:: 233/2020

Pressemitteilung 233/2020

Stuttgart,

Solides Wachstum der baden-württembergischen Gesundheitswirtschaft im Jahr 2019

Anstieg um rund 15 600 Erwerbstätige im Vergleich zu 2018

Während die preisbereinigte Bruttowertschöpfung in der Gesamtwirtschaft 2019 in Baden-Württemberg auf dem Vorjahresniveau verharrte, erhöhte sich die Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft gegenüber dem Vorjahr real um 2,2 %. Dies teilt das Statistische Landesamt Baden-Württemberg nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgruppe »Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder« (AG GGRdL) mit. Verglichen mit dem Jahr 2015 erhöhte sich die Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft preisbereinigt um 16,1 % und damit deutlich stärker als jene in der Gesamtwirtschaft (+7,0 %). Nominal lag die Bruttowertschöpfung 2019 in der hiesigen Gesundheitswirtschaft bei über 44,9 Mrd. Euro. Dies entsprach einem Anteil an der Gesamtwirtschaft von 9,5 %.

Rund 778 500 Erwerbstätige waren hierzulande im Jahr 2019 der Gesundheitswirtschaft zuzuordnen. Somit hatte in dieser Querschnittsbranche jeder achte Erwerbstätige im Südwesten seinen Arbeitsplatz (12,2 %). Gegenüber dem Vorjahr stieg in der Gesundheitswirtschaft die Zahl der Erwerbstätigen 2019 um rund 15 600 Personen bzw. 2,0 % an. Zum Vergleich: Die Erwerbstätigkeit insgesamt erhöhte sich in Baden-Württemberg gegenüber dem Vorjahr um 0,9 %.

Die Bruttowertschöpfung (in jeweiligen Preisen) je Erwerbstätigen, ein Maß für die Arbeitsproduktivität, lag in der Gesundheitswirtschaft Baden-Württembergs 2019 mit 57 700 Euro auf einem - im Vergleich zu anderen Ländern - hohen Niveau (Durchschnitt der Länder: 53 286 Euro).

Detaillierte und miteinander vergleichbare Länderergebnisse für die Jahre 2008 bis 2019 finden Sie im Statistikportal.

Tabelle 1
Bruttowertschöpfung und Erwerbstätige in der Gesundheitswirtschaft in Baden-Württemberg und Bundesländer 2008 bis 2019*)
JahrGesundheitswirtschaftAnteil der Gesundheitswirtschaft an der Gesamtwirtschaft
Baden-WürttembergSumme der Bundesländerdarunter WZ Q1)
Baden-WürttembergSumme der Bundesländer
Bruttowertschöpfung
Mrd. EUR2)%

*) Sowie in der Summe der Bundesländer.

1) Gesundheitsrelevanter Teil des WZ Q (Gesundheits- und Sozialwesen) der Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008).

2) Bruttowertschöpfung in jeweiligen Preisen.

Datenquelle: AG GGRdL; Wertschöpfungs-Erwerbstätigen-Ansatz der Länder, Berechnungsstand: September 2020; Angaben ab 2015 vorläufig. Aufgrund eines Quellenwechsels ab dem Berichtsjahr 2014 ist ein Vergleich mit den Ergebnissen der Vorjahre nur eingeschränkt möglich.

200829,7203,917,88,78,9
200930,4210,918,59,69,6
201031,1217,919,29,09,5
201132,3226,319,78,99,4
201233,7234,620,39,19,5
201335,0243,021,49,19,6
201436,3254,722,29,19,7
201537,9265,222,99,19,7
201639,3277,023,69,29,8
201740,9286,924,79,29,8
201843,0297,2.9,39,9
201944,9309,8.9,510,0
  Erwerbstätige
1.000 Personen %
2008 648,8 4.720 468,611,311,6
2009 661,8 4.826 481,311,611,8
2010 670,1 4.922 489,011,712,0
2011 674,7 4.973 493,811,612,0
2012 687,1 5.048 503,311,712,0
2013 701,0 5.134 514,811,812,1
2014 706,7 5.162 514,311,712,1
2015 724,8 5.307 528,911,912,3
2016 737,5 5.452 538,912,012,5
2017 748,3 5.555 548,212,012,6
2018 762,9 5.670 560,612,012,6
2019 778,5 5.813 .12,212,8
Schaubild 1: Entwicklung der Bruttowertschöpfung und der Erwerbstätigkeit in der Gesundheitswirtschaft und Gesamtwirtschaft Baden-Württembergs 2008 bis 2019
Schaubild 1: Entwicklung der Bruttowertschöpfung und der Erwerbstätigkeit in der Gesundheitswirtschaft und Gesamtwirtschaft Baden-Württembergs 2008 bis 2019
Tabelle 2
Entwicklung der Bruttowertschöpfung und der Erwerbstätigkeit in der Gesundheitswirtschaft und Gesamtwirtschaft
in Baden-Württemberg 2008 bis 2019*)
JahrBWS GesundheitswirtschaftBWS GesamtwirtschaftErwerbstätige GesundheitswirtschaftErwerbstätige Gesamtwirtschaft
Index 2015 = 100

*) Bruttowertschöpfung (BWS) preisbereinigt, verkettet.

Datenquellen: AG GGRdL, Wertschöpfungs-Erwerbstätigen-Ansatz, Berechnungsstand: September 2020; AK VGRdL, Berechnungsstand: August 2019 / Februar 2020 (VGR des Bundes); AK ETR, Berechnungsstand: August 2019 / Februar 2020 (VGR des Bundes); Angaben ab 2015 vorläufig.

200889,992,389,594,5
200989,082,791,393,9
201090,589,392,593,9
201194,293,993,195,3
201296,794,794,896,7
201396,095,496,797,9
201496,097,697,599,2
2015100,0100,0100,0100,0
2016103,6101,0101,8101,3
2017109,8104,7103,2102,7
2018113,6107,1105,3104,1
2019116,1107,0107,4105,0