Umwelt, Verkehr, Energie – Erläuterungen

Luftverhältnisse

Rechtsgrundlagen, Erläuterungen | ^

Bei den dargestellten Daten über Luftverhältnisse handelt es sich um flächenhaft berechnete Emissionsmengen.

Im Gegensatz zu den Immissionsangaben, die als Ergebnisse laufender Messungen punktuell anfallen (siehe Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW)), lassen sich flächendeckende statistische Daten über die Luftbelastung durch Emissionen in erheblichen Teilen nur durch modellhafte Berechnungen gewinnen. Eine wesentliche Grundlage sind die Angaben der Betreiber genehmigungspflichtiger Anlagen gemäß 4. BImSchV in Verbindung mit der 11. BImSchV. Dabei handelt es sich um die sekundärstatistische Auswertung der Emissionserklärungen für diese Anlagen, die in Baden-Württemberg durch die LUBW aufbereitet und ausgewertet werden.

An Emissionen werden die vor allem global wirksamen Treibhausgase Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Distickstoffoxid (N2O) sowie die vor allem auch unter Naturschutz und Gesundheitsaspekten relevanten lokal wirksamen Luftschadstoffe Stickstoffoxide (NOX berechnet als NO2), Schwefeldioxid (SO2), Ammoniak (NH3), die Gruppe der nichtmethanhaltigen, flüchtigen organischen Verbindungen (NMVOC) sowie Stäube betrachtet. Sowohl bei den NMVOC als auch bei den Stäuben ist auch eine Vielzahl nicht gefasster, diffuser Emissionsquellen zu berücksichtigen. Die zur möglichst vollständigen Ermittlung dieser Emissionen erforderlichen Methoden wurden in den zurückliegenden Jahren stetig weiterentwickelt. Eine vollständige über alle Emittentenbereiche hinweg belastbare Berechnung liegt deshalb nur für ausgewählte Jahre vor. CO2-Emissionen werden gemäß einheitlicher Vorschrift des »LAK (Länderarbeitskreis) Energiebilanzen« für die einzelnen Bundesländer ermittelt. Methan- und N2O-Emissionen werden seitens der Arbeitsgruppe »Umweltökonomische Gesamtrechnungen der Länder« in Anlehnung an die Vorgehensweise des Umweltbundesamtes (UBA) zur Erstellung des Nationalen Inventarberichtes zum deutschen Treibhausgasinventar – der an das IPCC (Intergouvernmental Panel on Cimate Chance) gemeldet wird – berechnet.

Im Hinblick auf die emissionsrelevanten Aktivitäten werden Verbrennungsprozesse und eine Vielzahl von Nicht-Verbrennungsprozessen unterschieden. Die Emissionen der oben genannten Schadstoffkomponenten werden zu wesentlichen Teilen bei der Verbrennung fossiler Energieträger in den häuslichen, gewerblichen und industriellen Feuerungsanlagen sowie in Verbrennungsmotoren des Verkehrsbereichs verursacht. Nichtverbrennungsbedingte Emissionen machen vor allem bei den Stäuben und organischen Verbindungen erhebliche Anteile aus. Emissionsrelevante Tätigkeiten sind hier insbesondere bestimmte industrielle Produktionsprozesse, die Verwendung von Lösemitteln und lösemittelhaltigen Produkten sowie die Lagerung und der Umschlag von Produkten. Methan, N2O und Ammoniak werden in erheblichem Umfang durch Mülldeponien und die landwirtschaftliche Tierhaltung bzw. die landwirtschaftliche Düngung verursacht.

Grundlage der Angaben über die Verwendung klimawirksamer Stoffe ist die jährlich seit 1996 durchgeführte Bundesstatistik nach § 11 UStatG 1994; ab 2005 nach § 10 UStatG 2005.

Die Angaben über Emissionen werden durchgängig gegliedert nach den Emittentengruppen (Sektoren): Kraftwerke (Strom und Wärme), Industrie/Feuerungen, Prozesse/Produktanwendungen, Haushalte und Kleinverbraucher (Gewerbe, Handel, Dienstleistungen - GHD) sowie Verkehr (Straßenverkehr und Sonstiger Verkehr). Der Sektor Prozesse/Produktanwendungen sowie die Teilbereiche Lösemittelanwendung, Landwirtschaft, Abfallwirtschaft/Abwasserbeseitigung sowie sonstige kleinere Bereiche sind nur bei den Komponenten Methan, NMVOC, N2O, Ammoniak und Stäube relevant.

Verwendung klimawirksamer Stoffe in Baden-Württemberg

Die hier dargestellten Tabellen enthalten Ergebnisse zur Verwendung bestimmter klimawirksamer Stoffe nach Verwendungsarten und Stoffarten.

