Programm »Netzwerk für Generationen«

Gemeinschaft stärken – Familien unterstützen – Kinder fördern

Mit dem Programm »Netzwerk für Generationen« der Baden-Württemberg Stiftung unterstützen wir Gemeinden und Städte in Baden-Württemberg, auf die aktuellen Herausforderungen generationenübergreifende Antworten für ein gutes Miteinander vor Ort zu finden. Durch kommunale Generationennetzwerke können vorhandene Kräfte aus Zivilgesellschaft, Politik, Wohlfahrt und Wirtschaft im Sozialraum aktiviert und gebündelt werden.

Das Netzwerk hat die Aufgabe, die Begegnung und den Austausch zwischen den Generationen durch niedrigschwellige zugehende Ansätze nachhaltig zu fördern und die Hilfs- und Unterstützungsstrukturen vor Ort weiterzuentwickeln. Konkrete Projekte können z. B. Familienbesuche, Kultur- und Bildungspaten für Kinder, Hausbesuche für Senioren, Nachbarschaftshilfen, Talentbörsen, Ehrenamtslotsen etc. sein.

Die Pilotphase des Programms hat bereits gezeigt, dass sich der kommunale Gestaltungsspielraum mit einem netzwerkorientierten Ansatz erheblich vergrößern lässt. Angebote können leichter aufeinander abgestimmt und die Wirksamkeit von Maßnahmen verbessert werden. Die Zusammenarbeit mit anderen Bereichen führt zu neuen Synergien und Doppelstrukturen lassen sich durch den Austausch leichter vermeiden.

Wie kann ein Netzwerk für Generationen aussehen?

»Arbeitskreis Generationenmanagement«, »Runder Tisch der Generationen«, »Bürgernetzwerk der Generationen«, »Bürgerkommune« oder »Caring Community« – ein Netzwerk für Generationen kann die unterschiedlichsten Begriffe und Organisationsformen annehmen. Zentral ist dabei immer, dass die einzelnen Akteure nicht mehr isoliert voneinander handeln, sondern miteinander in einer Netzwerkstruktur kooperieren und generationenübergreifende Angebote entwickeln.

Die Leitung und Koordination eines Netzwerks für Generationen übernimmt eine Fach- und Führungskraft aus der Kommunalverwaltung, die einen direkten Zugang zum/r Bürgermeister*in oder Oberbürgermeister*in hat und vorzugsweise in einem der folgenden Fachbereiche tätig ist: Generationen, Familie, Senioren, Kinder/Jugend oder Ehrenamt. Die Leitung kann auch im Tandem übernommen werden, bestehend aus einer Person aus der Verwaltung und einer weiteren Schlüsselperson des örtlichen Gemeinwesens.

Was kann aus einem Netzwerk für Generationen alles entstehen?

  • Stärkung des Wir-Gefühls und Schaffen von lokaler Identität (z. B. über ein kommunales Leitbild)
  • Stärkung der Gemeinschaft durch generationenverbindende Angebote (z. B. Talentbörsen, Generationenstammtisch, Fest der Generationen, generationenübergreifende Aktivitäten)
  • Hilfsangebote für ältere Menschen (z. B. Nachbarschaftshilfen, Hausbesuche für Senioren, Hol- und Bringdienste, Angebote zur Gesundheitsprävention)
  • Unterstützungsangebote für Familien (z. B. Familienbesuche, Leih-Oma/Leih-Opa)
  • Förderangebote für Kinder (z. B. Kultur- und Bildungspaten)
  • Stärkung des Ehrenamts (z. B. Ehrenamtsbörse, Ehrenamtstag, Ehrenamtslotsen, CSR-Formate)

Wie ist das Programm aufgebaut?

Das Programm »Netzwerk für Generationen« setzt sich aus drei Bausteinen zusammen:

  • Ein Netzwerk für Generationen entwickeln. Wir unterstützen Sie mit unseren Analyse- und Beratungsleistungen, ein gemeinwohlorientiertes Netzwerk für alle Generationen auf- und auszubauen.
  • Das begleitende Qualifizierungsangebot. Mit diesem Baustein können Sie Ihr Wissen in der Netzwerk- und Projektarbeit vertiefen, konkrete niederschwellige Angebote initiieren und weitere Ideen für zukünftige Projekte sammeln.
  • Der gemeinsame Austausch und die Vernetzung. Sie tauschen sich mit den anderen Standorten im Programm über die Fortschritte aus den eigenen Projekten und Netzwerken aus, erörtern aktuelle Herausforderungen und suchen gemeinsam nach Lösungsansätzen.