Stuttgart, 1. März 2010Nr. 63/2010

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Verbraucherpreise: Nur leichter Anstieg der Preise im Südwesten

Teuerungsrate steigt im Februar um 0,2 Prozent

Nach vorläufigem Ergebnis des Statistischen Landesamtes erhöhte sich im Februar 2010 der Verbraucherpreisindex für Baden-Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,2 Prozent auf einen Indexstand von 107,4. Damit hat sich der ohnehin moderate Anstieg der letzten Monate wieder merklich abgeschwächt. Im Vergleich zum Vormonat Januar stiegen die Preise um 0,1 Prozent.

Ein Grund für die gedämpfte Entwicklung gegenüber dem Vorjahresmonat ist der Preisrückgang bei Nahrungsmitteln (−2,8 Prozent). Insbesondere Obst (−9,6 Prozent), Gemüse (−8,3 Prozent) sowie Molkereiprodukte (einschließlich Eier) mit 3,7 Prozent wurden binnen Jahresfrist deutlich günstiger. Verbilligt haben sich auch die Preise für alkoholfreie Getränke (−3,7 Prozent).

Darüber hinaus haben sich auch die Preise für Gas (−18,9 Prozent) und Fernwärme (−10,6 Prozent) deutlich verbilligt. Deutlich teurer wurden dagegen Heizöl (11,3 Prozent) und Kraftstoffe (8,7 Prozent). Der Strompreis legte um 1,9 Prozent zu. Die Ausgaben rund um das Wohnen (Nettokaltmiete einschließlich Nebenkosten) erhöhten sich um 0,9 Prozent. Bei Bekleidung stiegen die Preise um 1,2 Prozent, Pauschalreisen wurden dagegen um 1,2 Prozent günstiger.

Verbilligt haben sich gegenüber Februar 2009 Telefon und Telefaxgeräte (−11 Prozent), Unterhaltungselektronik (−3,9 Prozent) und, trotz des starken Preisanstiegs bei PC-Anwendersoftware, PC-Ausstattung mit minus 2,3 Prozent. Deutlich teurer wurden dagegen elektrische Kleingeräte für den Haushalt (9,8 Prozent) und, vielleicht als Vorgriff auf die Fußball-WM, Fuß- und Sportbälle mit 20,4 Prozent.

Gegenüber dem Vormonat Januar 2010 ging der Preis für Heizöl um 1,1 Prozent zurück. Kraftstoffe verbilligten sich um 3,5 Prozent. Nahezu unverändert waren die Preise für Nahrungsmittel (−0,1 Prozent), dagegen stiegen die Preise für Bekleidung nach Einführung der Frühjahrsware saisonbedingt um 3,0 Prozent. Deutlich teurer wurden Pausschalreisen (10,1 Prozent).

Schaubild: Verbraucherpreisindex für Baden-Württemberg

Ausgewählte Verbraucherpreisindizes für Baden-Württemberg im Februar 2010
BezeichnungFebruar 2010Veränderung Februar 2010 gegenüber
Februar 2009Januar 2010
2005=100%

1) Saisonabhängige Nahrungsmittel: Fisch, Kartoffeln, Obst und Gemüse

Gesamtindex107,5+0,3+0,2
Gliederung nach Abteilungen
Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke111,3−2,9−0,3
Alkoholische Getränke, Tabakwaren112,4+3,5−0,1
Bekleidung und Schuhe104,7+0,9+2,6
Wohnung, Wasser, Strom, Gas u.a. Brennstoffe109,6−0,5
Einrichtungsgegenstände (Möbel), Apparate, Geräte und Ausrüstungen für den Haushalt sowie deren Instandhaltung104,0+1,8+0,2
Gesundheitspflege103,7+1,4+0,2
Verkehr108,9+3,1−1,0
Nachrichtenübermittlung88,6−1,8−0,2
Freizeit, Unterhaltung und Kultur102,0+0,9+2,6
Bildungswesen155,2+1,2
Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen107,6+0,9+0,5
Andere Waren und Dienstleistungen107,1+0,2−0,6
Gliederung nach Waren und Leistungen
Waren107,7−0,1−0,1
Verbrauchsgüter112,3−0,4−0,4
Nahrungsmittel111,8−2,8−0,1
Saisonabhängige Nahrungsmittel1)117,3−8,9+0,8
Strom, Gas u.a. Brennstoffe (Haushaltsenergie)118,9−5,5−0,3
Heizöl112,0+11,3−1,1
Kraftstoffe108,7+8,7−3,5
Gebrauchsgüter mit mittlerer Lebensdauer103,6+1,0+1,5
Langlebige Gebrauchsgüter96,8+0,4
Dienstleistungen einschl. Wohnungsnettomieten107,3+0,7+0,5
Wohnungsnettomieten106,7+0,9+0,2
Wohnungsnebenkosten106,8+0,9
Nachrichtlich: Deutschland insgesamt
IndexJanuar 2010Veränderung gegenüber
Januar 2009Dezember 2009
in %
Verbraucherpreisindex für Deutschland (2005=100)107,10,8−0,6
Harmonisierter Verbraucherpreisindex (2005=100)107,30,8−0,6

URI: http://www.statistik-bw.de/Pressemitt/2010063.asp

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