zur Erschließung an.
Siehe Bauland
Rohstoffproduktivität
Die gesamtwirtschaftliche Rohstoffproduktivität dient als Maß für die Effizienz einer Volkswirtschaft bei der Nutzung des Produktionsfaktors »nicht erneuerbare Rohstoffe«. Die Rohstoffproduktivität drückt aus, welche volkswirtschaftliche Gesamtleistung – gemessen am Bruttoinlandsprodukt – aus einer Tonne Rohstoffeinsatz resultiert. Die Entwicklung der Rohstoffproduktivität zeigt an, inwieweit die Nutzung der nur endlich zur Verfügung stehenden Rohstoffe von der Entwicklung der Wirtschaftsleistung entkoppelt werden konnte.
Als Zeitreihe wird die Rohstoffproduktivität definiert als Bruttoinlandsprodukt (verketteter Index) / Rohstoffverbrauch (Index); das Niveau wird angegeben als Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen in EUR / Rohstoffverbrauch in Tonnen (t).
Rohwasser
Wasser das für Zwecke der Trinkwasserversorgung vor der Abgabe an Letztverbraucher aufbereitet oder mit qualitativ höherwertigem Wasser gemischt werden muss (Trinkwasseraufbereitung).
Ruhestandsbeamte
Ruhestands-, Wartestandsbeamte bzw. -richter, ehemalige Berufssoldaten (nur Bund) und Reichsarbeitsdienstführer, ehemalige Angestellte und Arbeiter, die nach beamtenrechtlichen Grundsätzen versorgt werden.
Sachinvestitionen
Sachinvestitionen sind Ausgaben für die Veränderung des Anlagevermögens. Dazu zählen:
  • Erwerb von Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Anlagen.
  • Erwerb von beweglichen Sachen des Anlagevermögens, z. B. Ausstattungsgegenstände, Maschinen, Fahrzeuge etc., deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 800 DM betragen und die selbständig bewertungs- und nutzungsfähig sind.
  • Kapitaleinlagen
  • Baumaßnahmen
Säuglingssterbefälle
Gestorbene im ersten Lebensjahr.
Saisonarbeitskräfte
nicht ständige Arbeitskräfte
Sammelkanalisation
Siehe Kanalnetz
Schlammstabilisierung
Überführung des Klärschlamms während der biologischen Abwasserreinigung in eine stabile Form, die eine annähernd geruchsfreie Entsorgung ermöglicht. Die Stabilisierung setzt niedrig belastete Kläranlagen voraus und ist deshalb stets mit der Nitrifikation gekoppelt.
Schmutzwassergebühr
Hier werden die Kosten für die Einleitung von Schmutzwasser in die öffentliche Kanalisation und die Beseitigung von verschmutztem Wasser dargestellt, sofern sie nicht im Abwasserpreis enthalten sind (gesplittete Gebühr). Der Preis setzt sich aus den kalkulierten Kosten für den Abwassertransport (Kanalgebühr) und die Abwasserreinigung (Klärgebühr) zusammen. Gebühren für die Beseitigung von Regenwasser werden separat über die Niederschlagswassergebühr erhoben. Das Schmutzwasser wird in EUR je m3 Frischwasser berechnet. Da in Baden-Württemberg die Abwasserbeseitigung noch vollständig in kommunaler Hand liegt wird dafür keine Mehrwertsteuer erhoben. Industrietarife, bei denen die Menge des Schmutzwassers vor Einleitung in den öffentlichen Kanal gemessen wird, sind nicht Gegenstand der Erhebung. Angaben zum Schmutzwasser liegen nur auf Gemeindeebene vor.
Schmutzwasserpreis
Siehe Schmutzwassergebühr
Schredderanlage
Anlage zum Zerschlagen von Autowracks, Kühlschränken und anderen Metallgegenständen sowie großformatigen Kunststoff- oder Holzgegenständen, mit dem Ziel, den entsprechenden Wertstoff als Rohstoff zurück zu gewinnen.
Schulabgänge nach Abschlussarten
Der Indikator gibt Aufschluss über die zurückliegende und die erwartete Entwicklung der Schulabgängerzahlen. Die Darstellung umfasst die Schulabgänge von öffentlichen und privaten allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in Baden-Württemberg, soweit hier ein allgemeinbildender Abschluss erworben oder angestrebt wurde. Die Vorausrechnung der Schulabgängerzahlen stützt sich auf die Vorausrechnung der Schülerzahlen. Die Abgangszahlen werden über die Verwendung von Absolventenquotienten ermittelt. Die Quoten stützen sich weitgehend auf die Verhältnisse der Jahre 2012 bis 2014.
Die Entwicklung der Schulabgängerzahlen ist besonders für die Situation auf dem Lehrstellenmarkt und für die Kapazitätsplanung von Hochschulen von Bedeutung
Schulden
Zur Berechnung der jeweiligen Nettovermögen beim Geld- bzw. Immobilienvermögen werden die verbleibenden Restschulden zum Stichtag von den jeweiligen Bruttovermögen abgezogen.
Schulden (ab 2010)
Schulden sind alle am Stichtag bestehenden In- und Auslandsschulden (einschließlich Kassenkredite), für die Gebietskörperschaften oder öffentliche Fonds, Einrichtungen und Unternehmen (FEU) Schuldner sind. Die Schulden werden mit dem Nennbetrag ohne Abzug eines etwaigen Disagios nachgewiesen. Die Zuordnung der Schulden erfolgt in der Schuldenstatistik nach dem Gläubigerprinzip. Es wird unterschieden zwischen Schulden beim nicht-öffentlichen Bereich und Schulden beim öffentlichen Bereich.
Schulden am Kreditmarkt (bis 2009)
Schulden am Kreditmarkt (Kreditmarktschulden) umfassen alle Schulden, die durch Ausgabe von Wertpapieren oder durch Aufnahme von Fremdmitteln bei Kreditinstituten, Versicherungen und Bausparkassen, der Bundesagentur für Arbeit, öffentlichen Zusatzversorgungseinrichtungen und sonstigen Sozialversicherungen sowie bei sonstigen inländischen und ausländischen Stellen entstanden sind. Nicht mit einbezogen sind hierbei Kassenverstärkungskredite, die zur Überbrückung vorübergehender Kassenanspannungen aufgenommen werden.
Schulden beim nicht-öffentlichen Bereich (ab 2010)
Schulden beim nicht-öffentlichen Bereich umfassen Kassenkredite, Wertpapierschulden und Kredite bei folgenden Gläubigern:
  • Kreditinstitute: Unabhängig von der Rechtsform alle Institutionen im In- und Ausland, die finanzielle Mittlertätigkeiten ausüben und deren Geschäftstätigkeit darin besteht, Einlagen u. ä. von juristischen und natürlichen Personen aufzunehmen, Kredite zu gewähren oder in Wertpapiere zu investieren. Zu den Kreditinstituten zählen insbesondere:
    • Sparkassen, Landesbanken
    • Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
    • Banken mit Sonderaufgaben
    • Geschäftsbanken, Universalbanken
    • Spezialbanken (z. B. Emissionshäuser)
    • Bausparkassen
    • Wohnungsunternehmen mit Spareinrichtungen
  • Sonstiger inländischer Bereich:
    • Alle inländischen Unternehmen, die nicht öffentliche Unternehmen oder Kreditinstitute sind:
      • Kapitalgesellschaften
      • Personengesellschaften
      • Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften
      • Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit
      • rechtsfähige Vereine, Stiftungen
      • nichtrechtsfähige Vereine, sonstige nichtrechtsfähige Personengemeinschaften
      • Arbeitsstätten der freien Berufe
      • landwirtschaftliche Betriebe
      • Handwerksbetriebe
      • Einkauf-/Verkaufsvereinigungen
    • Desweiteren:
      • Eigene Beteiligungen und/oder Beteiligungen anderer Gebietskörperschaften, deren Anteile bzw. Stimmrechte 50% oder weniger betragen.
      • Natürliche und juristische Personen, die keinem anderen Bereich zugeordnet werden können, insbesondere Organisationen ohne Erwerbscharakter in öffentlich-rechtlicher oder privatrechtlicher Rechtsform, soweit diese nicht als Unternehmen zu betrachten sind, z. B. Kirchen, Organisation der freien Wohlfahrtspflege, Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften, politische Parteien etc.
  • Sonstiger ausländischer Bereich: Natürliche und juristische Personen des Auslandes, soweit sie nicht zu den Kreditinstituten zählen, sind u. a. auch:
    • Europäische Gemeinden
    • Internationale Organisationen, Einrichtungen der Europäischen Union
Schulden beim öffentlichen Bereich (ab 2010)
Schulden beim öffentlichen Bereich umfassen Kassenkredite, Wertpapierschulden und Kredite bei folgenden Gläubigern:
  • Bund: Kernhaushalt des Bundes; ohne Sondervermögen des Bundes
  • Länder: Kernhaushalte der Länder einschließlich Stadtstaaten; ohne Sondervermögen der Länder
  • Gemeinden/Gemeindeverbände ohne Sonderrechnungen
  • Zweckverbände und dergleichen: Verbände und sonstige Organisationen in öffentlich rechtlicher Form, die kommunale Aufgaben erfüllen und mindestens eine Gemeinde oder einen Gemeindeverband zum Mitglied haben. Dazu gehören:
    • Zweckverbände nach den Zweckverbandsgesetzen, ausgenommen: Sparkassenverbände
    • Sondergesetzliche Verbände, z. B. Schulverbände
    • Nachbarschaftsverbände
    • Regionalverbände
    • Regionale Planungsverbände und Planungsverbände nach dem Bundesbaugesetz
    • Gemeindeverwaltungsverbände
    • Wasserversorgungsverbände
    • Abwasserbeseitigungsverbände
    • Grenzüberschreitende Zweckverbände mit Sitz in Deutschland
    • Sonstige Verbände und Organisationen mit kommunaler Aufgabenerfüllung
  • Gesetzliche Sozialversicherung: Träger der gesetzlichen Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherung, gewerblichen Berufsgenossenschaften, Altershilfe für Landwirte, Arbeitslosenversicherung (Bundesagentur für Arbeit)
  • Verbundene Unternehmen, Beteiligungen und Sondervermögen: Öffentliche Fonds, Einrichtungen und Unternehmen, bei denen die eigene Körperschaft mehr als 50 % der Anteile bzw. der Stimmrechte besitzt.
  • Sonstige öffentliche Sonderrechnungen: Öffentliche Fonds, Einrichtungen und Unternehmen, bei denen andere öffentliche Körperschaften (Bund, Länder, andere kommunale Körperschaften) mehr als 50 % der Anteile bzw. der Stimmrechte besitzt.
Schulden bei öffentlichen Haushalten (bis 2009)
Hierzu zählen in erster Linie die beim Bund, dem Lastenausgleichfonds, den Sondervermögen des Bundes, den Ländern, den Gemeinden und Gemeindeverbänden oder Zweckverbänden aufgenommenen Schulden.
Schulen besonderer Art
(früher Gesamtschulen) können in den Klassenstufen 5 bis 10 ohne Gliederung nach Schularten geführt werden. Soweit die Jahrgangsstufen 11 bis 13 organisatorisch mit Schulen besonderer Art verbunden sind, werden die Schülerzahlen in diesen Jahrgangsstufen ebenfalls bei den »Schulen besonderer Art« ausgewiesen.
Schulen des zweiten Bildungsweges
Sie bieten Weiterbildungswilligen, die der Schulpflicht entwachsen sind, die Möglichkeit, einen höherwertigen Schulabschluss zu erwerben. Hierfür stehen bei den allgemeinbildenden Schulen folgende Bildungseinrichtungen zur Verfügung: Abendrealschulen, Abendgymnasien und Kollegs. Bei den beruflichen Schulen kann an Berufsoberschulen die Hochschulreife und an Berufskollegs die Fachhochschulreife erworben werden.
Schulen für Berufe des Gesundheitswesens
Sie vermitteln eine Ausbildung für nicht akademische Gesundheitsberufe (Gesundheits- und Krankenpflege, medizinisch-technische Assistenzberufe, Physiotherapie und andere).
Schulische Qualifikation im Generationenvergleich
Verglichen wird das schulische Bildungsniveau der jüngeren und der älteren Generation (Bevölkerung nach Altersgruppen, Geschlecht und allgemeinem Schulabschluss / Bevölkerung der jeweiligen Altersgruppe und Geschlecht insgesamt × 100). Somit ist ein Zeitvergleich zur Entwicklung des Humankapitals möglich.
