:: 254/2021

Pressemitteilung 254/2021

Stuttgart,

Zulassungspflichtiges Handwerk in Baden-Württemberg im 2. Quartal 2021

Umsatz mit deutlichem Plus, Beschäftigung erneut rückläufig

Im 2. Quartal 2021 sind die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk Baden-Württembergs gegenüber dem 2. Quartal 2020 um 11,5 % gestiegen. Dies teilte das Statistische Landesamt Baden-Württemberg auf der Grundlage vorläufiger Ergebnisse der Handwerksberichterstattung mit. Die Beschäftigung war dagegen mit einem Minus von 1,0 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum erneut leicht rückläufig.

Innerhalb der Gewerbegruppen des zulassungspflichtigen Handwerks wurden im 2. Quartal 2021 durchweg höhere Umsätze erwirtschaftet als im entsprechenden Vorjahresquartal. Dabei ist zu berücksichtigen, dass aufgrund der Einschränkungen der Corona-Pandemie – die ab März 2020 einsetzten – das Vergleichsniveau des 2. Quartals 2020 je nach Gewerbegruppe teils sehr niedrig liegt. Den größten Umsatzzuwachs verzeichneten die Handwerke des Gesundheitsgewerbes (+27,3 %) und darunter insbesondere die Augenoptiker mit einem Plus von 41,8 % gegenüber dem schwachen Vorjahresquartal. Überdurchschnittlich entwickelte sich auch der Umsatz im Kraftfahrzeuggewerbe (+25,3 %) und in den Handwerken für den gewerblichen Bedarf (+19,4 %), während im Ausbaugewerbe (+6,2 %), in den Handwerken für den privaten Bedarf (+5,0 %) und im Lebensmittelgewerbe (+3,2 %) vergleichsweise moderate Zuwächse zu verbuchen waren. Der Umsatz des Bauhauptgewerbes bewegte sich mit +0,6 % in etwa auf dem bereits hohen Niveau des Vorjahresquartals.

Die Beschäftigtenzahlen der einzelnen Gewerbegruppen entwickelten sich im 2. Quartal 2021 uneinheitlich. In vier von sieben Gewerbegruppen waren Ende Juni 2021 weniger Personen tätig als Ende Juni 2020. Den ausgeprägtesten Rückgang verzeichneten die Handwerke für den privaten Bedarf (-3,6 %) sowie das Lebensmittelgewerbe (-3,3 %). Einen Beschäftigungszuwachs verzeichnete dagegen das Bauhauptgewerbe (+0,4 %), das Gesundheitsgewerbe (+0,6 %) sowie das Ausbaugewerbe (+0,7 %).