Pressemitteilungen 351/2013

Stuttgart, 28. November 2013Nr. 351/2013

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Länderinformation Saudi-Arabien und Oman

Fakten zur Reise des Finanz- und Wirtschaftsministers

Das Statistische Landesamt stellt online und auf Nachfrage zahlreiche Länderinformationen zur Verfügung: Hier ausgewählte Fakten zur Reise des Finanz- und Wirtschaftsministers nach Saudi-Arabien und in den Oman:

Bevölkerung

Im Jahr 2012 lebten in Baden-Württemberg 10,6 Millionen Menschen. In Saudi-Arabien mit der Hauptstad Riad waren es 28 Millionen Einwohner und damit fast dreimal so viele Menschen. Der Oman mit der Haupstadt Maskat hat 3,3 Millionen Einwohner.

Staatsbürger aus Saudi-Arabien und dem Oman im Südwesten

In Baden-Württemberg leben derzeit 503 Personen aus Saudi-Arabien und 24 Personen aus dem Oman. Der Anteil der Frauen aus Saudi-Arabien liegt bei 39 % (196 Frauen), bei den Frauen aus dem Oman beträgt der Anteil 54 % (13 Frauen). Bei beiden Ländern liegt das Durchschnittsalter der in Baden-Württemberg lebenden Einwohner mit 25,3 Jahren bei den Personen aus Saudi-Arabien bzw. 25,5 Jahren bei den Personen aus dem Oman deutlich unter dem aller ausländischen Einwohner im Südwesten (40,1 Jahre). Das niedrige Durchschnittsalter wirkt sich auch auf die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von nur 2,3 Jahren bei den Einwohnern aus Saudi-Arabien bzw. 2,5 Jahren bei den Einwohnern aus dem Oman aus, denn im Gegensatz dazu liegt der Durchschnitt der in Baden-Württemberg lebenden ausländischen Einwohner bei 20,7 Jahren. Die Zahl der Einwohner aus Saudi-Arabien hat sich in den letzten 10 Jahren fast verfünffacht und dem Oman nahezu verdoppelt.

Tourismus: Übernachtungen aus den Golfstaaten seit 2000 verfünffacht

Beim Tourismus ist ein separater Nachweis von Saudi-Arabien und Oman nicht möglich, da diese beiden Länder als Teil der Arabischen Golfstaaten1) erfasst werden. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass insbesondere Saudi-Arabien als finanzstärkster Golfstaat maßgeblich zur Entwicklung der letzten Jahre beigetragen hat. 2012 buchten 41 000 Gäste aus den Arabischen Golfstaaten 154 000 Übernachtungen in Baden-Württemberg. Das waren jeweils mehr als fünfmal so viele wie noch im Jahr 2000. Unter den wichtigsten Herkunftsländern nehmen die Golfstaaten damit bei den Übernachtungen inzwischen Rang 15 ein, noch vor Indien und Japan. Zu über 80 Prozent bevorzugen diese Gäste als Unterkunft ein Hotel oder ein Hotel garni. Auch wenn sich innerhalb des Landes kein ausgesprochener regionaler Schwerpunkt erkennen lässt, steigen die Gäste aus den Arabischen Golfstaaten vergleichsweise häufig in den nördlichen Landesteilen ab.

Handel: Tausche Autos und Maschinen gegen Öl

Baden-Württemberg exportierte 2012 Waren im Wert von 1,3 Mrd. Euro nach Saudi-Arabien, das waren 24 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Spitzenreiter unter den Exporten sind mit einem Wert von 429 Mill. Euro »Kraftwagen und Kraftwagenteile« sowie »Maschinen« mit 398 Mill. Euro. Aus Saudi-Arabien importiert wurden Güter im Wert von insgesamt 753 Mill. Euro. Die saudi-arabischen Exporte nach Baden-Württemberg bestanden im Jahr 2012 fast ausschließlich aus »Erdöl und Erdgas« im Wert von 734 Mill. Euro. Das Handelsvolumen ist seit dem Jahr 2002 von 0,8 auf 2,1 Mrd. Euro gestiegen. In der Rangfolge der wichtigsten Handelspartner Baden-Württembergs nimmt Saudi-Arabien den 26. Platz ein.

Der Oman hat hier mit dem 77. Platz auf der Rangliste einen weitaus geringeren Stellenwert im baden-württembergischen Außenhandel. 2012 exportierte Baden-Württemberg Waren im Wert von 98 Mill. Euro in den Oman, fast 28 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Mit einem Anteil von 52 Prozent waren auch hier »Kraftwagen und Kraftwagenteile« das Hauptexportgut, gefolgt von »Maschinen«. Aus dem Oman eingeführt hat Baden-Württemberg Waren im Wert von 3 Mill. Euro. Mehr als die Hälfte der Einfuhren waren »Gummi- und Kunststoffwaren«. Das Handelsvolumen hat sich seit 2002 verdoppelt.

Mehr in der Außenhandelsdatenbank.

Studierende: Exoten im Südwesten

Seit 1999 waren 103 Studierende aus Saudi Arabien und 32 aus dem Oman an Hochschulen in Baden-Württemberg eingeschrieben. Die meisten von ihnen (24) belegten Maschinenbauwesen, je 9 belegten Elektrotechnik, Humanmedizin oder Islamwissenschaften. Der Frauenanteil betrug bei beiden Nationen jeweils etwa ein Viertel der Studierenden. Die Frauen studierten jedoch am häufigsten Physik (6), Biologie (5) und Informatik (4). Im Wintersemester 2012/13 waren 25 Studierende aus Saudi-Arabien und 4 aus dem Oman an Baden-Württembergischen Hochschulen eingeschrieben.

Arabisch als erstes Studienfach hat kein Studierender in Baden-Württemberg belegt. Im Fach Islamwissenschaft dagegen sind zu zwei Dritteln weibliche Studierende eingeschrieben. Das Studienfach wird an an den Universitäten Freiburg, Heidelberg und Tübingen sowie an vier Pädagogischen Hochschulen (Freiburg, Karlsruhe, Ludwigsburg und Weingarten) angeboten. Im Wintersemester 2012/13 studierten mit rund 380 Personen mehr als doppelt soviele Studierende Islamwissenschaften als noch vor zehn Jahren.

1) Hierzu zählen Bahrain, Irak, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.


URI: http://www.statistik-bw.de/Pressemitt/2013351.asp

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