Schulkindergärten
In diesen Einrichtungen werden behinderte Kinder betreut, die vor Beginn der Schulpflicht förderungsbedürftig erscheinen. Die Schulkindergärten wurden bis zum Schuljahr 1990/91 in der Statistik unter der Bezeichnung »Sonderschulkindergärten« ausgewiesen.
Schwefeldioxid
Farblos, stechend riechendes Gas, das überwiegend beim Verbrennen schwefelhaltiger Energieträger (Kohle, Erdöl) entsteht. Schwefeldioxid (SO2) wirkt insbesondere in Kombination mit Staub auf die Atemwege, reizt die Haut und Schleimhäute und kann in höheren Konzentrationen zu Atembeschwerden und Brustschmerzen, in hohen Konzentrationen sogar zum Tod durch Ersticken führen.
Schwerbehinderte Menschen
Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind schwerbehindert, wenn ihnen von den Versorgungsämtern ein Grad der Behinderung (GdB) von 50 oder mehr zuerkannt worden ist.
Schwerste Strafe
Von mehreren verhängten Strafen oder Maßnahmen wird nur die schwerste ausgewiesen, zum Beispiel Freiheitsstrafe (von Geldstrafe neben Freiheitsstrafe) oder Jugendstrafe (von Erziehungsbeistandschaft neben Jugendstrafe).
Schwerverletzte
Verunglückte im Straßenverkehr
Schwerwiegende Unfälle
Schwerwiegende Unfälle mit Sachschaden im engeren Sinne sind solche, bei denen ein Straftatbestand oder eine Ordnungswidrigkeit (Bußgeld) vorlag und gleichzeitig mindestens ein Kraftfahrzeug aufgrund eines Unfallschadens von der Unfallstelle abgeschleppt werden musste.
Zu den schwerwiegenden Unfällen mit Sachschaden insgesamt zählen neben den schwerwiegenden Unfällen mit Sachschaden im engeren Sinne die sonstigen Sachschadensunfälle unter Alkoholeinwirkung, bei denen alle Fahrzeuge fahrbereit waren.
Siehe Straßenverkehrsunfall
Entwicklung der Schülerzahl an beruflichen Schulen
Der Indikator gibt Aufschluss über die zurückliegende und die erwartete Entwicklung der Schülerzahlen an den öffentlichen und privaten beruflichen Schulen. Berücksichtigt werden alle Schülerinnen und Schüler der öffentlichen und privaten beruflichen Schulen in Baden-Württemberg einschließlich der Schulen für Berufe des Gesundheitswesens.
Die Schulen werden dabei in einen Teilzeit- und einen Vollzeit-Bereich unterteilt. Der Teilzeit-Bereich umfasst die Berufsschule, an der der schulische Teil der dualen Berufsausbildung stattfindet. Die übrigen beruflichen Schularten, die eine berufliche Grundbildung, Vorbildung, Ausbildung oder Fortbildung vermitteln, werden dem Vollzeit-Bereich zugeordnet.
Bei der Modellrechnung handelt sich um einen Status-quo-Ansatz, der weitgehend auf den Verhältnissen des Schuljahres 2014/15 oder mehrjährigen Durchschnitten aus den zurückliegenden Schuljahren basiert. Es erfolgt keine Fortschreibung von Trends in die Zukunft hinein.
Die Entwicklung der Schülerzahl an beruflichen Schulen wird nicht nur von demografischen, sondern auch von konjunkturellen (wie z. B. Arbeitsplatzabbau) Gegebenheiten oder politischen Weichenstellungen (z. B. kontinuierliche Ausbau des Angebots an beruflichen Gymnasien) beeinflusst.
Sekundärabfälle
Diese umfassen die aus Abfallentsorgungsanlagen anfallenden Entsorgungsrückstände.
Sekundärrückstände
Siehe Sekundärabfälle
Selbstbewirtschaftete Gesamtfläche
Die selbstbewirtschaftete Gesamtfläche (BF) umfasst die von einem Betrieb aus bewirtschaftete oder verwaltete Bodenfläche, unabhängig davon, ob es sich um eigene, gepachtete oder unentgeltlich zur Bewirtschaftung übernommene Flächen handelt. Die Betriebsfläche setzt sich zusammen aus der landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF), der Waldfläche, der nicht mehr landwirtschaftlich genutzten Fläche (wie z. B. Flächen des Naturschutzes und der Landschaftspflege, Baumwiesen ohne landwirtschaftliche Nutzung) und den »sonstigen Betriebsflächen« wie z. B. Gebäude- und Hofflächen, Einschlagflächen für Baumschulkulturen, Öd- und Unland, unkultivierte Moorflächen, Gewässerflächen, Landschaftselemente auf landwirtschaftlich genutzten Flächen (Hecken, Feldgehölze etc.), Parkanlagen sowie Ziergärten.
Selbstständigenquote
Die Selbstständigenquote (Anzahl Selbstständige / Anzahl Erwerbstätige insgesamt × 100) spiegelt in gewissem Rahmen auch den »Unternehmergeist« eines Landes bzw. einer Region wider. Andererseits stellt der Weg in die Selbstständigkeit in wirtschaftlich schwierigen Zeiten häufig die einzige Alternative zur Arbeitslosigkeit dar.
Selbstständige (soziale Stellung)
Gewerbetreibende und selbstständige Landwirte und Landwirtinnen sowie freiberuflich Tätige.
Sicherungsverwahrung
Wird jemand wegen einer vorsätzlichen Straftat zu einer zeitlich begrenzten Freiheitsstrafe von mindestens zwei Jahren verurteilt, so ordnet das Gericht neben der Strafe die Sicherungsverwahrung an, wenn neben dem Vorliegen bestimmter Voraussetzungen nach Strafgesetzbuch die Gesamtwürdigung des Täters und seiner Taten ergibt, dass er infolge eines Hanges zu erheblichen Straftaten für die Allgemeinheit gefährlich ist.
Siedlungs- und Verkehrsfläche
Die Siedlungs- und Verkehrsfläche besteht aus einer Summe mehrerer sehr heterogener Flächennutzungsarten, die durch eine überwiegend siedlungswirtschaftliche bzw. siedlungswirtschaftlichen Zwecken dienende Ergänzungsfunktion gekennzeichnet sind.
Die Siedlungs- und Verkehrsfläche setzt sich aus folgenden Flächenkategorien des Liegenschaftskatasters zusammen:
  • Gebäude- und Freifläche
  • Betriebsfläche ohne Abbauland
  • Erholungsfläche
  • Verkehrsfläche
  • Friedhofsfläche
Sie kann keineswegs mit dem Begriff »versiegelt« gleichgesetzt werden, da sie einen nicht quantifizierbaren Anteil von nicht bebauten und nicht versiegelten Frei- und Grünflächen enthält.
Siedlungsabfälle
Dazu gehören alle Abfälle des EAV-Abfallkapitels 20 (Haushaltsabfälle und ähnliche gewerbliche und industrielle Abfälle sowie Abfälle aus Einrichtungen) und der EAV-Abfallgruppe 15 01 (Verpackungen).
SNF
Siehe Leichte und schwere Nutzfahrzeuge
SO2
Siehe Schwefeldioxid
Sonderabfälle
Umgangssprachlich für gefährliche Abfälle oder als Bestandteil feststehender Begrifflichkeiten wie z. B. Sonderabfallverbrennungsanlage, jedoch kommt dem Begriff keine rechtliche Bedeutung zu.
Sonderabnehmer
Kunden eines Versorgungsunternehmens, die nicht nach den Allgemeinen Versorgungsbedingungen und Allgemeinen Tarifen, sondern nach einzelvertraglich vereinbarten Preisen und Bedingungen versorgt werden. Dazu gehören hauptsächlich Industriebetriebe.
Sonderschule
Sie dient der Erziehung, Bildung und Ausbildung von behinderten Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die in den allgemeinen Schulen nicht die ihnen zukommende Erziehung, Bildung und Ausbildung erfahren können. Sie gliedert sich in Schulen oder Klassen, die dem besonderen Förderbedarf der Schüler entsprechen und nach sonderpädagogischen Grundsätzen arbeiten; sie führt je nach Förderungsfähigkeit der Schüler zu den Bildungszielen der übrigen Schularten, soweit der besondere Förderbedarf der Schüler nicht eigene Bildungsgänge erfordert.
Sonderschulen sind insbesondere Schulen für Blinde, Gehörlose, geistig Behinderte, Körperbehinderte, Förderschulen (früher: Schulen für Lernbehinderte), Schulen für Schwerhörige, Sehbehinderte, Sprachbehinderte, Erziehungshilfe, sowie für Kranke in längerer Krankenhausbehandlung.
Sonstiger Verkehr, Emittentengruppe
Umfasst die Teilsektoren: Bahnverkehr (Diesel), Schiffsverkehr (Güterverkehr, Motorboote), Flugverkehr (Starts und Landungen), und Off-Road-Verkehr (landwirtschaftliche Zugmaschinen und Geräte, Baumaschinen, Industriegeräte, Militärfahrzeuge sowie Garten- und Hobby-Geräte).
Die Berechnung der Emissionen erfolgt differenziert für die einzelnen Teilsektoren, basierend auf Kraftstoffverbrauchsmengen und schadstoffspezifischen Emissionsfaktoren.
Sonstige erzieherische Hilfen
Jungen Menschen oder Familien werden flexible, auf den jeweiligen Bedarf abgestimmte Hilfen in ambulanter/teilstationärer oder stationärer Form oder ergänzend gewährt (z. B. Schule für Erziehungshilfe, Kurzzeitpflege, Familienpflege).
Sonstige Neugründung
Sonstige Neugründungen sind Neugründungen im Nebenerwerb und Neugründungen von Hauptniederlassungen durch Kleingewerbetreibende, die nach Art und Umfang keinen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordern. Der Kleingewerbetreibende (Nicht-Kaufmann/frau) ist nicht im Handelsregister eingetragen, besitzt keine Handwerkskarte und beschäftigt keine Arbeitnehmer.
Sorgerechtsentzug
Sorgerechtsentzug bedeutet, dass die elterliche Sorge vollständig oder teilweise durch das Familiengericht entzogen und auf das Jugendamt oder einen Dritten als Vormund oder Pfleger übertragen wird.
Sozialbeträge der Arbeitgeber
Die Sozialbeiträge der Arbeitgeber schließen die gesetzlich vorgeschriebenen, vertraglich vereinbarten oder freiwillig vom Arbeitgeber übernommenen Beiträge zur Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung sowie unterstellte Sozialbeiträge ein, die von den Arbeitgebern direkt an gegenwärtige oder früher beschäftigte Arbeitnehmer oder sonstige Berechtigte gezahlt werden.
Quote der Empfänger von Leistungen der sozialen Mindestsicherung
Die Quote der Empfänger von Transferleistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts (Anzahl Empfänger von Leistungen der sozialen Mindestsicherungssysteme / Einwohner × 100) zeigt, wie hoch der Anteil der Bevölkerung ist, der gar kein oder kein ausreichendes Einkommen zur grundlegenden Existenzsicherung durch eigene Erwerbsarbeit erzielen kann.
Soziale Stellung der Haupteinkommensperson
Die soziale Stellung der Haupteinkommensperson richtet sich nach deren Haupterwerbsstatus – im Gegensatz zum Erwerbsstatus nach dem Konzept der International Labour Organization (ILO‑Erwerbsstatus), der z. B. im Mikrozensus erhoben wird. Nach dem Hauptstatuskonzept ordnet sich das Haushaltsmitglied derjenigen sozialen Stellung zu, die überwiegend für die eigene Lebenssituation zutrifft.
Angestellte (soziale Stellung)
Arbeiternehmer/-innen (soziale Stellung)
Arbeitslose (soziale Stellung)
Beamte/Beamtinnen (soziale Stellung)
Siehe Nichterwerbstätige (soziale Stellung)
Siehe Selbstständige (soziale Stellung)
Sozialhilfe
Leistungen der Sozialhilfe erhält jede Person, die sich in einer Notlage befindet und sich nicht selbst helfen kann bzw. die erforderliche Hilfe weder von Angehörigen noch von Trägern anderer Sozialleistungen erhält.
