:: 110/2021

Pressemitteilung 110/2021

Stuttgart,

Südwestindustrie im März 2021: Erholung verstetigt sich zunehmend

Auftragseingang +11,1 %, Produktion +5,5 %, Umsatz +6,3 % gegenüber Vormonat

Die zu Beginn des Jahres 2020 weltweit getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus hatten sich im März 20201 erstmals sichtbar negativ auf die Südwestindustrie ausgewirkt. Nach weiteren noch massiveren Rückschlägen in den Folgemonaten setzte gegen Ende des Jahres 2020 eine Erholung ein, die sich mit Unterbrechung zu Beginn des Jahres 2021 nun zunehmend verstetigt. So liegen die Auftragseingänge nach dem massiven Einbruch im April 2020 bereits den achten Monat in Folge über dem Vorjahresniveau und aktuell auch über dem Vormonat. Der Auftragseingangsindex deutet somit weiter auf eine Fortsetzung des Erholungsprozesses in der Südwestindustrie hin. Die positive Entwicklung der Auftragseingänge seit August 2020 schlägt im März 2021 auch auf die Produktion und den zweiten Monat in Folge auf die Umsätze durch. Trotz der bestehenden Unsicherheiten verstetigt sich damit die positive Entwicklung in der Südwestindustrie deutlich.

Nach vorläufiger Feststellung des Statistischen Landesamtes erhielt die Südwestindustrie im März 2021 im Vergleich zu den bereits sichtbar negativ von der Corona-Pandemie gezeichneten Auftragseingängen des Vorjahresmonats März 2020 preis- und arbeitstäglich bereinigt mehr AufträgeS1 (+31,8 %). Die positive Entwicklung im Inlandsgeschäft (+39,8 %) fiel stärker aus als im Auslandsgeschäft (+27,6 %). Die Impulse auf das Auslandsgeschäft waren aus den Ländern der Eurozone (+41,1 %) deutlich stärker als aus den Ländern der Nicht-Eurozone (+21,9 %). Aber auch im Vergleich zum Vormonat Februar legte der Auftragseingang preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt noch einmal erheblich zu (+11,1 %). Im ersten Quartal 2021 verbuchte die Südwestindustrie im Vergleich zum Vorjahresquartal preis- und arbeitstäglich bereinigt somit ein starkes Auftragsplus von 15,6 %. Wobei das Plus in etwa gleich von den Auftragseingängen aus dem Ausland (+15,8 %) und den Auftragseingängen aus dem Inland (+15,0 %) getragen wurde. Die Impulse im Auslandsgeschäft kamen etwas stärker aus der Eurozone (+16,1 %) als aus der Nicht-Eurozone (+15,6 %).

Die ProduktionS2 der Südwestindustrie lag nach vorläufigen Angaben im März 2021 im Vergleich zu dem ebenfalls sichtbar negativ durch die Pandemie betroffenen Produktionsergebnis des Vorjahresmonats März 2020 preis- und arbeitstäglich bereinigt im Plus (+11,0 %). Auch gegenüber dem Ergebnis des Vormonats Februar stieg der Produktionsausstoß preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt deutlich an (+5,5 %). Insgesamt lag damit im ersten Quartal 2021 die Industrieproduktion im Südwesten preis- und arbeitstäglich bereinigt über dem Niveau des Vorjahresquartals (+2,6 %).

Der reale (d. h. preisbereinigte) UmsatzS3 der Südwestindustrie verzeichnete nach vorläufigen Angaben im März 2021 ebenfalls ein Plus (+14,6 %) gegenüber dem bereits krisenbelasteten Vorjahresmonat März 2020. Das Umsatzplus ist stärker auf das Auslandsgeschäft (+17,4 %) als auf das Inlandsgeschäft (+10,5 %) zurückzuführen. Die positiven Impulse auf das Auslandsgeschäft gingen stärker von der Nicht-Eurozone (+18,4 %) als von der Eurozone aus (+15,5 %). Aber auch gegenüber dem Vormonat Februar stieg der Umsatz preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt noch einmal an (+6,3 %). Insgesamt verzeichnete die Südwestindustrie damit im ersten Quartal 2021 preis- und arbeitstäglich bereinigt ein Umsatzplus (+4,8 %) im Vergleich zu dem Vorjahresquartal. Die positive Umsatzentwicklung ging dabei deutlich stärker von den Auslandskunden (+7,5 %) als von den Inlandskunden (+1,1 %) aus. Das positive Auslandsgeschäft wurde insbesondere von den Ländern der Nicht-Eurozone (+10,0 %) und weniger von den Ländern der Eurozone (+2,8 %) getragen.

‫‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬Hinweis: Die korrespondierenden Bundesergebnisse werden vom Statistischen Bundesamt am 06.05.2021 (Auftragseingangs- und Umsatzindex) und 07.05.2021 (Produktionsindex) unter www.destatis.de veröffentlicht.