Aufgrund des Gesetzes über Umweltstatistiken (UStatG) in der Fassung vom 21.09.1994 (BGBl. S. 2530) wurde ab dem Berichtsjahr 1996 eine jährliche Erhebung über die Herstellung, Ein-/ Ausfuhr sowie die Verwendung bestimmter ozonschichtschädigender und klimawirksamer Stoffe durchgeführt. Mit dem Inkrafttreten des novellierten UStatG vom 16.08.2005 wurde die Erhebung auf klimawirksame Stoffe beschränkt. Berichtspflichtig sind alle Unternehmen, die diese Stoffe in Mengen von mehr als 50 kg – ab Berichtjahr 2006 mehr als 20 kg – pro Stoff und Jahr zur Herstellung, Instandhaltung oder Reinigung von Erzeugnissen verwenden. Das Unternehmen gilt als Verwender, falls die Stoffe unmittelbar selbst als:

  • Kältemittel, z. B. in Kühlgeräten, Kühlanlagen, Fahrzeugklimaanlagen, Raumklimaanlagen
  • Treibmittel bei der Herstellung von Aerosolerzeugnissen, Kunst- und Schaumstoffen
  • Sonstige Mittel bei der Herstellung, Instandhaltung oder Reinigung von Erzeugnissen bzw. zur Bekämpfung von Schädlingen in der Vorratswirtschaft oder als Lösungsmittel bzw. als Löschmittel

eingesetzt werden.

Definitionen

Beispielhafte R-Bezeichnung von Stoffarten und ihre Bedeutung
Stoff(R-Bezeichnung)Chemische BezeichnungGWP-Potential
FKWFluorkohlenwasserstoff
H-FKWWasserstoffhaltige FKW
R 134a1,1,1,2-Tetrafluorethan1300
BlendsStoffe, die in Zubereitungenenthalten sind.
Zubereitungen sind Gemenge, Gemische und Lösungen, die aus zwei oder mehr Stoffen bestehen.
R 404 AMischung aus R 125, R 134a, R 143a3260
R 407 CMischung aus R 32, R 125, R 134a1509

