205/2012

Stuttgart, 3. Juli 2012Nr. 205/2012

RSS Newsletter abonnieren

Südwestindustrie im Mai 2012: Erneuter Rückgang der Produktion

Weitere Abschwächung beim Produktionswachstum: Von Januar bis Mai Produktionsplus von 1 Prozent zum Vorjahr

Die Produktion der Südwestindustrie zeigte sich wie bereits im Vormonat April auch im Mai 2012 abwärtsgerichtet. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes ging im Mai die Produktion preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt im Vergleich zum Vormonat April um 0,4 Prozent zurück. Einen Rückgang des Produktionsausstoßes verzeichneten dabei lediglich die Investitionsgüterproduzenten (−0,8 Prozent), während das Produktionsvolumen der Vorleistungsgüterproduzenten knapp über dem Vormonatsniveau lag (0,1 Prozent) und die Konsumgüterproduzenten ein Produktionsplus von 0,6 Prozent erzielten.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank im Mai 2012 die Produktion preis- und arbeitstäglich bereinigt um 1,6 Prozent. Im Vorjahresvergleich gab es damit den zweiten Monat in Folge ein Produktionsminus. Zur Erinnerung: Im vorhergehenden April trat nach über zweieinviertel Jahren erstmals wieder im Vorjahresmonatsvergleich ein Minus auf. Der Rückgang fiel bei den Investitionsgüterproduzenten noch am geringsten aus (−0,8 Prozent). Deutliche Produktionseinbußen verzeichneten die Vorleistungsgüterproduzenten (−1,4 Prozent) und insbesondere die Konsumgüterproduzenten (−4 Prozent).

Im Zeitraum Januar bis Mai 2012 erzielte die Südwestindustrie im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum preis- und arbeitstäglich bereinigt ein Produktionsplus von 1 Prozent. Am deutlichsten fiel der Produktionsanstieg bei den Investitionsgüterproduzenten aus (3,4 Prozent). Die Vorleistungsgüterproduzenten legten im Vergleich hierzu erheblich schwächer zu und erreichten nur knapp das Vorjahresniveau (0,1 Prozent). Die Konsumgüterproduzenten verzeichneten sogar einen merklichen Produktionsrückgang (−4 Prozent).

Die bedeutenden Industriebranchen im Land zeigten in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres recht uneinheitliche Verläufe in der Produktionsentwicklung. So erzielten die »Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen« (6,6 Prozent) und die »Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen« (6,4 Prozent) im Vorjahresvergleich preis- und arbeitstäglich bereinigt die stärksten Produktionssteigerungen. Im Vergleich hierzu merklich niedriger, aber dennoch höher als für die Südwestindustrie insgesamt fiel das Produktionsplus in der »Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen« (2,3 Prozent), im »Maschinenbau« (1,5 Prozent) und in der »Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln« (1,2 Prozent) aus. Das Produktionswachstum in der »Herstellung von Metallerzeugnissen« (0,7 Prozent) blieb bereits etwas hinter dem der Südwestindustrie insgesamt zurück. Zu spürbaren Produktionseinbußen kam es dagegen unter anderem bei der »Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus« (−2,8 Prozent ) und insbesondere in der »Herstellung von elektrischen Ausrüstungen« (−4,2 Prozent).

Schaubild: Produktionsindex im Verarbeitenden Gewerbe - preisbereinigt und kalendermonatlich

Schaubild: Produktionsindex im Verarbeitenden Gewerbe - Veränderungsraten gegenüber Vorjahresmonat

Produktionsindex für das Verarbeitende Gewerbe in Baden-Württemberg im Mai 2012
Indexstand: 2005 = 100, preisbereinigt
WZ
2008
Ausgewählte WirtschaftszweigeVeränderung in Prozent
Mai 2012Januar–Mai 2012
gegenüber
April 2012Mai 2011Vorjahreszeitraum
Original­werte saison- und arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)

1) Nach Berliner Verfahren BV 4.1.

2) Einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden.

 Verarbeitendes Gewerbe2)+5,1−0,4−7,6−1,6+0,3+1,0
 Vorleistungsgüterproduzenten+6,1+0,1−6,9−1,4−0,5+0,1
 Investitionsgüterproduzenten+5,0−0,8−8,2−0,8+2,5+3,4
 Konsumgüterproduzenten+5,2+0,6−9,5−4,0−4,6−4,0
10Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln+5,1+3,1−0,9+2,8+0,9+1,2
17Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus+7,6+1,8−5,8+0,2−3,4−2,8
20Herstellung von chemischen Erzeugnissen+8,1+3,9+0,1+4,6−0,7−0,3
21Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen+4,5−4,1−7,4−2,6+1,7+2,3
22Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren+5,1+0,1−7,1−1,0−1,0−0,3
24Metallerzeugung und -bearbeitung+4,3−1,9−9,3−3,4−1,9−1,3
25Herstellung von Metallerzeugnissen+5,5−0,9−9,0−3,1+0,0+0,7
26Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen+6,1+2,0−5,4−0,2−1,7−1,1
27Herstellung von elektrischen Ausrüstungen+6,0−2,3−14,6−8,4−4,9−4,2
28Maschinenbau+4,8+0,4−7,3−0,7+0,8+1,5
29Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen+2,9−3,7−12,3−2,9+5,2+6,4
33Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen+13,7+5,1+5,9+7,9+6,4+6,6

infopunkt

Weitere Informationen

Kontakt

Pressestelle

Tel.: 0711/641-2451

E-Mail: Pressestelle

Fachliche Rückfragen

Jürgen Kotter

Tel.: 0711/641-2671

E-Mail: Jürgen Kotter

URI: http://www.statistik-bw.de/Pressemitt/2012205.asp

Ihre Pressemitteilung per Mail!

Tragen Sie sich bitte einfach in den automatischen Mail-Versand ein.

Senden Sie uns unter pressestelle@stala.bwl.de ihre bisherige Postadresse mit der Bitte um Streichung zu. Vielen Dank.

Ihre Pressestelle im Statistischen Landesamt

Herausgegeben vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg. Nachdruck mit Quellenangabe erwünscht.

© Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 2013 | ^