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In Übereinstimmung mit den zentralen monatlichen Konjunkturindizes zum Auftragseingangs-, Produktions- und Umsatzindex wird der jährliche Index der Arbeitsproduktivität aktuell mit dem Basisjahr 2005 berechnet. Der Index zeigt die Entwicklung der Arbeitsproduktivität für den Berichtskreis der Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes (einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) mit 50 und mehr Beschäftigten (Berichtskreis 50+). Als Arbeitsproduktivität wird hierbei das Verhältnis des Produktionsindexes (Output) zum eingesetzten Arbeitsvolumen (Input) bezeichnet. Der Index der Arbeitsproduktivität wird als »Produktionsergebnis je Input-Komponente des Arbeitsvolumens« definiert. Berechnet werden die Beschäftigtenproduktivität und die Stundenproduktivität. Inputgröße für die Beschäftigtenproduktivität stellen die Beschäftigten (nach fachlichen Teilen) und für die Stundenproduktivität die geleisteten Arbeitsstunden (nach fachlichen Teilen) dar. Die Datengrundlage für die beiden Inputgrößen bildet der »Monatsbericht für Betriebe«. Die Arbeitsstunden für fachliche Teile stellen Schätzwerte dar. Die Schätzung erfolgt auf der Grundlage der aus den erhobenen Betriebsangaben vorliegenden durchschnittlichen Arbeitsstunden je Beschäftigten durch Multiplikation mit der Zahl der Beschäftigten in den fachlichen Betriebsteilen. Berechnet und dargestellt wird die Entwicklung der Produktivität für ausgewählte 2‑Steller der »Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008)«.
Als Arbeitsstunden gelten nur die tatsächlich geleisteten (nicht die bezahlten) Stunden aller tätigen Personen. Einbezogen werden auch geleistete Über-, Nacht-, Sonntags- und Feiertagsstunden. Unberücksichtigt bleiben ausgefallene oder versäumte Stunden, auch wenn sie bezahlt wurden.
Zu den Beschäftigten zählen alle im Betrieb tätigen Personen, die in einem arbeitsrechtlichen Verhältnis stehen (z.B. auch Vorstandsmitglieder, Direktoren, Reisende im Angestelltenverhältnis, Volontäre, Praktikanten, Auszubildende), einschließlich der tätigen Inhaber und unbezahlt mithelfenden Familienangehörigen. Einbezogen werden u.A. auch Erkrankte, Urlauber, Teilzeitbeschäftigte und Kurzarbeiter.
Beschäftigtenzahlen der Statistik im Verarbeitenden Gewerbe sind aus verschiedenen methodischen und konzeptionellen Gründen nicht unmittelbar mit der Zahl der versicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer vergleichbar, da z.B. in der letztgenannten Kategorie keine selbständig Tätigen, tätige Inhaber, tätige Mitinhaber u.Ä. enthalten sind und die wirtschaftssystematische Zuordnung nach anderen Kriterien als im Verarbeitenden Gewerbe vorgenommen wird.
Örtlich getrennte Niederlassungen von Unternehmen. Dazu zählen örtlich getrennte Produktions-, Verwaltungs- und Hilfsbetriebe (z.B. für Montage, Reparaturen). In den Betrieb werden auch die örtlich verbundenen Verwaltungs- und Hilfsbetriebsteile sowie »sonstige«, nicht zum Verarbeitenden Gewerbe gehörende Bauabteilungen einbezogen.
Summe der Bruttobezüge (Bar- und Sachbezüge ohne jeden Abzug) der tätigen Personen ohne Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung (Kranken-, Renten und Arbeitslosenversicherung).
In Übereinstimmung mit den zentralen monatlichen Konjunkturindizes zum Auftragseingangs-, Produktions- und Umsatzindex wird der jährliche Index der Lohnstückkosten aktuell mit dem Basisjahr 2005 berechnet. Der Index zeigt die Entwicklung der Lohnstückkosten für den Berichtskreis der Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes (einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) mit 50 und mehr Beschäftigten (Berichtskreis 50+). Als Lohnstückkosten wird hierbei das Verhältnis der bezahlten Entgelte (Input) zum Produktionsindex (Output) bezeichnet. Als bezahlte Entgelte (Bruttolohn- und Bruttogehaltsumme) gilt die Summe der Bruttobezüge der Beschäftigten ohne die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung. Die Inputgröße stellt die bezahlten Entgelte nach fachlichen Teilen dar. Die Datengrundlage für die Inputgröße bildet der »Monatsbericht für Betriebe«. Die bezahlten Entgelte für fachliche Teile stellen Schätzwerte dar. Die Schätzung erfolgt auf der Grundlage der aus den erhobenen Betriebsangaben vorliegenden durchschnittlichen Entgelte je Beschäftigten durch Multiplikation mit der Zahl der Beschäftigten in den fachlichen Betriebsteilen. Berechnet und dargestellt wird die Entwicklung der Lohnstückkosten für ausgewählte 2‑Steller der »Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008)«.
Summe der Rechnungsendbeträge (ohne Umsatzsteuer) aller abgerechneten Lieferungen und Leistungen an Dritte. Die Umsätze beruhen auf Rechnungswerten (Fakturenwerten) einschließlich etwa darin enthaltener Verbrauchssteuern und Kosten für Fracht, Verpackung, Porto und Spesen, auch wenn diese gesondert berechnet werden, aber ohne in Rechnung gestellte Umsatzsteuer. Innerbetriebliche Lieferungen und Leistungen sowie außerordentliche und betriebsfremde Erträge aus dem Verkauf von Anlagegütern, aus der Verpachtung von Grundstücken, Zinsen, Dividenden u.Ä. sind nicht enthalten. Gewisse Ungenauigkeiten in der regionalen Zuordnung des Umsatzes können dadurch eintreten, dass - vor allem bei Großunternehmen - die Umsatzangaben von Zweigbetrieben nur von der Hauptniederlassung gemeldet werden, da dort die Buchhaltung zusammengefasst ist. Als Auslandsumsatz gelten dabei alle Direktumsätze der Industrie mit Abnehmern im Ausland und Umsätze mit deutschen Exporteuren.
© Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 2011 | ^