:: 130/2020

Pressemitteilung 130/2020

Stuttgart,

Corona: Massiver Umsatzeinbruch im Gastgewerbe

Baden-Württemberg: Beschäftigtenzahl im März 2020 ebenfalls deutlich rückläufig

Die weltweit um sich greifende Corona-Pandemie machte im März 2020 auch vor dem heimischen Gastgewerbe nicht halt. Ab dem 17. des Monats waren Übernachtungen touristischer Gäste in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben untersagt. Ab dem 22. März waren sämtliche Gaststätten außer Abhol- und Lieferservices ganz geschlossen. Die konjunkturelle Entwicklung aller Branchen des Gastgewerbes weist angesichts dieser Maßnahmen die größten monatlichen Umsatzeinbußen seit Beginn der Zeitreihen im Jahr 1994 auf: Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg brach der Umsatz im Gastgewerbe im März 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat um fast die Hälfte ein: nominal um 45,7 % und real um 47,1 %. Die Zahl der Beschäftigten ging um 5,2 % zurück. Dabei traf die Krise die im Gastgewerbe stark vertretenen Teilzeitbeschäftigten mit einem Beschäftigungsminus von 8,3 % härter als die Vollzeitbeschäftigten, deren Zahl mit 0,4 % annähernd konstant blieb.

In der Beherbergung ging der Umsatz im Krisenmonat März 2020 sowohl nominal (−49,0 %) als auch preisbereinigt (−49,9 %) um jeweils knapp die Hälfte zurück und die Zahl der Beschäftigten sank im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 4,9 %. Ein ähnliches Lagebild zeigt sich für die Gastronomie: Die Umsätze brachen mit nominal 44,1 % und real 45,7 % ebenfalls stark ein. Bei der Zahl der Beschäftigten war ein Minus von 5,4 % zu verzeichnen.

Bezogen auf das erste Quartal 2020 ergibt sich für das baden-württembergische Gastgewerbe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Umsatzrückgang von nominal 13,6 % und preisbereinigt von 15,8 %. Die Beschäftigtenzahl verringerte sich um 0,7 %.

Die Corona-Krise schlägt sich im März 2020 erstmals in den Konjunkturdaten für das Gastgewerbe nieder. Aufgrund der Schließungen sind die Umsätze in allen Branchen des Gastgewerbes massiv eingebrochen. Für April und Mai 2020 sind noch gravierendere Auswirkungen zu erwarten.