Aufgabe der Sozialhilfe ist es, den Leistungsberechtigten die Führung eines Lebens zu ermöglichen, das der Würde des Menschen entspricht. Die Leistung soll sie so weit wie möglich befähigen, unabhängig von ihr zu leben
Sozialleistungen
Vorbeugende, wiederherstellende und wiedereingliedernde Maßnahmen und Einkommensleistungen, einschließlich der Vergünstigungen in Form von Steuer- und gesetzlich vorgeschriebenen Preisermäßigungen. Erbracht werden die Sozialleistungen von gesetzlichen Einrichtungen, von Gebietskörperschaften und von Betrieben bei bestimmten sozialen Tatbeständen gesetzlich, satzungsgemäß, tarifvertraglich oder freiwillig.
Sozialökonomische Gliederung der Betriebe
Die Unterscheidung der landwirtschaftlichen Betriebe in die Erwerbsformen Haupt- oder Nebenerwerb der Rechtsform Einzelunternehmen.
Nähere Einzelheiten zur Einstufung siehe unter Haupterwerbsbetrieb bzw. unter Nebenerwerbsbetrieb.
Sozialpädagogische Familienhilfe
Durch langfristig angelegte intensive Betreuung und Begleitung sollen Familien bei der Bewältigung von Alltagsproblemen und Erziehungsaufgaben unterstützt werden. Die Bereitschaft der Familie zur Mitarbeit ist dabei Voraussetzung für die Hilfe.
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Betrieben je 1000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter (Sozialversicherungsbesatz)
Der Sozialversicherungsbesatz (Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Betrieben in den Abschnitten B bis N und P bis S der WZ 2008 / (Einwohner im Alter von 15 bis unter 65 Jahren / 1000) ist ein Gradmesser für das Arbeitsplatzangebot für Arbeitnehmer in einer Region. Je höher der Sozialversicherungsbesatz ist, umso eher handelt es sich bei der Region um einen Arbeitsplatzstandort. Da der Zähler neben der ortsansässigen Wohnbevölkerung auch Berufseinpendler enthält, deuten überdurchschnittliche Werte auf einen positiven Einpendlersaldo (zumindest bei den Arbeitnehmern) hin. Unterdurchschnittliche Werte sind dagegen eher in Wohnregionen zu erwarten, in denen die berufsbedingten Auspendler die Einpendler übertreffen.
Nicht einbezogen sind geringfügig Beschäftigte, Selbstständige, Beamte und mithelfende Familienangehörige. Nach der Systematik der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008) sind Betriebe in den Abschnitten B bis N und P bis S berücksichtigt; nicht einbezogen sind damit die Land- und Forstwirtschaft, Fischerei, die Öffentliche Verwaltung, private Haushalte und exterritoriale Organisationen.
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit hoher Qualifikation
Der Indikator Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit akademischem Berufsabschluss (Bachelor, Diplom/Magister/Master/Staatsexamen und Promotion / Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, für die eine Angabe zur Berufsausbildung vorliegt × 100) gibt Aufschluss über den Anteil der hochqualifizierten Arbeitnehmer gemessen an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, für die eine Angabe zur Berufsausbildung vorliegt. Die Qualifikation für den Beruf ist eine wichtige Voraussetzung, um sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Beschäftigungschancen sind umso günstiger, je höher das erreichte berufliche Qualifikationsniveau ist.
Sparen, Sparquote
Das Sparen der privaten Haushalte setzt sich zusammen aus dem nicht konsumierten Teil des verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte (Ausgabenkonzept) und der Zunahme betrieblicher Versorgungsansprüche. Die Relation aus dem so ermittelten Sparen zu dem Verfügbaren Einkommen (letzteres erhöht um die Zunahme der betrieblichen Versorgungsansprüche) wird als Sparquote der privaten Haushalte bezeichnet.
Speicherkraftwerk
Ein Speicherkraftwerk ist ein Wasserkraftwerk, dessen Zufluss einem oder mehreren Speichern entnommen wird. Sein Einsatz ist damit weitgehend unabhängig vom zeitlichen Verlauf der Zuflüsse in seine(n) Speicher.
Sperrmüll
Feste Abfälle, die wegen ihrer Sperrigkeit nicht in die im Entsorgungsgebiet vorgeschriebenen Behälter passen und von den Entsorgungspflichtigen selbst oder von beauftragten Dritten getrennt vom Hausmüll gesammelt und transportiert werden.
Spezialbetriebe
Hierzu zählen:
  • spezialisierter Ackerbaubetrieb,
  • spezialisierter Gartenbaubetrieb,
  • spezialisierter Dauerkulturbetrieb,
  • spezialisierter Futterbaubetrieb (Weideviehbetrieb),
  • spezialisierter Veredlungsbetrieb.
Siehe Betriebswirtschaftliche Ausrichtung der Betriebe
Spezialhandel
Siehe Ausfuhr
Spezifischer Energieverbrauch
Maßstab für die rationelle Nutzung von Energie. Auf eine bestimmte verbrauchsauslösende Größe bezogener Energieverbrauch (z. B. auf das Bruttoinlandsprodukt als die umfassendste Größe sowie den Produktionswert, die Wertschöpfung, die Wohnfläche oder die Fahrleistung).
Staatsangehörigkeit
Unter Staatsangehörigkeit wird die rechtliche Zugehörigkeit einer Person zu einem bestimmten Staat verstanden. Personen, die nach dem Grundgesetz (Artikel 116 Abs. 1 GG) den Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit gleichgestellt sind, werden als Deutsche nachgewiesen. Personen, die sowohl die deutsche als auch eine ausländische Staatsangehörigkeit angeben, werden ebenfalls als Deutsche erfasst.
Ständige Arbeitskräfte
Arbeitskräfte ohne Familienarbeitskräfte, die im Berichtszeitraum in einem unbefristeten oder auf mindestens sechs (bis 2007 drei) Monate abgeschlossenen Arbeitsverhältnis zum Betrieb standen. Hierzu zählen auch Familienangehörige, die ständig im Betrieb arbeiten, aber außerhalb des Betriebes leben oder die mitarbeitenden Gesellschafter von Personengesellschaften.
Standardoutput
Der »Standardoutput« (SO) ist der standardisierte Geldwert der Bruttoerzeugung eines landwirtschaftlichen Betriebes. Die einzelnen SO-Werte werden je Flächeneinheit einer Pflanzenart (in ha bzw. bei Pilzen in 100 m² Pilzbeetfläche) bzw. je Stück Vieh einer Tierart (bei Geflügel je 100 Stück) aus der Multiplikation der erzeugten Menge mit dem zugehörigen Ab-Hof-Preis berechnet, wobei die Mehrwertsteuer, produktspezifische Steuern und Direktzahlungen nicht berücksichtigt werden. Die SO werden auf der Grundlage von Durchschnittswerten (einzelbetriebliche Angaben über die Bodennutzung und Viehbestände sowie Daten zu Erträgen und Preisen, die sich aus Statistiken und Buchführungsunterlagen ergeben) ermittelt, die für einen Bezugszeitraum von fünf Jahren berechnet werden. Die Kalkulation der pflanzen- und tierartenspezifischen SO obliegt dem Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL).
Standard-Arbeitsvolumen
Anders als bei den Ergebnissen der regionalen Arbeitsvolumenrechnung für die Länder werden die Ergebnisse für die kreisfreien Städte und Landkreise als Standard-Arbeitsvolumen bezeichnet. Damit soll dem Umstand Rechnung getragen werden, dass mangels statistischer Ausgangsdaten unternehmensspezifische Sonderregelungen zu den tariflichen Arbeitszeiten in den Berechnungen nicht berücksichtigt werden.
Standortprinzip (angeschlossene Einwohner)
Alle an eine Kläranlage angeschlossenen Einwohner werden der Gemeinde zugerechnet, auf deren Gemarkung diese ihren Standort hat, unabhängig vom Wohnort.
Staub
In der Luft verteilte feste Teilchen, die je nach Größe in Grobstäube und Feinststäube (als Teil der Feinstäube) unterteilt werden können. Grobstäube mit einem Durchmesser von über 10 μm verbleiben nur kurze Zeit in der Außenluft und sinken dann als Staubniederschlag zu Boden. Feinstäube (< 10 µm Durchmesser, PM10-Staub) verbleiben als Schwebstaub in der Luft, bis sie aufgrund entsprechender Reaktionsprozesse die Teilchengröße von Grobstaub erreicht haben. Feinstäube sind lungengängig. Als besonders gesundheitsgefährdend gilt die Fraktion der Feinststäube (< 2,5 µm Durchmesser, PM2,5-Staub), die bis in die Lungenbläschen (Alveolen) vordringen kann. Der Schwebstaub setzt sich zusammen aus verschiedenen Stoffen je nach Emissionsquelle (natürliche Quellen, industrielle Prozesse, Verbrennung, Reifen-, Bremsabrieb). Umweltschädliche Inhaltsstoffe der Stäube sind giftige Metalle wie Blei, Cadmium, Arsen, Nickel oder polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK, PAH), sowie Sulfate und Nitrate.
Steinkohleeinheit (SKE)
Umrechnungsgröße, um den Energiegehalt der Energieträger miteinander vergleichen zu können.
1 Megajoule (MJ) = 1 Million Joule
1 Terajoule (TJ) = 1 Billion Joule
29,308 TJ entsprechen 1000 t SKE
Steueraufkommen / Steuereinnahmen
Das Steueraufkommen stellt den Gesamtbetrag der eigenen der Gebietskörperschaft verbleibenden Steuern dar. Steuereinnahmen sind das Steueraufkommen vermehrt bzw. vermindert um die Steueranteile von bzw. an andere Gebietskörperschaften.
Steuerbarer Umsatz
Der steuerbare Umsatz umfasst alle Lieferungen und sonstigen Leistungen, den Eigenverbrauch und die eigenverbrauchsähnlichen Vorgänge sowie seit 1993 die innergemeinschaftlichen Erwerbe, unabhängig davon, ob diese Umsätze steuerpflichtig oder steuerfrei sind.
Steuereinnahmen der Gemeinden
Die Angaben über das kommunale Steueraufkommen basieren auf der Vierteljahresstatistik der Gemeindefinanzen. Es handelt sich hier um eine Kassenstatistik, d.h. es werden die im Berichtszeitraum erfolgten Einnahmen nachgewiesen, gleichgültig, ob diese für den Berichtszeitraum selbst oder für einen früheren bzw. späteren Rechnungsabschnitt bestimmt sind.
Steuereinnahmen der Gemeinden je Einwohner
Der Indikator (Steuereinnahmen abzüglich Gewerbesteuerumlage in EUR / Einwohner) gibt Hinweise zur aktuellen Steuerkraft der Gemeinde und bilden neben Zuweisungen des Landes im kommunalen Finanzausgleich die Basis für den kommunalen Investitions- und Finanzspielraum. Da von der Gewerbesteuer an Land und Bund eine in den Jahren unterschiedliche Umlage abzuführen ist, werden hier nur die Nettoeinnahmen betrachtet.
Die Steuereinnahmen (netto) umfassen die Grundsteuer A und B, die Gewerbesteuer, den Gemeindeanteil an der Einkommensteuer, den Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer, Sonstige Steuern (z. B. Hundesteuer), Steuerähnliche Einnahmen (z. B. Abgaben von Spielbanken) abzüglich der Gewerbesteuerumlage.
Steuerkraftmesszahl
Komponente für die Berechnung der Schlüsselzuweisungen. Für die Gemeinden wird diese gebildet aus dem Aufkommen der Grundsteuern A und B sowie der Gewerbesteuer abzüglich der Gewerbesteuerumlage (jeweils umgerechnet auf einen landeseinheitlichen Hebesatz), weiter aus dem Gemeindeanteil an Einkommen- und Umsatzsteuer und den Zuweisungen im Rahmen des Familienleistungsausgleichs. Für alle genannten Werte sind die Aufkommen des zweitvorangegangenen Jahres maßgebend. Legaldefinition in § 6 Gesetz über den kommunalen Finanzausgleich.
Steuerkraftmesszahl je Einwohner
Die Steuerkraftmesszahl je Einwohner zeigt die Steuerkraft der Gemeinde zur Abdeckung des Grundbedarfs aus eigenen Finanzmitteln. An der Steuerkraftmesszahl je Einwohner kann abgelesen werden inwieweit eine Gemeinde in der Lage ist, die notwendigen Ausgaben ihrer Pflichtaufgaben aus eigener Kraft zu bewältigen. Bei der Steuerkraftmesszahl wird nicht das tatsächliche Steueraufkommen zugrunde gelegt. Es handelt sich um eine an landeseinheitlichen Sätzen normierte Größe.