Definitionen | ^

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Abwasserbeseitigung, Emittentengruppe
Umfasst Sickergruben und häusliche Abwässer. Diese verursachen u. a. Emissionen an Methan und Distickstoffoxid. Die Berechnung der Emissionen erfolgt an Hand ausgewählter Aktivitätsgrößen und spezifischen Emissionsfaktoren.
Ammoniak
NH3 ist ein farbloses Gas mit beißendem Geruch. Es ist ein wichtiger Grundstoff der organischen Chemie und wird in der Industrie auch als Löse- und Kältemittel verwendet. Ammoniak wirkt in höheren Konzentrationen ätzend auf Haut und Schleimhäute und führt beim Einatmen zu Reizhusten und Brechreiz. In der Luft wird es rasch zu Ammonium-Verbindungen, die zu einer Eutrophierung (Überdüngung) von Vegetation und Gewässern führen und indirekt als Säurebildner die Versauerung der Böden verstärken (Waldschäden).
Anlage, genehmigungspflichtig
Anlagen (Prozessfeuerungsanlagen, Feuerungsanlagen), die lt. 4. BImSchV genehmigungspflichtig sind und für die Emissionserklärungen abgegeben werden müssen. Diese Anlagen umfassen verschiedene Herstellungsprozesse mit einer Vielzahl von emittierten Gasen und Stoffen (u.a. Stäube, organische und anorganische Gase).
CH4
Siehe Methan
CO
Siehe Kohlenmonoxid
CO2
Siehe Kohlendioxid
Siehe Kohlendioxid‑Emissionen, energiebedingt (Quellenbilanz)
Siehe Kohlendioxid‑Emissionen, energiebedingt (Verursacherbilanz)
Siehe Kohlendioxid‑Emissionen, prozessbedingt
Distickstoffoxid
ist neben Methan (CH4) und Kohlendioxid (CO2) als direkt klimawirksames Gas (Treibhauseffekt) relevant. Die wichtigsten Quellen für N2O-Emissionen sind mikrobielle Umsetzungen von Stickstoffverbindungen. Diese erfolgen sowohl unter natürlichen Bedingungen als auch infolge Stickstoffeintrags durch Landwirtschaft, Industrie und Verkehr. Als ein zunehmend an Bedeutung gewinnender Verursacher von N2O-Emissionen ist der katalytische Abbau von Kfz-Abgasen, vornehmlich von Stickoxiden, zu sehen. N2O findet vereinzelt unter dem Namen »Lachgas« noch Verwendung als Anästhetikum in der Medizin.
Emissionsfaktoren, Straßenverkehr
Grundlage für die Ableitung der fahrleistungsspezifischen Emissionsfaktoren in der Gliederung nach Fahrzeuggruppen und Straßenkategorien bietet das »Handbuch Emissionsfaktoren des Straßenverkehrs (HBEFA)«. Herausgegeben wurde das Handbuch in verschiedenen Versionen, erstmals 1995, durch INFRAS, Mario Keller et. al., in Bern. Mit der im Januar 2010 vorgelegten Version 3.1 des Handbuches sind gegenüber früheren Versionen (zuletzt 2.1) eine Reihe wichtiger inhaltlicher Änderungen verbunden. Insbesondere wurden die betrachteten Verkehrssituationen völlig überarbeitet, die Datenbasis für die Emissionsfaktoren unter Beteiligung zahlreicher europäischer Messinstitute und Experten stark erweitert und neue Komponenten (vor allem NO2) neu mit aufgenommen. Weitere Informationen zum Handbuch, Version 3.1, sind auch unter http://www.hbefa.net verfügbar.
Bei den vorliegenden Berechnungen werden für insgesamt zehn verschiedene Verkehrssituationen jeweils in Kombination mit vier unterschiedlichen Längsneigungsklassen für jede Fahrzeuggruppe Emissionsfaktoren ermittelt. Dazu werden für die jeweilige Straßenkategorie typische Flottenstrukturen bezogen auf die einzelnen Fahrzeuggruppen vorgegeben. Diese Flottenstruktur berücksichtigt insbesondere das unterschiedliche Emissionsverhalten der in den einzelnen Fahrzeuggruppen zusammengefassten Fahrzeugarten. Zusätzlich werden Kaltstart-Emissionsfaktoren für die Pkw und Lkw < 3,5 t ermittelt. Damit werden die durch die Kaltstarts erzeugten zusätzlichen Emissionen bei den Emissionsberechnungen berücksichtigt.
Berechnungsgrundlagen zur Ermittlung der Emissionsfaktoren nach Fahrzeuggruppen und Straßenkategorien sind:
  • Zusammensetzung der Fahrsituationen nach Verkehrssituationen
  • Dynamische Flottenstruktur der Otto-Pkw mit Gkat,Diesel-Pkw und Lkw ≥ 3,5 t nach Straßenkategorien
Siehe Straßenverkehr, Emittentengruppe
Emittentengruppen
Emittentengruppen / Sektoren
Siehe Abwasserbeseitigung, Emittentengruppe
Siehe genehmigungspflichtige Prozessanlagen, Emittentengruppe
Siehe Gewinnung und Verteilung von Brennstoffen, Emittentengruppe
Siehe Haushalte und Kleinverbraucher (GHD), Emittentengruppe
Siehe Hausmülldeponien, Emittentengruppe
Siehe Industrie / Feuerungen, Emittentengruppe
Siehe Kompostierungen, Emittentengruppe
Siehe Landwirtschaft, Emittentengruppe
Siehe Lösemittelanwendungen, Emittentengruppe
