:: 177/2021

Pressemitteilung 177/2021

Stuttgart,

Südwestindustrie im Mai 2021: Auftragseingänge auf Rekordniveau, Trend insgesamt deutlich positiv

Auftragseingang +9,2 %, Produktion +2,8 %, Umsatz +3,2 % gegenüber Vormonat

Die zu Beginn des Jahres 2020 weltweit getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hatten sich im März 20201 erstmals sichtbar negativ auf die Südwestindustrie ausgewirkt. Nach noch massiveren Rückschlägen insbesondere im April und Mai und vergleichsweise schwachen Rückgängen in den Folgemonaten setzte gegen Ende des Jahres 2020 eine Erholung ein, die sich mit Unterbrechung zu Beginn des Jahres 2021 zunehmend verstetigte. Aktuell nimmt die Erholung nach einer leichten Bremsung im Vormonat wieder deutlich Fahrt auf. So lagen auch im Mai 2021 die Auftragseingänge, die Produktion und die Umsätze deutlich über dem von den massiven Einbrüchen im Mai 2020 geprägten Vorjahresniveau. Aber auch gegenüber ihren Vormonatswerten im April 2021 legten die Auftragseingänge, sowie die Produktion und der Umsatz zu. Der positive Trend in der Südwestindustrie verstetigt sich damit insgesamt nochmal deutlich, auch wenn die bestehenden Lieferengpässe weiter ein Risiko in sich tragen.

Nach vorläufiger Feststellung des Statistischen Landesamtes erhielt die Südwestindustrie im Mai 2021 im Vergleich zu den massiv von der Corona-Pandemie gezeichneten Auftragseingängen des Vorjahresmonats Mai 2020 preis- und arbeitstäglich bereinigt deutlich mehr AufträgeS1 (+63,6 %). Die positive Entwicklung im Auslandsgeschäft (+75,6 %) fiel dabei sehr viel stärker aus als im Inlandsgeschäft (+46,0 %). Die Impulse auf das Auslandsgeschäft gingen stärker von der Nicht-Eurozone (+79,4 %) als von der Eurozone (+68,0 %) aus. Gegenüber dem Vormonat April stieg der Auftragseingang preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt deutlich an (+9,2 %). Damit liegt der Auftragseingang auf einem Rekordniveau. Im Zeitraum Januar bis Mai 2021 verbuchte die Südwestindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum preis- und arbeitstäglich bereinigt ein Auftragsplus von 34,4 %. Wobei das Plus stärker von den Auftragseingängen aus dem Ausland (+37,8 %) als von den Auftragseingängen aus dem Inland (+28,7 %) getragen wurde. Die Impulse im Auslandsgeschäft kamen etwas stärker aus der Nicht-Eurozone (+38,6 %) als aus der Eurozone (+36,0 %).

Die ProduktionS2 der Südwestindustrie lag nach vorläufigen Angaben im Mai 2021 im Vergleich zu dem ebenfalls deutlich von der Pandemie betroffenen Produktionsergebnis des Vorjahresmonats Mai 2020 preis- und arbeitstäglich bereinigt im Plus (+21,4 %). Gegenüber dem Ergebnis des Vormonats April legte der Produktionsausstoß preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt spürbar zu (+2,8 %). Insgesamt lag damit im Zeitraum Januar bis Mai 2021 die Industrieproduktion im Südwesten preis- und arbeitstäglich bereinigt über dem Niveau des Vorjahreszeitraums (+13,2 %).

Der reale (d. h. preisbereinigte) UmsatzS3 der Südwestindustrie verzeichnete nach vorläufigen Angaben im Mai 2021 arbeitstäglich bereinigt ebenfalls ein Plus (+24,7 %) gegenüber dem extrem krisenbelasteten Vorjahresmonat Mai 2020. Das Umsatzplus ist deutlich stärker auf das Auslandsgeschäft (+31,7 %) als auf das Inlandsgeschäft (+16,3 %) zurückzuführen. Die positiven Impulse auf das Auslandsgeschäft gingen stärker von der Nicht-Eurozone (+33,8 %) als von der Eurozone aus (+27,1 %). Gegenüber dem Vormonat April nahm der Umsatz preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt merklich zu (+3,2 %). Insgesamt verzeichnete die Südwestindustrie damit im Zeitraum Januar bis Mai 2021 preis- und arbeitstäglich bereinigt ein erhebliches Umsatzplus (+16,8 %) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die positive Umsatzentwicklung ging dabei deutlich stärker von den Auslandskunden (+22,1 %) als von den Inlandskunden (+10,0 %) aus. Das positive Auslandsgeschäft wurde insbesondere von den Ländern der Nicht-Eurozone (+25,5 %) und weniger von den Ländern der Eurozone (+15,4 %) getragen.

