Wohnheime und Gemeinschaftsunterkünfte

Was sind Wohnheime und Gemeinschaftsunterkünfte?

Wohnheime verfügen i.d.R. über gemeinschaftlich genutzte Räume, die Bewohnerinnen und Bewohner wirtschaften selbstständig (führen also einen eigenen Haushalt) und werden in der Unterkunft nicht durch deren Betreiber versorgt und/oder betreut.

Eine Gemeinschaftsunterkunft verfügt ebenfalls über gemeinschaftlich genutzte Räume, Bewohnerinnen und Bewohner wirtschaften jedoch nicht selbstständig (führen also keinen eigenen Haushalt) und werden in der Unterkunft durch deren Betreiber versorgt und/oder betreut. Diese strukturelle Abhängigkeit von Pflege-oder Betreuungsleistungen der Bewohnerinnen und Bewohner geht über allgemeine Unterstützungsleistungen hinaus. Ein Hinweis darauf bietet z.B. die Anwesenheit von Fach-/Betreuungs-/Präsenzkräften rund um die Uhr.

Ziel der Befragung an Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften, sogenannten Sonderbereichen, ist die Ermittlung der Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner. Da an diesen Anschriften von einer relativ hohen Fluktuation auszugehen ist, die unzureichende An- oder Abmeldungen in den Melderegistern zur Folge haben können, wird eine Vollerhebung durchgeführt.

Wer wird befragt?

Die in Wohnheimen lebenden Personen (z.B. Studierendenwohnheim, Arbeiterwohnheim) werden von Erhebungsbeauftragten aufgesucht und zu Nachname, Geburtsname, Vorname, Geschlecht, Familienstand, Geburtsdatum, Geburtsort, Geburtsstaat, Staatsangehörigkeiten und Wohnstatus persönlich befragt.

Falls die Anschrift eines Wohnheims zudem für die Stichprobe der Haushaltebefragung ausgewählt wurde, sind zusätzlich soziodemografische Fragen, beispielsweise zu (Aus-)Bildung, Beruf und Erwerbstätigkeit, zu beantworten.

Für die in einer Gemeinschaftsunterkunft wohnhaften Personen übernimmt die Leitung der Einrichtung die Auskunftspflicht, da eine persönliche Befragung zu einer sozialen Benachteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner führen könnte oder aufgrund des Gesundheitszustandes nicht möglich ist.

Welche Befragungen werden durchgeführt?

Vorerhebung im Sommer 2019

Vorbefragung Anfang 2020

Träger oder Leitungen der Einrichtungen von Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften werden im Rahmen der Vorbefragung Anfang 2020 zu der Art oder dem Zweck der Einrichtung oder Besonderheiten der Anschrift um Auskunft gebeten. Die Vorbefragung dient der Vorbereitung der Organisation der Haupterhebung im Jahr 2021.