:: 139/2021

Pressemitteilung 139/2021

Stuttgart,

Südwestindustrie im April 2021: 30 000 Personen weniger beschäftigt als im Vorjahresmonat

Personalabbau abgebremst – Im laufenden Jahr Umsatzplus von nominal 15,7 % gegenüber krisenbelasteten Vorjahreszeitraum

Die zu Beginn des Jahres 2020 weltweit getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus hatten sich im März 20201 erstmals sichtbar negativ auf die Südwestindustrie ausgewirkt. Nach weiteren noch massiveren Rückschlägen insbesondere im April und in den Folgemonaten setzte gegen Ende des Jahres 2020 eine Erholung ein, die sich mit Unterbrechung zu Beginn des Jahres 2021 zunehmend verstetigte. So blieb der konjunkturell nachlaufende Beschäftigtenstand zwar unter dem Niveau des Vorjahresmonats, der Umsatz der Südwestindustrie entwickelte sich hingegen weiter positiv, auch wenn er nicht an den Rekordumsatz des Vormonates heranreicht.

Nach vorläufiger Feststellung des Statistischen Landesamtes beschäftigten die Industriebetriebe2 in Baden-Württemberg im April 2021 rund 1,144 Millionen (Mill.) Personen und damit 30 000 Beschäftigte weniger als im April des Vorjahres (−2,6 %). Damit war im Vorjahresvergleich der sechzehnte Monat in Folge mit einem Personalabbau zu verzeichnen. Gegenüber dem Vormonat März und damit den dritten Monat in Folge blieb die Zahl der Industriebeschäftigten allerdings nahezu unverändert. Insgesamt waren im Zeitraum Januar bis April 2021 durchschnittlich etwa 1,144 Mill. Personen in der Südwestindustrie beschäftigt und damit 40 000 Personen weniger als im entsprechenden Vergleichszeitraum 2020 (−3,4 %).

Im April 2021 erzielte die Südwestindustrie nach vorläufigen Angaben einen Umsatz von nominal 30,8 Milliarden (Mrd.) Euro. Der Rekordumsatz des Vormonates März lag, bei allerdings drei Arbeitstagen mehr im März 2021, bei 35,8 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahresmonat April 2020, auf dessen Ergebnisse massiv die weltweit getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus einwirkten, bedeutete dies ein Umsatzplus von 12,0 Mrd. Euro (+63,6 %). Damit übertrifft der Umsatz im April 2021 auch das krisenunbelastete Niveau des Aprils 2019 von 29,2 Mrd. Euro. Im Zeitraum Januar bis April 2021 erreichten die Industriebetriebe einen Gesamtumsatz von rund 120,5 Mrd. Euro und somit eine Umsatzsteigerung von 16,3 Mrd. Euro (+15,7 %) zum entsprechenden Vergleichszeitraum 2020. Zur positiven Umsatzentwicklung trug besonders das Auslandsgeschäft mit einem Plus von 11,7 Mrd. Euro (+19,7 %) auf 71,0 Mrd. Euro bei. Der Inlandsumsatz stieg um 4,7 Mrd. Euro (+10,4 %) auf knapp 49,5 Mrd. Euro.

Die Exportquote der Südwestindustrie lag im Zeitraum Januar bis April 2021 (58,9 %) signifikant über dem Vorjahreswert (56,9 %).

‫‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬Hinweis: Die korrespondierenden Bundesergebnisse werden vom Statistischen Bundesamt am 15.06.2021 unter www.destatis.de veröffentlicht.

1 Bei der Interpretation der Vergleiche der aktuellen Werte mit dem Vorjahresmonat oder auch dem Vorjahreszeitraum ist zu berücksichtigen, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie die Vergleichsbasis aus dem Vorjahr 2020 in erheblichem Maße negativ beeinflussten.

2 Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes (einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) mit mindestens 50 Beschäftigten.