Zensus 2021

Logo Zensus 2021 Im Jahr 2021 wird in Deutschland und auch EU-weit nach 10 Jahren wieder ein Zensus durchgeführt, der sowohl eine Volkszählung als auch eine Gebäude- und Wohnungszählung umfasst. Mit dem Zensus werden in Deutschland sowohl die amtliche Einwohnerzahl als auch eine Reihe von Daten zur Bevölkerung, Erwerbstätigkeit und Gebäude-/Wohnsituation erhoben. Angesichts der umfangreichen Nutzung von Verwaltungsdaten wird der Zensus 2021 wie auch der Zensus 2011 als »registergestützt« bezeichnet.

Die Erhebungsteile des Zensus

Der Zensus umfasst folgende Erhebungen:

Foto Menschenmasse
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Bei der Haushaltsstichprobe werden etwa 1,6 Millionen Personen in privaten Haushalten in Baden-Württemberg persönlich um Auskunft gebeten, um Über- und Untererfassungen in den Melderegistern zu erkennen und weitere Merkmale wie beispielsweise das Bildungsniveau zu erfassen. Die Befragung führen offizielle Erhebungsbeauftragte von örtlichen Erhebungsstellen durch.

Foto Klingelschild
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In etwa 10.000 Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften wird jede Bewohnerin und jeder Bewohner über eine Vollerhebung erfasst, da die notwendige Qualität der Melderegisterdaten in diesen sogenannten Sonderbereichen aufgrund der besonderen Wohnform nicht unmittelbar gegeben ist.

Foto Reihenhaus
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Im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) werden rund 3 Millionen Eigentümerinnen und Eigentümer bzw. Verwalterinnen und Verwalter zu Gebäuden mit Wohnraum und Wohnungen befragt, um verlässliche Informationen über den Wohnungsbestand und die Wohnsituation der Bevölkerung zu erhalten.

Foto Fensterfront
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Zudem werden ca. 1.700 sogenannte Großeigentümerinnen und Großeigentümer, wie z.B. private Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften, um Auskunft für die Gebäude- und Wohnungszählung ersucht. Als Großeigentümer zählt, wer gewerblich tätig ist und einen Bestand von mindestens 50 Gebäuden mit Wohnraum und/oder Wohnungen im Eigentum oder in der Verwaltung hat.

Der Zensus erfordert eine »Generalprobe«

Ein Großprojekt wie der Zensus 2021 benötigt eine lange Vorlaufzeit. Die Vorbereitungen in Form sogenannter Pretests – also Testerhebungen – und Vorbefragungen haben bereits begonnen. Diese Vorarbeiten dienen dazu, Erhebungsinstrumente zu optimieren und Erhebungswege zu testen, um eine reibungslose Haupterhebung im Jahr 2021 gewährleisten zu können.

Den rechtlichen Rahmen für die vorbereitenden Arbeiten bilden das im März 2017 verabschiedete Zensusvorbereitungsgesetz 2021 (ZensVorbG 2021) sowie das Zensusvorbereitungsänderungsgesetz 2021 (ZensVorbÄndG 2021) vom 27. November 2018 und das Zensusgesetz vom 2. Dezember 2019. Es regelt alle notwendigen Schritte zum Aufbau der für den registergestützten Zensus erforderlichen Infrastruktur sowie zum Aufbau und zur Pflege des Steuerungsregisters.

Sicher und bequem online melden

Sie können die Fragen für den Zensus sicher und schnell online beantworten. Dafür steht ein sicheres elektronisches Meldeverfahren zur Verfügung. Die Zugangsdaten und Bedienungshinweise, die Sie für den Online-Fragebogen benötigen, erhalten Sie in einem Schreiben. Den Online-Fragebogen können Sie sowohl auf Ihrem PC als auch auf Ihrem Smartphone ausfüllen. Sie als Befragte und Befragter sind zeitlich dabei flexibel, ortsunabhängig und können bei Bedarf zusätzlich die Sprache des Fragebogens auswählen.

Gesetze

Datenschutz

Veröffentlichungen aus Baden-Württemberg

Informationen der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder

Zensus 2011

Im Jahr 2011 fand in Deutschland erstmals ein registergestützter Zensus statt, bei dem im Unterschied zu einer traditionellen Volkszählung Daten aus Verwaltungsregistern genutzt wurden. Es war die erste gesamtdeutsche Zählung seit der Wiedervereinigung.