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Änderung der VwV Integrationsmanagement vom 11. November 2020

Am 11. November 2020 wurde die VwV Integrationsmanagement geändert. Die Änderungen treten rückwirkend zum 1. Januar 2020 in Kraft und betreffen neben einer Erhöhung des Bewilligungszeitraums auch die Kennzahlenerhebung, datenschutzrechtliche Anpassungen, die Einführung von Zwischenverwendungsnachweisen, die Fördermöglichkeit von Integrationsmanagerinnen und Integrationsmanagern mit höheren Qualifikationen bei Nachbesetzungen, die Ermöglichung einer zwölfmonatigen Verlängerung des Integrationsmanagements bei Unterbrechungen der Entgeltzahlung sowie Klarstellungen zu den Fortbildungen.

Bewilligungszeitraum

Der maximale Bewilligungszeitraum für die Förderung von Integrationsmanagerinnen und -managern erhöht sich von 36 auf 60 Monate, so dass alle zum Stichtag 31.12.2018 bewilligten, besetzten oder nachbesetzungsfähigen Stellen bzw. Stellenanteile auf Antrag um 24 Monate verlängert werden können.

Fortbildungen

Durch die Änderung wird klargestellt, dass Fortbildungskosten für alle Integrationsmanagerinnen und Integrationsmanager zuwendungsfähig und bereits in den Festbeträgen der Förderung inkludiert sind. Auch wurde auf Grundlage von Rückmeldungen aus der Praxis der "Umgang mit herausfordernden Beratungssituationen" als Thema möglicher Fortbildungen in die VwV aufgenommen.

Abfrage der Kennzahlen nach Nr. 6.2 der VwV

Die Kennzahlenabfrage wurde von einer halbjährlichen auf eine jährliche Abfrage reduziert. Die erhobenen Kennzahlen müssen bis zum 31. Januar für das vorangegangene Kalenderjahr der Bewilligungsstelle übermittelt werden.

Förderung einer höheren Qualifikation bei Nachbesetzungen

Wird die Nachbesetzung einer Stelle notwendig, die zunächst mit einer Person der Qualifikation "mittlerer Bildungsabschluss" (Fördersatz von 51.000 Euro) bewilligt worden ist, kann die Stelle auch mit einer Person der Qualifikation "Hochschulabschluss" (Fördersatz von 64.000 Euro) besetzt werden.

Zwölfmonatige Verlängerung des Integrationsmanagements bei Unterbrechungen der Entgeltzahlung

Wenn eine temporäre Nichtbesetzung und Unterbrechung der Entgeltzahlung vorliegt, deren Gründe nicht vom Antragsteller zu vertreten sind (z.B. bei Mutterschutz, Elternzeit oder längerer Krankheit), wird eine zwölfmonatige Verlängerung der Förderung pro Stelle ermöglicht. Vor Änderung der VwV war eine Verlängerung um sechs Monate möglich.

Weitere Änderungen betreffen darüber hinaus z.B. datenschutzrechtliche Anpassungen oder die Einführung von Zwischenverwendungsnachweisen.

Link zur VwV

Die Verwaltungsvorschrift des Sozialministeriums zur Änderung der VwV Integrationsmanagement vom 11. November kann auf der Homepage des Sozialministeriums aufgerufen werden.