Stuttgart, 22. Februar 2010 – Nr. 51/2010
Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes war der nominale Wert der Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe in Baden-Württemberg im Jahr 2009 insgesamt gut 4 Prozent geringer als im Jahr 2008. Damit ist im Jahr 2009 ein deutlicher Auftragseinbruch im Wirtschaftsbau festzustellen. Dem steht ein Zuwachs an Aufträgen durch die öffentliche Hand gegenüber. Die Aufträge im Wohnungsbau sind 2009 in etwa auf dem selben Niveau geblieben wie 2008.
Der Vergleich des nominalen Auftragseingangsindexes 2009 mit 2008 zeigt, dass die Auftragseingänge in der ersten Jahreshälfte im Minus lagen, im ersten Quartal gegenüber den Vorjahresquartal mit rund 7 Prozent und im zweiten mit fast 13 Prozent. Im 3. Quartal 2009 wurden die Vorjahreszahlen erreicht und im 4. Quartal 2009 zeigte sich ein Zuwachs von etwas über 3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
Das Auftragsminus im Hochbau von fast 11 Prozent für das Jahr 2009 gegenüber dem Jahr 2008 wurde durch den Wirtschafthochbau stark beeinflusst. In dieser Sparte waren die Auftragseingänge 2009 fast 27 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Der Zuwachs an Aufträgen im öffentlichen Hochbau von über 30 Prozent konnte die insgesamt negative Bilanz im Hochbau nicht vollständig ausgleichen. Im Tiefbau meldeten die Betriebe in den Monaten Januar bis Dezember 2009 im Wirtschaftstiefbau gut 2 Prozent und im Straßenbau fast 11 Prozent mehr Auftragseingänge als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt ergibt sich für den Tiefbau ein Zuwachs der nominalen Auftragseingänge von fast 5 Prozent.
Auch bei preisbereinigter Betrachtung war nach Brechnung des Statistischen Landesamtes das Auftragsvolumen im Hochbau 2009 um knapp 11 Prozent niedriger als im Jahr 2008. Im Tiefbau ergibt sich nach der Preisbereinigung ein reales Auftragsplus von gut 3 Prozent.

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