Stuttgart, 23. November 2009 – Nr. 386/2009
Die Piratenpartei war bei der Bundestagswahl 2009 die mit Abstand stärkste Partei unter den sonstigen, nicht im Bundestag vertretenen Parteien. Sie erreichte in Baden-Württemberg 2,1 Prozent der gültigen Zweitstimmen. Besonders ausgeprägt war der Rückhalt der PIRATEN bei den Jungwählern, wie eine Sonderauswertung der vorläufigen Ergebnisse der Repräsentativen Wahlstatistik1) durch das Statistische Landesamt zeigt: Knapp 8 Prozent der 18- bis 24-jährigen Baden-Württemberger haben die PIRATEN gewählt, bei den 25- bis 34-Jährigen waren es rund 5 Prozent. Nur wenig Erfolg war der Piratenpartei hingegen bei den 60-jährigen und älteren Baden-Württembergern beschieden. Von den Senioren wählten nur 0,2 Prozent die PIRATEN, bei den 45- bis 49-Jährigen waren es rund 1 Prozent.
Bei den Männern schnitten die PIRATEN mit einem Zweitstimmenanteil von 3 Prozent wesentlich besser ab als bei den Frauen (1 Prozent). Vor allem bei den 18- bis 24-jährigen Männern waren die PIRATEN erfolgreich. Bei ihnen erreichten sie rund 12 Prozent der Zweitstimmen, während von den Frauen dieser Altersgruppe nur knapp 4 Prozent die Piratenpartei wählten. Auch in allen anderen Altersgruppen wurden die PIRATEN häufiger von Männern als von Frauen gewählt.
Da die PIRATEN vor allem bei jungen Baden-Württembergern erfolgreich waren, sind in der Wählerschaft der PIRATEN die jungen Wählerinnen und Wähler stark überrepräsentiert. Gut ein Drittel von ihnen ist jünger als 25 Jahre, ein weiteres knappes Drittel ist zwischen 25 und 34 Jahre alt. Damit waren fast zwei Drittel der Wähler der PIRATEN jünger als 35 Jahre. Die Wählerschaft der PIRATEN war damit bei der Bundestagswahl 2009 am jüngsten, mit beträchtlichem Abstand vor den GRÜNEN auf Platz 2.
1) Vorläufige Ergebnisse der Repräsentativen Wahlstatistik zur Bundestagswahl 2009 in Baden-Württemberg wurden vom Statistischen Landesamt am 14.10.2009 veröffentlicht (Nr. 339/2009).


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