Mit dem Berichtsmonat Januar 2009 werden die Auftragseingangs- und Umsatzindizes auf das neue Basisjahr 2005 umgestellt. Zeitgleich erfolgt die Einführung der neuen »Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008)«. Damit werden sowohl die bislang geltende Basis 2000 = 100 als auch die bislang geltende Klassifikation WZ 2003 abgelöst.
Auftragseingang und Umsatz werden in der Gliederung der WZ 2008 nach fachlichen Betriebsteilen erfasst und dargestellt. Die Ergebnisse beruhen auf den monatlichen Meldungen von rund 4 100 Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes. Die Auftragseingänge werden mit dem Übergang auf das Basisjahr 2005 = 100 nur noch in den von der EG-Verordnung über Konjunkturstatistiken vorgeschriebenen (ausgewählten) Wirtschaftsabteilungen des Erhebungsbereiches (WZ 2008-Zweisteller) erfasst und dargestellt. Mit der Anpassung des nationalen an den EU-Erhebungsumfang reduziert sich zur Entlastung der berichtspflichtigen Betriebe die Anzahl der auftragseingangspflichtigen WZ-Viersteller von 170 auf 129. Mit dem Übergang auf die WZ 2008 entfallen im Vergleich mit dem bisherigen Erhebungsumfang 13 % des Auftragseingangswertes. Der Umsatzindex dagegen wird in der vollständigen Abgrenzung der WZ 2008 berechnet, er enthält also alle Wirtschaftszweige des Erhebungsbereiches. Beide Indizes werden in jeweiligen Preisen als Wertindizes und preisbereinigt als Volumenindizes berechnet. Zur Berechnung des Volumenindex erfolgt die Deflationierung mit den Erzeugerpreisindizes (Inland) bzw. den Ausfuhrpreisindizes (Ausland).
Veröffentlicht wird der preisbereinigte kalendermonatliche Index (Volumenindex); das heißt, kalenderbedingte Einflüsse auf die Zahl der Arbeitstage eines Monats werden in den Indizes nicht ausgeschaltet.
Zum 1. Januar 2007 trat Artikel 10 des Ersten Gesetzes zum Abbau bürokratischer Hemmnisse insbesondere in der mittelständischen Wirtschaft vom 22. August 2006 in Kraft, durch den das Gesetz über die Statistik im Produzierenden Gewerbe geändert wurde. In diesem Zusammenhang wurde ab dem Berichtsmonat Januar 2007 die Abschneidegrenze des Berichtskreises für den »Monatsbericht für Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe (einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden)«, der Basisdatenquelle für den Auftragseingangs- und Umsatzindex, heraufgesetzt. Monatlich werden nur noch Betriebe mit mindestens 50 tätigen Personen befragt (bisher Betriebe von Unternehmen des Produzierenden Gewerbes mit im Allgemeinen mindestens 20 tätigen Personen). Neu ist damit, dass der Berichtskreis der »Monatlichen Produktionserhebung« auf den des »Monatsberichts im Verarbeitenden Gewerbe« abgestimmt ist, womit die Ergebnisse der wichtigsten Konjunkturindikatoren konsistenter werden.
© Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 2011 | ^