Haushaltsstichprobe

Was ist eine Haushaltsstichprobe?

Die Haushaltsstichprobe verfolgt – zusammen mit der Erhebung an Anschriften von Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften – das zentrale Ziel, die amtliche Einwohnerzahl zum Zensusstichtag (16. Mai 2021) zu ermitteln. Zusätzlich werden soziodemografische Merkmale, wie (Aus-)Bildung, Beruf und Erwerbstätigkeit erfasst.

Für die Haushaltsstichprobe werden Anschriften nach einem mathematischen Zufallsverfahren aus dem Steuerungsregister repräsentativ ausgewählt. Alle Haushalte an diesen ausgewählten Anschriften sind auskunftspflichtig und werden befragt. Die amtlichen Einwohnerzahlen bilden die Basis zahlreicher Gesetze (kommunaler und Länderfinanzausgleich, Einteilung Wahlkreise etc.) und stellen die Planungsgrundlage z.B. für den zukünftigen Bedarf an Wohnraum, Kindergartenplätzen, Schulen, Krankenhäusern etc. dar.

Wer wird befragt?

Die Haushaltsstichprobe wird bei 1,6 Millionen Personen in Baden-Württemberg durchgeführt, die repräsentativ ausgewählt werden. Auskunftspflichtig sind alle volljährigen Personen sowie alle Minderjährigen, die einen eigenen Haushalt führen. Ein Haushaltsmitglied kann jedoch für alle anderen auskunftspflichtigen Haushaltsmitglieder Auskunft geben.

Welche Befragungen werden durchgeführt?

Pilotstudie 2019

Im Rahmen einer Pilotstudie Ende 2019 ersucht das Statistische Landesamt Baden- Württemberg einen kleinen Teil der Bevölkerung um freiwillige Auskunft. Aus dem Steuerungsregister werden für vier Kommunen nach einem statistischen Zufallsverfahren rund 900 Anschriften für Baden-Württemberg ausgewählt. Ziel der Pilotstudie ist, Erkenntnisse für die Optimierung der Erhebungsorganisation und die Gestaltung von Fragebögen für den Zensus 2021 zu erhalten.