Steuerkraftquote
Der Indikator Steuerkraftquote zeigt die Steuerkraft der Gemeinde (Steuerkraftmesszahl / Bedarfsmesszahl in Prozent) im Verhältnis zum Finanzbedarf, die eine Gemeinde aufzubringen hat um den Grundbedarf der Gemeindeverwaltung abzudecken. An der Steuerkraftquote kann abgelesen werden, inwieweit eine Gemeinde in der Lage ist, die notwendigen Ausgaben ihrer Pflichtaufgaben aus eigener Kraft zu bewältigen. Bei der Steuerkraft handelt es sich um eine nach landeseinheitlichen Sätzen normierte Größe.
Steuerkraftsumme
Die Steuerkraftsumme stellt die Berechnungsgrundlage für die Kreis- und Finanzausgleichsumlage dar. Für die Gemeinden setzt sich diese zusammen aus der Steuerkraftmesszahl zuzüglich der Schlüsselzuweisungen nach der mangelnden Steuerkraft und den Mehrzuweisungen jeweils des zweitvorangegangenen Jahres. Legaldefinition in § 38Gesetz über den kommunalen Finanzausgleich.
Steuerkraftsumme je Einwohner
Der Indikator Steuerkraftsumme je Einwohner zeigt die Finanzkraft der Gemeinde zur Abdeckung ihres allgemeinen Ausgabebedarfs. Neben der Steuerkraft werden bei der Steuerkraftsumme auch die Schlüsselzuweisungen nach der mangelnden Steuerkraft einbezogen.
Die Steuerkraftsummen sind Bemessungsgrundlage für die Finanzausgleichs-, Kreis- und Regionalverbandsumlagen.
Stickoxide
Stickoxide (NOX) entstehen bei Verbrennungsprozessen, die mit hohen Temperaturen erfolgen. Unter diesen Bedingungen gehen der Stickstoff und der Sauerstoff der Luft eine feste Verbindung ein. Es entsteht Stickstoffmonoxid (NO), das an der Luft zu Stickstoffdioxid (NO2) oxidiert wird. Das genaue Mengenverhältnis zwischen NO und NO2 lässt sich messtechnisch unter atmosphärischen Bedingungen nur schwer angeben. Als Kürzel für Stickoxide wird deshalb meist NOX verwandt. Stickoxide sind wie Schwefeldioxid an der Bildung der sauren Niederschläge beteiligt. Zwischen SO2 und NO2 bestehen bei direkter Wirkung auf die Blattorgane wirkungsverstärkende Beziehungen. Von großer Bedeutung für das Waldsterben sind wahrscheinlich Stickoxide als Ausgangssubstanz für sekundäre Luftverunreinigungen wie Ozon und andere Photooxidantien.
Stilllegungsflächen
Die Stilllegung von landwirtschaftlichen Nutzflächen ist seit Anfang der 1990er-Jahre ein Instrument der Agrarpolitik zur Regelung der Überschussproduktion bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Im Unterschied zur normalen Brache erhält der Landwirt bei den Flächenstilllegungsprogrammen in der Regel einen Ausgleich dafür, dass er nichts bzw. nur nachwachsende Rohstoffe für den Non‑Food‑Bereich produziert. Stilllegungsflächen sind nicht mit den dauerhaft aus der landwirtschaftlichen Produktion genommenen Flächen zu verwechseln.
Strafgefangene
Rechtskräftig zu Freiheitsstrafe (nach allgemeinem Strafrecht) oder zu Jugendstrafe (nach Jugendstrafrecht) Verurteilte.
Strafgefangenenziffer
Die Strafgefangenenziffer(Anzahl Strafgefangene und Sicherungsverwahrte / (Einwohner im strafmündigen Alter von mindestens 14 Jahren / 100.000)) ermöglicht eine Aussage über die Häufigkeit von Haftstrafen und Sicherungsverwahrungen in der Bevölkerung. Erfasst werden die Gefangenen und Verwahrten in den Justizvollzugsanstalten zum Stichtag 31. März.
Straftatenhäufigkeit
Der Straftatenhäufigkeit (Anzahl polizeilich bekannte Fälle / (Einwohner / 100000)) gibt Hinweise auf die Kriminalitätsbelastung der Bevölkerung bzw. die innere Sicherheit sowie Entwicklungstendenzen der Kriminalität.
Es werden die von der Polizei bearbeiteten rechtswidrigen (Straf-) Taten einschließlich der mit Strafe bedrohten Versuche ausgewiesen. Nicht enthalten sind Ordnungswidrigkeiten, politisch motivierte Straftaten und Verkehrsdelikte. Damit wird kein exaktes Abbild der tatsächlichen Kriminalitätslage und -entwicklung geliefert, da es u.a. je nach Deliktart und -schwere unterschiedlich großen Dunkelfelder gibt (Straftaten, die der Polizei nicht bekannt werden).
Straßenverkehr, Emittentengruppe
Umfasst den Verkehr der Kräder, Pkw, Lkw und Busse auf Außerorts- und Innerortsstraßen.
Die Berechnung der Emissionen basiert auf den Fahrleistungen, differenziert nach Fahrzeuggruppen und Straßenkategorien. Die entsprechend den Fahrzeuggruppen und Straßenkategorien gegliederten Fahrleistungswerte werden mit spezifischen Emissionsfaktoren je Fahrzeuggruppe verknüpft. Zusätzlich werden die durch den Kaltstarts der Pkw und Lkw < 3,5 t verursachten Emissionen an Hand der Zahl der Kaltstarts und zugehöriger Kaltstart-Emissionsfaktoren berechnet.
Straßenverkehrsunfall
Von der Polizei erfasste Unfälle, bei denen infolge des Fahrverkehrs auf öffentlichen Wegen und Plätzen Personen getötet oder verletzt oder Sachschäden verursacht worden sind.
Siehe Schwerwiegende Unfälle
Stromaustausch
In der Energiestatistik eines Bundeslandes werden nur Daten über die physikalischen Stromflüsse für den Zeitpunkt des Überschreitens von Grenzen erhoben. Das bedeutet aber, dass bezogener Strom auch in einem anderen Land als im statistisch ausgewiesenen Bezugsland geordert und verwendet worden sein kann oder, dass Strombezüge ihren Erzeugungsursprung auch in anderen, als in den statistisch ausgewiesenen, Lieferländern haben können.
Strommix
Zusammensetzung der zur Stromerzeugung eingesetzten Energieträger.
Studenten
In einem Fachstudium eingeschriebene (immatrikulierte) männliche und weibliche Studierende (ohne Beurlaubte, Studienkollegiaten, Gast- und Nebenhörer).
Studienanfänger
Studenten im ersten Hochschulsemester (Erstimmatrikulierte) oder im ersten Fachsemester eines bestimmten Studienganges.
Studienanfänger nach Fächergruppen
Der Indikator gibt einen Überblick über die Verteilung der Studienanfängerzahlen auf die verschiedenen Fächergruppen (Anzahl Studienanfänger an Hochschulen nach Fächergruppen / Anzahl Studienanfänger an Hochschulen insgesamt × 100) und zeigt die unterschiedliche Attraktivität der unterschiedlichen Fächergruppen auf. Die geschlechtsspezifische Darstellung verdeutlicht die Unterschiede in der Fächerwahl zwischen männlichen und weiblichen Studierenden. Der Vergleich der aktuellen Verteilung mit einem weiter zurückliegenden Referenzjahr ermöglicht Aussagen über den Wandel bei der Studienfachwahl.
Studierende
Siehe Studenten
Systematik der Einkommen und Einnahmen
Grundlage ist das systematische Verzeichnis der Einnahmen und Ausgaben der privaten Haushalte 1998 (SEA 98). Es wurde in Anlehnung an die internationale Klassifikation der Verwendungszwecke (COICOP – Classification of individual consumption by purpose) der OECD bzw. von Eurostat festgelegt. Damit ist eine weitgehende internationale Vergleichbarkeit ohne längere Umschlüsselung sichergestellt.
Täglicher Flächenverbrauch
Der Flächenverbrauch wird definiert als Saldo von Anfangs- und Endbestand der Siedlungs- und Verkehrsfläche (SuV) einer Periode. Dieser Wert dividiert durch die Periodendauer in Tagen ergibt den täglichen Flächenverbrauch. Der Indikator verdeutlicht Ausmaß und Tempo der Nutzungsänderungen. Dabei ist Flächenverbrauch und Versiegelung (teilweises oder vollständiges Abdichten offener Böden) keinesfalls gleich zu setzen.
Tätige Personen
Als Tätige Personen gelten tätige Inhaber, Mitinhaber und unbezahlt mithelfende Familienangehörige sowie alle voll- und teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer, Auszubildenden, Praktikanten und Volontäre, die nach dem Stand vom 30. September des Berichtsjahres in einem Arbeits- bzw. Dienstverhältnis zum Unternehmen standen. Zu den Tätigen Personen zählen auch vorübergehend abwesende Personen (z. B. Frauen im Mutterschutz) sowie Personen in Altersteilzeit.
Nicht einzubeziehen sind u. a. Personen, die ein Jahr oder länger abwesend sind, im Ausland beschäftigte Personen oder Leiharbeitnehmer.
Tageseinrichtungen für Kinder
Hierunter fallen Kindergärten (für Kinder im Alter von 3 Jahren bis zum Schuleintritt), altersgemischte Einrichtungen (für Kinder verschiedener Altersgruppen), Kinderkrippen (ausschließlich für Kinder unter 3 Jahren) und Horte (ausschließlich für Schulkinder). Da die altersgemischten Einrichtungen immer zahlreicher werden und hierfür auch flexible Genehmigungen vorliegen, wird in der Statistik eine genaue Differenzierung der Einrichtungen nach dem genannten Schema nicht mehr vorgenommen.
Tarifabnehmer
Kunden eines Versorgungsunternehmens, die nach den Allgemeinen Versorgungsbedingungen und Allgemeinen Tarifen versorgt wurden. Dies waren überwiegend private Haushalte sowie gewerbliche und landwirtschaftliche Betriebe. Heute: Stromverbraucher in Grundversorgung.
Tatverdächtige
Tatverdächtig ist jede Person, die aufgrund des polizeilichen Ermittlungsergebnisses hinreichend verdächtig ist, eine mit Strafe bedrohte Handlung (Verbrechen oder Vergehen) begangen zu haben.
Teilstationäre und stationäre Hilfen zur Erziehung
Hierzu gehören die Erziehung in einer Tagesgruppe, die Vollzeitpflege in einer anderen Familie, die Heimerziehung bzw. Erziehung in sonstigen betreuten Wohnformen und die intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung.
Teilzeitbeschäftigte
  • Teilzeitbeschäftigte T1
    • Beschäftigte, deren regelmäßige Arbeitszeit mindestens die Hälfte der regelmäßigen Wochenarbeitszeit eines Vollzeitbeschäftigten beträgt.
  • Teilzeitbeschäftigte T2
    • Beschäftigte, deren regelmäßige Arbeitszeit weniger als die Hälfte der regelmäßigen Wochenarbeitszeit eines Vollzeitbeschäftigten beträgt.
Temperaturbereinigung
Berechnungsmethode, durch die der Einfluss von Temperaturschwankungen auf den Energieverbrauch minimiert wird. Für die Berechnung werden länderspezifische Korrekturfaktoren auf der Basis von Gradtagszahlen regionaler Wetterstationen sowie Informationen des BDEW über den Raumwärmeanteil am Nutzenergieverbrauch verschiedener Energieverbrauchergruppen in Deutschland verwendet. Der so berechnete Wert ist ein fiktiver Energieverbrauch, der sich ergeben hätte, wenn die jährlichen Durchschnittstemperaturen konstant dem langjährigen Mittel entsprochen hätten.
Besuche von bezuschussten Theatern
Theater sind ein wesentlicher Teil des kulturellen Angebots im Land. Die Entwicklung der Besucherzahlen erlaubt Rückschlüsse auf die Nutzung dieses Angebots und das kulturelle Interesse. Die berechnete Besucherzahl setzt sich aus den Zuschauern am Sitz des Theaters und den Besuchern bei Gastspielen zusammen.
Theologische Hochschulen
Kirchliche oder staatliche Hochschulen ohne die theologischen Fakultäten oder Fachbereiche der Universitäten.
