:: 226/2017

Pressemitteilung 226/2017

Stuttgart,

Patienten blieben 2016 durchschnittlich 7,3 Tage im Krankenhaus

Zahl der Krankenhausbetten in Baden‑Württemberg geht weiter zurück

Rund 2,17 Millionen Patienten – 27 000 mehr als im Jahr zuvor – wurden 2016 in baden‑württembergischen Krankenhäusern vollstationär versorgt. Dadurch stieg nach Angaben des Statistischen Landesamtes die Zahl der insgesamt angefallenen Behandlungstage um gut 26 000 auf 15,82 Millionen. Der Anstieg der Behandlungstage wurde durch den Rückgang der durchschnittlichen Verweildauer im Krankenhaus gebremst. Der durchschnittliche Krankenhausaufenthalt je Patient verkürzte sich von 7,4 auf 7,3 Tage.

Auch weitere langjährige Entwicklungen in der baden‑württembergischen Krankenhauslandschaft haben sich im Jahr 2016 fortgesetzt: Mit 266 Kliniken gab es in Baden‑Württemberg zwei Krankenhäuser weniger als noch im Jahr 2015. Der Abbau der Krankenhausbetten hielt mit einem Minus von 0,4 % weiter an. Für die vollstationäre Versorgung der Patienten standen 2016 in den Krankenhäusern noch rund 55 900 Betten zur Verfügung. Die Auslastung der vorhandenen Kranken­hausbetten war 2016 mit 77,3 % etwas höher als im Jahr 2015.

Seit Einführung der bundeseinheitlichen Krankenhausstatistik in den Jahren 1990/91 ist die Zahl der Patienten fast in jedem Jahr angestiegen. Im Jahr 2016 wurden 35 % mehr Patienten in den Krankenhäusern Baden‑Württembergs behandelt als ein Vierteljahrhundert zuvor. Diese Entwicklung wurde durch die gleichzeitig immer kürzere Verweildauer im Krankenhaus – ein Rückgang von durchschnittlich 13,5 auf 7,3 Tage – für die Gesamtzahl der Pflegetage mehr als ausgeglichen. Die Zahl der von den Krankenhäusern im Land geleisteten vollstationären Pflegetage ist trotz gestiegener Patientenzahlen seit 1990 um 27 % gesunken. Parallel wurden rund 20 % der Betten abgebaut.

Beim ärztlichen Personal war wie schon in den letzten Jahren auch im Jahr 2016 ein Zuwachs festzustellen: Die Zahl der an den Kliniken des Landes hauptamtlich beschäftigten Ärztinnen und Ärzte stieg, umgerechnet auf Vollkräfte, gegenüber dem Vorjahr um 1,8 % auf 19 381. Die Kapazitäten beim Pflegepersonal in Krankenhäusern zeigen dagegen in den letzten Jahren geringere Zuwachsraten. Mit 37 804 Pflegekräften (umgerechnet auf Vollkräfte) lag hier der Personalbestand 2016 um 1,1 % höher als im Vorjahr.

Schaubild 1: Anzahl der vollstationär behandelten Patienten und der Behandlungstage in den Krankenhäusern Baden-Württembergs seit 1990
Schaubild 1: Anzahl der vollstationär behandelten Patienten und der Behandlungstage in den Krankenhäusern Baden-Württembergs seit 1990
Schaubild 2: Ärztliches Personal und Pflegepersonal in den Krankenhäusern Baden-Württembergs seit 1991
Schaubild 2: Ärztliches Personal und Pflegepersonal in den Krankenhäusern Baden-Württembergs seit 1991
Tabelle 1
Ausgewählte Daten der Krankenhäuser in Baden-Württemberg seit 1990
JahrKranken­häuserAufgestellte BettenBehandlungs- und Berech­nungstage (Pflegetage)PatientenDurch­schnittliche Betten­auslastungDurch­schnittliche Verweil­dauer1)Personal (Vollkräfte)2)
ärztlich3)nicht­ärztlich darunter: Pflege­personal
Anzahl%TageAnzahl

1) Vor dem Erhebungsjahr 2002 sind in der Verweildauer keine Stundenfälle enthalten.

2) 1990 wurden keine Angaben zum Personal erhoben. Vollkräfte im Jahresdurchschnitt: Umrechnung aller Beschäftigten auf voll tarifliche Arbeitszeit.

3) Hauptamtlich.

Datenquelle: Krankenhausstatistik- Grunddaten.

199031769.32821.574.3481.603.85985,313,5
199131869.28021.483.9601.627.50785,013,211.29792.64738.112
199231468.86421.270.6411.651.45984,412,911.48094.10639.015
199331568.89120.906.7041.671.10783,112,511.58194.70039.343
199431768.62320.696.2571.683.46182,612,311.78295.66240.184
199532067.90420.414.1081.708.62882,411,912.17096.27141.126
199631767.40719.730.6341.726.67680,011,412.71194.88241.068
199731766.47819.677.2621.764.69281,111,212.69592.75940.170
199831765.38319.580.0331.802.98882,010,913.01791.66639.779
199932064.52319.237.8141.835.37381,710,513.16891.72039.734
200031764.49319.064.3401.862.56080,810,213.25591.15139.240
200132164.01718.498.8221.865.44279,29,913.64291.79739.568
200232563.67718.187.6501.973.10678,39,214.66792.46339.183
200332063.36417.535.4081.974.28675,88,914.34891.59738.553
200431662.38716.686.0761.913.64873,18,714.69588.64937.262
200530561.37116.541.4751.927.77873,88,615.17386.72636.420
200629660.42416.246.9731.918.05673,78,515.52686.35536.109
200729759.98216.307.6761.959.07774,58,315.95886.30935.765
200829759.22416.150.1441.976.98774,58,216.02186.76335.973
200928958.46016.105.9791.999.29775,58,116.55387.43636.124
201028958.04516.040.0652.022.27175,77,916.42489.26836.797
201128556.91016.013.1632.059.08377,17,817.56991.97837.181
201227656.67415.922.6302.074.01576,87,717.68692.03837.108
201327256.72615.891.5002.090.03376,87,618.29393.18537.285
201427056.57215.867.1932.129.37276,87,518.76094.30137.429
201526856.15415.794.6912.138.82577,17,419.03193.22737.405
201626655.94015.820.8532.165.42277,37,319.38194.54537.804