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Pressemitteilung 2/2022

Stuttgart,

Südwestindustrie im November 2021: Insgesamt positive Entwicklung in weiterhin unsicherem Umfeld

Auftragseingang +2,3 %, Produktion −0,5 %, Umsatz +1,3 % gegenüber Vormonat

Die zu Beginn des Jahres 2020 weltweit getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus hatten sich im März 20201 erstmals sichtbar negativ auf die Südwestindustrie ausgewirkt. Nach noch massiveren Rückschlägen insbesondere im April und Mai 2020 verringerten sich in den Folgemonaten die Rückgänge. Gegen Ende des Jahres 2020 setzte eine Erholung ein, die sich mit Unterbrechung zu Beginn des Jahres 2021 zunehmend verstetigte. Aktuell zeigt sich die Entwicklung der Südwestindustrie nach einer spürbaren Bremsung im dritten Quartal 2021 - die insbesondere durch Lieferengpässe bedingt war - wieder etwas positiver. So treffen im November 2021 ein ohnehin starkes und weiter zunehmendes Auftragsvolumen auf eine zwar schwache aber kaum rückläufige Produktion und leichte Umsatzsteigerungen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich die positive Entwicklung verstetigen kann, oder ob sich die bestehende und weltweit wieder verschärfende Pandemielage erneut negativ auf die Südwestindustrie auswirken wird.

Nach vorläufiger Feststellung des Statistischen Landesamtes erhielt die Südwestindustrie im November 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2020 preis- und arbeitstäglich bereinigt etwas weniger AufträgeS1 (−1,1 %). Die rückläufige Entwicklung resultierte dabei fast ausschließlich aus dem Inlandsgeschäft (-2,5 %). Das Auslandsgeschäft, das nur von der Eurozone (3,1 %) positiv beeinflusst wurde, entwickelte sich indes kaum (−0,5 %). Gegenüber dem Vormonat Oktober nahm der Auftragseingang preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt zu (+2,3 %). Damit hält sich der Auftragseingang weiter auf einem hohen Niveau. Insgesamt verbuchte die Südwestindustrie im Zeitraum Januar bis November 2021 preis- und arbeitstäglich bereinigt ein Auftragsplus von 17,9 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wobei das Plus stärker von den Auftragseingängen aus dem Ausland (+19,4 %) als von den Auftragseingängen aus dem Inland (+15,3 %) getragen wurde. Die Impulse im Auslandsgeschäft kamen etwas stärker aus der Eurozone (+20,9 %) als aus der Nicht-Eurozone (+18,7 %).

Die ProduktionS2 der Südwestindustrie lag nach vorläufigen Angaben im November 2021 im Vergleich zu dem noch von der Pandemie betroffenen Produktionsergebnis des Vorjahresmonats November 2020 preis- und arbeitstäglich bereinigt leicht im Minus (−0,3 %). Gegenüber dem Ergebnis des Vormonats Oktober ging der Produktionsausstoß preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt ebenfalls leicht zurück (−0,5 %) und bleibt damit weiterhin schwach. Insgesamt lag die Industrieproduktion im Südwesten im Zeitraum von Januar bis November 2021 preis- und arbeitstäglich bereinigt über dem Niveau des Vorjahreszeitraums (+7,0 %).

Der reale (d. h. preisbereinigte) UmsatzS3 der Südwestindustrie verzeichnete nach vorläufigen Angaben im November 2021 arbeitstäglich bereinigt ein kräftiges Plus (+4,9 %) gegenüber dem noch krisenbelasteten Vorjahresmonat November 2020, wobei das Umsatzplus ausschließlich auf das Auslandsgeschäft (+13,1 %) zurückzuführen ist. Das Inlandsgeschäft verzeichnete ein Minus (−5,9 %). Die positiven Impulse auf das Auslandsgeschäft gingen deutlich stärker von der Nicht-Eurozone (+18,9 %) als von der Eurozone aus (+1,1 %). Gegenüber dem bereits starken Vormonat Oktober stieg der Umsatz preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt an (+1,3 %). Insgesamt verzeichnete die Südwestindustrie im Zeitraum Januar bis November 2021 preis- und arbeitstäglich bereinigt ein Umsatzplus (+9,0 %) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die positive Umsatzentwicklung ging dabei deutlich stärker von den Auslandskunden (+13,3 %) als von den Inlandskunden (+3,4 %) aus. Das positive Auslandsgeschäft wurde insbesondere von den Ländern der Nicht-Eurozone (+15,8 %) und weniger von den Ländern der Eurozone (+8,3 %) getragen.