Thermisches Kraftwerk
Siehe Wärmekraftwerk
Thermische Behandlung
Die Ziele der thermischen Behandlung von Abfällen sind die Volumenreduktion und Inertisierung, die Zerstörung und Ausschleusung von Schadstoffen, die Gewinnung verwertbarer oder ablagerungsfähiger Fraktionen (Schlacke) und die Energiegewinnung. Anlagen zur thermischen Behandlung von Abfällen sind z. B. Müllheizkraftwerke.
Siehe Abfallbehandlung
Thermische Klärschlammentsorgung
Wird als Monoverbrennung in Mono-Klärschlammverbrennungsanlagen (Wirbelschichtöfen, Etagenöfen und Etagenwirbler) oder als Mitverbrennung realisiert. Die Mitverbrennung erfolgt in der Regel in Müllverbrennungsanlagen, Kohlekraftwerken, Zementwerken und Ziegeleien. Sonderverfahren sind Pyrolyse; Vergasung sowie (nass-) chemische Verfahren wie Nassoxidation und Hydrolyse.
Totgeborene
Kinder, bei denen nach der Trennung vom Mutterleib weder das Herz geschlagen, noch die Nabelschnur pulsiert noch die natürliche Lungenatmung eingesetzt hat, und die mindestens 500 Gramm schwer sind. Sie werden im Rahmen der Geburtenstatistik nachgewiesen.
Ist die Leibesfrucht weniger als 500 Gramm schwer, so gilt sie als Fehlgeburt. Diese Fehlgeburten, auch wenn sie vom Standesamt registriert werden, bleiben in der Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung außer Betracht.
Tourismus
Siehe Beherbergung im Reiseverkehr
Transferleistungen
Zu den Transferleistungen der sozialen Mindestsicherungssysteme des Staates zählen
Das Arbeitslosengeld II (bekommen erwerbsfähige Personen von 15 bis unter 65 Jahren und 2 Monaten, die nicht für ihren Lebensunterhalt aufkommen können);
das Sozialgeld (Personen, die mit in ALG-II-Haushalten leben und nicht erwerbsfähig sind, vor allem Kinder);
die Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen (erhalten die nicht erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, die ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenen Mitteln, wie z.  B. Vermögen) oder durch Leistungen anderer Sozialleistungsträger decken können);
die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (erhalten bedürftige ältere Menschen über 65 Jahre sowie Personen ab 18 Jahren, die dauerhaft voll erwerbsgemindert sind und deshalb nicht ins reguläre Erwerbsleben eingegliedert werden können. Dazu gehören zum Beispiel vorübergehend Erwerbsunfähige, längerfristig Erkrankte oder Vorruhestandsrentner mit niedriger Rente);
Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz;
laufende Leistungen der Kriegsopferfürsorge nach dem Bundesversorgungsgesetz.
Transportintensität der Wirtschaft
Die Transportintensität (Güterverkehrsleistung (Index) / Bruttoinlandsprodukt (verketteter Index)) gibt darüber Auskunft, inwieweit das Wirtschaftswachstum von der Güterverkehrsnachfrage entkoppelt wurde. Die Zielrichtung stimmt, wenn die Transportintensität rückläufig ist. Neben der Entkopplung von Wirtschafts- und Verkehrsleistung geht es darum, die verkehrlichen Belastungen durch Erhöhung der umweltfreundlicheren Verkehrsträger Schiene und Wasserstraße zu bewältigen.
Transportverpackungen
Dies sind Verpackungen, die den Transport von Waren erleichtern, die Waren auf dem Transport vor Schäden bewahren oder die aus Gründen der Sicherheit des Transports verwendet werden und beim Vertreiber anfallen. Beispiele für Transportverpackungen sind Fässer, Kanister, Kisten, Säcke, Paletten, Kabeltrommeln, Kartonagen, geschäumte Schalen, Schrumpffolien und ähnliche Umhüllungen, die Bestandteile von Transportverpackungen sind.
Treibhausgase
Nach Definition des Beschlusses der Kyoto-Konferenz von 1998 sind Treibhausgase die Summe der klimarelevanten Gase in CO2-Äquivalenten
  • Kohlendioxid (CO2)
  • Methan (CH4)
  • Distickstoffoxid (N2O; »Lachgas«)
  • Schwefelhexafluorid (SF6)
  • Fluorkohlenwasserstoffe (HFC)
  • perfluorierte Fluorkohlenwasserstoffe (CnF2n+2 − PFCs, FKWs).
Die Kyoto-Gase der PFC- und HFC-Verbindungen sowie SF6 machen deutschlandweit zusammen rund 1,5 % der gesamten Treibhausgas-Emissionen aus. Aufgrund dieser geringen Bedeutung und wegen der auf Landesebene nicht ausreichend verfügbaren Datenlage werden diese Verbindungen nicht ausgewiesen.
Die Emissionen an Treibhausgasen insgesamt werden in CO2-Äquivalenten angegeben. Dabei ist die Klimawirksamkeit der einzelnen Gase mit ihrem spezifischen Treibhauspotenzial, dem GWP (Global Warming Potential)-Wert, auf die Wirkung der entsprechenden Menge an CO2 umgerechnet. Die hier verwendeten GWP-Werte mit einem einheitlichen Zeithorizont von 100 Jahren gemäß IPCC sind: CO2: 1; Methan: 21; N2O: 310. Ausgangsgrößen zur Berechnung der CO2-Äquivalente für die verschiedenen Gase sind deren Mengen an jährlichen Emissionen gemessen in Tonnen.
Treibhausgasemissionen je Einwohner
Die jährlichen Treibhausgasemissionen je Einwohner (Treibhausgasemissionen in Tonnen (t) CO2-Äquivalenten / Einwohner (EW)) werden in CO2-Äquivalenten angegeben. Dabei ist die Klimawirksamkeit der einzelnen Gase mit ihrem spezifischen Treibhauspotenzial auf die Wirkung der entsprechenden Menge an CO2 umgerechnet.
Trennkanalisation
Schmutz- und Niederschlagswasser werden in getrennten Kanälen abgeleitet.
Siehe Kanalnetz
Trinkwasseraufbereitung
Je nach Herkunft und Qualität des gewonnenen Rohwassers sind mehr oder weniger umfangreiche Verfahrensschritte zur Aufbereitung erforderlich. Sie ergeben sich im Allgemeinen aus den Ergebnissen der Rohwasseranalysen und den Anforderungen der Trinkwasserverordnung. Zu den angewendeten Aufbereitungsverfahren zählen neben der Desinfektion und der Wassermischung des Weiteren Trübstofffilterung, Teilentsalzung, Adsorption, Entsäuerung, Enteisenung/Entmanganung, Phosphatierung, Oxidation und andere.
Trinkwassergebühr
Es handelt sich um den Preis, der vom Wasserversorger für die Bereitstellung und Lieferung von einem m3 Trinkwasser (1 000 Liter) erhoben wird. Er enthält 7% Mehrwertsteuer. Sondertarife mit Mengenrabatten werden nicht erhoben.
Siehe Trinkwasserpreis
Trinkwasserpreis
Siehe Trinkwassergebühr
Trinkwasserverbrauch der Haushalte und Kleinverbraucher
Der Indikator (Wasserabgabe an Haushalte und Kleinverbraucher in Liter pro Tag / Einwohner (EW) mit Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung) gibt an, wie hoch der durchschnittliche Trinkwasserverbrauch der Bevölkerung ist. Die Höhe des Trinkwasserverbrauchs gibt Hinweise über den Umgang mit der Ressource Wasser.
Der Indikator umfasst neben dem Wasserverbrauch der Haushalte auch jenen gewerblicher und sonstiger Kleinverbraucher, da die Gemeinden und Wasserversorgungsunternehmen deren Wasserverbrauch bei haushaltsüblicher Zählergröße nur zusammen mit dem der privaten Haushalte ausweisen können.
Trockensubstanz
Feststoffgehalt einer Flüssigkeit, der durch Filtration und Trocknen bei 105° C ermittelt wird und den Gewichtsanteil ungelöster Stoffe eines Feststoff-Wasser-Gemisches angibt.
Übergänge von Grundschulen auf weiterführende Schulen
Die Übergangsquote von der Grundschule auf weiterführende Schulen (Anzahl Übergänge von Grundschülern auf weiterführende Schulen nach Schulart / Anzahl Übergänge auf weiterführende Schulen insgesamt × 100) gibt an, wie sich die Grundschüler anteilig auf die verschiedenen weiterführenden Schularten verteilen.
Der Schulartwechsel am Ende der Primarstufe ist eine Weichenstellung in der Bildungslaufbahn.
Übernachtungen
Zahl der Übernachtungen von Gästen, die im Berichtszeitraum ankamen oder aus dem vorherigen Berichtszeitraum noch anwesend waren.
Übernachtungsdichte
Die Übernachtungsdichte (Anzahl der Übernachtungen im Jahr / (Wohnbevölkerung am Ende des Vorjahres / 1.000)) ist ein Gradmesser für die quantitative Bedeutung des Tourismus in einer Region. Je mehr Übernachtungen in Relation zur ortsansässigen Bevölkerung gebucht werden, umso höher wird tendenziell der Anteil touristisch induzierter Arbeitsplätze sein. Da die Übernachtungen nur in Beherbergungsbetrieben ab zehn Betten oder Stellplätzen erfasst werden, bleibt ein Teil der tatsächliche Gästeübernachtungen (z. B. in Kleinbetrieben oder auch bei Verwandten oder Bekannten) ebenso unberücksichtigt wie der Tagestourismus. Insofern kann die tatsächliche wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus im Einzelfall höher oder auch niedriger sein als nach der Übernachtungsdichte zu vermuten.
Umrechnungsfaktoren
Umrechnungsfaktoren zu den Abfallarten (m3 > Tonnen) hat das Bayerisches Landesamt für Statistik zusammengestellt.
Umsatzproduktivität im Bereich Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen
Die Umsatzproduktivität (Jahresumsatz in EUR/1.000) / Anzahl Tätige Personen) gibt Hinweise zur Effizienz des im Produktionsprozess eingesetzten Faktors Arbeit. Als weitere Einflussgrößen sind Natur (z. B. Grundstücke, Rohstoffe, Energie) und Kapital (u.a. Maschinen, Gebäude, Werkzeuge sowie auch Halb- und Fertigerzeugnisse, die in die Produktion eingehen) zu nennen, die je nach Branche unterschiedlich große Bedeutung haben.
Der Wirtschaftsbereich der Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen umfasst die Freiberufler, wie zum Beispiel Rechts-, Steuer- und Unternehmensberater, Wirtschaftsprüfer, Architekten und Ingenieure. Des Weiteren zählen u. a. technische, physikalische und chemische Untersuchungsbüros, Forschung und Entwicklung, Werbung und Marktforschung und das Veterinärwesen dazu.
Umsatzproduktivität im Einzel- und Kraftfahrzeughandel
Die Umsatzproduktivität ((Jahresumsatz in EUR/1000) / Anzahl Tätige Personen) stellt einen Anhaltspunkt für die Effizienz des im Produktionsprozess eingesetzten Faktors Arbeit dar. Als weitere Einflussgrößen sind Natur (z. B. Grundstücke, Rohstoffe, Energie) und Kapital (u.a. Maschinen, Gebäude, Werkzeuge sowie auch Halb- und Fertigerzeugnisse, die in die Produktion eingehen) zu nennen, die je nach Branche unterschiedlich große Bedeutung haben.
Umsatzproduktivität im Bauhauptgewerbe
Die Umsatzproduktivität (baugewerblicher Umsatz in EUR / Anzahl Beschäftigte) gibt Hinweise zur Effizienz des im Produktionsprozess eingesetzten Faktors Arbeit. Als weitere Einflussgrößen sind Natur (z. B. Grundstücke, Rohstoffe, Energie) und Kapital (u.a. Maschinen, Gebäude, Werkzeuge sowie auch Halb- und Fertigerzeugnisse, die in die Produktion eingehen) zu nennen, die je nach Branche unterschiedlich große Bedeutung haben.
Umsatzproduktivität im Bereich Information und Kommunikation
Die Umsatzproduktivität ((Jahresumsatz in EUR/1.000) / Anzahl Tätige Personen) stellt einen Anhaltspunkt für die Effizienz des im Produktionsprozess eingesetzten Faktors Arbeit dar. Als weitere Einflussgrößen sind Natur (z. B. Grundstücke, Rohstoffe, Energie) und Kapital (u.a. Maschinen, Gebäude, Werkzeuge sowie auch Halb- und Fertigerzeugnisse, die in die Produktion eingehen) zu nennen, die je nach Branche unterschiedlich große Bedeutung haben.
