172/2012

Stuttgart, 31. Mai 2012Nr. 172/2012

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Südwestindustrie im April mit Umsatzminus von real 1,8 Prozent

Von Januar bis April 2012 aber Umsatzplus von real 2,1 Prozent zum Vorjahr

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes gingen die realen (d.h. preisbereinigten) Industrieumsätze im April 2012 saison- und arbeitstäglich bereinigt im Vergleich zum Vormonat März um 1,8 Prozent zurück. An dem Umsatzrückgang war die Entwicklung der Erlöse mit den Inlandskunden (‑ 2,6 Prozent) etwas stärker beteiligt als das Auslandsgeschäft (‑ 1,2 Prozent). Die Investitionsgüterproduzenten verbuchten ein spürbares Umsatzminus von 2,2 Prozent. Im Vergleich hierzu gingen bei den Vorleistungsgüterproduzenten (‑ 1,2 Prozent) und den Konsumgüterproduzenten (‑ 0,7 Prozent) die Umsätze etwas schwächer zurück. Im weniger von Schwankungen beeinflussten Zweimonatsvergleich März/April gegenüber Januar/Februar erzielte die Südwestindustrie eine Umsatzsteigerung von 1,3 Prozent.

Im Vorjahresvergleich stiegen die Industrieumsätze im April 2012 preis- und arbeitstäglich bereinigt moderat um 0,4 Prozent. Das Auslandsgeschäft brachte ein Umsatzplus von 2,1 Prozent. Die Umsatzentwicklung mit den Inlandskunden ging hingegen zurück (‑ 1,5 Prozent). Zu einer Umsatzausweitung kam es lediglich bei den Investitionsgüterproduzenten (2,5 Prozent). Umsatzeinbußen verzeichneten demgegenüber die Vorleistungsgüterproduzenten ( ‑ 1,9 Prozent) und die Konsumgüterproduzenten ( ‑ 4,3 Prozent). Insgesamt hält damit die seit Monaten feststellbare deutliche Abschwächung beim Umsatzwachstum der Industrie weiter an.

Im Zeitraum Januar bis April 2012 verbuchte die Südwestindustrie im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum preis- und arbeitstäglich bereinigt einen Umsatzanstieg von 2,1 Prozent. Dabei stiegen die Auslandsumsätze (2,7 Prozent) etwas stärker an als die Erlöse aus dem Inland (1,5 Prozent). Während die Investitionsgüterproduzenten eine deutliche Umsatzsteigerung erzielten (5,1 Prozent), gingen bei den Vorleistungsgüterproduzenten (‑ 1 Prozent) und den Konsumgüterproduzenten (‑ 3,1 Prozent) die Umsätze zurück.

Die bedeutenden Industriebranchen im Land zeigten in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres recht uneinheitliche Verläufe in der Umsatzentwicklung. So erzielten die »Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen« (7,9 Prozent) und der »Maschinenbau« (4,3 Prozent) im Vorjahresvergleich preis- und arbeitstäglich bereinigt die stärkste Umsatzausweitung. In zahlreichen Branchen blieb das Umsatzwachstum mehr oder weniger stark hinter dem Umsatzplus der Südwestindustrie insgesamt zurück. So bei der »Herstellung von Metallerzeugnissen« (1,2 Prozent), der »Metallerzeugung und -bearbeitung« (1 Prozent) oder der »Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln (1 Prozent). Zu einem beachtlichen Umsatzrückgang kam es hingegen in der »Herstellung von elektrischen Ausrüstungen« (‑ 2,8 Prozent), der »Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen« (‑ 4,2 Prozent) sowie insbesondere in der »Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus« (‑ 5,6 Prozent) und der »Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen« (‑ 5,6 Prozent).

Schaubild: Umsatzindex im Verarbeitenden Gewerbe - preisbereinigt und kalendermonatlich

Schaubild: Umsatzindex im Verarbeitenden Gewerbe - Veränderungsraten gegenüber Vorjahresmonat

Umsatzindex für das Verarbeitende Gewerbe in Baden-Württemberg im April 2012
Indexstand: 2005 = 100, preisbereinigt
WZ
2008
Ausgewählte WirtschaftszweigeVeränderung in Prozent
April 2012Januar–April 2012
gegenüber
März 2012April 2011Vorjahreszeitraum
Original-
werte
saison- und arbeits-
täglich bereinigt1)
Original-
werte
arbeits-
täglich bereinigt1)
Original-
werte
arbeits-
täglich bereinigt1)

1) Nach Berliner Verfahren BV 4.1.

2) Einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden.

 Verarbeitendes Gewerbe2)−14,0−1,8+0,4+0,4+3,1+2,1
 Inland−14,5−2,6−1,6−1,5+2,5+1,5
 Ausland−13,6−1,2+2,2+2,1+3,7+2,7
 Vorleistungsgüterproduzenten−11,5−1,2−1,9−1,9−0,1−1,0
 Inland−12,1−2,0−1,9−1,9+0,6−0,4
 Ausland−10,6−0,3−1,9−1,9−1,1–1,9
 Investitionsgüterproduzenten−15,6−2,2+2,5+2,5+6,1+5,1
 Inland−17,4−3,10,00,0+5,9+4,8
 Ausland−14,5−1,6+4,0+3,9+6,3+5,2
 Konsumgüterproduzenten−12,1−0,7−4,5−4,3−2,5−3,1
 Inland−12,0−2,0−5,4−5,3−1,2−2,0
 Ausland−12,2+1,5−2,9−2,8−4,5−5,2
10Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln−7,4−0,4−1,7−1,6+1,3+1,0
17Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus−12,9−1,6−6,4−6,2−4,8−5,6
20Herstellung von chemischen Erzeugnissen−10,3−1,5−1,0−1,0−0,3−1,1
21Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen−16,2−2,0+7,7+7,6+2,8+2,3
22Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren−10,5−0,8−1,8−1,7+0,8−0,1
24Metallerzeugung und -bearbeitung−7,6+2,9+3,4+3,3+2,0+1,0
25Herstellung von Metallerzeugnissen−10,8−0,6−0,1−0,1+2,2+1,2
26Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen−15,5−2,3−5,3−5,1−5,0−5,6
27Herstellung von elektrischen Ausrüstungen−13,5−2,1−5,6−5,4−1,9−2,8
28Maschinenbau−16,1−0,6+3,0+2,9+5,2+4,3
29Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen−14,5−4,1+3,8+3,7+9,2+7,9
33Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen−25,1+9,9−4,9−4,7−3,2−4,2

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