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1 Bei der Interpretation der Vergleiche der aktuellen Werte mit dem Vorjahresmonat oder auch dem Vorjahreszeitraum ist zu berücksichtigen, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie die Vergleichsbasis aus dem Vorjahr 2020 in erheblichem Maße negativ beeinflussten.

Schaubild 1: Auftragseingangsindex im Verarbeitenden Gewerbe – Indexstand
Schaubild 1: Auftragseingangsindex im Verarbeitenden Gewerbe – Indexstand
Tabelle 1
Auftragseingangsindex für das Verarbeitende Gewerbe in Baden-Württemberg im November 2021
Indexstand: 2015 = 100, preisbereinigt
WZ
2008
Ausgewählte WirtschaftszweigeVeränderung in Prozent - vorläufige Ergebnisse
November 2021Januar–November 2021
gegenüber
Oktober 2021November 2020Vorjahreszeitraum
Original­werte saison- und arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)

1) Nach Berliner Verfahren BV 4.1.

2) Auftragseingänge werden nur in ausgewählten Wirtschaftszweigen erhoben.

Datenquelle: Monatsbericht für Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden. Endgültige Daten für das aktuelle Berichtsjahr liegen i.d.R. ab Mitte Februar des Folgejahrs vor.

 Verarbeitendes Gewerbe2)+8,3+2,3−1,1−1,1+17,6+17,9
 Inland+1,2−3,7−2,5−2,5+14,9+15,3
 Ausland+12,4+6,0−0,4−0,5+19,2+19,4
 Eurozone+3,4+3,0+3,1+3,1+20,6+20,9
 Nicht-Eurozone+16,7+7,5−2,0−2,1+18,5+18,7
 Vorleistungsgüterproduzenten+5,1+1,0+2,7+2,7+21,3+21,7
 Inland+2,2−2,1−0,8−0,7+20,0+20,5
 Ausland+8,3+4,5+6,7+6,7+22,7+23,0
 Eurozone+0,7−0,8−0,4−0,4+19,9+20,3
 Nicht-Eurozone+13,7+8,6+11,8+11,8+24,5+24,8
 Investitionsgüterproduzenten+9,1+2,8−3,7−3,8+16,9+17,2
 Inland−1,6−5,9−6,2−6,2+12,4+12,8
 Ausland+13,9+7,1−2,7−2,7+19,0+19,2
 Eurozone+4,1+6,1+3,6+3,6+21,4+21,8
 Nicht-Eurozone+17,5+7,3−5,0−5,0+18,1+18,3
 Konsumgüterproduzenten+11,8+3,3+10,9+11,0+11,8+12,1
 Inland+17,1+5,9+17,6+17,8+9,7+10,0
 Ausland+8,4+1,6+6,2+6,2+12,7+12,9
 Eurozone+4,5−2,3+6,5+6,6+18,1+18,4
 Nicht-Eurozone+14,9+8,2+5,7+5,8+4,5+4,8
17Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus+1,6−1,8−0,00,0+9,0+9,4
20Herstellung von chemischen Erzeugnissen+7,4+3,3−7,7−7,8+9,6+9,8
21Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen+12,6+0,9+12,0+12,1+2,7+3,0
24Metallerzeugung und -bearbeitung−1,8−2,2+16,2+16,5+26,2+26,7
25Herstellung von Metallerzeugnissen+7,3+4,1−2,7−2,8+16,1+16,5
26Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen−0,1−7,2−3,8−3,8+23,5+23,7
27Herstellung von elektrischen Ausrüstungen+13,7+8,3+23,0+23,3+26,2+26,7
28Maschinenbau+4,7+2,2+7,3+7,4+26,1+26,4
29Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen+12,5+3,9−10,7−10,8+11,9+12,2
Schaubild 2: Produktionsindex im Verarbeitenden Gewerbe – Indexstand
Schaubild 2: Produktionsindex im Verarbeitenden Gewerbe – Indexstand
Tabelle 2
Produktionsindex für das Verarbeitende Gewerbe in Baden-Württemberg im November 2021
Indexstand: 2015 = 100, preisbereinigt
WZ
2008
Ausgewählte WirtschaftszweigeVeränderung in Prozent - vorläufige Ergebnisse
November 2021Januar–November 2021
gegenüber
Oktober 2021November 2020Vorjahreszeitraum
Original­werte saison- und arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)

1) Nach Berliner Verfahren BV 4.1.

2) Einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden.

Datenquelle: Monatliche Produktionserhebung im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden. Endgültige Daten für das aktuelle Berichtsjahr liegen i.d.R. ab Mitte Februar des Folgejahrs vor.

