2010-12

»Statistisches Monatsheft« 2010-12

Titelthema

Innovationsindex 2010 Baden-Württemberg: Die Erfolgsgeschichte geht weiter

Innovationen sind im globalen Wettbewerb für hoch entwickelte, aber rohstoffarme Volkswirtschaften eine der grundlegenden Voraussetzungen für Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand. Die Basis für Innovationen sind Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) sowie die hohe Qualifikation der Beschäftigten. Vom Statistischen Landesamt in Baden-Württemberg wurde ein Innovationsindex entwickelt, der eine Vielzahl von Innovationsindikatoren in einer Kennzahl bündelt, die eine vergleichende Bewertung der Innovationsfähigkeit von Regionen in den 27 EU-Mitgliedsländern ermöglicht. Der Innovationsindex zeigt: Die Erfolgsgeschichte geht weiter. Baden-Württemberg liegt bei der Innovationsfähigkeit innerhalb der Europäischen Union (EU) erneut auf Platz eins. Innerhalb Baden-Württembergs liegen die Regionen Stuttgart, Rhein-Neckar und Ostwürttemberg und auf Kreisebene der Landkreis Böblingen, der Bodenseekreis und der Stadtkreis Stuttgart im Innovationsvergleich vorne.

Ruth Einwiller

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Bevölkerung, Familie | ^

Vor 25 Jahren: Aus Alleinstehenden werden Singles

Mitte der 80er-Jahre rückte eine neue Lebensform in den Fokus der Öffentlichkeit. Wer alleinstehend war, wurde jetzt trendy zum Single. Die Medien lieferten auch gleich die passenden Bilder mit: jung, flexibel, konsumorientiert. Als Folgen dieses Trends wurden eine Versingelung der Gesellschaft und die Auflösung familiärer Lebensformen prognostiziert. Grund genug, ein Vierteljahrhundert später nachzuhaken, wie sich diese Lebensform entwickelt hat. Hat sich nur ein Name geändert oder hat sich eine neue Lebensform etabliert? Wer lebt in ihr? Durch welche Merkmale zeichnet sie sich aus?

Heike Lipinski

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Bildung, Soziales | ^

Schutz gefährdeter Kinder

Im Rahmen der Diskussionen um den Kinderschutz finden in letzter Zeit vorläufige Maßnahmen wie die Inobhutnahmen von Kindern durch das Jugendamt, aber auch der Entzug der elterlichen Sorge durch Familiengerichte verstärkt Beachtung. Tatsächlich war die Zahl der Kinder, für die vorläufige Schutzmaßnahmen getroffen werden mussten, in den vergangenen Jahren ansteigend. Die Jugendämter haben in den letzten Jahren außerdem verstärkt Gerichte mit dem Ziel eines vollständigen oder teilweisen Entzugs der elterlichen Sorge angerufen. Die Zahl der gerichtlichen Maßnahmen zum teilweisen oder vollständigen Entzug des elterlichen Sorgerechts lag 2009 mit 924 Fällen dagegen etwas niedriger als im Vorjahr (1 010 Fälle).

Barbara Pflugmann-Hohlstein

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Bildung, Soziales | ^

Gesundheitsausgaben und Gesundheitspersonal in Baden-Württemberg 2008

Die öffentliche Wahrnehmung des Gesundheitssektors hat sich in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Neben den Kosten der Gesundheitsversorgung ist die Bedeutung der Gesundheit als Wirtschaftsfaktor stärker in den Vordergrund gerückt. Das Statistische Bundesamt hat in den 90er-Jahren mit der Gesundheitsausgaben- und der Gesundheitspersonalrechnung ein Instrumentarium entwickelt, das die Darstellung beider Aspekte des Gesundheitssektors in Deutschland erlaubt. Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg hat Teile dieser Rechenwerke nachgebildet, um den Gesundheitssektor des Landes mit vergleichbaren Kenn-zahlen beschreiben zu können.

Im September dieses Jahres wurden Daten zu Gesundheitsausgaben und zum Gesundheitspersonal in Baden-Württemberg für das Jahr 2008 veröffentlicht. Die Gesundheitsausgaben gelten dabei als Indikator sowohl für den Umfang der Gesundheitsversorgung als auch für deren Kosten. Die Kennzahlen zum Gesundheitspersonal heben demgegenüber die Bedeutung des Gesundheitssektors für die Wertschöpfung und Beschäftigung in Baden-Württemberg stärker hervor.

