Neuer GesellschaftsReport BW zum Thema: „Arm ist nicht gleich arm: Armut von Kindern mit Migrationshintergrund" erschienen

Kinder mit Migrationshintergrund waren 2018 in Baden-Württemberg mit einer Armutsgefährdungsquote von 29,3 % ungleich häufiger von Armut bedroht als Kinder ohne Migrationshintergrund (10,5 %). Besonders gefährdet sind Kinder, die selbst mit ihren Familien nach Deutschland eingewandert sind. Studien zeigen zudem, dass armutsgefährdeten Kindern mit Migrationshintergrund auch als Erwachsene seltener der Weg aus der Armut gelingt. Die aktuelle Ausgabe der Berichtsreihe »GesellschaftsReport BW« arbeitet anhand der Daten des Mikrozensus und des SOEP heraus, welche soziodemographischen und migrationsspezifischen Faktoren für die unterschiedliche Armutsgefährdung von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund verantwortlich sind. Der Report stellt zudem gelungene Praxisbeispiele der Armutsbekämpfung in Baden-Württemberg vor und liefert Handlungsansätze, wie die Situation von armutsgefährdeten Familien und Kindern mit Migrationshintergrund verbessert und die Reproduktion von Armut verhindert werden kann.

Hinweis: Der Report »GesellschaftsReport BW« wird von der FamilienForschung im Statistischen Landesamt im Auftrag des Ministeriums für Soziales und Integration Baden‑Württemberg erstellt und bietet kurze wissenschaftliche Analysen zu gesellschaftlich relevanten Themen. Jede Ausgabe umfasst empirische Analysen und Ergebnisse der sozialwissenschaftlichen Forschung, gibt Praxisbeispiele an die Hand und benennt sozialpolitische Handlungsfelder. Das Berichtsformat erscheint quartalsweise als Online-Publikation. Die aktuellen und früheren Ausgaben können vom Portal des Sozialministeriums oder der FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt heruntergeladen und auf Wunsch hier abonniert werden.