Siehe nicht genehmigungspflichtige Prozesse und Anwendungen, Emittentengruppe
Siehe öffentliche Kraftwerke, Emittentengruppe
Siehe Prozesse / Produktanwendungen, Emittentengruppe
Siehe sonstiger Verkehr, Emittentengruppe
Siehe Straßenverkehr, Emittentengruppe
Energieträger
Siehe fossile Energieträger
Feuerungsanlage
Siehe Prozessfeuerungsanlage
Siehe Haushalte und Kleinverbraucher (GHD), Emittentengruppe
industrielle Feuerungsanlagen
Siehe Industrie / Feuerungen, Emittentengruppe
fossile Energieträger
Umfasst Kohle, Mineralöle, Gas, Holz und sonstige Energieträger wie Sulfitablauge, Raffineriegas, Altreifen.
genehmigungspflichtige Prozessanlagen, Emittentengruppe
Anlagen die genehmigungspflichtig lt. 4. BImSchV sind. Für diese Anlagen müssen Emissionserklärungen abgegeben werden. Die Angaben zu den Emissionen einzelner Schadstoffe werden von der LUBW bereitgestellt.
Gewinnung und Verteilung von Brennstoffen, Emittentengruppe
Hier werden Methan-Emissionen aus den Teilbereichen Erdöl- und Erdgasgewinnung sowie deren Raffination und Verteilung zusammengefasst. Die Ermittlung erfolgt je nach Einzelbereich u.a. mit Hilfe von Energieangaben der amtlichen Statistik und des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) sowie Angaben zu Erdgastransport und ‑verteilung des Bundesverbandes der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW).
GHD
Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und übrige Verbraucher.
Global Warming Potential
Der GWP-Wert eines Stoffes gibt sein Treibhauspotential, also seinen potentiellen Beitrag zur Erwärmung der bodennahen Luftschichten, relativ zum Treibhauspotential von CO2 an, d. h. der GWP-Wert für CO2 = 1.
GWP
Siehe Global Warming Potential
Haushalte und Kleinverbraucher (GHD), Emittentengruppe
Die Emittentengruppe Haushalte und Kleinverbraucher (GHD) wird in drei Teilsektoren unterteilt:
  • Kleinfeuerungsanlagen der Haushalte
  • Kleinfeuerungsanlagen der sonstigen Kleinverbraucher (Kleingewerbe, Dienstleistungsbetriebe, öffentliche Einrichtungen, landwirtschaftliche Betriebe sowie Militäreinrichtungen)
  • Sonstige Betreiber von genehmigungspflichtigen Feuerungsanlagen größer 1 MW
Datengrundlage für die Ermittlung der Emissionen sind Energieverbrauchsmengen, differenziert nach den drei Teilsektoren Haushalte, Kleinverbraucher und Sonstige Betreiber, gemäß Energiebilanz für Baden-Württemberg.
Die Berechnungen der Emissionen erfolgen differenziert für die drei Teilsektoren. Für die Teilsektoren Haushalte und Kleinverbraucher auf der Basis der Energieverbrauchsmengen differenziert nach Brennstoffarten unter Anwendung durchschnittlicher spezifischer Emissionsfaktoren.
Hausmülldeponien, Emittentengruppe
Verursachen durch die Ablagerung organischer Abfälle u. a. Emissionen an Methan (CH4). Die Berechnung der Methan-Emissionen erfolgt an Hand der Menge abgelagerter organischer Abfälle und spezifischen Werten zur Deponiegasbildung, Methan-Anteil und Deponiegaserfassungsgrad.
indirekte-N2O-Emissionen
Indirekte N2O-Emissionen entstehen in erster Linie durch Umwandlungsprozess von abgelagerten stickstoffhaltigen Verbindungen aus der Atmosphäre. Im Gegensatz zu den direkten Emissionen der Landwirtschaft entstehen die indirekten Emissionen auf sekundärem Wege. Zu den Indirekten Emissionen zählen außerdem N2O-Emissionen, die durch Auswaschungsvorgänge von gedüngten Böden (Mineraldünger, Gülle) entstehen.
Industrie / Feuerungen, Emittentengruppe
  • Die Feuerungsanlagen (einschließlich industrieller Kraftwerke und Anlagen der sonstigen Energieumwandlung) gliedern sich in zwei Teilbestände:
  • Genehmigungspflichtige Feuerungsanlagen (umfasst Anlagen nach der TA-Luft, Großfeuerungsanlagen sowie Prozessfeuerungsanlagen). Die Berechnung der Emissionen erfolgt betriebsspezifisch auf der Basis der jährlichen Energieverbrauchsmengen gemäß den Energiestatistiken der amtlichen Statistik, verknüpft mit den aus Emissionserklärungen ermittelten einzelbetrieblichen Emissionsfaktoren. Ab dem Berechnungsjahr 2000 ist die Datengrundlage die Emissionserklärungen für das Jahr 2000.
  • Nicht genehmigungspflichtige Feuerungsanlagen (Anlagen mit unter 1 Megawatt Feuerungswärmeleistung).Die Emissionen werden berechnet durch Verknüpfung der in der amtlichen Statistik ermittelten Brennstoffmengen mit durchschnittlichen Verbrauchs-spezifischen Emissionsfaktoren für die verschiedenen Schadstoffe.
industrielle Feuerungsanlage
