
EU-SILC ist eine europaweit durchgeführte Statistik über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC: European Union Statistics on Income and Living Conditions) von privaten Haushalten, die in Deutschland unter dem Namen LEBEN IN EUROPA erhoben wird. EU-SILC ist die Standarddatenquelle für die Messung von Armut und Lebensbedingungen in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Die Befragung wurde insbesondere auf die Berechnung vergleichbarer Indikatoren für die soziale Eingliederung (sogenannte »Laeken-Indikatoren«) zugeschnitten und ist damit eine wichtige Basis für die Europäische Sozialpolitik.
EU-SILC wird seit 2005 in den 27 EU-Mitgliedstaaten sowie in Norwegen und Island nach einheitlichen, harmonisierten Konzepten durchgeführt. Um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten, werden EU-weit die gleichen Merkmale erhoben, für die Erhebungsmethoden gelten verbindliche Mindeststandards.
In Deutschland werden für EU-SILC (LEBEN IN EUROPA) jedes Jahr rund 14.000 private Haushalte befragt, davon etwa 1.700 Haushalte in Baden-Württemberg. Die Haushalte werden nach dem Zufallsprinzip ausgewählt, die Grundlage dafür bildet die Dauerstichprobe befragungsbereiter Haushalte (»Haushalte Heute«). Die erhobenen Daten werden anhand des Mikrozensus auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet, so dass die Ergebnisse repräsentativ sind. Die ausgewählten Haushalte werden in vier aufeinander folgenden Jahren jeweils einmal jährlich befragt. Die Teilnahme an EU-SILC ist freiwillig.
EU-SILC (LEBEN IN EUROPA) wird als schriftliche Befragung durchgeführt. Die teilnehmenden Haushalte füllen einen Haushaltsfragebogen und für jede Person, die 16 Jahre oder älter ist, einen Personenfragebogen aus. Für ihren Zeitaufwand erhalten die Haushalte in Baden-Württemberg eine Entschädigung von 30 € für jedes Jahr, in dem sie teilnehmen.
Um die Lebensbedingungen umfassend abzubilden und Armutsrisiken zu erfassen, werden Fragen zu unterschiedlichen Themenbereichen gestellt, z. B. zu
Die durch EU-SILC (LEBEN IN EUROPA) gewonnenen Daten bilden eine Grundlage für die Europäische Sozialpolitik und für Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung. Sie fließen außerdem in den Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung ein. Da die Befragung in allen Ländern der EU auf der Basis eines harmonisierten Konzepts durchgeführt wird, ermöglicht sie auch einen internationalen Vergleich zwischen den Mitgliedstaaten.
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0800 / 782 52 29 erreichen. Weitere Informationen und Ergebnisse stellen das Statistische Bundesamt (Link 1) und die europäische Statistikbehörde Eurostat (Link 2) zur Verfügung.
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