Stuttgart, 2. März 2010Nr. 68/2010

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Personalabbau in der Südwestindustrie hält auch im Januar 2010 an: Über 62 000 Beschäftige weniger als im Vorjahr

Erholung im Auslandsgeschäft mit einem Umsatzplus von 10,2 Prozent – Aber Inlandsumsatz weiter auf Talfahrt ( ‑ 6,2 Prozent)

Die in den letzten Monaten erkennbaren Anzeichen für eine konjunkturelle Aufhellung haben den anhaltenden Personalabbau in der Südwestindustrie1) nicht gestoppt. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes beschäftigten die Industriebetriebe in Baden-Württemberg im Januar 2010 rund 1 019 500 Personen. Damit nahm die Zahl der Industriebeschäftigten im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat kräftig um 62 200 ab ( ‑ 5,7 Prozent). Auch im Vormonatsvergleich war ein spürbarer Rückgang zu verzeichnen. So waren im Januar 14 200 Personen weniger beschäftigt als noch im Dezember ( ‑ 1,4 Prozent). Insgesamt gingen in der Südwestindustrie im zurückliegenden Jahr 2009 bereits 40 000 Arbeitsplätze verloren ( ‑ 3,7 Prozent). Dies war zugleich der stärkste Personalabbau im vergangenen Jahrzehnt.

Im Januar 2010 verbuchte die Südwestindustrie im Vorjahresvergleich zum zweiten Mal in Folge ein Umsatzplus. Zuvor musste die Industrie 14 Monate in Folge jeweils einen kräftigen Umsatzrückgang hinnehmen. Mit nominal 15,8 Milliarden Euro übertrafen die Industrieumsätze im Januar das niedrige Vorjahresergebnis moderat um 240 Millionen Euro ( 1,5 Prozent). Das Umsatzplus resultierte jedoch ausschließlich aus dem sich langsam erholenden Auslandsgeschäft (8,1 Mrd. Euro), das eine Umsatzsteigerung von 751 Mill. Euro brachte (10,2 Prozent). Demgegenüber blieb die Entwicklung des Inlandumsatzes (7,7 Mrd. Euro) mit einem Minus von 511 Mill. Euro ( ‑ 6,2 Prozent) weiter auf Talfahrt. Die Exportquote der Südwestindustrie lag im Januar 2010 bei 51,3 Prozent (zum Vergleich Januar 2009: 47,3 Prozent).

1) Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes (einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) mit mindestens 50 Beschäftigten. Neben den Industriebetrieben zählen dazu auch verarbeitende Handwerksunternehmen ab 50 Beschäftigte.


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