 Verarbeitendes Gewerbe2)+4,5−0,5−0,3−0,3+6,6+7,0
 Vorleistungsgüterproduzenten+1,2−1,2−3,1−3,1+10,5+10,8
 Investitionsgüterproduzenten+6,9−0,5+0,7+0,7+5,7+6,2
 Konsumgüterproduzenten+2,8+0,7+3,7+3,7+2,2+2,6
10Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln−1,5+1,1+0,9+0,9−1,1−0,9
17Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus+1,0+0,6+3,6+3,6+3,5+3,8
20Herstellung von chemischen Erzeugnissen−2,8−0,4−9,7−9,8+9,8+10,1
21Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen+7,2+1,9+5,0+5,0−0,0+0,2
22Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren+0,6−1,7−4,1−4,2+7,6+7,9
24Metallerzeugung und -bearbeitung+4,9+1,5+1,9+1,9+16,0+16,5
25Herstellung von Metallerzeugnissen+3,5−0,4−4,9−5,0+9,6+10,0
26Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen+6,1−1,2+4,8+4,8+11,0+11,2
27Herstellung von elektrischen Ausrüstungen+2,9−2,0+1,5+1,5+12,9+13,4
28Maschinenbau+4,3−0,4+7,9+8,0+9,8+10,2
29Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen+8,2−2,1−7,7−7,9+2,5+3,2
33Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen+17,4+10,6+12,0+12,1−0,3−0,1
Schaubild 3: Umsatzindex im Verarbeitenden Gewerbe – Indexstand
Schaubild 3: Umsatzindex im Verarbeitenden Gewerbe – Indexstand
Tabelle 3
Umsatzindex für das Verarbeitende Gewerbe in Baden-Württemberg im November 2021
Indexstand: 2015 = 100, preisbereinigt
WZ
2008
Ausgewählte WirtschaftszweigeVeränderung in Prozent - vorläufige Ergebnisse
November 2021Januar–November 2021
gegenüber
Oktober 2021November 2020Vorjahreszeitraum
Original­werte saison- und arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)

1) Nach Berliner Verfahren BV 4.1.

2) Einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden.

Datenquelle: Monatsbericht für Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden. Endgültige Daten für das aktuelle Berichtsjahr liegen i.d.R. ab Mitte Februar des Folgejahrs vor.

 Verarbeitendes Gewerbe2)+7,3+1,3+4,9+4,9+8,6+9,0
 Inland+5,0−1,9−5,8−5,9+2,9+3,4
 Ausland+8,8+3,5+13,0+13,1+12,9+13,3
 Eurozone+3,80,0+1,1+1,1+7,9+8,3
 Nicht-Eurozone+11,0+4,9+18,8+18,9+15,4+15,8
 Vorleistungsgüterproduzenten+2,6−0,1−1,9−2,0+9,9+10,2
 Inland+1,9−1,5−3,1−3,2+8,0+8,4
 Ausland+3,4+1,6−0,4−0,4+12,2+12,5
 Eurozone+2,3−0,4−5,2−5,2+9,6+9,9
 Nicht-Eurozone+4,2+3,1+3,4+3,5+14,1+14,4
 Investitionsgüterproduzenten+11,3+2,3+8,5+8,6+9,7+10,2
 Inland+11,5−3,1−9,1−9,2+1,3+1,8
 Ausland+11,2+4,4+17,8+17,9+13,9+14,4
 Eurozone+6,6+0,7+3,1+3,2+7,1+7,6
 Nicht-Eurozone+12,6+5,3+23,0+23,1+16,5+16,9
 Konsumgüterproduzenten+2,3+2,0+5,6+5,7+3,4+3,7
 Inland+2,7+3,0+3,5+3,5−0,0+0,2
 Ausland+1,6+0,5+7,8+7,9+7,7+8,0
 Eurozone−2,9−2,1+6,1+6,2+8,4+8,7
 Nicht-Eurozone+8,9+4,1+9,9+10,0+6,2+6,6
10Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln−0,1+4,4+3,9+3,9−1,0−0,8
17Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus+0,7+1,0+4,9+4,9+4,7+5,0
20Herstellung von chemischen Erzeugnissen+8,3+4,6−6,2−6,1+9,5+9,8
21Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen+6,8−0,1+4,5+4,5+4,0+4,2
22Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren+0,4−1,2−4,3−4,3+6,7+7,0
24Metallerzeugung und -bearbeitung+5,8+2,5+6,1+6,1+11,9+12,4
25Herstellung von Metallerzeugnissen+3,3−1,5−4,9−5,0+10,9+11,3
26Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen+6,5−0,9+4,6+4,6+10,9+11,1
27Herstellung von elektrischen Ausrüstungen+3,4−1,1+2,0+1,9+12,8+13,2
28Maschinenbau+5,6−0,6+8,8+8,9+9,9+10,3
29Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen+14,0+4,3+10,6+10,7+11,8+12,4
33Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen+27,7+8,8+5,7+5,8−0,9−0,6