098/2012

Stuttgart, 28. März 2012Nr. 98/2012

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Verbraucherpreise legen um 2,4 Prozent zu

Fernwärme um 10,6 Prozent teuerer als im Vorjahresmonat

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes stiegen die Verbraucherpreise in Baden-Württemberg zwischen März 2011 und März 2012 um 2,4 Prozent auf einen Indexstand von 113,2 (2005=100). Bereits seit Januar 2011 bewegt sich die monatliche Teuerungsrate im Südwesten oberhalb der von der Europäischen Zentralbank definierten Inflationsschwelle von zwei Prozent. Gegenüber dem Vormonat Februar erhöhten sich im März 2012 die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent.

Nach wie vor wird die Preisentwicklung stark durch steigende Energiepreise bestimmt. Ohne Berücksichtigung von Haushaltsenergie und Kraftstoffen läge der Gesamtpreisanstieg binnen Jahresfrist bei 1,8 Prozent. Deutlich zugelegt gegenüber dem Vorjahresmonat hat der Preis für Fernwärme (10,6 Prozent) sowie die Preise für Heizöl (9,7 Prozent) und Gas (6,9 Prozent), während der Anstieg bei Strom (2,7 Prozent) deutlich geringer ausfiel. Die Kraftstoffpreise sind im Vergleich zum März 2011 um 7,2 Prozent angestiegen, wobei der Benzinpreis (7,3 Prozent) geringfügig stärker zulegte als der Preis für Diesel (6,9 Prozent).

Bei den Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken fiel der Preisanstieg gegenüber März 2011 mit 3,5 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich hoch aus. Stark verteuert haben sich dabei Kaffee, Tee und Kakao (9,0 Prozent) sowie Fleisch und Fleischwaren (6,4 Prozent). Dagegen waren Fische und Fischwaren (-0,7 Prozent) sowie Obst (-3,0 Prozent) günstiger als im Vorjahresmonat. Bekleidung und Schuhe wurden ebenfalls spürbar teuerer (3,6 Prozent). Bei den Ausgaben rund um das Wohnen (Miete und Mietnebenkosten) stiegen die Preise um 0,8 Prozent moderat an. Billiger wurde dagegen Unterhaltungselektronik (minus 9,0 Prozent) und PC-Ausstattung (minus 8,7 Prozent).

Gegenüber dem Vormonat Februar sind die Preise für Heizöl um 1 Prozent zurückgegangen. Der Gaspreis blieb unverändert. Kraftstoffe wurden um 4 Prozent teurer. Die Nahrungsmittelpreise sind dagegen nur leicht angestiegen (0,3 Prozent). Deutlich stärker kletterten die Preise für Bekleidung und Schuhe (3,1 Prozent). Pauschalreisen haben sich dagegen um 2,9 Prozent verbilligt.

Schaubild: Verbraucherpreisindex für Baden-Württemberg

Ausgewählte Verbraucherpreisindizes für Baden-Württemberg im April 2012
BezeichnungApril 2012Veränderung April 2012 gegenüber
April 2011März 2012
2005=100%

1) Saisonabhängige Nahrungsmittel: Fisch, Kartoffeln, Obst und Gemüse

Gesamtindex113,0+1,9−0,2
Gliederung nach Abteilungen
Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke119,3+3,3
Alkoholische Getränke, Tabakwaren116,8+4,2+0,3
Bekleidung und Schuhe113,6+3,8+0,2
Wohnung, Wasser, Strom, Gas u.a. Brennstoffe116,1+1,9
Einrichtungsgegenstände (Möbel), Apparate, Geräte und Ausrüstungen für den Haushalt sowie deren Instandhaltung105,5+0,8+0,3
Gesundheitspflege107,1+2,2+0,5
Verkehr121,9+3,7+0,4
Nachrichtenübermittlung84,8−1,4
Freizeit, Unterhaltung und Kultur103,4+1,9+0,1
Bildungswesen124,5−20,9−22,0
Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen110,4+1,8+0,2
Andere Waren und Dienstleistungen109,9−0,3−0,1
Gliederung nach Waren und Leistungen
Waren116,5+3,2
Verbrauchsgüter124,4+3,9+0,1
Nahrungsmittel118,9+3,2−0,1
Saisonabhängige Nahrungsmittel1)121,6−3,3−0,2
Strom, Gas u.a. Brennstoffe (Haushaltsenergie)140,0+5,3−0,4
Heizöl167,8+6,0−3,4
Kraftstoffe142,3+5,1+1,1
Gebrauchsgüter mit mittlerer Lebensdauer110,4+3,3+0,2
Langlebige Gebrauchsgüter97,0+0,1+0,1
Dienstleistungen einschl. Wohnungsnettomieten109,7+0,7−0,3
Wohnungsnettomieten109,4+0,9+0,1
Wohnungsnebenkosten109,0
Nachrichtlich: Deutschland insgesamt
IndexMärz 2012Veränderung gegenüber
März 2011Februar 2012
in %
Verbraucherpreisindex für Deutschland (2005=100)112,6+2,1+0,3
Harmonisierter Verbraucherpreisindex (2005=100)113,4+2,3+0,4

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Eine Tabelle mit aktuellen Ergebnissen für Baden-Württemberg und Deutschland kann per Fax unter der Nummer 0711/641-2135 abgerufen werden.

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