Der Wirtschaftsbereich Information und Kommunikation umfasst das Verlagswesen, die Herstellung, den Verleih und Vertrieb von Filmen und Fernsehprogrammen, Kinos, Tonstudios und das Verlegen von Musik, Rundfunkveranstalter, Telekommunikation, die Erbringung von Dienstleistungen der Informationstechnologie sowie Informationsdienstleistungen.
Umsatzproduktivität im Bereich Verkehr und Lagerei
Die Umsatzproduktivität (Jahresumsatz in 1000 EUR / Anzahl Tätige Personen) stellt einen Anhaltspunkt für die Effizienz des im Produktionsprozess eingesetzten Faktors Arbeit dar. Als weitere Einflussgrößen sind Natur (z. B. Grundstücke, Rohstoffe, Energie) und Kapital (u.a. Maschinen, Gebäude, Werkzeuge sowie auch Halb- und Fertigerzeugnisse, die in die Produktion eingehen) zu nennen, die je nach Branche unterschiedlich große Bedeutung haben.
Die Dienstleistungsbranche Verkehr und Lagerei setzt sich aus Unternehmen und Einrichtungen der Bereiche Landverkehr mit Unternehmen größtenteils des Eisenbahnverkehrs, der Bereiche Schifffahrt und Luftfahrt, sowie Unternehmen der Lagerei und Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für den Verkehr wie beispielsweise Frachtumschlag oder Speditionen, zusammen.
Umsatzproduktivität im Gastgewerbe
Die Umsatzproduktivität ((Jahresumsatz in EUR/1.000) / Anzahl Tätige Personen) stellt einen Anhaltspunkt für die Effizienz des im Produktionsprozess eingesetzten Faktors Arbeit dar. Als weitere Einflussgrößen sind Natur (z. B. Grundstücke, Rohstoffe, Energie) und Kapital (u.a. Maschinen, Gebäude, Werkzeuge sowie auch Halb- und Fertigerzeugnisse, die in die Produktion eingehen) zu nennen, die je nach Branche unterschiedlich große Bedeutung haben.
Umsatzproduktivität im Verarbeitenden Gewerbe
Die Umsatzproduktivität (Umsatz in EUR / je Beschäftigten) gibt Hinweise zur Effizienz des im Produktionsprozess eingesetzten Faktors Arbeit. Als weitere Einflussgrößen sind Natur (z. B. Grundstücke, Rohstoffe, Energie) und Kapital (u.a. Maschinen, Gebäude, Werkzeuge sowie auch Halb- und Fertigerzeugnisse, die in die Produktion eingehen) zu nennen, die je nach Branche unterschiedlich große Bedeutung haben.
Umsatzsteuer
Siehe Erhebungsumfang (Umsatzsteuer)
Siehe Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer
Siehe steuerbarer Umsatz
Umverpackungen
Umverpackungen sind Verpackungen, die als zusätzliche Verpackungen zu Verkaufsverpackungen verwendet werden und nicht aus Gründen der Hygiene, der Haltbarkeit oder des Schutzes der Ware vor Beschädigung oder Verschmutzung für die Abgabe an den Endverbraucher erforderlich sind und beim Vertreiber anfallen. Zu den Umverpackungen zählen u. a. Blister, Folien, Kartonagen oder ähnliche Umhüllungen.
Umwandlung
Unter Umwandlung versteht man die Änderung der chemischen und/oder physikalischen Struktur von Energieträgern. Als Umwandlungsprodukte fallen Sekundärenergieträger (z. B. Stein- und Braunkohlenprodukte, Mineralölprodukte, Strom und Fernwärme) und nicht energetisch verwendbare Produkte (Nichtenergieträger) an.
Umwandlung eines Gewerbes
Umwandlung eines Betriebes durch Verschmelzung oder Spaltung.
Siehe Gewerbeanmeldung
Umweltschutzinvestitionen
Auf Grundlage des Gesetzes über Umweltstatistiken werden jährlich bei Unternehmen und Betrieben des Produzierenden Gewerbes Daten über Investitionen für den Umweltschutz (Abfallentsorgung, Gewässerschutz, Luftreinhaltung, Lärmbekämpfung, Naturschutz und Landschaftspflege/Bodensanierung) erhoben. Ab dem Jahr 2006 werden auch Investitionen in den Klimaschutz (Verringerung von Treibhausgasen, Nutzung erneuerbarer Energien, Energieeffizienz) einbezogen. Erfragt werden additive (einschließlich produktbezogene) und seit dem Berichtsjahr 2003 auch integrierte Umweltschutzinvestitionen.
Universitäten
Wissenschaftliche Hochschulen, die Forschung, Lehre und Studium im Dienst der Wissenschaft vereinigen. Sie bereiten zugleich auf berufliche Tätigkeiten vor, die die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden erfordern. Ihr Besuch setzt in der Regel die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife voraus.
Untertagedeponie
Unterirdische Deponien, oftmals in alten Salzstöcken und Salzbergwerken angelegt, die für die Ablagerung von gefährlichen Abfällen benutzt werden.
Verbrauchsunabhängige Gebühr
Siehe Grundgebühr
Verbrechen
Verbrechen sind rechtswidrige Taten, die im Mindestmaß mit Freiheitsstrafe von einem Jahr oder darüber bedroht sind.
Verbundbetriebe
Hierzu zählen:
  • Pflanzenbauverbundbetriebe,
  • Viehhaltungsverbundbetriebe,
  • Pflanzenbau-Viehhaltungsbetriebe.
Siehe Betriebswirtschaftliche Ausrichtung der Betriebe
Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte
Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte nennt man die Einkommen, die den privaten Haushalten zufließen und die sie für Konsum- und Sparzwecke verwenden können.
Vergärung
In Vergärungs- oder Biogasanlagen mit dem Ziel der Biogasgewinnung oder bei der Deponierung als Nebeneffekt auftretender anaerober Abbau von organischen Abfällen, bei dem Bio-/ Deponiegas (Hauptbestandteil: Kohlendioxid, Methan) entsteht.
Siehe Gaserfassung auf Deponien
Vergehen
Vergehen sind rechtswidrige Taten, die im Mindestmaß mit weniger als einem Jahr Freiheitsstrafe oder mit Geldstrafe bedroht sind.
Verkaufserlöse landwirtschaftlicher Produkte
In der Zusammensetzung der Verkaufserlöse spiegeln sich die Produktionsschwerpunkte der heimischen Landwirtschaft wider.
Unter die Verkaufserlöse fallen die von den landwirtschaftlichen Einheiten an andere landwirtschaftlichen Einheiten oder Einheiten sonstiger Wirtschaftsbereiche im Inland und Ausland getätigten Verkäufe landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Für eine landwirtschaftliche Einheit (Betrieb) entsprechen die Verkäufe somit dem Umsatz aus der Vermarktung ihrer Produktion.
Verkaufsverpackungen
Verkaufsverpackungen sind Verpackungen, die als eine Verkaufseinheit angeboten werden und beim Endverbraucher anfallen. Zu Verkaufsverpackungen gehören auch Verpackungen des Handels, der Gastronomie und anderer Dienstleister, die die Übergabe von Waren an den Endverbraucher ermöglichen oder unterstützen (Serviceverpackungen) sowie Einweggeschirr und Einwegbestecke. Verkaufsverpackungen verlieren ihre Funktion stets erst beim Endverbraucher. Beispiele für Verkaufsverpackungen sind geschlossene oder offene Behältnisse und Umhüllungen von Waren wie Becher, Beutel, Blister, Dosen, Eimer, Fässer, Flaschen, Kanister, Kartonagen, Schachteln, Säcke, Schalen, Tragetaschen.
Vermögen
Das Vermögen der privaten Haushalte setzt sich in der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) aus dem Geldvermögen einschließlich der Versicherungsguthaben und dem Immobilienvermögen zusammen.
Vermögenshaushalt
Der Vermögenshaushalt ist der Investitionshaushalt. Er enthält alle vermögenswirksamen Ausgaben und Einnahmen.
Versicherungsguthaben
Zum Geldvermögen privater Haushalte gehören die Versicherungsguthaben von Lebensversicherungen, zu denen folgende Versicherungen zu rechnen sind:
  • Private Lebensversicherungen (mit und ohne Zusatzversicherungen wie z. B. Unfall- bzw. Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen). Dazu zählen Kapitallebensversicherungen auf den Todes- und Erlebensfall, Kapitallebensversicherungen für »zwei verbundene Leben«, fondsgebundene Lebensversicherungen, vermögensbildende Lebensversicherungen und Lebensversicherungen mit Teilauszahlungen
  • Private Rentenversicherungen (einschließlich Riester-Rente, Basis- bzw. Rürup‑Rente)
  • Ausbildungsversicherungen
  • Sterbegeldversicherungen
  • Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr
Über den Arbeitgeber abgeschlossene Lebens- und Rentenversicherungen (sogenannte Direktversicherungen) werden hier nicht berücksichtigt.
Die Versicherungsguthaben von Lebensversicherungen wurden im Rahmen der EVS 2013 nicht direkt bei den Haushalten abgefragt. Stattdessen wurden die Haushalte gebeten, für jeden ihrer Lebensversicherungsverträge den Versicherungsbeginn, die Gesamtlaufzeit des Vertrages, die Beitragszahldauer und die Höhe der Versicherungssumme bzw. Kapitalabfindung anzugeben. Auf Basis dieser Vertragsinhalte wurden die Versicherungsguthaben einheitlich für alle Haushalte berechnet.
Versorgungsempfänger
Versorgungsempfänger sind zum einen die Ruhestandsbeamten und andere versorgungsberechtigte ehemalige Bedienstete, zum anderen deren Hinterbliebene (Witwen/Witwer und Waisen). Während in der Regel der Versorgungsanspruch aufgrund des Beamtenversorgungsgesetzes besteht, gewähren darüber hinaus einige Dienstherren auch eine Versorgung nach »beamtenrechtlichen Grundsätzen«.
Verunglücktenrate
Die Anzahl der Verunglückten im Straßenverkehr je 100000 Einwohner ist ein Maßstab für die Beurteilung des Sicherheitsniveaus im Straßenverkehr. Es wird das Ausmaß der Gefährdung zum Ausdruck gebracht, vor allem wenn man bei den Verunglückten nicht nach Art der Verkehrsbeteiligung differenzieren möchte. Damit ist u.a. auch einen Vergleich mit anderen Krankheits- oder Todesursachen, die nicht dem Straßenverkehr zugeordnet werden, möglich. Die Kennziffer hat jedoch den Nachteil, dass nur die ortsansässige Bevölkerung berücksichtigt wird und ein starker Durchgangsverkehr oder ein hohes Pendleraufkommen das Ergebnis verfälschen. Dem Umfang des Verkehrsaufkommens wird also nicht genügend Rechnung getragen. Das Verkehrsaufkommen, das sich maßgeblich auf die Unfallhäufigkeit auswirkt, kann mittels der Verunglücktenrate berücksichtigt werden.
Verunglückte bei Verkehrsunfällen
Als Verunglückte zählen alle Personen (auch Mitfahrer), die bei einem Straßenverkehrsunfall getötet oder verletzt wurden.
  • Getötete: Als getötet gelten Personen, die sofort an der Unfallstelle oder innerhalb von 30 Tagen nach einem Unfall an den Unfallfolgen verstorben sind.
  • Schwerverletzte: Als schwer verletzt werden Personen erfasst, die sich mindestens 24 Stunden in stationärer Behandlung befunden haben.
  • Leichtverletzte: Hierzu zählen alle übrigen Verletzten.
Verurteilte
Verurteilte sind Straffällige, gegen die nach allgemeinem Strafrecht Freiheitsstrafe, Strafarrest oder Geldstrafe (auch durch einen rechtskräftigen Strafbefehl) verhängt worden ist oder deren Straftat nach Jugendstrafrecht mit Jugendstrafe, Zuchtmittel oder Erziehungsmaßregel geahndet wurde. Verurteilt werden kann nur eine Person werden, die zum Zeitpunkt der Tat strafmündig, das heißt 14 Jahre oder älter, war.
Verurteiltenziffer
Die »Verurteiltenziffer« (Anzahl Verurteilte / (Einwohner im strafmündigen Alter von mindestens 14 Jahren / 100.000) gibt Hinweise auf die Entwicklung der gerichtlich registrierten Kriminalität. Neben Veränderungen der gerichtlich registrierten Kriminalität lassen sich anhand der Strafverfolgungsstatistik auch deren gerichtliche Bewertungen und Strukturen der Entscheidungspraxis der Strafgerichte abbilden.