‫‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬Hinweis: Die korrespondierenden Bundesergebnisse werden vom Statistischen Bundesamt am 06.07.2021 (Auftragseingangs- und Umsatzindex) und 07.07.2021 (Produktionsindex) unter www.destatis.de veröffentlicht.

1 Bei der Interpretation der Vergleiche der aktuellen Werte mit dem Vorjahresmonat oder auch dem Vorjahreszeitraum ist zu berücksichtigen, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie die Vergleichsbasis aus dem Vorjahr 2020 in erheblichem Maße negativ beeinflussten.

Schaubild 1: Auftragseingangsindex im Verarbeitenden Gewerbe – Indexstand
Schaubild 1: Auftragseingangsindex im Verarbeitenden Gewerbe – Indexstand
Tabelle 1
Auftragseingangsindex für das Verarbeitende Gewerbe in Baden-Württemberg im Mai 2021
Indexstand: 2015 = 100, preisbereinigt
WZ
2008
Ausgewählte WirtschaftszweigeVeränderung in Prozent - vorläufige Ergebnisse
Mai 2021Januar–Mai 2021
gegenüber
April 2021Mai 2020Vorjahreszeitraum
Original­werte saison- und arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)

1) Nach Berliner Verfahren BV 4.1.

2) Auftragseingänge werden nur in ausgewählten Wirtschaftszweigen erhoben.

Datenquelle: Monatsbericht für Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden. Endgültige Daten für das aktuelle Berichtsjahr liegen i.d.R. ab Mitte Februar des Folgejahrs vor.

 Verarbeitendes Gewerbe2)−1,7+9,2+65,9+63,6+33,7+34,4
 Inland−2,9+6,2+48,0+46,0+27,8+28,7
 Ausland−1,0+10,4+77,6+75,6+37,2+37,8
 Eurozone−1,6+9,9+70,3+68,0+35,3+36,0
 Nicht-Eurozone−0,6+10,7+81,1+79,4+38,1+38,6
 Vorleistungsgüterproduzenten−2,5+2,1+59,9+57,8+30,1+30,8
 Inland−3,1+5,8+52,2+50,3+27,8+28,7
 Ausland−1,7+2,4+68,9+67,1+32,6+33,2
 Eurozone−1,2+2,5+59,7+57,9+27,7+28,3
 Nicht-Eurozone−2,0−1,0+75,4+73,5+35,9+36,4
 Investitionsgüterproduzenten−2,3+10,1+73,1+70,6+38,3+39,0
 Inland−2,8+7,1+52,1+50,1+30,6+31,5
 Ausland−2,1+11,0+83,7+81,6+41,9+42,4
 Eurozone−6,2+9,0+73,6+70,6+44,6+45,3
 Nicht-Eurozone−0,7+11,8+87,4+85,6+41,0+41,5
 Konsumgüterproduzenten+8,7+4,5+31,8+31,1+9,5+10,0
 Inland−2,2+0,5+5,2+5,1+9,3+9,9
 Ausland+14,9+10,6+49,2+48,2+9,4+9,9
 Eurozone+17,6+13,7+76,4+74,7+13,5+14,0
 Nicht-Eurozone+8,8+4,7+13,7+13,5+3,1+3,6
17Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus+3,0+3,8+31,1+30,0+6,4+7,1
20Herstellung von chemischen Erzeugnissen−1,5+6,7+38,0+37,1+20,2+20,7
21Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen+1,3+3,1−3,3−3,2−4,3−3,9
24Metallerzeugung und -bearbeitung+2,4+1,6+62,8+60,2+30,9+31,8
25Herstellung von Metallerzeugnissen−11,1+3,7+46,7+45,3+29,3+29,9
26Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen+5,2+11,3+71,5+69,9+29,3+29,7
27Herstellung von elektrischen Ausrüstungen−2,4+0,9+53,8+51,8+29,9+30,8
28Maschinenbau+0,6+0,5+56,1+54,8+34,3+34,9
29Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen−3,6+12,8+97,0+93,2+45,9+46,7
Schaubild 2: Produktionsindex im Verarbeitenden Gewerbe – Indexstand
Schaubild 2: Produktionsindex im Verarbeitenden Gewerbe – Indexstand
Tabelle 2
Produktionsindex für das Verarbeitende Gewerbe in Baden-Württemberg im Mai 2021
Indexstand: 2015 = 100, preisbereinigt
WZ
2008
Ausgewählte WirtschaftszweigeVeränderung in Prozent - vorläufige Ergebnisse
Mai 2021Januar–Mai 2021
gegenüber
April 2021Mai 2020Vorjahreszeitraum
Original­werte saison- und arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)

1) Nach Berliner Verfahren BV 4.1.

2) Einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden.

Datenquelle: Monatliche Produktionserhebung im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden. Endgültige Daten für das aktuelle Berichtsjahr liegen i.d.R. ab Mitte Februar des Folgejahrs vor.

