:: 153/2018

Pressemitteilung 153/2018

Stuttgart,

Drittmitteleinnahmen der Hochschulen steigen 2016 um 1,7 %

Bund steigert Drittmittelvergabe deutlich um 5,5 %

Wie das Statistische Landesamt im Rahmen der Hochschulfinanzstatistik mitteilt, beliefen sich die Drittmitteleinnahmen der Hochschulen in Baden-Württemberg im Jahr 2016 auf insgesamt rund 896 Millionen (Mill.) Euro. Das sind gut 15 Mill. Euro bzw. 1,7 % mehr als im Jahr zuvor.

Die neun Universitäten des Landes mussten Einbußen bei ihren Drittmitteleinnahmen hinnehmen. Sie warben im Jahr 2016 mit Drittmitteln in Höhe von fast 766 Mill. Euro rund 5 Mill. Euro weniger ein als im Vorjahr (-1 %). Dennoch entfielen auch 2016 mit einem Anteil von knapp 86 % an den Drittmitteleinnahmen aller Hochschulen im Land mit Abstand die meisten Drittmittel auf die Universitäten. Die übrigen staatlichen Hochschulen nahmen insgesamt Drittmittel in Höhe von knapp 121 Mill. Euro ein, wovon allein rund 103 Mill. Euro an die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften1 flossen. Letztere konnten somit ihre Drittmitteleinnahmen im Vergleich zum Vorjahr um gut 15 Mill. Euro steigern (+18 %). Auf die privaten, kirchlichen und sonstigen Hochschulen in Baden-Württemberg entfielen 2016 Drittmittel in Höhe von insgesamt rund 9 Mill. Euro (+16 %).

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bleibt weiterhin der wichtigste Drittmittelgeber der Hochschulen im Lande. Sie erhöhte ihre Mittelvergabe 2016 im Vergleich zum Vorjahr um fast 6 Mill. Euro auf insgesamt rund 333 Mill. Euro (+2 %). Der Bund2 als zweitwichtigster Drittmittelgeber vergab mit rund 255 Mill. Euro gut 13 Mill. Euro mehr als noch ein Jahr zuvor (+6 %). Die Gewerbliche Wirtschaft3 überwies 2016 Drittmittel in Höhe von insgesamt rund 136 Mill. Euro an Hochschulen in Baden-Württemberg und war damit der drittwichtigste Drittmittelgeber. Dies entspricht einer Steigerung von knapp 4 Mill. Euro bzw. 3 %.

1 Einschließlich Duale Hochschule Baden-Württemberg.

2 Einschließlich Bundesagentur für Arbeit.

3 Einschließlich sonstige nicht-öffentliche Bereiche.

Schaubild 1: Drittmitteleinnahmen der Hochschulen in Baden-Württemberg 2000, 2010 und 2016 nach Drittmittelgebern
Schaubild 1: Drittmitteleinnahmen der Hochschulen in Baden-Württemberg 2000, 2010 und 2016 nach Drittmittelgebern
Tabelle 1
Drittmitteleinnahmen der Hochschulen in Baden-Württemberg von 2000 bis 2016 nach Drittmittelgebern*)
Drittmitteleinnahmen1)2000201020152016
1.000 EUR

*) Ohne Hochschulkliniken. Ab 2009: Inklusive Duale Hochschule Baden-Württemberg. Vorjahresvergleiche sind daher nur eingeschränkt möglich.

1) Unter Drittmitteln werden im Rahmen der Hochschulfinanzstatistik Mittel, die zur Förderung von Forschung und Entwicklung sowie des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Lehre zusätzlich zum regulären Hochschulhaushalt (Grundausstattung) von öffentlichen oder privaten Stellen eingeworben werden.

2) Sonstige Einrichtungen aus öffentlichem Bereich. z.B. ERP, Lastenausgleichsfonds, Sozialversicherung.

Datenquelle: Hochschulfinanzstatistik.

Drittmittel insgesamt367.363694.751881.192896.381
davon
Bund67.128144.888241.611254.961
Bundesagentur für Arbeit900607846167
Länder4.8477.7576.8261.784
Gemeinden/Gv., Zweckverbände5721.7441.2321.439
Sonstiger öffentlicher Bereich2)90121.3819.3752.550
Deutsche Forschungsgemeinschaft134.644273.489327.197332.914
EU und andere internationale Organisationen36.62369.33283.06082.211
Hochschulfördergesellschaften, Stiftungen u. dgl.21.31057.40678.31683.937
Gewerbliche Wirtschaft und sonstige nicht-öffentliche Bereiche100.438118.146132.732136.419