dient der Erzeugung von Wärme, Prozessdampf, Strom usw. Besteht aus einem oder mehreren Kesseln und einem gemeinsamen Kamin. Größenklasse der Feuerungsanlagen:
  • Feuerungsanlagen kleiner als 1 MW (Megawatt) Feuerungswärmeleistung – sind nach der 4. BImSchV (Stand 1983) nicht genehmigungspflichtig
  • Feuerungsanlagen mit einer Feuerungswärmeleistung zwischen 1 bis 50 MW– sind nach der TA-Luft (Stand 1986) genehmigungspflichtig und unterliegen bestimmten Grenzwerten für die Emissionen.
  • Feuerungsanlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von 50 MW und mehr – sind genehmigungspflichtige Anlagen nach der Großfeuerungsanlagenverordnung (GFAVO); für diese Anlagen gelten strengere Emissionsgrenzwerte.
IPCC
(Intergouvernmental Panel on Cimate Chance): Zwischenstaatlicher Ausschuss zur globalen Klimaänderung, auch als Weltklimarat bezeichnet. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse des Ausschusses, der unter dem Dach der Vereinten Nationen arbeitet, sind eine entscheidende Grundlage für die notwendige Klimapolitik auf internationaler Ebene, der Europäischen Union und Deutschlands.
Joule
Maßeinheit für eine einheitliche Darstellung der Energieverbrauchsmengen. Die Umrechnung der einzelnen Energieträger von spezifischen Mengeneinheiten in Joule erfolgt auf der Grundlage ihrer Heizwerte (spezifische Energieinhalte).
Kohlendioxid
ist wegen der Auswirkung auf das Klima (Treibhauseffekt) umweltrelevant. Kohlendioxid (CO2) ist das wichtigste Treibhausgas mit einem Wirkungsanteil von ca. 90 % an den gesamten klimarelevanten Spurenstoffen. Kohlendioxid wird bei der Verbrennung fossiler Energieträger freigesetzt.
Siehe Kohlendioxid‑Emissionen, energiebedingt (Quellenbilanz)
Siehe Kohlendioxid‑Emissionen, energiebedingt (Verursacherbilanz)
Kohlendioxid‑Emissionen, energiebedingt (Quellenbilanz)
CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger. Die Darstellung erfolgt quellenbezogen und beruht auf dem Primärenergieverbrauch gemäß Energiebilanz (gegliedert nach Umwandlungsbereich und Endenergieverbrauchssektoren). Die quellenbezogene Darstellung bedeutet, dass die Emissionen am Ort der Entstehung, d. h. am Standort der Emissionsquelle (Anlage; Ort des Verkehrsgeschehens) nachgewiesen werden. Unberücksichtigt bleiben dabei die mit dem Importstrom verbundenen Emissionen. Hingegen sind die Emissionen, die bei der Erzeugung von Strom für den Export entstehen, in vollem Umfang einbezogen.
Kohlendioxid‑Emissionen, energiebedingt (Verursacherbilanz)
CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger. Die Darstellung erfolgt verursacherbezogen und beruht auf dem Endenergieverbrauch gemäß Energiebilanz. Die verursacherbezogene Darstellung bedeutet, dass die Emissionen aus der Strom- und Fernwärmeerzeugung den sie verursachenden, d. h. die Strom und Fernwärme verbrauchenden Sektoren zugerechnet werden. Die Zuordnung der CO2-Emissionen der Fernwärmeerzeugung auf die Endverbraucher (Industrie, Haushalte und Gewerbe) erfolgt anhand eines landesspezifischen Fernwärmefaktors, der sich aus dem Brennstoffeinsatz für die Fernwärmeerzeugung und dem gesamten Wärmeverbrauch im Bundesland errechnet (für regional tiefer gegliederte Darstellung anhand von kreisspezifischen Fernwärmefaktoren). Beim Energieträger Strom erfolgt die Berechnung der dem Endverbrauch zuzurechnenden Emissionsmenge auf Grundlage des Brennstoffverbrauchs aller Stromerzeugungsanlagen auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Der hierzu benötigte Faktor (Generalfaktor) ergibt sich als Quotient der Summe der Emissionen aller deutschen Stromerzeugungsanlagen, soweit sie für den inländischen Verbrauch produzieren, und der Summe des inländischen Stromendverbrauchs. Ein Importüberschuss wird dabei unter Anlehnung an die Substitutionstheorie so bewertet, als sei er in inländischen Stromerzeugungsanlagen der allgemeinen Versorgung hergestellt worden. Aufgrund dieser modellhaften Berechnungsmethode ausgehend vom bundesweiten Stromsplit weichen die CO2-Emissionen des Stromverbrauchs auf Ebene der Bundesländer von den in der Quellenbilanz dargestellten Emissionen der Stromerzeugung im Bundesland ab.
Kohlendioxid‑Emissionen, prozessbedingt
CO2-Emissionen, die bei industriellen Prozessen wie der Herstellung von Hüttenaluminium, Kalk, Glas und Zementklinker entstehen.
Kohlenmonoxid