Reinhard Knödler

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Wirtschaft, Arbeitsmarkt | ^

Die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im Konjunkturverlauf

Als alleiniger Wohlstands- und Fortschrittsindikator steht es aus verschiedenen Gründen in der Kritik, dennoch gilt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) als der Indikator schlechthin für die konjunkturelle Lage einer Volkswirtschaft. Zur Beurteilung, in welcher Phase des Konjunkturzyklus sich die Wirtschaft befindet, wären Jahreswerte allein nicht ausreichend. Aus diesem Grund stellt das Statistische Landesamt Baden-Württemberg für das Land (annähernd zeitgleich mit dem Statistischen Bundesamt für Gesamtdeutschland) BIP-Quartalsdaten in Form eines preisbereinigten Kettenindex bereit. Diese Zeitreihe dient als Basis für weitere Transformationen, beispielsweise mit dem Ziel, saisonale Muster oder den Wachstumstrend und eben auch die konjunkturelle Lage zu beobachten. Im Folgenden soll eine analytische Zerlegung des Kettenindex vorgestellt werden, welche die BIP-Quartalswerte einzelnen Phasen des Konjunkturzyklus zuordnet.

Udo Vullhorst

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Wirtschaft, Arbeitsmarkt | ^

Die Regionen Baden-Württembergs:Wirtschaftsleistung und Strukturen im Vergleich

Von der flächenmäßig größten Region Heilbronn-Franken im Nordosten des Landes bis zur Region Hochrhein-Bodensee im Südwesten, angrenzend an die Nachbarländer Schweiz und Frankreich, unterscheiden sich die zwölf Raumordnungsregionen Baden-Württembergs hinsichtlich ihrer Wirtschaftsleistung und Struktur zum Teil recht deutlich. Während in den stärker ländlich geprägten Regionen, wie beispielsweise in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg oder in Ostwürttemberg, im Jahr 2008 annähernd die Hälfte der Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe entstand, tragen in den eher städtischen, dichter besiedelten Regionen, wie zum Beispiel in der Region Rhein-Neckar, vor allem die Dienstleistungsbereiche bis zu gut zwei Drittel zur Wertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche bei.

Frank Thalheimer

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Wirtschaft, Arbeitsmarkt | ^

Im Zeichen der Wirtschaftskrise 2009: Massive Investitionskürzungen der Südwestindustrie

Die schärfste Rezession der Nachkriegszeit führte 2009 dazu, dass das Investitionsklima drastisch abkühlte. Eine Reduzierung der Investitionsbudgets binnen eines Jahres um satte 2,7 Mrd. Euro (nominal) auf 8,5 Mrd. Euro, stellte einen neuen Negativrekord dar. Dabei reduzierten über drei Viertel der Branchen ihre Investitionsausgaben. Alleine die drei Schlüsselbranchen »Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen«, »Maschinenbau« und »Hersteller von Metallerzeugnissen« kürzten ihre Budgets um insgesamt 2,1 Mrd. Euro. Aber auch die Leasinginvestitionen zeigten sich stark konjunkturreagibel (−25,2 %). Für 2009 liegen zum ersten Mal Daten vor, wie viel die Südwestunternehmen in immaterielle Vermögensgegenstände investiert haben. Insgesamt wurden 823,5 Mrd. Euro für Konzessionen, Patente, Lizenzen, Warenzeichen und ähnliche Rechte sowie für erworbene Software aufgewendet.

Andrea Schulz

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Wirtschaft, Arbeitsmarkt | ^

Gleichung mit zu vielen Unbekannten: Der Restposten in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen der Länder

Der »Restposten« steht in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen der Länder für den Teil des Bruttoinlandsprodukts, dessen Verwendung sich nicht mit Daten der amtlichen Statistik belegen lässt. Dabei handelt es sich vor allem um Salden von Transaktionen über die Landesgrenze. Der vorliegende Beitrag zeigt für den Restposten Baden-Württembergs, dass neben dem internationalen Außenhandel, welcher sich zumindest ansatzweise mit Daten belegen lässt, vor allem dem Handel mit den deutschen Bundesländern wesentliche Bedeutung zukommt.