Erfasst werden alle von baden-württembergischen Gerichten rechtskräftig abgeurteilten und verurteilten Personen mit der schwersten der Entscheidung zugrunde liegenden Straftat. Erfasst werden Verurteilungen und Aburteilungen aufgrund aller Straftaten, jedoch ohne Ordnungswidrigkeiten. Gerichtlich verurteilt werden kann nur eine Person, die zum Zeitpunkt der Tat strafmündig, d.h. 14 Jahre oder älter, ist.
Verwaltungshaushalt
Der Verwaltungshaushalt ist der laufende Verbrauchs-, Aufwands- bzw. Betriebshaushalt. Er enthält alle laufenden vermögensunwirksamen Ausgaben und Einnahmen.
Viehbesatz
Der Viehbesatz (Rinder bzw. Schweine in Großvieheinheiten / (Landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) in Hektar (ha) / 100)) zeigt die räumlichen Schwerpunkte der landwirtschaftlichen Tierhaltung von Rindern und Schweinen auf.
VOC
Flüchtige organische Verbindungen (Volatile Organic Compund[s] (VOC)) ist ein Sammelbegriff für organische (kohlenstoffhaltige) Stoffe (Kohlenwasserstoffe), die sich bei niedrigen Temperaturen verflüchtigen und teilweise bereits bei Raumtemperatur als Gase vorliegen. Sie setzen sich aus einer Vielzahl von Einzelverbindungen unterschiedlichster Wirkungspotentiale zusammen, sodass allein die Angabe der Gesamtmengen keine ausreichend plausiblen Rückschlüsse auf Umweltgefährdungen zulässt. Zur Gruppe der Kohlenwasserstoffe gehören z. B. so unterschiedliche Verbindungen wie das gesundheitlich unbedenkliche Methan (CH4) und die kanzerogenen bzw. kanzerogenverdächtigen polycyclischen Aromaten (PAK, PAH).
Gängige Beispiele für VOCs sind Benzin, Diesel und Kerosin, Alkohol, Aceton, Benzol, Essigsäure und Glyzerin, das u. a. als Frostschutzmittel dient, Naphthalin, welches in früheren Jahren u. a. als Mottenkugeln im Haushalt Verwendung fand. Aus messtechnischen Gründen ist es in der Regel – zumindest bei Routinemessungen – nur möglich, die so genannten Gesamtkohlenwasserstoffe zu ermitteln. Bei Bestrahlung von kohlenwasserstoff- und NOX-haltiger Luft mit Sonnenlicht entstehen infolge photochemischer Umsetzung sogenannte Photooxidantien, deren Hauptbestandteil Ozon ist (»Sommersmog«). Da der photochemische Smog, an dem auch partikelförmige Sekundärprodukte beteiligt sind, großräumig auftritt und von allen Emittentengruppen beeinflusst wird, ist der verkehrsbedingte Anteil zwar als bedeutend anzusehen, aber nicht zu quantifizieren. VOC-Emissionen entstehen sowohl bei Verbrennungsprozessen als auch bei einer Vielzahl von Nicht-Verbrennungsprozessen, insbesondere bei der Verwendung von Lösemitteln und lösemittelhaltigen Produkten.
Oftmals werden auch NMVOC (Non Methane Volatile Organic Compounds) angegeben. Bei dieser Gruppe ist Methan (CH4) – das im Bereich der Treibhausgase getrennt dargestellt wird – ausgeklammert.
Volkseinkommen
Siehe Bruttonationaleinkommen
Volkshochschulen
Als öffentliche Einrichtungen der Erwachsenenbildung wenden sich die Volkshochschulen an alle Bürger und sind weder weltanschaulich noch politisch an bestimmte Gruppen oder Institutionen gebunden. Entsprechend ihrem eigenen Verständnis lassen sich die Grundaufgaben der Volkshochschule wie folgt skizzieren:
  • Information und Orientierung
  • Wissensvermittlung sowie erlernen und üben von Fertigkeiten und Techniken
  • Entwicklung der kreativen und sozialen Fähigkeiten
  • Hilfe zu sinnvoller Freizeitgestaltung und Freizeitnutzung
  • Beratung über Weiterbildungsmöglichkeiten und -perspektiven
Die Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen an Volkshochschulen unterliegt keiner Schulpflicht. Dem einzelnen steht es frei, sich an Lehr- und Lernangeboten zu beteiligen.
Voll-/Teilzeitbeschäftigte
Der Unterscheidung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nach Voll- und Teilzeitbeschäftigten liegen die von den Arbeitgebern in den Meldebelegen zu machenden Angaben über die arbeitsvertraglich vereinbarte Wochenarbeitszeit zugrunde, und zwar in folgender Gliederung:
  • vollzeitbeschäftigt
  • teilzeitbeschäftigt mit einer Wochenarbeitszeit von weniger als 18 Stunden und
  • teilzeitbeschäftigt mit einer Wochenarbeitszeit von 18 Stunden und mehr, jedoch nicht vollbeschäftigt.
Vollbeschäftigte Arbeitskräfte
Siehe Arbeitskraft-Einheit
Vollzeitäquivalente
Die Vollzeitäquivalente (VZÄ) ergeben sich aus der Summe der Vollzeitbeschäftigten und der Teilzeitbeschäftigten, gewichtet mit ihrem tatsächlichen Arbeitszeitfaktor. Der Arbeitszeitfaktor gibt hierbei den Umfang der vereinbarten Arbeitszeit, bezogen auf die Arbeitszeit eines Vollzeitbeschäftigten an. Bei Lehrkräften gilt die entsprechende Anzahl von Wochenlehrstunden. Die VZÄ stellen somit die Entwicklung der Beschäftigten unter Bereinigung der Veränderungen im Beschäftigungsumfang dar.
Vollzeitbeschäftigte
Beschäftigte, deren regelmäßige Arbeitszeit die übliche Wochenarbeitsstundenzahl beträgt.
Vorbestrafte
Als solche zählen alle Personen, die in einem früheren Verfahren wegen eines Verbrechens oder eines Vergehens rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe oder zu Geldstrafe verurteilt wurden. Unter Freiheitsstrafe wird hierbei außer Zuchthaus, Gefängnis, Einschließung und Haft auch Jugendstrafe und Strafarrest verstanden. Bei den nach Jugendstrafrecht Verurteilten, jedoch nur bei diesen, wird auch eine frühere Anordnung von Maßnahmen als Verurteilung gewertet.
Vorläufige Schutzmaßnahmen
Das Jugendamt ist verpflichtet, ein Kind oder einen Jugendlichen vorläufig unterzubringen, wenn das Kind oder der Jugendliche darum bittet oder wenn dringende Gefahr für sein Wohl besteht.
Vorschulische Einrichtungen
Siehe Grundschulförderklasse
Schulkindergarten
Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen
Hierbei handelt es sich um Einrichtungen, in denen der Gesundheitszustand der dort untergebrachten und verpflegten Patientinnen und Patienten nach einem ärztlichen Behandlungsplan verbessert wird. Dies geschieht vorwiegend durch Anwendung von Heilmitteln einschließlich Krankengymnastik, Bewegungs-, Sprach- oder Arbeits- und Beschäftigungstherapie, ferner durch andere geeignete Hilfen, auch durch geistige und seelische Einwirkungen. Den Patientinnen und Patienten wird bei der Entwicklung eigener Abwehr- und Heilungskräfte geholfen.
VZÄ
Siehe Vollzeitäquivalente
Wärmekraftwerk
Es handelt sich hierbei um ein Kraftwerk, das als Brennstoff Kohle, Holz, Öl, Gas oder Kernspaltstoffe verwendet.
Wahlbeteiligung
Die Höhe der Wahlbeteiligung (Anzahl Wähler (gültige und ungültige Stimmen) / Anzahl Wahlberechtigte × 100) gilt als Maß für Demokratiebewusstsein bzw. das demokratisches Engagement.
Waisengeldempfänger
Hinterbliebene Kinder verstorbener Ruhestandsbeamter und Bediensteter, die zum Zeitpunkt ihres Todes Anspruch auf Ruhegehalt bzw. -lohn hatten.
Waldflächen
Unter dieser Bezeichnung werden die Holzbodenfläche und forstliche Pflanzgärten für den Eigenbedarf zusammengefasst. Zur Holzbodenfläche gehören auch Wege unter 5 m Breite, Blößen (Kahlflächen, die wieder aufgeforstet werden), gering bestockte (Nichtwirtschaftswald) und unbestockte Flächen (z. B. Holzlagerplätze), deren Größe den Zuwachs nicht wesentlich mindert.
Freie Waldorfschule
Private Ersatzschule mit besonderer pädagogischer Prägung (R. Steiner). Die Klassenstufen 1 bis 12 werden weitgehend als einheitlicher Bildungsgang geführt, Klassenstufe 13 bereitet auf die Hochschulreife vor.
Wanderungen
Umzüge von einer Gemeinde in eine andere Gemeinde (innerhalb und über die Grenzen Deutschlands) durch Bezug einer Hauptwohnung.
Siehe Landesbinnenwanderung
Siehe Landesaußenwanderung
Wanderungssaldo
Der Wanderungssaldo ist die Differenz von Zu- und Fortzügen.
Wasseraufkommen
  1. in der öffentlichen Wasserversorgung: Für Zwecke der öffentlichen (Trink)Wasserversorgung verfügbar gemachte Wassermenge. Sie kann auf dem Gebiet der jeweiligen Stadt- oder Landkreise gewonnen oder von außerhalb bezogen worden sein.
  2. in der Wirtschaft: Setzt sich zusammen aus der eigenen Gewinnung und/oder dem Fremdbezug von anderen Unternehmen, einschließlich des ungenutzt abgeleiteten und des an Dritte weitergegebenen Wassers. Bei Kreislaufsystemen sind nur die zur Auffrischung oder Ergänzung während des Jahres neu zugeführten Teilmengen enthalten.
Wasserversorgungsunternehmen
Wasserversorgungsunternehmen sind als öffentlich-rechtliche oder privatrechtliche Unternehmen tätig. Zu den Unternehmen des öffentlichen Sektors gehören Eigen- und Regiebetriebe als rechtlich unselbstständige wirtschaftliche Unternehmen der Städte und Gemeinden, öffentlich-rechtliche Verbände sowie solche Unternehmen, bei denen die öffentliche Hand (Bund, Länder, Kommunen und andere Gebietskörperschaften)
  • die Mehrheit des eingesetzten Kapitals besitzen, oder
  • über die Mehrheit der mit den Anteilen des Unternehmens verbundenen Stimmrechte verfügen, oder
  • mehr als die Hälfte der Mitglieder des Vorstandes bestellen können, oder
  • mehr als die Hälfte der Mitglieder des Aufsichtsrates bestellen können.
Weitergehende Abwasserbehandlung
Darunter wird die Behandlung verstanden, welche die Leistungen der konventionellen mechanisch-biologischen oder vergleichbaren Abwasserbehandlung deutlich verbessert. Sie umfasst alle Maßnahmen, die den Gehalt des Abwassers an biologisch abbaubarer organischer Restverschmutzung, biologisch schwer abbaubaren organischen Stoffen, gelöster anorganischer Stoffe (wie Salze), Nährstoffen (vor allem Stickstoff und Phosphor) und Schwermetallen verringern.
Siehe Nitrifikation
Siehe Denitrifikation
Siehe Schlammstabilisierung
Siehe Phosphorelimination
Werkreal-/Hauptschulen
In den Werkrealschulen und Hauptschulten wird nach dem gleichen pädagogischen Prinzip und den gleichen Bildungsplänen gearbeitet. Sie bauen auf der Grundschule auf und vermitteln eine grundlegende allgemeine Bildung mit besonderer Förderung praktischer Begabungen. Nach Klassenstufe 9 kann dort der Hauptschulabschluss erworben werden. Die Werkrealschule ist eine Weiterentwicklung der Hauptschule. An ihr kann nach Klassenstufe 10 die mittlere Reife erworben werden.
Wertstoffe
Wertstoffe umfassen Abfallbestandteile oder Abfallfraktionen, die zur Wiederverwertung oder für die Herstellung verwertbarer Zwischen- und Endprodukte geeignet sind (wie Altglas, Altpapier, Altmetall, Kunststoffe, Textilien) und die im Rahmen kommunaler Sammlung aus Haushalten und Kleingewerbe mittels Depotcontainern, Einstoff- bzw. Mehrstoffbehältern, im Rahmen von Abholaktionen durch Vereine und Gewerbebetriebe, über eine zentrale Sammelstelle oder im Auftrag der entsorgungspflichtigen Körperschaft sowie der Dualen Systeme getrennt gesammelt werden.
