206/2012

Stuttgart, 3. Juli 2012Nr. 206/2012

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Reale Umsatzentwicklung der Südwestindustrie stagniert im Mai auf Vormonatsniveau

Von Januar bis Mai 2012 Umsatzplus von real 1,9 Prozent zum Vorjahr – Umsatzabschwächung hält an

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes stagnierten die realen (d.h. preisbereinigten) Industrieumsätze im Mai 2012 saison- und arbeitstäglich bereinigt auf dem Niveau des Vormonats April. Während bei den Erlösen aus dem Auslandsgeschäft ein moderates Plus von 0,4 Prozent zu verbuchen war, gingen die Inlandsumsätze gleichfalls moderat um 0,3 Prozent zurück. Eine spürbare Umsatzsteigerung erzielten lediglich die Konsumgüterproduzenten (1 Prozent). Knapp über dem Vormonatsergebnis blieb die Umsatzentwicklung bei den Vorleistungsgüterproduzenten (0,1 Prozent). Ein leichtes Umsatzminus gab es hingegen für die Investitionsgüterproduzenten (−0,3 Prozent). Im weniger von Schwankungen beeinflussten Zweimonatsvergleich April/Mai gegenüber Februar/März verbuchte die Südwestindustrie insgesamt einen Umsatzrückgang von 1 Prozent.

Im Vorjahresvergleich stiegen die Industrieumsätze im Mai 2012 preis- und arbeitstäglich bereinigt um 1,2 Prozent. Das Auslandsgeschäft brachte ein Umsatzplus von 3,8 Prozent. Die Umsatzentwicklung mit den Inlandskunden ging hingegen zurück (−1,9 Prozent). Eine Umsatzausweitung erzielten lediglich die Investitionsgüterproduzenten (3,3 Prozent). Umsatzeinbußen verzeichneten demgegenüber sowohl die Vorleistungsgüterproduzenten als auch die Konsumgüterproduzenten (jeweils −2,1 Prozent). Insgesamt hält damit die seit Monaten feststellbare deutliche Abschwächung beim Umsatzwachstum der Industrie weiter an.

Im Zeitraum Januar bis Mai 2012 verbuchte die Südwestindustrie im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum preis- und arbeitstäglich bereinigt einen Umsatzanstieg von 1,9 Prozent. Dabei stiegen die Auslandsumsätze (2,9 Prozent) stärker an als die Erlöse aus dem Inland (0,8 Prozent). Während die Investitionsgüterproduzenten eine deutliche Umsatzsteigerung erzielten (4,7 Prozent), gingen bei den Vorleistungsgüterproduzenten ( ‑ 1,2 Prozent) und den Konsumgüterproduzenten ( ‑ 3 Prozent) die Umsätze zurück.

Die bedeutenden Industriebranchen im Land zeigten in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres recht uneinheitliche Verläufe in der Umsatzentwicklung. So erzielten die »Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen« (7,5 Prozent) und der »Maschinenbau« (3,7 Prozent) im Vorjahresvergleich preis- und arbeitstäglich bereinigt die stärkste Umsatzausweitung. Eine deutliche Umsatzsteigerung erreichte auch noch die »Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln« (2,1 Prozent). In zahlreichen Branchen blieb das Umsatzwachstum jedoch mehr oder weniger stark hinter dem Umsatzplus der Südwestindustrie insgesamt zurück. So bei der »Metallerzeugung und -bearbeitung« (0,9 Prozent), der »Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen« (0,6 Prozent) oder der »Herstellung von Metallerzeugnissen« (0,3 Prozent). Zu einem beachtlichen Umsatzrückgang kam es hingegen in der »Herstellung von elektrischen Ausrüstungen« (−3,7 Prozent), in der »Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus« (−4,7 Prozent) sowie in der »Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen« (−4,8 Prozent) und in der »Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen« (−5 Prozent).

Schaubild: Umsatzindex im Verarbeitenden Gewerbe - preisbereinigt und kalendermonatlich

Schaubild: Umsatzindex im Verarbeitenden Gewerbe - Veränderungsraten gegenüber Vorjahresmonat

Umsatzindex für das Verarbeitende Gewerbe in Baden-Württemberg im Mai 2012
Indexstand: 2005 = 100, preisbereinigt
WZ
2008
Ausgewählte WirtschaftszweigeVeränderung in Prozent
Mai 2012Januar–Mai 2012
gegenüber
April 2012Mai 2011Vorjahreszeitraum
Original­werte saison- und arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)

1) Nach Berliner Verfahren BV 4.1.

2) Einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden.

 Verarbeitendes Gewerbe2)+4,40,0−5,9+1,2+1,2+1,9
 Inland+5,1−0,3−8,6−1,90,0+0,8
 Ausland+3,9+0,4−3,4+3,8+2,2+2,9
 Vorleistungsgüterproduzenten+6,2+0,1−8,2−2,1−1,9−1,2
 Inland+5,3−1,2−10,3−4,1−1,9−1,1
 Ausland+7,6+1,7−4,8+1,1−1,9–1,3
 Investitionsgüterproduzenten+3,8−0,3−4,7+3,3+3,7+4,7
 Inland+4,9−0,8–8,7–1,3+2,6+3,5
 Ausland+3,10,0−2,2+5,5+4,4+5,3
 Konsumgüterproduzenten+3,0+1,0−7,1−2,1−3,4−3,0
 Inland+4,1+2,3−5,9−0,7−2,2−1,7
 Ausland+1,2−0,8−9,1−4,1−5,4−5,0
10Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln+3,8+4,5+4,1+6,6+1,9+2,1
17Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus+9,1+2,5−7,9−1,2−5,4−4,7
20Herstellung von chemischen Erzeugnissen+6,3+1,1−5,3+0,1−1,4−0,8
21Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen+2,8−5,6−9,4−5,5+0,1+0,6
22Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren+5,9+0,8−7,3−0,7−0,9−0,2
24Metallerzeugung und -bearbeitung+4,5−1,4−5,8+0,7+0,2+0,9
25Herstellung von Metallerzeugnissen+4,1−1,4−9,7−3,2−0,4+0,3
26Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen+5,5+1,7−7,1−1,4−5,4−4,8
27Herstellung von elektrischen Ausrüstungen+7,0−1,2−13,1−7,3−4,3−3,7
28Maschinenbau+3,4−0,6−4,8+1,9+3,0+3,7
29Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen+2,50,0−3,6+5,7+6,4+7,5
33Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen+12,8−5,4−14,0−8,0−5,7−5,0

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