208/2012

Stuttgart, 3. Juli 2012Nr. 208/2012

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Südwestindustrie beschäftigt im Mai 2012 fast 29 600 Personen mehr als im Vorjahr – Aber Personalaufbau wird zunehmend verhaltener

Umsatzwachstum verliert deutlich an Dynamik – Von Januar bis Mai Umsatzplus von nominal 3,5 Prozent

Der Personalaufbau in der Südwestindustrie setzte sich im Mai weiter fort. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes beschäftigten die Industriebetriebe1) in Baden-Württemberg im Mai 2012 rund 1 069 700 Personen. Gegenüber dem Vorjahresmonat waren das rund 29 600 Personen oder 2,8 % mehr. Im Vorjahresvergleich war dies bereits der 17. Monat in Folge mit einem Beschäftigtenanstieg, der allerdings in den letzten Monaten zunehmend an Tempo verlor. Im Vergleich zum Vormonat April stieg die Zahl der Beschäftigten nach einem zuletzt leichten Rückgang wieder an, und zwar um 1 100 Personen (0,1 Prozent). Insgesamt beschäftigte die Südwestindustrie im Zeitraum Januar bis Mai 2012 durchschnittlich 1 068 000 Personen, und damit 33 900 mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (3,3 Prozent).

Mit nominal 24,3 Milliarden Euro lagen die Industrieumsätze im Mai 2012 um 997 Millionen Euro (−3,9 Prozent) unter dem Vorjahresergebnis. Insgesamt erzielten die Industriebetriebe in den Monaten Januar bis Mai 2012 einen Umsatz von 119,8 Mrd. Euro, und damit 4,1 Mrd Euro (3,5 Prozent) mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum 2011. Zum Umsatzplus trugen sowohl das Auslandsgeschäft als auch die Binnennachfrage bei. Die Erlöse aus dem Auslandsgeschäft stiegen auf 63,5 Mrd. Euro, was ein Umsatzplus von 2,9 Mrd. Euro (4,8 Prozent) bedeutet. Die Impulse kamen dabei ausschließlich aus den Ländern der Nicht-Eurozone, das Exportgeschäft mit der Eurozone musste sogar einen Rückgang von rund 0,9 % verkraften. Aus dem Geschäft mit den inländischen Kunden ergab sich ein Umsatz von 56,3 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Umsatzwachstum von 1,2 Mrd. Euro (2,1 Prozent). Die Exportquote der Südwestindustrie lag im bisherigen Jahresverlauf weiterhin mit 53 Prozent leicht über dem Vorjahreswert (52,4 Prozent).

1) Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes (einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) mit mindestens 50 Beschäftigten. Neben den Industriebetrieben zählen dazu auch verarbeitende Handwerksunternehmen ab 50 Beschäftigte.


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