Stuttgart, 2. März 2010Nr. 66/2010

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Finanzkrise lässt 2009 die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Land um ein Drittel steigen

Zahl der betroffenen Arbeitnehmer doppelt so hoch wie 2008

Im Jahr 2009 wurden bei den Amtsgerichten in Baden-Württemberg insgeamt 16 746 Insolvenzverfahren entschieden. Nach Auswertungen des Statistischen Landesamtes lag dieser Wert um 8,5 Prozent über dem des Vorjahres (2008: 15 432 Verfahren). Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger wurden von den Gerichten für das Jahr 2009 im Land mit rund 4,4 Milliarden Euro angegeben gegenüber 3,4 Milliarden Euro im Jahr 2008.

2 850 der Insolvenzverfahren betrafen Unternehmen, das waren fast ein Drittel oder 648 mehr als im Jahr 2008 (damals: 2 202 Verfahren). Obwohl die Unternehmensinsolvenzen nur etwa 17 Prozent der Insolvenzfälle ausmachten, entfielen auf sie knapp zwei Drittel aller Forderungen. Zum Zeitpunkt des Insolvenzantrages waren 2009 bei den Unternehmen, die Angaben zu den Beschäftigten gemacht haben, 24 192 Personen beschäftigt. Damit erfuhren 2009 mehr als doppelt so viele Arbeitnehmer davon, dass ihr Arbeitgeber insolvent ist als noch 2008 (11 611).

Außerdem beantragten 13 896 weitere Schuldner die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens (+5 Prozent). Dabei handelt es sich in 9 979 Fällen um Verbraucherinsolvenzen (+4 Prozent oder +379 Verfahren) und in 3 917 Fällen um ehemals Selbstständige und Nachlässe (+8 Prozent).

Insolvenzen in Baden-Württemberg 2009
Gegenstand der NachweisungInsolvenzverfahren insgesamtVeränderung gegenüber Jahr 2008Voraussichtliche ForderungenVeränderung gegenüber Jahr 2008
Anzahl%1000 Euro%
Insgesamt16.7468,54.368.79027,2
Unternehmen2.85029,42.871.78739,5
Übrige Schuldner13.8965,01.497.0038,7
davon: 
Verbraucher9.9793,9691.4351,5
natürliche Personen als Gesellschafter16819,194.36392,0
ehemals selbstständig Tätige3.2527,8629.0788,2
Nachlässe4975,582.12725,5

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