1 Bei der Interpretation der Vergleiche der aktuellen Werte mit dem Vorjahresmonat oder auch dem Vorjahreszeitraum ist zu berücksichtigen, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie die Vergleichsbasis aus dem Vorjahr 2020 bereits in erheblichem Maße negativ beeinflussten.

Schaubild 1: Auftragseingangsindex im Verarbeitenden Gewerbe – Indexstand
Schaubild 1: Auftragseingangsindex im Verarbeitenden Gewerbe – Indexstand
Tabelle 1
Auftragseingangsindex für das Verarbeitende Gewerbe in Baden-Württemberg im März 2021
Indexstand: 2015 = 100, preisbereinigt
WZ
2008
Ausgewählte WirtschaftszweigeVeränderung in Prozent - vorläufige Ergebnisse
März 2021Januar–März 2021
gegenüber
Februar 2021März 2020Vorjahreszeitraum
Original­werte saison- und arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)

1) Nach Berliner Verfahren BV 4.1.

2) Auftragseingänge werden nur in ausgewählten Wirtschaftszweigen erhoben.

Datenquelle: Monatsbericht für Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden. Endgültige Daten für das aktuelle Berichtsjahr liegen i.d.R. ab Mitte Februar des Folgejahrs vor.

 Verarbeitendes Gewerbe2)+19,1+11,1+34,9+31,8+14,5+15,6
 Inland+25,4+16,2+43,7+39,8+13,6+15,0
 Ausland+15,5+8,6+30,0+27,6+14,9+15,8
 Eurozone+12,5+13,8+44,3+41,1+15,0+16,1
 Nicht-Eurozone+17,1+6,2+23,9+21,9+14,9+15,6
 Vorleistungsgüterproduzenten+19,7+9,3+32,9+29,9+16,4+17,5
 Inland+20,4+9,2+32,7+28,9+14,2+15,6
 Ausland+19,0+14,1+33,3+30,9+18,7+19,6
 Eurozone+19,8+24,2+36,8+34,1+12,5+13,5
 Nicht-Eurozone+18,6+6,8+30,8+28,9+22,9+23,7
 Investitionsgüterproduzenten+20,2+12,3+38,9+35,9+15,4+16,5
 Inland+29,6+21,8+55,0+50,9+14,1+15,6
 Ausland+16,2+8,7+32,4+30,1+16,0+16,8
 Eurozone+11,0+13,8+60,2+57,0+21,2+22,4
 Nicht-Eurozone+18,5+6,8+23,7+21,8+14,1+14,9
 Konsumgüterproduzenten+6,8+6,5+9,7+7,2+0,4+1,3
 Inland+19,5+17,6+24,6+21,8+7,2+8,3
 Ausland−0,8+4,9+0,6−1,7−3,4−2,7
 Eurozone+6,1−4,1−1,0−3,4−6,0−5,3
 Nicht-Eurozone−9,0−3,4+2,1+0,1−0,1+0,6
17Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus+21,2+3,7+6,4+3,3−1,0+0,2
20Herstellung von chemischen Erzeugnissen+18,2+9,0+19,9+17,5+11,3+12,2
21Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen+3,3−3,1−10,1−12,4−3,2−2,3
24Metallerzeugung und -bearbeitung+16,6+9,9+38,2+34,1+15,0+16,6
25Herstellung von Metallerzeugnissen+21,7+10,2+30,8+27,7+13,1+14,3
26Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen+35,9+28,2+39,6+37,8+18,7+19,5
27Herstellung von elektrischen Ausrüstungen+18,1+5,0+31,4+27,5+18,0+19,6
28Maschinenbau+20,0+6,9+33,4+31,0+20,7+21,7
29Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen+16,5+16,7+48,0+44,7+13,5+14,7
Schaubild 2: Produktionsindex im Verarbeitenden Gewerbe – Indexstand
Schaubild 2: Produktionsindex im Verarbeitenden Gewerbe – Indexstand
Tabelle 2
Produktionsindex für das Verarbeitende Gewerbe in Baden-Württemberg im März 2021
Indexstand: 2015 = 100, preisbereinigt
WZ
2008
Ausgewählte WirtschaftszweigeVeränderung in Prozent - vorläufige Ergebnisse
März 2021Januar–März 2021
gegenüber
Februar 2021März 2020Vorjahreszeitraum
Original­werte saison- und arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)

1) Nach Berliner Verfahren BV 4.1.

2) Einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden.

Datenquelle: Monatliche Produktionserhebung im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden. Endgültige Daten für das aktuelle Berichtsjahr liegen i.d.R. ab Mitte Februar des Folgejahrs vor.

