Stuttgart, 22. Juni 2012 – Nr. 191/2012
Der Anstieg bei den Bauleistungspreisen hat etwas an Fahrt verloren. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes stiegen im 2. Quartal 2012 (Berichtsmonat Mai) die Bauleistungspreise für den Neubau von Wohngebäuen gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,7 Prozent auf einen Indexstand von 121,3 (2005=100). Damit lag die Teuerungsrate am Bau erstmals seit dem ersten Quartal 2011 unter 3 Prozent. Allerdings bewegt sich der Preisanstieg weiterhin auf hohem Niveau. Die derzeitige hohe Nachfrage nach Wohneigentum und gewerblichen Immobilien, auch aufgrund der günstigen finanziellen Rahmenbedingungen, schaffen dabei eine geeignete die Basis für Preisanhebungen in der Baubranche. Gegenüber dem Vorquartal erhöhten sich die Preise um 0,7 Prozent.
Angetrieben wurde Entwicklung durch den deutlichen Preisanstieg für Ausbauarbeiten (3,0 Prozent). Angezogen haben hier die Preise insbesondere für Estricharbeiten (5,4 Prozent), Verglasungsarbeiten (5,0 Prozent) und für Arbeiten für Nieder- und Mittelspannungsanlagen (4,9 Prozent). Die Preise für Rohbauarbeiten legten um 2,1 Prozent zu. Deutlich verteuert haben sich hier Klempnerarbeiten (6,0 Prozent) und Gerüstarbeiten (4,5 Prozent).
Im Nichtwohnungsbau stiegen die Bauleistungspreise für Bürogebäude mit 2,9 Prozent spürbar an. Bei der Erstellung von gewerblichen Betriebsgebäuden lag der Anstieg bei 2,6 Prozent. Deutlich zogen die Preise im Straßenbau mit 3,3 Prozent an, während Bauleistungen für Ortskanäle sich um 1,8 Prozent verteuerten.
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