Ulrike Winkelmann

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Umwelt, Verkehr, Tourismus | ^

Bundesländerspezifische Potenziale von Blockheizkraftwerken und Brennstoffzellen auf Kläranlagen in Deutschland

Kläranlagen sind gleichzeitig Energieerzeuger als auch Energieverbraucher. Daher wird bereits seit mehreren Jahrzehnten das auf Kläranlagen anfallende Klärgas (Faulgas) in Blockheizkraftwerken (BHKW) zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Seit 2000 werden in Deutschland auch die ersten Brennstoffzellen auf Kläranlagen eingesetzt. Dieser Einsatz befindet sich immer noch in der Demonstrationsphase mit dem Ziel, die Nutzung biogener Brennstoffe zu untersuchen. Den Anfang machte bereits im Jahr 2000 eine PAFC-Brennstoffzelle in einem Kölner Klärwerk. 2004 wurde eine mit Biomethanol betriebene MCFC in Berlin in Betrieb genommen, 2005 folgte eine MCFC-Anlage auf der Kläranlage Ahlen, 2006 eine MCFC in einer Kompostierungsanlage in Leonberg, 2007 eine weitere klärgasbetriebene MCFC in Stuttgart und im Jahr 2008 eine MCFC im Klärwerk Moosburg/Bayern, unter anderem zur Trocknung von Klärschlamm (siehe i-Punkt).

Im Folgenden wird das technische Potenzial der Klärgasverstromung durch Brennstoffzellen bzw. Blockheizkraftwerke in Deutschland ermittelt. Das technische Potenzial umfasst die bei gegebenem Klärgasaufkommen auf Kläranlagen in Deutschland maximal installierbaren Kapazitäten der verschiedenen Technologien zur Klärgasverstromung und die damit gewinnbaren Strommengen. Bei der Analyse der Arbeiten handelt es sich um ein Folgeprojekt, das 2008 im Forschungsdatenzentrum des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg durchgeführt wurde.

Markus Blesl / Michael Ohl

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Land und Kommunen | ^

Landtagswahl 2011: Aufgaben und Serviceangebot des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg

Am 27. März 2011 findet die Wahl zum 15. Landtag von Baden-Württemberg statt. Im Vorfeld von Wahlen geraten die Umfrageergebnisse der Wahlforschungsinstitute, beispielsweise die »Sonntagsfrage«, verstärkt in den Fokus des öffentlichen Interesses. Und auch am Wahlabend beruht die Diskussion über Sieg und Niederlage der Parteien zunächst nicht auf dem amtlichen Wahlergebnis, das meist erst spät abends vorliegt, sondern auf den Hochrechnungsergebnissen der Wahlforschungsinstitute. Für die tatsächliche Zusammensetzung des neuen Landtags ist aber das amtliche Wahlergebnis maßgeblich, bei dessen Ermittlung dem Statistischen Landesamt eine zentrale Rolle zukommt. Nach § 20 und § 60 des Landtagswahlgesetzes obliegen dem Statistischen Landesamt die technische Vorbereitung der Wahldatenübermittlung sowie die technische Ermittlung des vorläufigen und endgültigen Wahlergebnisses. Außerdem umfasst das Aufgabengebiet des Statistischen Landesamtes die Erstellung der Allgemeinen und der Repräsentativen Wahlstatistik.

Im Folgenden werden die technische Ausstattung und der organisatorische Ablauf zur Ermittlung des Landtagswahlergebnisses vorgestellt. Zugleich bietet das Statistische Landesamt der interessierten Öffentlichkeit im Vorfeld sowie im Nachgang der Landtagswahl ein umfangreiches Informationsangebot an, über welches der vorliegende Beitrag ebenfalls informiert.

Nicolas Schäfstoß

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Verschiedenes | ^

»Späte Mütter«

Das durchschnittliche Alter der Mütter bei der Geburt eines Kindes ist seit Ende der 70er-Jahre stetig angestiegen: 1978 lag dieses Durchschnittsalter in Baden-Württemberg noch bei 27 Jahren, 2009 bereits bei 31 Jahren. Noch deutlicher wird dieser Trend zur »späten Mutterschaft«, wenn der Anteil der Geburten von Frauen, die im Alter von 35 und mehr Jahren (noch) ein Kind geboren haben, an allen Geburten herangezogen wird: Allein seit Anfang dieses Jahrzehnts hat sich dieser Anteil von gut 17 % auf knapp 24 % erhöht. Aufgrund der Entwicklung in den letzten Jahren zeichnet sich allerdings ab, dass der Anteil »später Mütter« in Zukunft kaum weiter ansteigen dürfte.

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© Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 2014 | ^