Stuttgart, 10. März 2009 – Nr. 63/2009
Das durchschnittliche Alter der Mütter bei der Geburt eines Kindes ist in den letzten Jahren stetig angestiegen. Vor 20 Jahren lag dieses Durchschnittsalter in Baden-Württemberg noch bei 28 Jahren, 2007 bereits bei 31 Jahren. Noch deutlicher wird dieser Trend zur »späten Mutterschaft«, wenn der Anteil der Geburten von verheirateten Frauen, die im Alter von 35 und mehr Jahren (noch) ein Kind geboren haben, an allen Geburten herangezogen wird: 1987 lag dieser Anteil erst bei 9 Prozent, 1997 bereits bei 16 Prozent und 2007 sogar bei 25 Prozent. Damit hat sich dieser Trend in den letzten Jahren erheblich beschleunigt, so das Statistische Landesamt.
Parallel hierzu hat sich auch der Anteil der Männer, die im fortgeschrittenen Alter (nochmals) Vater werden, stetig erhöht: Vor 20 Jahren waren lediglich 8 Prozent der verheiraten Männer, die Vater geworden sind, 40 Jahre oder älter. Dieser Anteil hat sich seither mehr als verdoppelt.
Ebenfalls fast verdoppelt hat sich der Anteil der Männer, die im Alter von 35 bis unter 40 Jahren Vater geworden sind, während sich im Gegenzug die Anteile der unter 30-jährigen Väter annähernd halbiert haben.
Wird »späte Elternschaft« definiert als Geburt eines Kindes, dessen Mutter mindestens 35 Jahre und dessen Vater 40 Jahre oder älter ist, dann lag deren Zahl 1987 erst bei knapp 3 800, im Jahr 2007 aber bei 8 000 Geburten – obwohl die Geburtenzahl seither deutlich zurückgegangen ist. Der Anteil dieser Geburten hat sich deshalb von knapp 4 Prozent auf 11 Prozent annähernd verdreifacht. Sowohl 1987 als auch 2007 wurden immerhin vier Kinder geboren, bei denen die Mutter mindestens 45 Jahre und der Vater 55 Jahre oder älter war.
Eine der Hauptursachen für diesen Trend hin zur »späten Elternschaft« wird in der zunehmenden Ausbildungsdauer gesehen, wodurch die Familiengründung immer mehr nach hinten verschoben wird. So ist innerhalb von zwei Jahrzehnten das durchschnittliche Heiratsalter der ledigen Männer von 28 Jahren auf zuletzt knapp 33 Jahre angestiegen; bei den ledigen Frauen betrug der Anstieg etwa vier Jahre auf 30 Jahre.


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