Wiederbeschaffungspreise
Das Anlagevermögen wird zu Wiederbeschaffungspreisen und preisbereinigt als Kettenindex dargestellt. Beim Nachweis des Bruttoanlagevermögens zu Wiederbeschaffungspreisen wird der Betrag zugrunde gelegt, der hätte gezahlt werden müssen, wenn die Anlagen im Berichtsjahr neu beschafft worden wären; das Nettoanlagevermögen zu Wiederbeschaffungspreisen stellt den Gegenwartswert dar. Soll die reale bzw. mengenmäßige Entwicklung des Anlagevermögens über mehrere Jahre vergleichbar dargestellt werden, so sind Einflüsse aus der Veränderung von Preisen möglichst vollständig auszuschalten. Das geschieht, indem die Anlagegüter unabhängig davon, wann sie angeschafft wurden, auch zu Wiederbeschaffungspreisen des Vorjahres bewertet werden. Durch Verkettung der auf dieser Grundlage berechneten Sequenz von Messzahlen können jeweils vergleichbare lange Zeitreihen ermittelt werden.
Wirkungsgrad
Der Wirkungsgrad eines Prozesses ist der Quotient aus der Summe der nutzbar abgegebenen Energien (z. B. Strom und Wärme) und der Summe der zugeführten Energien in einer Messzeit.
Wirkungsgradmethode
Energieträger, für die es keinen einheitlichen Umrechnungsmaßstab wie den Heizwert gibt, werden – gemäß internationaler Übereinkunft (u.a. Internationale Energieagentur, Statistisches Amt der Europäischen Union) – mit der Wirkungsgradmethode bewertet. Danach wird für die Kernenergie ein als repräsentativ erachteter physikalischer Wirkungsgrad bei der Energieumwandlung von 33 Prozent zugrunde gelegt. Bei der Stromerzeugung aus Wasserkraft, Windkraft und Photovoltaik wird der jeweilige Energieeinsatz dem Heizwert des erzeugten Stromes gleichgesetzt. Das entspricht einem Wirkungsgrad von 100 Prozent. Auch der Stromaustauschsaldo wird mit einem Wirkungsgrad von 100 Prozent bewertet.
Wirtschaftskraft
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner (Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen in EUR / Einwohner (EW)) dient zur Messung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit von Ländern oder Regionen.
Die Aussagekraft dieser Kenngröße wird allerdings dadurch relativiert, dass die gesamtwirtschaftliche Leistung in manchen Regionen durch Berufseinpendler auf ein Niveau erhöht wird, das maßgeblich über der von der ansässigen Erwerbsbevölkerung erbrachten Wirtschaftsleistung liegt. Grundsätzlich weist diese Kennziffer methodische Mängel auf, da nach dem Inlands- (BIP am Arbeitsort) bzw. Inländerkonzept (Einwohner am Wohnort) ermittelte Daten aufeinander bezogen werden.
Wirtschaftsunternehmen
Im Bereich der öffentlichen Hand unterscheidet man bei den Wirtschaftsunternehmen zwischen Bruttounternehmen, die mit allen Einnahmen und Ausgaben in den Haushaltsrechnungen der Gemeinden/Gv. enthalten sind und Nettounternehmen (in der Regel Eigenbetriebe) die eine vom Kommunalhaushalt unabhängige Rechnung führen und in den Rechnungen der Gebietskörperschaften nur mit ihren Ablieferungen als Einnahmen oder mit etwaigen Zuschüssen als Ausgaben erscheinen.
Wirtschaftswachstum
Das Wirtschaftswachstum ((Bruttoinlandsprodukt in Vorjahrespreisen in EUR (Jahr t) / Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen in EUR (Jahr t−1)) × 100 – 100) gibt Auskunft darüber, wie sich der Gesamtwert der hergestellten Waren und Dienstleistungen – das Bruttoinlandsprodukt (BIP) – im Vergleich zum Vorjahr verändert hat. Insbesondere bei langfristigen konjunkturellen Betrachtungen sind dabei jene Veränderungen herauszurechnen die nur auf Preissteigerungen beruhen (Deflationierung oder Preisbereinigung), um die tatsächlichen volumenseitigen Mengenänderungen der Wirtschaft bewerten zu können.
Wirtschaftszweig
Als Wirtschaftszweig oder Branche bezeichnet man üblicherweise eine Zusammenfassung von Unternehmen bzw. Betrieben, die sich hinsichtlich der ausgeübten wirtschaftlichen Tätigkeit, des Herstellungsverfahrens oder der hergestellten Produkte ähneln.
Die Verschlüsselung der Wirtschaftszweige wird nach der jeweils aktuellen Klassifikation der Wirtschaftszweige auf der Ebene der Wirtschaftsunterklassen vorgenommen. Maßgebend für die Zuordnung der Beschäftigten ist der wirtschaftliche Schwerpunkt des Betriebes (örtliche Einheit), in dem der sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer bzw. die Arbeitnehmerin beschäftigt ist.
Die Verschlüsselung und Pflege der wirtschaftsfachlichen Zuordnung der Betriebe wird im Rahmen des Betriebsnummernverfahrens vom Betriebsnummern-Service der BA durchgeführt.
Witwen-/Witwergeldempfänger
Hinterbliebene Ehegatten verstorbener Ruhestandsbeamter und Bediensteter, die zum Zeitpunkt ihres Todes Anspruch auf Ruhegehalt bzw. -lohn hatten.
Wohneinheit
Wohneinheiten umfassen Wohnungen (Wohneinheiten mit Küche/Kochnische) und sonstige Wohneinheiten (Wohneinheiten ohne Küche/Kochnische)
Wohnfläche
Als Wohnfläche gelten alle Flächen innerhalb von Wohnungen (Räume, Küchen und Nebenräume wie Speisekammern u. ä.) und die Flächen von Einzelzimmern in Wohngebäuden. Einzelzimmer in Nichtwohngebäuden werden nicht als Wohnräume erfasst. Ihre Fläche gilt als Nutzfläche. Bei der Berechnung der Wohnfläche sind Keller, Dachboden und die Grundflächen von Treppen innerhalb abgeschlossener Wohnungen nicht mitzuzählen.
Wohnfläche je Einwohner
Der Indikator (Wohnfläche in Quadratmeter (m2)/ Einwohner (EW)) gibt die rein rechnerische durchschnittliche Wohnfläche pro Einwohner an. Eine Zunahme der Wohnfläche weist auf einen steigenden Versorgungsgrad und steigende Bedürfnisbefriedigung hin.
Wohngebäude
Wohngebäude sind Gebäude, die mindestens zur Hälfte (gemessen an der Gesamtnutzfläche) Wohnzwecken dienen. Ferien-, Sommer- und Wochenendhäuser rechnen ebenfalls dazu.
Wohngeld
Wohngeld ist ein von Bund und Ländern je zur Hälfte getragener Zuschuss zu den Wohnkosten. Bezugsberechtigt sind einkommensschwächere Haushalte, damit diese die Wohnkosten für angemessenen und familiengerechten Wohnraum tragen können.
Wohngeld wird entweder als Mietzuschuss oder als Lastenzuschuss geleistet. Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach der Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder, deren monatlichem Gesamteinkommen sowie der zu berücksichtigenden Miete beziehungsweise Belastung. Den größeren Teil der Wohnkosten müssen in jedem Fall Mieterinnen und Mieter beziehungsweise Eigentümerinnen und Eigentümer selbst tragen.
Wohnort
Die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten werden sowohl am inländischen Arbeitsort als auch am Wohnort im In- oder Ausland nachgewiesen.
In- bzw. ausländische Regionaleinheit, in der die Beschäftigten wohnen, unabhängig davon wo sie arbeiten.
Wohnräume
Zu den Wohnräumen zählen alle Räume (Wohn- und Schlafräume mit 6 und mehr Quadratmeter Wohnfläche) und Küchen. Nicht als Räume gelten Nebenräume wie Abstellräume, Speisekammern, Flure, Badezimmer und Toiletten.
Wohnung
Eine Wohnung besteht aus einem oder mehreren Räumen, die die Führung eines Haushalts ermöglichen, darunter stets eine Küche oder ein Raum mit Kochgelegenheit. Eine Wohnung hat grundsätzlich einen eigenen abschließbaren Zugang unmittelbar vom Freien, einem Treppenhaus oder einem Vorraum, ferner Wasserversorgung, Ausguss und Toilette, die auch außerhalb des Wohnungsabschlusses liegen können.
Wohnungsbaubedarf
Der Indikator liefert Informationen zum normativen Wohnungsbaubedarf (umfasst den Wohnungsneubedarf aufgrund der prognostizierten Entwicklung der Haushaltszahlen, sowie den Ersatzbedarf aufgrund Abbruch, Umwidmung oder Zusammenlegung wegfallender Wohnungen) in Baden-Württemberg bis 2030. Er zeigt an, wie viele Wohnungen im Land pro Jahr gebaut werden müssten, damit jedem Haushalt eine Wohnung zur Verfügung steht. Der Indikator liefert eine am normativen Bedarf orientierte Untergrenze. Der Vergleich mit den Baufertigstellungen liefert Informationen zur weiteren Entwicklung der quantitativen Wohnraumversorgung.
Die bedarfsorientierte Berechnung trifft keine Aussage darüber, ob das Angebot nachfragegerecht ist. Aus verschiedenen Gründen (z. B. veränderte qualitative und quantitative Anforderungen im Wohnungsbau, zunehmender Renovierungs- und Modernisierungsbedarf, Nebeneinander von regionalen Wachstums- und Schrumpfungsprozessen) ist davon auszugehen, dass das Volumen der Baunachfrage über den prognostizierten Bedarfszahlen liegen wird.
Zerlegeeinrichtung
Einrichtungen, in denen mittels geeigneter Anlagen insbesondere Elektroaltgeräte/Elektronikaltgeräte sortenrein getrennt werden.
Zuchtmittel
Zuchtmittel sind Jugendarrest (Freizeit-, Kurz- oder Dauerarrest), Erteilung von Auflagen (Wiedergutmachung, Entschuldigung beim Geschädigten, Erbringung von Arbeitsleistungen, Zahlung eines Geldbetrages) und Verwarnung.
Zuchtschweine
Hierzu gehören alle zur Zuchtverwendung eingesetzten weiblichen Tiere einschließlich der zur Zucht bestimmten Jungsauen mit 50 kg und mehr Lebendgewicht (Zuchtsauen) sowie die zur Zucht eingesetzten männlichen Tiere einschließlich der hierfür bestimmten Jungschweine mit 50 und mehr kg Lebendgewicht (Zuchteber).
Zusammengefasste Fruchtbarkeitsziffer
Sie ergibt sich als Summe der altersjahresspezifischen Fruchtbarkeitsziffern eines Kalenderjahres. Sie gibt die Gesamtzahl der lebend geborenen Kinder an, die 1 000 Frauen beim Durchlaufen des gesamten fruchtbaren Alters unter den Fruchtbarkeitsverhältnissen des betreffenden Kalenderjahres zur Welt bringen würden. Die zusammengefasste Fruchtbarkeitsziffer ist als Fruchtbarkeitsmaß in der internationalen Literatur unter der Bezeichnung »total fertility rate (TFR)« geläufig. Die Berechnung einer ehelichen zusammengefassten Fruchtbarkeitsziffer ist nicht sinnvoll.
Siehe Altersspezifische Fruchtbarkeitsziffer
Zusammengefasste Geburtenziffer
Die »zusammengefasste Geburtenziffer« ist die Summe aus den altersspezifischen Geburtenziffern eines Jahres (während eines Kalenderjahres geborene Kinder von Müttern eines bestimmten Alters dividiert durch die durchschnittliche Anzahl der Frauen dieses Alters). Sie zeigt an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens hätte, wenn diese altersspezifischen Geburtenziffern des betrachteten Jahres von ihrem 16. bis 45. Lebensjahr gelten würden.
Zuweisungen
Es wird unterschieden zwischen allgemeinen Zuweisungen (dazu zählen die Schlüsselzuweisungen) sowie Bedarfs- und Zweckzuweisungen (in der Regel zum Ausgleich von Sonderlasten).
Weiterhin wird unterteilt nach Zuweisungen für laufende Zwecke, Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen.