:: 27/2016

Pressemitteilung 27/2016

Stuttgart,

Südwestindustrie im Dezember 2015: Umsatzplus von real 0,9 Prozent

Jahresbilanz 2015: Reale Umsatzsteigerung um 4,2 Prozent – spürbare Abschwächung im zweiten Halbjahr

Nach einer rückläufigen Umsatzentwicklung im Vormonat, verzeichneten die Umsätze der Südwestindustrie zum Jahresende wieder ein leichtes Plus. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes nahm der reale (d.h. preisbereinigte) Umsatz der baden‑württembergischen Industriebetriebe im Dezember 2015 saison- und arbeitstäglich bereinigt zum Vormonat November um 0,9 Prozent zu. Während der Inlandsumsatz um 1,9 Prozent zurückging, realisierte der Auslandsumsatz ein Plus von 3,1 Prozent. Bezogen auf die Absatzrichtung des Auslandsgeschäfts nahm der Umsatz mit der Eurozone um 1,5 Prozent ab. Die Erlöse mit den Kunden in der Nicht-Eurozone legten hingegen um 5,2 Prozent zu. Im vierten Quartal verzeichnete die Südwestindustrie insgesamt, wie bereits im dritten Quartal, einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorquartal (−2,3 Prozent).

Die Umsätze der Südwestindustrie lagen im Dezember 2015 preis- und arbeitstäglich bereinigt 2,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Sowohl die Inlandsumsätze (−3 Prozent) als auch die Erlöse aus dem Auslandsgeschäft (−1,9 Prozent) gingen zurück. Dabei verzeichneten die Umsätze mit den Kunden in der Eurozone ein leichtes Umsatzplus von 0,3 Prozent. Dies konnte jedoch den Umsatzrückgang mit den Kunden in der Nicht-Eurozone (−2,9 Prozent) nicht kompensieren. Insgesamt hat sich die Aufwärtsbewegung der Industrieumsätze im Jahresverlauf deutlich abgeschwächt. Insbesondere die Entwicklung der Auslandsumsätze hat in der zweiten Jahreshälfte an Dynamik eingebüßt. Auch vom Inlandsgeschäft gehen keine Impulse aus.

Im Jahr 2015 realisierte die Südwestindustrie gegenüber dem Vorjahr preis- und arbeitstäglich bereinigt eine Umsatzsteigerung von 4,2 Prozent. Der Inlandsumsatz nahm um 2,4 Prozent zu. Der Umsatzanstieg des Auslandsgeschäfts (5,7 Prozent) resultierte sowohl aus den Zuwächsen mit der Eurozone (7,1 Prozent) als auch mit dem übrigen Ausland (4,8 Prozent). Unter den industriellen Hauptgruppen verzeichneten die Investitionsgüterproduzenten das stärkste Umsatzplus (6,1 Prozent). Mit größerem Abstand folgten die Hersteller von Vorleistungsgütern mit einer Umsatzsteigerung von 1,6 Prozent. Die Erlöse der Hersteller von Konsumgütern waren hingegen rückläufig (−1,4 Prozent).

Die bedeutenden Industriebranchen des Landes erzielten in der Jahresbilanz 2015 überwiegend Umsatzzuwächse. Gegenüber dem Vorjahr verbuchte die Branche »Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen« das höchste Umsatzplus. Hier stiegen die Umsätze preis- und arbeitstäglich bereinigt um 10,2 Prozent. Ebenso erzielten die »Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen« (6,4 Prozent), der »Maschinenbau« (6 Prozent) sowie die »Herstellung von chemischen Erzeugnissen« (5,6 Prozent) ein höheres Umsatzwachstum als die Südwestindustrie insgesamt. Zu einem Umsatzrückgang kam es hingegen in der »Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln« (−0,5 Prozent), in der »Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus« (−1,6 Prozent) und in der »Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen« (−2,5 Prozent).

Schaubild 1: Umsatzindex im Verarbeitenden Gewerbe – preisbereinigt und kalendermonatlich
Schaubild 1: Umsatzindex im Verarbeitenden Gewerbe – preisbereinigt und kalendermonatlich
Schaubild 2: Umsatzindex im Verarbeitenden Gewerbe – Veränderungsraten gegenüber Vorjahresmonat
Schaubild 2: Umsatzindex im Verarbeitenden Gewerbe – Veränderungsraten gegenüber Vorjahresmonat
Tabelle 1
Umsatzindex für das Verarbeitende Gewerbe in Baden-Württemberg im Dezember 2015
Indexstand: 2010 = 100, preisbereinigt
WZ
2008
Ausgewählte WirtschaftszweigeVeränderung in Prozent
Dezember 2015Januar–Dezember 2015
gegenüber
November 2015Dezember 2014Vorjahreszeitraum
Original­werte saison- und arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)

1) Nach Berliner Verfahren BV 4.1.

2) Einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden.

 Verarbeitendes Gewerbe2)−6,7+0,9+1,1−2,5+4,8+4,2
 Inland−11,3−1,9+0,7−3,0+3,0+2,4
 Ausland−2,9+3,1+1,3−1,9+6,3+5,7
 Eurozone−8,8−1,5+4,5+0,3+7,8+7,1
 Nicht-Eurozone−0,1+5,2−0,2−2,9+5,3+4,8
 Vorleistungsgüterproduzenten−19,6−1,8+2,1−1,8+2,2+1,6
 Inland−22,5−2,1+1,3−3,0+1,1+0,5
 Ausland−15,5−1,5+3,2−0,3+3,6+3,1
 Eurozone−21,0−2,4+4,5+0,1+6,7+6,1
 Nicht-Eurozone−11,3−1,0+2,3−0,7+1,3+0,9
 Investitionsgüterproduzenten−1,7+2,5+0,5−3,0+6,8+6,1
 Inland−7,6−2,1−0,8−4,6+4,5+3,8
 Ausland+1,4+5,1+1,2−2,0+7,9+7,3
 Eurozone−2,0−0,1+6,7+2,0+10,6+9,7
 Nicht-Eurozone+2,8+6,8−0,9−3,6+6,6+6,1
 Konsumgüterproduzenten−6,7−1,6−0,3−3,2−0,9−1,4
 Inland−3,6−1,5+0,2−2,5−0,5−0,9
 Ausland−11,7−1,7−1,3−4,2−1,7−2,1
 Eurozone−15,6−5,7−6,7−9,7−1,3−1,7
 Nicht-Eurozone−7,8+2,0+4,5+1,4−1,8−2,3
10Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln+2,9+0,1+1,5+0,3−0,3−0,5
17Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus−13,5−0,8+0,4−3,4−1,0−1,6
20Herstellung von chemischen Erzeugnissen−19,9−4,4+0,8−2,8+6,1+5,6
21Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen−18,4−6,8−3,6−5,8+4,6+4,2
22Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren−24,7−1,8+3,1−1,3+1,8+1,2
24Metallerzeugung und -bearbeitung−29,1−1,8−0,4−4,7+2,3+1,8
25Herstellung von Metallerzeugnissen−11,2+1,8+7,6+3,8+2,6+2,1
26Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen+2,2+3,5+4,1+1,3−2,0−2,5
27Herstellung von elektrischen Ausrüstungen−17,3−2,3+1,1−2,9+2,3+1,7
28Maschinenbau+11,1−1,1+1,3−1,7+6,6+6,0
29Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen−16,7+5,5−2,9−7,3+7,1+6,4
33Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen+38,9−5,4−1,3−3,2+10,8+10,2