 Verarbeitendes Gewerbe2)+16,9+5,5+14,8+11,0+1,2+2,6
 Vorleistungsgüterproduzenten+15,7+4,7+15,3+12,0+4,5+5,6
 Investitionsgüterproduzenten+18,1+7,1+18,2+13,6+0,9+2,5
 Konsumgüterproduzenten+19,9+3,1+5,8+2,4−3,4−2,2
10Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln+18,1+1,7−1,0−3,4−5,6−4,8
17Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus+17,3+0,7−0,3−3,2−4,2−3,1
20Herstellung von chemischen Erzeugnissen+16,6+5,1+14,7+12,3+8,7+9,6
21Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen+22,3+2,7−0,6−2,9−3,0−2,1
22Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren+17,6+6,5+14,8+11,5+2,8+4,0
24Metallerzeugung und -bearbeitung+15,7+9,2+31,5+27,5+9,2+10,7
25Herstellung von Metallerzeugnissen+16,5+4,0+12,9+9,6+1,9+3,0
26Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen+16,8+2,4+12,7+10,0+3,6+4,6
27Herstellung von elektrischen Ausrüstungen+13,9+4,6+21,6+17,7+8,5+10,0
28Maschinenbau+21,7+2,2+9,1+5,7+0,0+1,3
29Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen+14,6+16,5+41,9+34,5+3,9+6,3
33Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen+16,1+0,4−0,9−3,0−6,3−5,5
Schaubild 3: Umsatzindex im Verarbeitenden Gewerbe – Indexstand
Schaubild 3: Umsatzindex im Verarbeitenden Gewerbe – Indexstand
Tabelle 3
Umsatzindex für das Verarbeitende Gewerbe in Baden-Württemberg im März 2021
Indexstand: 2015 = 100, preisbereinigt
WZ
2008
Ausgewählte WirtschaftszweigeVeränderung in Prozent - vorläufige Ergebnisse
März 2021Januar–März 2021
gegenüber
Februar 2021März 2020Vorjahreszeitraum
Original­werte saison- und arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)

1) Nach Berliner Verfahren BV 4.1.

2) Einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden.

Datenquelle: Monatsbericht für Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden. Endgültige Daten für das aktuelle Berichtsjahr liegen i.d.R. ab Mitte Februar des Folgejahrs vor.

 Verarbeitendes Gewerbe2)+20,6+6,3+18,3+14,6+3,5+4,8
 Inland+24,3+6,9+14,5+10,5−0,3+1,1
 Ausland+18,1+5,9+21,1+17,4+6,2+7,5
 Eurozone+15,8+7,6+19,4+15,5+1,4+2,8
 Nicht-Eurozone+19,2+5,1+21,9+18,4+8,7+10,0
 Vorleistungsgüterproduzenten+16,7+5,0+15,5+12,2+4,5+5,7
 Inland+19,0+4,7+13,7+10,0+2,3+3,6
 Ausland+14,1+5,4+17,8+15,0+7,1+8,1
 Eurozone+13,4+7,7+19,9+16,9+5,5+6,6
 Nicht-Eurozone+14,7+3,8+16,2+13,6+8,3+9,2
 Investitionsgüterproduzenten+22,5+7,4+22,4+18,3+4,6+6,1
 Inland+28,3+9,7+20,0+15,2−0,2+1,4
 Ausland+20,0+6,5+23,6+19,7+6,8+8,3
 Eurozone+17,7+9,1+21,9+17,3−0,4+1,1
 Nicht-Eurozone+20,8+5,6+24,3+20,6+9,6+11,1
 Konsumgüterproduzenten+17,7+2,8+6,5+3,8−3,0−2,0
 Inland+21,2+2,5+2,7+0,1−5,6−4,8
 Ausland+13,1+2,6+11,0+8,0+0,1+1,1
 Eurozone+14,2+3,4+11,6+8,6+0,6+1,6
 Nicht-Eurozone+12,1+1,5+8,8+5,6−1,3−0,2
10Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln+14,3+2,4−1,4−2,9−4,2−3,7
17Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus+21,5+2,9+3,8+0,8−2,7−1,6
20Herstellung von chemischen Erzeugnissen+13,3+5,6+19,1+16,4+10,9+11,9
21Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen+19,1+3,1+0,8−1,1+0,5+1,2
22Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren+18,1+6,4+15,1+11,8+3,1+4,3
24Metallerzeugung und -bearbeitung+14,1+2,0+12,9+9,1+3,1+4,4
25Herstellung von Metallerzeugnissen+19,1+5,4+15,6+12,1+2,7+4,0
26Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen+18,9+3,4+14,5+11,8+4,1+5,1
27Herstellung von elektrischen Ausrüstungen+15,4+4,3+19,9+16,3+7,8+9,2
28Maschinenbau+22,8+2,0+8,5+5,2−0,0+1,2
29Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen+22,7+12,8+39,6+34,4+9,4+11,3
33Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen+21,4+1,2+2,0−1,3+0,8+2,1