Kohlenmonoxid entsteht im Wesentlichen bei unvollständiger Verbrennung in Motoren und Feuerungsanlagen. Für die Verteilung in der Umwelt ist insbesondere die Emissionshöhe maßgebend. So ist der Beitrag der Kraftfahrzeuge zur CO-Immission besonders hoch einzuschätzen. Großräumig spielt die CO-Immissionsbelastung nur eine untergeordnete Rolle; sie ist in ländlichen Gebieten zu einem erheblichen Teil auf natürliche Quellen zurückzuführen. Hohe Belastungen treten nur in Emittentennähe (Kraftfahrzeugverkehr) auf. Die Konzentrationen fallen mit der Entfernung von der Quelle schnell ab. Die wesentliche Schadwirkung des Kohlenmonoxids liegt in seiner den Sauerstoff verdrängenden Affinität zum Hämoglobin und zum Teil auch anderen Hämoproteinen. Die Affinität des CO gegenüber Hämoglobin ist ca. 240 mal höher als die des Sauerstoffs. Hierdurch kann Sauerstoff schon durch geringe CO-Konzentrationen verdrängt werden.
Kohlenwasserstoffe
Siehe VOC
Kompostierungen, Emittentengruppe
Verursachen durch Gärprozesse u. a. Methan- und Distickstoffoxid-Emissionen. Die Berechnung erfolgt anhand von kompostierten Abfallmengen aus der amtlichen Statistik und Stoffspezifischen Emissionsfaktoren.
Landwirtschaft, Emittentengruppe
Durch die Viehhaltung, Wirtschaftsdünger- und Düngemittelanwendung sowie Bodennutzung entstehen direkte Emissionen an Methan, Distickstoffoxid und Staub. Die Berechnung der Emissionen erfolgt an Hand ausgewählter Aktivitätsgrößen (z.B. Viehbestand nach Tierarten) und zugehöriger spezifische Emissionsfaktoren. Durch Ablagerungs- (Depositions-) und Auswaschungsvorgänge von stickstoffhaltigen Verbindungen entstehen zusätzlich sogenannte indirekte N2O-Emissionen.
Lösemittelanwendungen, Emittentengruppe
Umfasst Prozesse, bei denen NMVOC-Emissionen nicht ausgehend von der Produktion sondern von der Einsatzmenge an Lösemitteln entstehen. Dazu gehören im industriellen Bereich in erster Linie Lackanwendungen, Oberflächenbehandlungen, Druck- und Vervielfältigungsvorgänge, Klebstoffanwendungen sowie der Lösemitteleinsatz in Chemischen Reinigungen. Dazu kommen Lösemittelanwendungen im Haushaltsbereich wie Seifen, Wasch- und Putzmittel sowie Körperpflegemittel.
Methan
ist relevant als direkt klimarelevantes Gas (Treibhauseffekt). Methan wird hauptsächlich aus Hausmülldeponien und durch die Landwirtschaft (Viehhaltung) emittiert.
N2O
Siehe Distickstoffoxid
NH3
Siehe Ammoniak
nicht genehmigungspflichtige Prozesse und Anwendungen, Emittentengruppe
Umfassen z.B. Landwirtschaftliche Viehhaltung, Kleingewerbe, Hafenumschlag und Feuerwerke, mit vor allem Staub-Emissionen. Die Berechnung der Emissionen erfolgt an Hand ausgewählter Aktivitätsgrößen und spezifischen Emissionsfaktoren.
NMVOC
Non Methane Volatile Organic Compounds, ein Sammelbegriff flüchtiger Organischer Verbindungen ohne Methan (CH4). Wird Methan summarisch mit einbezogen spricht man von VOC.
NO
Stickstoffmonoxid
Siehe Stickoxide
NO2
Stickstoffdioxid
Siehe Stickoxide
NOX
Siehe Stickoxide
O3
Siehe Ozon
öffentliche Kraftwerke, Emittentengruppe
Umfasst Kraftwerke der allgemeinen Versorgung, Heizkraftwerke, Fernheizwerke sowie kommunale Abfall- und Klärschlammverbrennungsanlagen.
Die Berechnungen der Emissionen basieren auf den Emissionserklärungen gemäß Emissionserklärungsverordnung (ab dem Berechnungsjahr 2000 ist die Datengrundlage die Emissionserklärungen für das Jahr 2000), sowie Daten über die eingesetzten Brennstoffmengen gemäß Energiestatistiken der amtlichen Statistik.
Ozon
ist ein starkes Oxidationsmittel. Erhöhte Konzentrationen können Menschen, Tiere, Pflanzen und Materialien schädigen. Im Gegensatz zu den anderen Luftschadstoffen ist Ozon auch ein wichtiges natürliches Spurengas in der Erdatmosphäre. Die natürlichen Ozonkonzentrationen in bodennahen Luftschichten betragen etwa 60 µg/m3.Ursache für den sommerlichen Anstieg der Konzentrationen über das natürliche Niveau sind chemische Reaktionen, die durch die Sonneneinstrahlung ausgelöst werden (photochemische Reaktionen). Hierbei bilden sich aus den Vorläufersubstanzen, den Stickoxiden (NOX) und flüchtigen organischen Verbindungen (VOC), Photooxidantien wie Ozon, Wasserstoffperoxid usw.
Photooxidantien
