:: 229/2020

Pressemitteilung 229/2020

Stuttgart,

Südwestindustrie im Juli 2020: Minus von 45 600 Beschäftigten zum Vorjahr

Januar bis Juli 2020: Umsatzeinbruch von nominal 11,7 % zum Vorjahr

Nach vorläufiger Feststellung des Statistischen Landesamtes beschäftigten die Industriebetriebe1 in Baden-Württemberg im Juli 2020 rund 1,162 Millionen (Mill.) Personen und damit 45 600 Beschäftigte weniger als im Juli des Vorjahres (−3,8 %). Gegenüber dem Vormonat Juni ging die Zahl der Industriebeschäftigten um 4 200 Personen (−0,4 %) zurück. Damit setzte sich der bereits vor dem nationalen Shutdown eingeleitete moderate Beschäftigungsabbau in der Südwestindustrie im Juli 2020 weiter fort. Der saisonübliche positive Sondereffekt durch die Einstellung von befristet beschäftigten Aushilfs- und Ferienkräften dürfte in diesem Jahr deutlich geringer ausgefallen sein. Insgesamt waren im Zeitraum Januar bis Juli 2020 durchschnittlich 1,176 Mill. Personen in der Südwestindustrie tätig und damit 24 900 weniger als im entsprechenden Vergleichszeitraum 2019 (−2,1 %).

Im Juli 2020 erzielte die Südwestindustrie nach vorläufigen Angaben einen Umsatz von nominal 28,9 Milliarden (Mrd.) Euro. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres bedeutete dies ein Umsatzminus von 2,5 Mrd. Euro (−7,8 %). In den stark vom nationalen Shutdown betroffenen Monaten April und Mai 2020 lagen die Umsatzrückgänge gegenüber dem Vorjahresmonat noch bei 10,3 Mrd. Euro (−35,1 %) bzw. 9,3 Mrd. Euro (−30,4 %). Insgesamt erzielten die Industriebetriebe im Zeitraum Januar bis Juli 2020 einen Umsatz von 180,4 Mrd. Euro und somit einen Umsatzrückgang von 23,8 Mrd. Euro (−11,7 %) zum entsprechenden Vorjahresergebnis. Zum Umsatzminus trug das Auslandsgeschäft etwas stärker bei als das Inlandsgeschäft. Der Auslandsumsatz ging um 14,6 Mrd. Euro (−12,6 %) auf 101,7 Mrd. Euro und der Inlandsumsatz um 9,2 Mrd. Euro (−10,5 %) auf 78,6 Mrd. Euro zurück.

Die Exportquote der Südwestindustrie lag in den Monaten Januar bis Juli 2020 (56,4 %) leicht unter dem Vorjahreswert (57,0 %).

Hinweis: Die korrespondierenden Bundesergebnisse werden vom Statistische Bundesamt am 15. 9. 2020 unter www.destatis.de veröffentlicht.

1 Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes (einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) mit mindestens 50 Beschäftigten. Neben den Industriebetrieben zählen dazu auch verarbeitende Handwerksunternehmen ab 50 Beschäftigte.