Stuttgart, 20. Februar 2012Nr. 51/2012

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Schulen in freier Trägerschaft können ihre Schülerzahlen nochmals leicht steigern

Mit 3 Prozent haben die privaten Realschulen den größten Zuwachs

Gut 102 200 Schülerinnen und Schüler besuchen im aktuellen Schuljahr 2011/12 in Baden-Württemberg eine allgemeinbildende Schule in freier Trägerschaft1), so die vorläufigen Ergebnisse des Statistischen Landesamtes. Dies sind rund 1 500 oder gut 1 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit können die Schulen in freier Trägerschaft seit dem Schuljahr 1986/87 von Jahr zu Jahr steigende Schülerzahlen verbuchen.

Die Schülerzahl an den privaten Grundschulen ist mit gut 9 200 auf Vorjahresniveau geblieben. Eine private Werkreal- oder Hauptschule besuchen rund 5 000 Schülerinnen und Schüler; dies sind knapp 100 bzw. gut 1 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Durchschnitt werden an den privaten Grundschulen im aktuellen Schuljahr 20,4 Schüler pro Klasse unterrichtet (Vorjahr 20,8). Dies ist nach den vorläufigen Ergebnissen knapp 1 Schüler mehr als an den öffentlichen Grundschulen. An den privaten Werkrealschulen und Hauptschulen werden durchschnittlich 20,5 Schülerinnen und Schüler in einer Klasse unterrichtet, gut 1 Schüler mehr als an den öffentlichen mit 19,2. Dabei sind die Klassen an den privaten Hauptschulen im Schnitt um knapp 6 Schüler kleiner als an den privaten Werkrealschulen.

An den privaten Realschulen werden im aktuellen Schuljahr rund 13 800 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, gut 400 (3 Prozent) mehr als im Vorjahr. Mit durchschnittlich 24,5 Schülern pro Klasse sind hier die Klassen kleiner als an den öffentlichen Realschulen (25,8).

Ein privates Gymnasium besuchen im Schuljahr 2011/12 fast 35 100 Schülerinnen und Schüler, gut 1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Gymnasien sind damit unter den Privatschulen mit Abstand am beliebtesten: Gut jeder dritte Privatschüler besucht diese Schulart. Die Schüler-Klassen-Relation an den privaten Gymnasien ist mit 25,0 im Schnitt niedriger als an den öffentlichen mit 26,5.

Die Schülerzahl an den privaten Sonderschulen ist um ca. 100 Schüler (knapp 1 Prozent) auf rund 15 400 angestiegen. Die durchschnittliche Klassenstärke ist hier entsprechend den besonderen Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen mit 6,9 vergleichsweise niedrig.

An den Freien Waldorfschulen nahm die Schülerzahl im Vergleich zum Vorjahr um rund 300 (gut 1 Prozent) zu und liegt nun bei gut 23 600. Damit wurde knapp jeder vierte Schüler (23 Prozent) einer privaten allgemeinbildenden Schule an dieser integrierten Schulform unterrichtet.

Die steigenden Schülerzahlen an den privaten allgemeinbildenden Schulen können die sinkenden Schülerzahlen an den öffentlichen Schulen (minus knapp 20 100 bzw. 2 Prozent) bei weitem nicht kompensieren, so dass insgesamt die Schülerzahl an den allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg im Vergleich zum Vorjahr um rund 18 600 bzw. knapp 2 Prozent zurückgegangen ist. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler der privaten Schulen an den Schülerinnen und Schülern der allgemeinbildenden Schulen insgesamt liegt im laufenden Schuljahr nach den vorläufigen Ergebnissen bei knapp 9 Prozent.

1) Alle Angaben ohne die Schulen des Zweiten Bildungsweges.

Schüler je Klasse*) an privaten allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg
Schulart/BildungsgangSchuljahr 2011/12
(vorläufige Zahlen)
Schuljahr 2010/11

*) Ohne Berücksichtigung der Kursstufe an Gymnasien sowie ohne Sonderschulen für Kranke in längerer Krankenhausbehandlung.

Grundschulen20,420,8
Werkrealschulen und
Hauptschulen
20,520,6
Hauptschulen17,016,6
Werkrealschulen22,623,4
Sonderschulen6,97,0
Realschulen24,524,8
Gymnasien25,025,4
Freie Waldorfschulen20,921,8

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