:: 7. 12. 2022

Armutsberichterstattung: Erste Kurzanalyse zur anhaltenden Teuerung der Energie- und Lebensmittelpreise veröffentlicht

Die gestiegenen Energie- und Lebensmittelkosten infolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine werden derzeit in Politik und Öffentlichkeit intensiv diskutiert. Die Kurzanalyse untersucht für Baden-Württemberg, wer davon in besonderem Maß betroffen ist. Die Ergebnisse zeigen, dass sich dieser Personenkreis nur grob eingrenzen lässt, mithilfe der Daten der amtlichen Statistik jedoch Risikogruppen identifiziert werden können. In Baden-Württemberg waren 2021 23,8 % der Bevölkerung armutsgefährdet oder verfügten über ein Einkommen knapp oberhalb der Armutsgefährdungsschwelle. Das entspricht rund 2,6 Mio. Menschen. Schließlich wirft die Kurzanalyse noch einen Blick auf das Thema Energiearmut und zeigt, dass ein Großteil der einkommensschwachen Personen durch die Verteuerungen auch als energiearm gelten können.

Die Kurzanalysen im Gesellschaftsmonitoring sind Teil der modularen Armutsberichterstattung des Landes. Sie werden von der FaFo im Auftrag des Sozialministeriums zukünftig zweimal pro Jahr erstellt und greifen aktuelle Themen oder interessante Entwicklungen aus dem Modul Armut und Reichtum vertiefend auf.

Kurzanalyse.pdf