 Verarbeitendes Gewerbe2)−5,7+2,8+22,1+21,4+12,3+13,2
 Vorleistungsgüterproduzenten−4,3+4,2+31,0+30,0+14,5+15,2
 Investitionsgüterproduzenten−7,5+2,1+20,8+20,0+14,5+15,5
 Konsumgüterproduzenten−2,5−1,6+9,5+9,3+1,1+1,8
10Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln+3,9+3,3+6,1+6,0−2,5−2,0
17Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus−0,4+1,2+14,2+13,8−0,2+0,5
20Herstellung von chemischen Erzeugnissen−0,9+5,9+35,2+34,3+17,7+18,3
21Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen−5,5+2,3−1,1−1,1−3,4−2,9
22Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren−2,7+4,5+24,9+24,2+11,3+12,1
24Metallerzeugung und -bearbeitung−5,4+3,2+43,0+41,1+25,1+26,0
25Herstellung von Metallerzeugnissen−9,1+4,3+33,1+32,1+14,8+15,6
26Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen−2,8+1,5+28,5+27,8+11,7+12,3
27Herstellung von elektrischen Ausrüstungen−5,8−4,1+24,5+23,7+16,9+17,8
28Maschinenbau−4,7+2,2+19,0+18,4+9,8+10,6
29Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen−14,2+1,9+30,8+28,5+27,9+29,6
33Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen+9,8+1,8−1,5−1,4−5,0−4,5
Schaubild 3: Umsatzindex im Verarbeitenden Gewerbe – Indexstand
Schaubild 3: Umsatzindex im Verarbeitenden Gewerbe – Indexstand
Tabelle 3
Umsatzindex für das Verarbeitende Gewerbe in Baden-Württemberg im Mai 2021
Indexstand: 2015 = 100, preisbereinigt
WZ
2008
Ausgewählte WirtschaftszweigeVeränderung in Prozent - vorläufige Ergebnisse
Mai 2021Januar–Mai 2021
gegenüber
April 2021Mai 2020Vorjahreszeitraum
Original­werte saison- und arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)

1) Nach Berliner Verfahren BV 4.1.

2) Einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden.

Datenquelle: Monatsbericht für Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden. Endgültige Daten für das aktuelle Berichtsjahr liegen i.d.R. ab Mitte Februar des Folgejahrs vor.

 Verarbeitendes Gewerbe2)−7,6+3,2+25,6+24,7+15,9+16,8
 Inland−7,1+2,6+16,8+16,3+9,1+10,0
 Ausland−8,0+3,5+32,7+31,7+21,1+22,1
 Eurozone−4,9+3,9+28,2+27,1+14,6+15,4
 Nicht-Eurozone−9,5+3,4+35,3+33,8+24,6+25,5
 Vorleistungsgüterproduzenten−4,5+4,0+29,1+28,1+13,7+14,4
 Inland−5,3−1,0+24,9+24,1+11,0+11,8
 Ausland−3,7+4,1+34,4+33,6+17,1+17,8
 Eurozone−4,7−0,3+31,8+30,8+16,5+17,2
 Nicht-Eurozone−2,9+4,1+36,4+35,5+17,6+18,1
 Investitionsgüterproduzenten−10,2+2,6+28,6+27,4+21,0+22,0
 Inland−10,5+1,0+18,6+17,9+13,2+14,3
 Ausland−10,0+3,3+33,8+32,5+24,9+25,9
 Eurozone−6,1+3,2+25,4+24,4+15,7+16,7
 Nicht-Eurozone−11,3+3,4+37,3+35,8+28,5+29,5
 Konsumgüterproduzenten−2,4+1,9+13,2+12,9+2,5+3,1
 Inland−1,4+2,1+6,3+6,2−0,9−0,3
 Ausland−3,4+3,0+22,6+21,9+6,4+7,0
 Eurozone−1,4+5,7+31,8+31,0+8,3+8,9
 Nicht-Eurozone−6,4−0,8+10,5+10,2+3,3+3,9
10Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln−0,2+2,6+6,3+6,2−1,3−1,0
17Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus−2,3+0,7+14,0+13,5+1,4+2,1
20Herstellung von chemischen Erzeugnissen−0,4+5,5+32,3+31,6+18,5+19,1
21Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen−0,1+4,9+4,7+4,6+0,1+0,6
22Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren−4,4+4,3+23,8+23,2+11,1+11,9
24Metallerzeugung und -bearbeitung−3,5−0,9+34,1+33,0+14,3+15,2
25Herstellung von Metallerzeugnissen−9,0+0,2+36,8+35,5+16,3+17,2
26Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen−2,7+1,9+31,1+30,3+12,7+13,3
27Herstellung von elektrischen Ausrüstungen−6,8−4,1+22,5+21,7+15,6+16,4
28Maschinenbau−4,2+3,1+20,2+19,6+10,3+11,1
29Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen−16,8+1,9+40,5+38,1+35,1+36,5
33Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen+3,4+3,1+8,1+8,0+0,5+1,3