Stuttgart, 1. Juli 2010Nr. 211/2010

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Auftragsbücher der Südwestindustrie füllen sich weiter: Im Mai über ein Viertel mehr Aufträge als im Vorjahr

Auslandsnachfrage weiterhin höher als Binnennachfrage

Der Erholungsprozess der Nachfrage nach Industriegütern aus Baden-Württemberg setzt sich weiter fort. Es gab im Südwesten den siebten Monat in Folge mehr Aufträge als im jeweiligen Vorjahresmonat. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes legten die preisbereinigten Auftragseingänge der Südwestindustrie im Mai 2010 im Vorjahresvergleich um 26 Prozent zu. Die maßgeblichen Impulse kamen hierbei vor allem aus dem Auslandsgeschäft, das weiterhin eine deutlich aufwärtsgerichtete Entwicklung zeigte (30½ Prozent). Aber auch die Binnennachfrage brachte im Mai ein Plus von 20 Prozent in die Auftragsbücher. Im Vormonatsvergleich gingen im Mai die Auftragseingänge der Südwestindustrie moderat um 3½ Prozent zurück.

Die Nachfrage nach Industrieprodukten aus Baden-Württemberg übertraf in den ersten fünf Monaten in 2010 das entsprechende Vorjahresergebnis deutlich um 29½ Prozent. Deutliche Impulse kamen aus dem Auslandsgeschäft, das mit einem Auftragsplus von 37 Prozent in 2010 deutlich höher ausfiel als der Nachfrageanstieg aus dem Inland (20½ Prozent). Ein kräftiges Auftragswachstum verzeichneten im bisherigen Jahresverlauf sowohl die Produzenten von Vorleistungsgütern (31½ Prozent) als auch die Investitionsgüterproduzenten (31 Prozent). Im Vergleich hierzu fiel das Auftragsplus bei den Konsumgüterherstellern deutlich schwächer aus (12½ Prozent).

Nahezu alle bedeutenden Industriebranchen im Land lassen im Zeitraum Januar bis Mai 2010 eine spürbare Erholung erkennen. So verzeichnete die »Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen« im Vorjahresvergleich ein kräftiges Auftragsplus von 36½ Prozent. Ein deutlicher Nachfrageanstieg von über 30 Prozent war auch in der »Metallerzeugung und –bearbeitung« (34½ Prozent) zu registrieren, ebenso wie in der »Herstellung von elektrischen Ausrüstungen« (32½ Prozent), der »Herstellung von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen« (32½ Prozent) und in der »Herstellung von Metallerzeugnissen« (31½ Prozent). Lediglich die »Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen« verbuchte einen spürbaren Rückgang (−6 Prozent).

Schaubild: Auftragseingangsindex im Verarbeitenden Gewerbe - preisbereinigt und kalendermonatlich

Schaubild: Auftragseingangsindex im Verarbeitenden Gewerbe - Veränderungsraten gegenüber Vorjahresmonat

Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe in Baden-Württemberg im Mai 2010
Indexstand: Auftragseingang 2005 = 100, preisbereinigt
WZ
2008
Ausgewählte WirtschaftszweigeVeränderung in Prozent
Mai 2010Januar–Mai 2010
gegenüber
April 2010Mai 2009Vorjahreszeitraum
Originalwerte

1) Ausgewählte Wirtschaftszweige entsprechend der EG-Verordnung über Konjunkturstatistiken.

 Verarbeitendes Gewerbe1)−3,5+26,2+29,7
 Inland−8,6+20,1+20,6
 Ausland+0,2+30,6+36,9
 Vorleistungsgüterproduzenten−6,1+29,0+31,6
 Investitionsgüterproduzenten−3,0+26,3+31,1
 Konsumgüterproduzenten+1,9+15,0+12,6
17Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus−5,5+12,1+14,2
20Herstellung von chemischen Erzeugnissen−1,5+17,4+13,5
21Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen0−2,0−5,8
24Metallerzeugung und -bearbeitung−15,1+24,7+34,6
25Herstellung von Metallerzeugnissen−0,6+28,8+31,5
26Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen−6,8+27,8+32,3
27Herstellung von elektrischen Ausrüstungen−4,7+33,8+32,7
28Maschinenbau−2,4+42,1+28,1
29Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen−2,4+20,2+36,5

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