Diese sekundären Luftverunreinigungen entstehen aus Stickoxiden und reaktiven Kohlenwasserstoffen (VOC) unter Einwirkung von ultraviolettem Licht. Zu den Reaktionsprodukten, in ihrer Gesamtheit als photochemischer Smog bezeichnet, zählen Ozon und Peroxiacetylnitrat (PAN), Peroxide, Aldehyde, organische Säuren und weitere Verbindungen. Als Leitsubstanz der Photooxidantien wird Ozon angesehen. Die Schriftenreihe »Agrar- und Umweltforschung in Baden-Württemberg«, Band 1, »Wirkungskataster für Luftverunreinigungen in Baden-Württemberg«, berichtet über die toxische Wirkung von Photooxidantien. Danach werden Ozonkonzentrationen bei etwa 200 Mikrogramm/m3 für den Menschen relevant. Begasungsversuche haben gezeigt, dass dies bei Pflanzen bereits bei deutlich niedrigeren Konzentrationen der Fall ist.
PM10-Staub
Als Feinstaub werden Stäube (particulate matter) mit einer Korngröße von maximal 10 Mikrometer Durchmesser bezeichnet. Partikel unterhalb dieser Größe sind lungengängig und können bis in die Bronchien gelangen. Seit dem 1.1. 2005 gelten EU-weit spezielle Immissionsgrenzwerte: 40 µg/m3 Jahresmittelwert sowie 50 µg/m3 Tagesmittelwert, max. 35 Überschreitungen/Jahr.
PM2,5-Staub
Als Feinststaub werden Stäube (particulate matter) mit einer Korngröße von maximal 2,5 Mikrometer Durchmesser bezeichnet. Partikel unterhalb dieser Größe wirken besonders gesundheitsgefährdend, da sie bis in die Alveolen (Lungenbläschen) vordringen können. Mit der im Juni 2008 in Kraft getretenen neuen EU-Luftqualitätsrichtlinie werden erstmals EU-weit Immissionsgrenzwerte für PM2,5 festgelegt. Die Richtlinie muss binnen 2 Jahren in nationales Recht umgesetzt werden.
Prozesse / Produktanwendungen, Emittentengruppe
Durch Herstellungsprozesse der Industrie z.B. Adipinsäure, Ruß usw. entstehen Emissionen an Methan und Distickstoffoxid. Die Emissionsberechnung erfolgt anhand von Produktionsangaben der amtl. Statistik verknüpft mit spezifischen Emissionsfaktoren. N2O-Emissionen entstehen auch durch Produktanwendungen z.B. von »Lachgas« (N2O) als Narkosemittel im medizinischen Bereich.
Prozessfeuerungsanlage
Feuerungsanlage, bei der das Rauchgas mit dem zu verarbeitenden Gut direkt in Verbindung kommt (z.B. Zementbrennofen). Diese Anlagen sind nach der TA Luft genehmigungspflichtig.
Schwefeldioxid
Farblos, stechend riechendes Gas, das überwiegend beim Verbrennen schwefelhaltiger Energieträger (Kohle, Erdöl) entsteht. Schwefeldioxid (SO2) wirkt insbesondere in Kombination mit Staub auf die Atemwege, reizt die Haut und Schleimhäute und kann in höheren Konzentrationen zu Atembeschwerden und Brustschmerzen, in hohen Konzentrationen sogar zum Tod durch Ersticken führen.
SO2
Siehe Schwefeldioxid
sonstiger Verkehr, Emittentengruppe
Umfasst die Teilsektoren: Bahnverkehr (Diesel), Schiffsverkehr (Güterverkehr, Motorboote), Flugverkehr (Starts und Landungen), und Off-Road-Verkehr (landwirtschaftliche Zugmaschinen und Geräte, Baumaschinen, Industriegeräte, Militärfahrzeuge sowie Garten- und Hobby-Geräte).
Die Berechnung der Emissionen erfolgt differenziert für die einzelnen Teilsektoren, basierend auf Kraftstoffverbrauchsmengen und schadstoffspezifischen Emissionsfaktoren.
Staub
In der Luft verteilte feste Teilchen, die je nach Größe in Grobstäube und Feinststäube (als Teil der Feinstäube) unterteilt werden können. Grobstäube mit einem Durchmesser von über 10 µm verbleiben nur kurze Zeit in der Außenluft und sinken dann als Staubniederschlag zu Boden. Feinstäube (< 10 µm Durchmesser, PM10-Staub) verbleiben als Schwebstaub in der Luft, bis sie aufgrund entsprechender Reaktionsprozesse die Teilchengröße von Grobstaub erreicht haben. Feinstäube sind lungengängig. Als besonders gesundheitsgefährdend gilt die Fraktion der Feinststäube (< 2,5 µm Durchmesser, PM2,5-Staub), die bis in die Lungenbläschen (Alveolen) vordringen kann. Der Schwebstaub setzt sich zusammen aus verschiedenen Stoffen je nach Emissionsquelle (natürliche Quellen, industrielle Prozesse, Verbrennung, Reifen-, Bremsabrieb). Umweltschädliche Inhaltsstoffe der Stäube sind giftige Metalle wie Blei, Cadmium, Arsen, Nickel oder polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK, PAH) sowie Sulfate und Nitrate.
Stickoxide
Stickoxide (NOX) entstehen bei Verbrennungsprozessen, die mit hohen Temperaturen erfolgen. Unter diesen Bedingungen gehen der Stickstoff und der Sauerstoff der Luft eine feste Verbindung ein. Es entsteht Stickstoffmonoxid (NO), das an der Luft zu Stickstoffdioxid (NO2) oxidiert wird. Das genaue Mengenverhältnis zwischen NO und NO2 lässt sich messtechnisch unter atmosphärischen Bedingungen nur schwer angeben. Als Kürzel für Stickoxide wird deshalb meist NOX verwandt. Stickoxide sind wie Schwefeldioxid an der Bildung der sauren Niederschläge beteiligt. Zwischen SO2 und NO2 bestehen bei direkter Wirkung auf die Blattorgane wirkungsverstärkende Beziehungen. Von großer Bedeutung für das Waldsterben sind wahrscheinlich Stickoxide als Ausgangssubstanz für sekundäre Luftverunreinigungen wie Ozon und andere Photooxidantien.
