:: 143/2022

Pressemitteilung 143/2022

Stuttgart,

Preisindex legt im Mai 2022 um 7,4 % zu

Baden-Württemberg: Verteuerung von Energieprodukten um 34,9 %

Die Verbraucherpreise in Baden-Württemberg sind nach Angaben des Statistischen Landesamtes im Mai 2022 gegenüber den Vorjahresmonat um 7,4 % gestiegen. Damit erreichten sie zum dritten Mal in Folge eine Höhe, die seit der Ölkrise 1973 in Baden-Württemberg unbekannt war. Ohne Berücksichtigung der Preise für Energie und Nahrungsmittel, betrug die Gesamtteuerungsrate 3,7 % und war damit nur etwa halb so hoch wie die Gesamtinflationsrate. Daran zeigt sich, wie stark aktuell Energie- und Nahrungsmittelpreise die Gesamtteuerungsrate beeinflussen.

Die Preise für Energieprodukte lagen im Mai 2022 um 34,9 % über dem Niveau des Vorjahresmonats (April 2022: +31,9 %). Mit +71,7 % haben sich die Preise für Heizöl im Mai 2022 deutlich erhöht, auch Kraftstoffe (+37,4 %) und Erdgas (+49,8 %) verteuerten sich massiv. Die Preiserhöhungen für die anderen Energieprodukte lagen ebenfalls deutlich über der Gesamtteuerung, zum Beispiel für feste Brennstoffe (+58,6 %) und Strom (+20,1 %). Der Preisauftrieb bei den Energieprodukten wurde von mehreren Faktoren beeinflusst: Neben den kriegs- und krisenbedingten Effekten wirkte sich unter anderem die zu Jahresbeginn gestiegene CO2-Abgabe von 25 Euro auf 30 Euro pro Tonne CO2 aus.

Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke erhöhten sich im Mai 2022 für die privaten Haushalte spürbar um 9,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit hat sich der Preisauftrieb weiter verstärkt (April 2022: +7,3 %). Preiserhöhungen wurden bei fast allen Nahrungsmittelgruppen ermittelt. Erheblich teurer wurden Speisefette und Speiseöle (+36,8 %), Fleisch und Fleischwaren (+15,2 %), Molkereiprodukte und Eier (+11,9 %) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (+9,2 %). Gemüse verteuerte sich gegenüber Mai 2021 um 4,7 %, während Obst günstiger wurde (−0,6 %).