:: 163/2021

Pressemitteilung 163/2021

Stuttgart,

Landwirtschaftliche Betriebe im Land werden weiterhin weniger – aber nicht überall

Differenzierter Agrarstrukturwandel im Land

Aus der Landwirtschaftszählung 2020 liegen im Statistischen Landesamt die ersten regionalen Ergebnisse zur Entwicklung der Zahl und Größe landwirtschaftlicher Betriebe in Baden-Württemberg vor. Danach nimmt die Zahl landwirtschaftlicher Betriebe im Land insgesamt zwar weiterhin ab, regional sind aber auch gegenläufige Entwicklungen zu verzeichnen.

Insgesamt gab es in Baden-Württemberg im Jahr 2020 noch 39 085 landwirtschaftliche Betriebe. Im Vergleich zu 2016, der letzten Vollerhebung, entspricht dies einem Rückgang um rund 1 500 Betriebe oder −3,7 %. Die Abnahme der Zahl landwirtschaftlicher Betriebe hat sich damit im Vergleich zu früheren Jahren deutlich verlangsamt. Waren zu Beginn des Jahrtausends noch jährlich Abnahmeraten von −3,0 % die Regel, so gingen sie bis Anfang des zurückliegenden Jahrzehnts auf etwa −2,0 % zurück. Aktuell liegt die jährliche Abnahmerate nur noch bei −0,9 %. Der Betriebsgrößenwandel hat sich also merklich verlangsamt.

Der Strukturwandel verläuft aber im Land nicht gleichförmig, sondern richtet sich an regionalen und lokalen Gegebenheiten aus. Daher gibt es Gemeinden mit überdurchschnittlichen Abnahmeraten, aber auch mit unterdurchschnittlichen Veränderungsraten. Es gibt sogar Gemeinden in denen eine positive Veränderungsrate, also eine Zunahme der landwirtschaftlichen Betriebe zu verzeichnen ist. Insgesamt sind es in Baden-Württemberg 241 Gemeinden, das ist rund ein Fünftel aller Gemeinden, in denen es 2020 mehr landwirtschaftliche Betriebe gibt als im Jahr 2016. Den Gegenpol markieren Gemeinden, in denen es gar keinen landwirtschaftlichen Betrieb mehr gibt: davon gibt es insgesamt fünf.