Straßenverkehr, Emittentengruppe
Umfasst den Verkehr der Kräder, Pkw, Lkw und Busse auf Außerorts- und Innerortsstraßen.
Die Berechnung der Emissionen basiert auf den Fahrleistungen, differenziert nach Fahrzeuggruppen und Straßenkategorien. Die entsprechend den Fahrzeuggruppen und Straßenkategorien gegliederten Fahrleistungswerte werden mit spezifischen Emissionsfaktoren je Fahrzeuggruppe verknüpft. Zusätzlich werden die durch den Kaltstarts der Pkw und Lkw < 3,5 t verursachten Emissionen an Hand der Zahl der Kaltstarts und zugehöriger Kaltstart-Emissionsfaktoren berechnet.
Treibhausgas
Zu den Treibhausgasen (»Kyoto-Gase«) zählen Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O, »Lachgas«), Schwefelhexafluorid (SF6) sowie die Stoffgruppen der perfluorierten Kohlenwasserstoffe (CnF2n+2 − PFCs, FKWs) und der teilhalogenierten Fluorkohlenwasserstoffe (Cn{HF}2n+2 − HFCs, H-FKWs).
Die Kyoto-Gase der PFC- und HFC-Verbindungen sowie SF6 machen deutschlandweit zusammen rund 1,5 % der gesamten Treibhausgas-Emissionen aus. Aufgrund dieser geringen Bedeutung und wegen der auf Landesebene nicht ausreichend verfügbaren Datenlage werden diese Verbindungen nicht ausgewiesen.
Die Emissionen an Treibhausgasen insgesamt werden in CO2-Äquivalenten angegeben. Dabei ist die Klimawirksamkeit der einzelnen Gase mit ihrem spezifischen Treibhauspotenzial, dem GWP (Global Warming Potential)-Wert, auf die Wirkung der entsprechenden Menge an CO2
umgerechnet. Die hier verwendeten GWP-Werte mit einem einheitlichen Zeithorizont von 100 Jahren gemäß IPCC sind: CO2: 1; Methan: 21; N2O: 310. Ausgangsgrößen zur Berechnung der CO2-Äquivalente für die verschiedenen Gase sind deren Mengen an jährlichen Emissionen gemessen in Tonnen.
VOC
Flüchtige organische Verbindungen (Volatile Organic Compund[s]) ist ein Sammelbegriff für organische (kohlenstoffhaltige) Stoffe (Kohlenwasserstoffe), die sich bei niedrigen Temperaturen verflüchtigen und teilweise bereits bei Raumtemperatur als Gase vorliegen. Sie setzen sich aus einer Vielzahl von Einzelverbindungen unterschiedlichster Wirkungspotentiale zusammen, sodass allein die Angabe der Gesamtmengen keine ausreichend plausiblen Rückschlüsse auf Umweltgefährdungen zulässt. Zur Gruppe der Kohlenwasserstoffe gehören z.B. so unterschiedliche Verbindungen wie das gesundheitlich unbedenkliche Methan (CH4) und die kanzerogenen bzw. kanzerogenverdächtigen polycyclischen Aromaten (PAK, PAH).
Gängige Beispiele für VOCs sind Benzin, Diesel und Kerosin, Alkohol, Aceton, Benzol, Essigsäure und Glyzerin, das u. a. als Frostschutzmittel dient, Naphthalin, welches in früheren Jahren u. a. als Mottenkugeln im Haushalt Verwendung fand. Aus messtechnischen Gründen ist es in der Regel – zumindest bei Routinemessungen – nur möglich, die so genannten Gesamtkohlenwasserstoffe zu ermitteln. Bei Bestrahlung von kohlenwasserstoff- und NOX-haltiger Luft mit Sonnenlicht entstehen infolge photochemischer Umsetzung sogenannte Photooxidantien, deren Hauptbestandteil Ozon ist (»Sommersmog«). Da der photochemische Smog, an dem auch partikelförmige Sekundärprodukte beteiligt sind, großräumig auftritt und von allen Emittentengruppen beeinflusst wird, ist der verkehrsbedingte Anteil zwar als bedeutend anzusehen, aber nicht zu quantifizieren. VOC-Emissionen entstehen sowohl bei Verbrennungsprozessen als auch bei einer Vielzahl von Nicht-Verbrennungsprozessen, insbesondere bei der Verwendung von Lösemitteln und lösemittelhaltigen Produkten.
Oftmals werden auch NMVOC (Non Methane Volatile Organic Compounds) angegeben. Bei dieser Gruppe ist Methan (CH4) – das im Bereich der Treibhausgase getrennt dargestellt wird – ausgeklammert.

Zeichenerklärung | ^

0
weniger als die Hälfte von 1 in der letzten besetzten Stelle, jedoch mehr als nichts
nichts vorhanden (genau Null)
·
Zahlenwert unbekannt oder geheim zu halten
x
Tabellenfach gesperrt, weil Aussage nicht sinnvoll
Angabe fällt später an
/
Zahlenwert nicht sicher genug
()
Aussagewert eingeschränkt
p
vorläufige Zahl
r
berichtigte Zahl
s
geschätzte Zahl
D
Durchschnitt (arithmetisches Mittel)

© Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 2011 | ^